Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Dienstag17.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Rückschau auf das Wirken als Stadtheimatpfleger seit 1998

Einige Akzente und Höhepunkte
Vortrag von Dr. Werner Chrobak, Regensburg, anlässlich der Beendigung der Stadtheimatpflegertätigkeit zum 30. Juni 2022
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Anmeldung ist erforderlich bis 10. Mai 2022 unter  0941/597 2231 oder info@keb-regensburg-stadt.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Stadtheimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg und der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V.
Dr. Werner Chrobak (Foto: privat)
Sonntag26.06.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

„Man ißt und trinkt gern gut und viel…“

Tag der Regensburger Archive zum Thema „Essen und Trinken in Geschichte und Gegenwart“
Aktionstag mit Dr. Camilla Weber, Lorenz Baibl M.A., Dr. Artur Dirmeier, Dr. Andreas Becker, Dr. Peter Styra, alle Regensburg
Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Kurioses und Wissenswertes aus den Schätzen der Regensburger Archive werden präsentiert. Von alten Kochbüchern, Speisekarten über Menüfolgen bis hin zu Sitzplänen und Fotos rund um das Thema „Essen und Trinken in verschiedenen Einrichtungen in Regensburg“, also Kulinarisches vom Bischof über die Stadt zum Fürsten und das Katharinenspital bis an die Universität.

Die Archivare werden von 11 Uhr bis 16 Uhr vor Ort sein. Lesungen mit themenspezifischen Texten sowie Führungen zu den gezeigten Exponaten finden statt. Im Ausstellungsraum des Gasthauses darf gern getrunken und gegessen werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Diözesanarchivs, des Stadtarchivs, des Archivs des Katharinenspitals, des Universitätsarchivs und des Fürst Thurn und Taxis Zentralarchivs in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Von der kaiserlichen Tafel zur Notstandsküche... (Fotos: Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv)
Mittwoch29.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Spur der Vulkane

Große Eruptionen und ihre Auswirkungen auf Regensburg
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Wer die Ausstellung „Highlights aus der Regensburger Kulturgeschichte“ des Historischen Museums der Stadt Regensburg im Advent 2021 gesehen hat, konnte dort auch ein sogenanntes „Hungerbrot“ aus dem „Jahr ohne Sommer“ 1816 bestaunen. Die Ernteausfälle waren auf den Ausbruch des Tambora in Indonesien im Jahr zuvor zurückzuführen. Die Getreidepreise erreichten damals schwindelerregende Höhen, Hunger grassierte, die Welt schien aus den Fugen geraten zu sein. Dieses Beispiel zeigt, dass auch Eruptionen in weit entfernten Weltregionen die Domstadt und ihre Einwohner beeinträchtigten. Welche konkreten Auswirkungen einzelne Vulkanausbrüche auf Regensburg und seine Bewohner hatten, wird in diesem Vortrag der Reihe „Zwischen den Zeiten. Historische Brüche und Übergänge in der Geschichte Regensburgs“ darzustellen versucht. Die „Spur der Vulkane“ wird dabei durch die Jahrhunderte führen.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Der Vesuv im Jahr 1638, aus: Athanasius Kircher, Mundus subterraneus, Bd. 1, Amsterdam 1678 (Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg)
Mittwoch20.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Porträt Kaiser Friedrichs III. von Hans Burgkmair d. Ä. (Foto: Wikimedia Commons)
Donnerstag21.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Babylon oder Ordnungszelle? Ein historisches Stimmungsbild des Freistaats Anfang der 1920er

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Dr. Markus Schmalzl, Dr. Georg Schulz und Bernd Kohlmann, München, Ingolstadt und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen radikale Kräfte von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Dr. Markus Schmalzl, Dr. Georg Schulz und Bernd Kohlmann ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Szenenbild (Foto: GEKAMASCHU)
Freitag02.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ad fontes!

Die Anfänge des Klosters Frauenzell
Vortrag von Dr. Thomas Feuerer, Kollersried
Ort: Frauenzell, ehem. Benediktinerabtei, Hs.-Nr. 5

Greift man zur einschlägigen Literatur, scheinen die Anfänge des kleinen, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründeten ehemaligen Benediktinerklosters in Frauenzell weitgehend geklärt. Wenn man sich jedoch die wenigen zeitgenössischen Archivalien aus den ersten Jahren dieser Adelsstiftung genauer anschaut, ergeben sich fast mehr Fragen als Antworten. Wie so oft lohnt es auch in diesem Fall, "zu den Quellen" zurückzukehren und die im Laufe von Jahrhunderten entstandene historiographische Überlieferung kritisch zu hinterfragen. Ein spannender Blick in die Werkstatt des Historikers ...

