Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Die Regionalgruppe Otnant für die nördliche Oberpfalz

Die Regionalgruppe Otnant für die nördliche Oberpfalz konstituierte sich im Frühjahr 2013. Sie ging hervor aus der bereits 1987 gegründeten "Otnant-Gesellschaft für Geschichte und Kultur in der Euregio Egrensis". Diese war konzipiert als Schnittstelle zwischen den Universitäten und der Heimatforschung in der Region der nördlichen Oberpfalz.

Namenspatron der Regionalgruppe ist der Reichsministeriale Otnant von Eschenau, der 1061 ein Waldgebiet in der Nähe von Ebnath am Südhang des Fichtelgebirges von Kaiser Heinrich IV. an der hier erstmals genannten "Straße nach Eger" erhielt.

Die Betonung dieser Urkunde, vom im Jahr 1007 gegründeten Bistums Bamberg überliefert, macht schon zentrale Anliegen der Otnant-Gesellschaft deutlich: die Erforschung der frühen Besiedlungsgeschichte der Kemnath-Waldecker Gegend, der slawischen Bevölkerung in diesem Raum um dem Rauhen Kulm, die enge Vernetzung mit Eger und tschechischen Partnern. Das Egerland, dessen Grenzen sich weit über das heutige Territorium ausdehnten und das Stiftland des Klosters Waldsassen, Teile des heutigen Sechsämterlandes im Osten Oberfrankens und des Vogtlands umfassten, machten deshalb einen zweiten Schwerpunkt der Gesellschaft aus.

Diesen Forschungsraum hat die Regionalgruppe, um deren Etablierung sich insbesondere Christian Malzer verdient gemacht hat, übernommen und Richtung Süden und die Region um Weiden und Vohenstrauß ausgedehnt. Verbindend wirkt hier die Erforschung der Geschichte der Landgrafen von Leuchtenberg, deren Stammburg bei Vohenstrauß liegt und die wiederum gerade in der Kemnather Gegend zahlreiche Besitzungen hatten.
Zentrales Ereignis im Jahreslauf ist das Otnant-Gespräch, das von der Otnant-Gesellschaft übernommen wurde. Mit der Weiterführung der Buchpublikationsreihe übernahm die Regionalgruppe einen weiteren Schwerpunkt der Otnant-Gesellschaft und konnte in den letzten Jahren vor allem die Reihen "Otnant - Quellen und Erörterungen" und die "Otnant - Archäologie" mit neuen Bänden ergänzen.

Ansprechpartner:

Sprecher der Regionalgruppe

Bernhard Fuchs

E-Mail: bernhard.fuchs@geschichte.uni-regensburg.de

Otnant-Schriften

I. Quellen und Erörterungen

  • Frantisek Kubu: Staufische Ministerialität im Egerland, 1995; 19,90 €
  • Olaf Röhrer-Ertl: Slawen - Deutsche, Beiträge zum ethnischen Wandel in  den ehemalig slawisch besiedelten Räumen in der Oberpfalz und Franken, 1999: 19,90 €
  • Joachim Kröll: Geschichte von Creußen, 2003; 34,50 €
  • Ernst Ettel: Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Egerer Kreises, 2004; 16,90 €
  • Ingild Janda-Busl/Franz Busl: Geschichte der jüdischen Gemeinde in Weseritz/Bezdruzice, 2006; 19,90 €
  • Volker Kneidl: Rote Kreuze an alten Straßen, 2009; 19,90 €
  • Andreas Schwohnke: Kaiser Karl V. in der Oberpfalz, 2014; 17,90 €
  • Bernd Thieser: Galgen, Rad und Peitschenhiebe. Kriminalfälle im Landrichteramt Waldeck-Kemnath im 15. und 16. Jahrhundert; 2019


II. Archäologische Zeugnisse zur Siedlungsgeschichte

  • Anja Heidenreich: Ein slawischer Friedhof und Kirche auf dem Barbaraberg, 1998; 24,90 €
  • Nelo Lohwasser: 1200 Jahre auf 120 Quadratmetern - Archäologie in Pfreimd, 2009; 24,90 €
  • Nina Brundke, Das mittelalterliche Gräberfeld Mockersdorf. Archäologie im Schatten des Rauhen Kulmes, 2013; 24,90 €
  • Mathias Hensch: Die Burg der Herren von Thurndorf. Archäologische Spurensuche, 2017; 24,90 €


III. Otnant-Reprint

  • Julius von Plänckner: Piniferus. Taschenbuch für Reisende in das Fichtelgebirge (1839), 2007; 15,00 €


IV. Hirschberg-Schriften

  • Franz Günter Schäfer: Selingau. Zur Geschichte des Hammerwerkes und des Hammergutes, 1988; 9,90 €
  • Bernd Thieser: Unterbruck. Zur Geschichte des Hammerschlosses an der Haidenaab, 1991; 17,90 €


V. Genealogische Arbeiten

  • Gustav Erlbeck: Der Familienname Erlbeck, 1992; 9,90 €


Alle Publikationen sind im Verlag Eckhard Bodner, Pressath zu bekommen: www.bodner.ebuch.de