Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Freitag21.08.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Pettendorf - Kloster der Dominikanerinnen

Die vergessene Sühnestiftung der Wittelsbacher
Vortrag von Prof. Dr. Alois Schmid, Traitsching
Ort: Pettendorf, Adlersberg, ehem. Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

In der langen Reihe der Klöster in Bayern gehört das Priorat der Dominikanerinnen von Pettendorf zu denen, über die am wenigsten bekannt ist. Infolge der frühen Aufhebung in der Reformationszeit 1542 hat es kaum Spuren hinterlassen. Zur Vervollständigung des Bildes der bayerischen Klosterlandschaft muss unbedingt auch diesen weniger bedeutsamen Häusern Beachtung entgegengebracht werden. Auch sie leisteten einen – freilich völlig unspektakulären – Beitrag zur kirchlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes. Dies möchte der aus dem nahe gelegenen Hummelberg stammende emeritierte Landeshistoriker Alois Schmid am Beispiel des Klosters Pettendorf aufzeigen. Seine soeben erschienene umfassende Klostermonographie erbringt zudem bemerkenswerte Ergänzungen zur Geschichte Bayerns, von denen die wichtigsten im Vortrag vorgestellt werden.

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an kulturreferat@lra-regensburg.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats des Landkreises Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Titelbild der soeben im EOS-Verlag erschienenen Klostermonographie von Alois Schmid (Foto: Verlag)
Hauptverein Regensburg

Verschoben: Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

WEGEN DER CORONA-PANDEMIE MUSS DIE REISE LEIDER VERSCHOBEN WERDEN.

Auskunft bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm. HINWEIS: DIE FAHRT IST BEREITS AUSGEBUCHT!
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)
Hauptverein Regensburg

Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.

Führungen anlässlich des Tages des offenen Denkmals 2020
Ort: Stadtgebiet Regensburg

„Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“, so lautet das diesjährige Motto zum Tag des offenen Denkmals®. Viele Gebäude in Regensburg erfuhren im Laufe der Geschichte Umbauten oder Umnutzungen. Anstelle von Abbrüchen wurden ältere Bauteile weiterverwendet. So wurde der aktuelle Begriff der Nachhaltigkeit bereits jahrhundertelang praktisch angewandt, schon allein um Materialkosten zu sparen. Zu diesen Aspekten werden wieder zahlreiche Denkmäler unter den derzeit leider unabdingbaren Auflagen zum Gesundheitsschutz zugänglich gemacht. Sonderstadtführungen runden das Programm ab. Dazu gibt es neben Familien- und Kinderaktionen auch einzelne barrierefreie Angebote.

Aufgrund der Pandemie-Situation ist 2020 eine verbindliche Anmeldung vom 27.07. bis 29.08.20 schriftlich bei der Abteilung Untere Denkmalschutzbehörde oder unter fritsch.maximilian@regensburg.de nötig. Die sonstigen Teilnahme- und Anmeldebedingungen und weitere Informationen finden Sie unter www.regensburg.de/denkmaltag.

Ein Angebot des Amtes für Archiv und Denkmalpflege der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Ausschnitt aus dem Plakat für den Tag des offenen Denkmals 2020 (Foto: Stadt Regensburg)
Mittwoch16.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)
Mittwoch25.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Jüdische Gemeinde Regensburgs im Mittelalter: Ghetto oder Metropole

Vortrag von Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott, München
Ort: Regensburg, Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2

"Regensburg - Mittelalterliche Metropole der Juden" so hieß die Ausstellung, die im Frühjahr 2019 im Historischen Museum der Stadt Regensburg gezeigt wurde. Dieser Titel verweist auf die bedeutende Geschichte der Regensburger Juden sowohl als Teil der Stadtbevölkerung als auch für Juden im mittelalterlichen Reich. Der Vortrag gibt Einblicke in die verschiedenen Aspekte und Gründe für die herausragende Stellung dieser Gemeinde.

 

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Überreste des jüdischen Viertels im document Neupfarrplatz (Foto: Bilddokumentation, Stadt Regensburg)
Dienstag01.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrißbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei wesentlichen Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts jener Zeit in Bayern vor.

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Mittwoch02.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. em. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

(Wegen der Corona-Pandemie musste der Vortrag am 27.05.2020 abgesagt werden)

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Hans Burgkmair der Ältere, Kaiser Friedrich III., Ende 15. Jhd., Kunsthistorisches Museum Wien (Foto: Wikimedia Commons)