Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Mittwoch23.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Platonische Körper, Marsbahn, Sphärenharmonien

Kepler und die wissenschaftliche Empirie
Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Steinle, TU Berlin
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die drei ‚Keplerschen Gesetze‘ stellten in der Entwicklung astronomischen Wissens eine wahrhafte Revolution dar, brach er doch hier mit den Grundsätzen der kreisförmigen und gleichförmigen Bewegung, die seit Jahrtausenden alles astronomische Denken prägten, auch noch bei Copernicus und Tycho Brahe. Ohne diese Einsichten wären Newton und die Himmelsmechanik nicht denkbar. Was aber bewegte Kepler zu einem solch radikalen Schritt? Oft wird hier die zentrale Rolle der astronomischen Empirie betont: in der Tat war die Unbedingtheit beispiellos, mit denen Kepler Tychos Präzisionsdaten verpflichtet war. Leicht gerät allerdings aus dem Blick, welch hohe Bedeutung für seinen Erfolg auch seine Überzeugung von der mathematischen Harmonie des Universums hatte, die sich wie eine rote Linie durch sein Lebenswerk zieht, die aber in der Aufnahme von Keplers Werk kaum Resonanz fand. Der Vortrag zeigt, wie sich in Keplers Arbeitsweise gründlichste Empirie und uns heute hoch spekulativ erscheinende Weltentwürfe in fruchtbarer Weise begegneten.

Anmeldung ist per E-Mail an kulturportal@regensburg.de oder unter Tel. 0941/507-7418 erforderlich.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Nahsicht“
Der Astronom, Physiker, Mathematiker und Naturphilosoph Johannes Kepler im Jahre 1610 (Foto: Wikimedia Commons)
Mittwoch30.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Der Astronom und die Hexe

Lesung und Gespräch
Lesung von Prof. Dr. Ulinka Rublack, Universität Cambridge
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die Entdeckung der ellipsenförmigen Umlaufbahnen der Planeten machte Johannes Kepler zum Mitbegründer der modernen Wissenschaft.  Ulinka Rublack entfaltet auf Basis einer einzigartigen Quellenlage einen weitaus weniger bekannten Aspekt in Keplers Leben: Im Jahr 1615 wird seine verwitwete Mutter Katharina in Leonberg der Hexerei bezichtigt und angeklagt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere übernimmt Kepler ihre Verteidigung vor Gericht und kämpft für ihre Freisprechung. Was bedeutet der Vorwurf der Hexerei für die Beschuldigten und ihre Angehörigen in einer Welt, in der Volksglaube und Wissenschaft nebeneinander existieren? So ergreifend wie schockierend zeugt Rublacks Bericht von einer Epoche, die sich hundert Jahre nach der Reformation und an der Schwelle zum Dreißigjährigen Krieg im Aufbruch befindet – zwischen vernunftgeleiteter Moderne und dem Terror der Hexenverfolgung.

Anmeldung ist per E-Mail an kulturportal@regensburg.de oder unter Tel. 0941/507-7418 erforderlich.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Nahsicht“
Ausschnitt aus einem historischen Portrait von Johannes Kepler (Foto: Wikimedia Commons)
Mittwoch07.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kepler, Einstein und das schwarze Loch im Zentrum der Milchstrasse

Vortrag von Dr. Stefan Gillessen, Max-Planck-Institut Garching
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Schwarze Löcher sind Realität. Für diese Aussage wurde der Nobelpreis für Physik 2020 vergeben. Der experimentelle Teil des Preises ging an Reinhard Genzel und Andrea Ghez, deren Teams seit drei Jahrzehnten das Zentrum der Milchstraße beobachten. Dort haben sie eines der kosmischen Massemonster dingfest gemacht. Die Beobachtungsdaten sind dabei leicht zu verstehen und absolut überzeugend: Denn sie zeigen, wie die Sterne im galaktischen Zentrum um ein unsichtbares Zentrum tanzen. Sie folgen dabei den Bewegungsgesetzen, die Johannes Kepler im frühen 17. Jahrhundert entdeckt hatte - ein sicheres Indiz für eine kompakte zentrale Masse. Heute wissen wir, dass die Kepler'schen Gesetze nur ungefähr gelten, und dass Einstein's Theorie der Gravitation eine korrektere Beschreibung ist. Und genau diesen Unterschied aufzuspüren ist ein Ziel der modernen Forschung am schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum. Der Vortrag erläutert, wie man sich schwarze Löcher vorstellen muss, wie der Nachweis des schwarzen Lochs im galaktischen Zentrum mittels moderner Teleskope gelang, und wie heute das Zusammenschalten von Teleskopen den Forschern ermöglicht, sogar Einsteins Theorie zu prüfen.