Anmeldung ist erforderlich unter 09484/9519669 oder olgabrandl@t-online.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Freundeskreises des ehemaligen Beneditkinerklosters Frauenzell e.V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
"Oratorium als erste Kirche zu Frauenzell", Zeichnung von Andreas Wolf, 1844 (Foto: Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, MS. O. 142)
Mittwoch21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Wegbereiter der Industrialisierung in Bayern

Georg von Reichenbach (1771–1826)
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

„Georg von Reichenbach - Mechaniker“: So laute die Inschrift auf seiner Büste in der Ruhmeshalle zu München. Nichts könnte einen der genialsten Ingenieure seiner Zeit besser charakterisieren als diese Berufsbezeichnung. Denn Reichenbach, 1771 im badischen Durlach geboren, wuchs im Geschützbohrwerk der kurpfälzischen Haupt- und Residenzstadt Mannheim auf, die sein Vater seit 1772 leitete. Von der Pike auf lernte er so den Umgang mit den modernsten Werkzeugen und Maschinen, und davon profitierte er sein Leben lang. Bis 1811 tat er dies in seiner Funktion als Artillerieoffizier, die ihn auch in die Oberpfalz führte. Das wichtigste Resultat seiner Tätigkeit hier war die Einrichtung der Amberger Gewehrfabrik, welche die erste Fabrik Bayerns war, die diese Bezeichnung zu Recht trug. Nicht nur, aber auch mit der Einrichtung der maschinellen Waffenfertigung hat Reichenbach Bayern den Weg in das Industriezeitalter gebahnt. Dieser Teil seines Lebenswerkes steht deshalb im Fokus dieses Vortrags.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Georg von Reichenbach, Ansichten des Wiener Geschützbohrwerkes aus dem Jahr 1821 (Foto: Kriegsarchiv Wien)
Freitag30.09.
13:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Oberpfalz und ihre Regenten

Erstes "Hirschwald-Symposium"
Ort: Hirschwald, Torhaus

Mit dem Hausvertrag von Pavia 1329 kamen große Teile der heutigen Oberpfalz in den Besitz der Kurpfälzer Linie der Wittelsbacher. Residiert wurde in der Hauptstadt des sogenannten „Kurpräzipuums“ in Amberg. Kurfürst Friedrich II. (1544–1556) ließ in der Oberpfalz im nahegelegenen Hirschwald ein Jagdschloss errichten, von dem heute noch einige Bauteile erhalten sind. In dieser historischen Umgebung wird am 30. September 2022 das erste „Hirschwald-Symposium“ veranstaltet werden. Gemeinsam mit den heutigen Besitzern, dem Architektenehepaar Birgit Rieger und Willi Schmid, veranstaltet der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg dort eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel: „Die Oberpfalz und ihre Regenten“. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dr. Bernhard Lübbers. Folgendes Programm ist vorgesehen:

13:00–13:30 Uhr

Begrüßung

13:30–14:00 Uhr

Dr. Bernhard Lübbers (Staatliche Bibliothek Regensburg), Die Oberpfalz und ihre Regenten. Ein Überblick (1329–1623)

14:00–14:30 Uhr

Dr. Rudolf Neumaier (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege), Die Bedeutung der Jagd im Bayern der Vormoderne

14:30–15:00 Uhr

Pause

15:00–15:30 Uhr

Dr. Maria-Rita Sagstetter (Staatsarchiv Amberg): Das kurfürstliche Jagdschlösschen im Hirschwald

15:30–16:00 Uhr

Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald): Der Naturpark Hirschwald

16:00–16:30 Uhr

Pause

16:30–17:00 Uhr

Dr. Andreas Erb (Stadtarchiv Amberg): Der Jäger aus Kurpfalz

17:00–17:30 Uhr

Dr. Armin Gugau, Kurfürst Ludwig VI. von Pfalz und der Hirschwald

17:30–18:00 Uhr

Verabschiedung

Das Torhaus im Hirschwald (Foto: Birgit Rieger/Willi Schmid)