Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Sonntag15.08.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Max Schultzes "Projekt Falkenstein" für König Ludwig II.

Vortrag von Dr. Adina Rösch, Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Im Mittelpunkt des Vortrags steht das Burgschloss Falkenstein, das König Ludwig II. von Bayern ab 1883 nahe Pfronten zu errichten beabsichtigte. Allerdings blieb durch den tragischen Tod des Königs 1886 eines der spektakulärsten Bauwerke des Historismus unverwirklicht.

Die Bedeutung des Schlossbauprojekts belegen bis heute rund 400 Entwürfe, Modelle, Gemälde, kunsthandwerkliche Objekte und Fotografien, von denen die meisten unter dem fürstlich thurn-und-taxischen Baurat Max Schultze (1845-1926) entstanden sind. Anhand dieser Objekte lässt sich die Planungsgeschichte des Bauwerks sowie sein Aussehen in den verschiedenen Planungsphasen rekonstruieren. Während der Außenbau sowie mehrere Innenräume gotisierend gestaltet werden sollten, wäre einzig das Schlafgemach im byzantinischen Stil entstanden. Vorbildlich für den Burgschlossbau waren daher unter anderem Bauten wie die Hagia Sophia in Istanbul, San Marco in Venedig, der Eschenheimer Turm in Frankfurt oder eben auch Schloss Neuschwanstein.

Anmeldung per E-Mail an museen@regensburg.de. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Max-Schultze-Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg
Ausschnitt aus dem Gemälde "Ostansicht von Burgschloss Falkenstein" von Max Schultze, vor 1925 (Foto: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen)
Hauptverein Regensburg

Simultaneen im deutschen Sprachraum

Visionen und Realitäten interkonfessionellen Zusammenlebens
Ökumenisches Symposium mit zahlreichen Referenten
Ort: Sulzbach-Rosenberg, Gotisches Rathaus, Großer Saal, Luitpoldplatz 25

Das 1652 eingeführte „Sulzbacher Simultaneum“ war nicht das einzige interkonfessionelle Experiment seiner Art. Schon ab 1524 nutzte man den Bautzener Dom „simultan“, ebenso manch andere Kirche etwa im Schwäbischen und in der Pfalz, in Westfalen oder im Elsass. Was das frühe Oberpfälzer „Ökumene“-Modell ausmacht, wie andere Simultaneen funktionierten oder welche aktuellen Impulse von gemeinsamer Kirchennutzung ausgehen können (bis hin zum „Simultankirchenradweg“), beleuchten schlaglichtartig die Beiträge eines ökumenischen Symposiums im Herbst 2021, das auch kulturelle Bonbons bietet.

Weitere Informationen unter www.simultankirchen.de; Anmeldung per E-Mail an symposium@simultankirchen.de.

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Simultankirchen i.d.Opf. e.V. sowie den Bistumsgeschichtsvereinen Eichstätt und Regensburg, dem Verein für Bayerische Kirchengeschichte etc.
Wie Geschwister in der Silhoutte der Sulzbacher Altstadt: ehem. Simultankirche St. Marien (seit 1957 kath.) und evang. Christuskirche (Foto: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg)
Sonntag19.09.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neueste Forschungen zu Max Schultze als Maler und Zeichner

Vortrag von Dr. Alexandra Demberger, Innsbruck
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Max Schultze (1845-1926) war nicht nur ein begabter Architekt, sondern auch ein talentierter Maler und Zeichner. Seine künstlerische Ader lässt sich auf die bedeutende Münchner Malerfamilie Dorner zurückführen. Als „Apostel für die Schönheit“ machte Schultze es sich zur Aufgabe, auf die Naturschönheiten der Berge und Landschaften aufmerksam zu machen. Auf anspruchsvollen alpinen Wanderungen und Besteigungen entstanden präzise topografische Skizzen. Reisen in südliche Regionen ließen eindrucksvolle Landschaftsaquarelle entstehen. Besonders reizte Schultze seine Heimat Garmisch mit der mächtigen Zugspitze. Doch auch die Porträtmalerei scheint ihn beschäftigt zu haben - vielleicht mehr, als uns heute bekannt ist.

Anmeldung per E-Mail an museen@regensburg.de. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Max-Schultze-Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg
Ausschnitt aus dem Aquarell "Drei Zinnen" von Max Schultze aus dem Jahr 1901 (Foto: Sammlung W. Reng, Partenkirchen)
Dienstag21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrissbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei wesentlichen Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts jener Zeit in Bayern vor.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung und Rückbestätigung unbedingt erforderlich schriftlich bei Abt. Untere Denkmalschutzbehörde, Keplerstr. 1, 93047 Regensburg oder per Email an denkmalpflege@regensburg.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Mittwoch06.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das Schottenportal der Regensburger Kirche St. Jakob

Baugeschichte – Bedeutung – Ikonographie – denkmalpflegerische Probleme
Vortrag von Prof. Dr. Achim Hubel, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Schottenportal aus dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts ist das aufwendigste und figurenreichste Portal der Romanik in Deutschland. Da es sich um eine in Deutschland einzigartige romanische Bilderwand handelt, ist zu fragen, welche Vorbilder die Auftraggeber in anderen Ländern gesehen hatten. Eine Besonderheit ist auch die ungewöhnliche Bautechnik, in der das Portal errichtet wurde. Viele Hypothesen sind zu der Frage aufgestellt worden, was das umfangreiche Skulpturenprogramm dem Betrachter vermitteln will. Welche Interpretation kann aus heutiger Sicht überzeugen? 1994 wurde zum Schutz des gefährdeten Portals eine Vorhalle aus Glas errichtet, die jedoch weitere Schäden nicht verhindern konnte. Am schlimmsten ist die schwarze Gipskruste auf der Oberfläche des Portals, welche die Diffusion der Feuchtigkeit aus dem Stein heraus verhindert, so dass durch Salz- und Frostsprengung die empfindliche Oberfläche der Skulpturen schwer beschädigt wird. Was kann man heute dagegen tun?

Bitte beachten Sie: Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass.

Eintritt frei.
Das Schottenportal in Regensburg (Foto: Gerald Richter)
Donnerstag25.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Bitte beachten Sie: Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass.

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)