Anmeldung ist per E-Mail an kulturportal@regensburg.de oder unter Tel. 0941/507-7418 erforderlich.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Nahsicht“
Titelblatt der 1609 publizierten Schrift "Astronomia Nova" von Johannes Kepler (Foto: Wikimedia Commons)
Hauptverein Regensburg

„Apostel für die Schönheit“

Max Schultze (1845-1926) als Architekt, Künstler, Alpinist, Natur- und Heimatschützer
Eine Ausstellung zum 175. Geburtstag
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Der aus Partenkirchen stammende Architekt Max Schultze (1845-1926) stand seit 1872 insgesamt 40 Jahre lang in Diensten des Fürstenhauses Thurn und Taxis in Regensburg. Neben seinem umfangreichen architektonischen Schaffen in der Stadt und weit darüber hinaus widmete sich der begeisterte Alpinist und Wanderer in seiner Freizeit auch der Zeichnung, Malerei und Fotografie. Als langjähriger Vorsitzender der Sektion Regensburg des Alpenvereins und Ehrenmitglied der Sektion Regensburg des Waldvereins kultivierte er konsequent den Gedanken des Naturschutzes und der Heimatpflege, wobei er sich für die Wertschätzung der heimischen Bauweise der Oberpfalz und den Erhalt ihrer landschaftlichen Schönheiten ganz besonders engagierte. Die Ausstellung baut auf ein wissenschaftliches Symposion am 6. und 7. März 2020 im Runtingersaal in Regensburg auf und würdigt Max Schultze als bedeutenden Universalkünstler und typischen Vertreter der sich gegen Ende des 19 Jahrhunderts auch Bayern allmählich formierenden Heimatschutzbewegung.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Ausstellung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg
Ausschnitt aus dem Gemälde "Blick auf Garmisch" von Max Schultze, um 1890 (Foto: Museen der Stadt Regensburg)
Mittwoch14.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron

Vortrag von Dr. Günter Müchler, Köln
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Taten verblassen im Lauf der Geschichte. Es ist das Leben Napoleons, das bis heute in den Bann schlägt. Aufgestiegen aus dem Nichts, Kaiser der Franzosen und Herr über Europa, dann verstoßen aus dem Olymp, schließlich jämmerlich gestorben als Verbannter, hat er die Grenzen des Menschseins ausgemessen wie kein Zweiter. 
Dr. Günter Müchler war hauptberuflich Journalist und viele Jahre Programmdirektor von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Dradio Wissen. Der Frankreich-Kenner hat sich intensiv mit der Revolutionsperiode und Napoleon beschäftigt. Anlässlich dessen 200. Todestages stellt er sein neuestes Buch über den "Revolutionär auf dem Kaiserthron" vor.

Bitte beachten Sie: Anmeldung unter www.dfg-regensburg.de zwingend erforderlich. Ohne Resevierungsbestätigung kein Einlass.

