Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Mittwoch17.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abgesagt: Reichskloster am Rande der Metropole – Sankt Emmeram und das Regensburger Patriziat im Mittelalter

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Oberste, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Sankt Emmeram nimmt in der reichen Regensburger Sakraltopographie eine besondere Stellung ein. Als bedeutendes Königskloster verfügt es bereits im Frühmittelalter über weitgespannte Netzwerke in den Hochadel. Als Bildungs- und Missionszentrum stellt Sankt Emmeram auch die alten städtischen Damenstifte in den Schatten. Gleichwohl bleibt die Rolle der Abtei im Prozess der bürgerlichen Emanzipation seit dem späten 12. Jahrhundert merkwürdig blass. Der Vortrag fragt nach den Beziehungen Sankt Emmeram zum Regensburger Patriziat und nach dem politischen Stellenwert des Klosters im späteren Mittelalter.

WEGEN DER CORONA-PANDEMIE UND DER DESHALB VERFÜGTEN SCHLIESSUNG DES RUNTINGERHAUSES FÜR DEN PUBLIKUMSVERKEHR MUSS DER VORTRAG LEIDER ABGESAGT WERDEN. Sie können ihn aber als Videovortrag auf der Mediathek 2 des Rechenzentrums der Universität verfolgen. Die Videovorträge beginnen jeweils um 14 Uhr und können dann für die Dauer von zwei Wochen zugangsfrei aufgerufen werden. 

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Blick in die Basilika St. Emmeram in Regensburg (Foto: Dr. Bernd Gross / Wikipedia)
Mittwoch24.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bürgerfest, Domspatzen und der SSV

Regensburger Erinnerungsorte
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Konzept der „Erinnerungsorte“, der „Lieux de Mémoire“, das auf den französischen Historiker Pierre Nora zurückzuführen ist, kann inzwischen als weithin bekannt und eingeführt gelten. Dahinter steckt die Überlegung, dass das kollektive Gedächtnis an bestimmten „Orten“, die nicht nur geographisch zu verstehen sind, kristallisiert. In diesem Vortrag soll versucht werden, das Konzept auf der lokalen Ebene zur Anwendung zu bringen. Welche Orte, Ereignisse, Institutionen und Personen sind konstitutiv für Regensburg? Wie werden solche Erinnerungsorte überhaupt zu dem, was sie sind? Diesen und anderen Fragen gilt es nachzuspüren.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Foto: Ausschnitt aus Michael Ostendorfer, Ansicht Regensburgs aus dem Jahr 1552 (Staatliche Bibliothek Regensburg, Gr/4Rat.civ.383)
Samstag18.07.
09:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kelten und eine Barockbibliothek

Exkursion nach Manching und Neuburg an der Donau
Leitung: Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Treffpunkt: Parkplatz zwischen OTH und Universität (Einfahrt von der Galgenbergstrasse, Höhe TechBase Regensburg)

Die Exkursion führt uns zunächst nach Manching in das Keltenmuseum. Dort erwartet uns gegen 10:30 Uhr eine Führung, welche bis ca. 12 Uhr dauern wird. Nach einer kurzen Stärkungspause fahren wir weiter nach Neuburg an der Donau. Die dort beheimatete Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau zählt zu den wichtigen kulturellen Institutionen in Neuburg und Umgebung. Die Bibliothek verfügt über einen wertvollen Altbestand von etwa 35.000 Bänden mit Erscheinungsjahr vor 1800 sowie zahlreichen Handschriften und knapp 500 Inkunabeln. Der kommissarische Leiter, Dr. Bernhard Lübbers, führt ab ca. 14:00 Uhr durch den Historischen Saal und zeigt Zimelien aus der reichhaltigen Sammlung der Bibliothek. Das Veranstaltungsende ist gegen 16:00 Uhr zu erwarten. Anschließend geht es wieder zurück nach Regensburg.

Bitte beachten Sie, dass wir mit privaten PKWs anreisen werden. Daher bitten wir um Anmeldung bis zum 10. Juli 2020 unter info@hvor.de und der Angabe, ob Sie selbst mit dem Auto kommen und ggfs. noch freie Plätze anbieten könnten. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie mittags im Landgasthof Hotel Euringer (http://www.hotel-euringer.de) speisen wollen, da wir uns auch hierfür anmelden müssten.

Unkostenbeitrag: ca. 7,50 Euro Eintritt in Manching. Höchstteilnehmerzahl: 25
Blick in den Historischen Bibliothekssaal in Neuburg an der Donau (Foto: H.-R. Schulz)
Mittwoch22.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Gesandtschaften und Herbergen der auswärtigen Gesandten am Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Vortrag von Stefan Ebeling, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag widmet sich den Gesandtschaftswohnungen der Gesandten und Delegierten der einzelnen Staaten, Städte und Fürstentümer in verschiedenen Häusern und Herbergen der Stadt Regensburg im Zeitraum zwischen 1663 und 1806. Die Vertreter der drei Gremien am Immerwährenden Reichstag waren der „Kurfürstenrat“ mit 7 bis 9 Mitgliedern, der “Fürstenrat“ mit 100 Mitgliedern und das “Städtekollegium“ mit 51 Mitgliedern. Mit allen Sekretären und Kanzlisten weilten so etwa 500 Personen dauernd in der Stadt Regensburg. Die Stadt Regensburg zählte zu dieser Zeit etwa 1100 Bürgerhäuser. In ca. einem Drittel dieser Bürgerhäuser wohnten die jeweiligen Gesandten mit Ihren Sekretären und der Dienerschaft zur Miete. Eigener Besitz in der Stadt Regensburg war den Gesandten nicht erlaubt.  So zogen die einzelnen Abgesandten nach einer gewissen Zeit wieder in ein neues Quartier. Die geistlichen Gesandten waren häufig in kirchlichen Besitztümern, in Klöstern und im Hochstift Regensburg untergebracht. Weilten die Gesandten nur kurze Zeit in der Stadt, so logierten sie in einer der zahlreichen Herbergen und Wirtshäuser der Stadt Regensburg.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Der Tagungsort des Immerwährenden Reichstags: Das Alte Rathaus in Regensburg (Foto: Stefan Ebeling)
Hauptverein Regensburg

Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

Auskunft bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm. HINWEIS: DIE FAHRT IST BEREITS AUSGEBUCHT!
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)
Mittwoch16.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)