Eintritt frei. Ein Angebot der Deutsch-Französischen Gesellschaft Regensburg e.V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Revolutionär auf dem Kaiserthron. Ausschnitt aus dem Umschlag der Napoleon-Biographie des Referenten (Foto: Günter Müchler)
Sonntag18.07.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Max Schultze und sein Engagement in der Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins

Vortrag von Dr. Thomas Feuerer, Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Der Architekt, Zeichner, Maler und Fotograf Max Schultze (1845-1926) war ein begeisterter „Hochtourist“, der beinahe jährlich die Alpen bereiste und dabei zahlreiche, durchaus ambitionierte Bergtouren durchführte. Nachdem er sich in Regensburg beruflich etabliert hatte, trat er 1878 der noch jungen örtlichen Sektion des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins bei. Hier engagierte er sich schon bald regelmäßig als Vortragsredner und bisweilen als Publizist. Im Amt des 1. Vorsitzenden, das er von 1883 bis 1905 bekleidete, sorgte er nicht nur für die „Hebung des internen Sektionslebens“, sondern er war auch maßgeblich am Bau und an den späteren Erweiterungen der 1888 eingeweihten Regensburger Hütte samt ihres Wegenetzes im damals österreichischen Grödnertal beteiligt.

Anmeldung per E-Mail an museen@regensburg.de. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Max-Schultze-Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg
Ausschnitt aus der Lithographie "Regensburger Hütte - Tschislesthal Gröden" von Max Schultze aus dem Jahre 1889 (Foto: Archiv des Deutschen Alpenvereins, München)
Sonntag15.08.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Max Schultzes "Projekt Falkenstein" für König Ludwig II.

Vortrag von Dr. Adina Rösch, Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Im Mittelpunkt des Vortrags steht das Burgschloss Falkenstein, das König Ludwig II. von Bayern ab 1883 nahe Pfronten zu errichten beabsichtigte. Allerdings blieb durch den tragischen Tod des Königs 1886 eines der spektakulärsten Bauwerke des Historismus unverwirklicht.

Die Bedeutung des Schlossbauprojekts belegen bis heute rund 400 Entwürfe, Modelle, Gemälde, kunsthandwerkliche Objekte und Fotografien, von denen die meisten unter dem fürstlich thurn-und-taxischen Baurat Max Schultze (1845-1926) entstanden sind. Anhand dieser Objekte lässt sich die Planungsgeschichte des Bauwerks sowie sein Aussehen in den verschiedenen Planungsphasen rekonstruieren. Während der Außenbau sowie mehrere Innenräume gotisierend gestaltet werden sollten, wäre einzig das Schlafgemach im byzantinischen Stil entstanden. Vorbildlich für den Burgschlossbau waren daher unter anderem Bauten wie die Hagia Sophia in Istanbul, San Marco in Venedig, der Eschenheimer Turm in Frankfurt oder eben auch Schloss Neuschwanstein.

Anmeldung per E-Mail an museen@regensburg.de. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Max-Schultze-Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg
Ausschnitt aus dem Gemälde "Ostansicht von Burgschloss Falkenstein" von Max Schultze, vor 1925 (Foto: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen)
Hauptverein Regensburg

Simultaneen im deutschen Sprachraum

Visionen und Realitäten interkonfessionellen Zusammenlebens
Ökumenisches Symposium mit zahlreichen Referenten
Ort: Sulzbach-Rosenberg, Gotisches Rathaus, Großer Saal, Luitpoldplatz 25

Das 1652 eingeführte „Sulzbacher Simultaneum“ war nicht das einzige interkonfessionelle Experiment seiner Art. Schon ab 1524 nutzte man den Bautzener Dom „simultan“, ebenso manch andere Kirche etwa im Schwäbischen und in der Pfalz, in Westfalen oder im Elsass. Was das frühe Oberpfälzer „Ökumene“-Modell ausmacht, wie andere Simultaneen funktionierten oder welche aktuellen Impulse von gemeinsamer Kirchennutzung ausgehen können (bis hin zum „Simultankirchenradweg“), beleuchten schlaglichtartig die Beiträge eines ökumenischen Symposiums im Herbst 2021, das auch kulturelle Bonbons bietet.

Weitere Informationen unter www.simultankirchen.de; Anmeldung per E-Mail an symposium@simultankirchen.de.

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Simultankirchen i.d.Opf. e.V. sowie den Bistumsgeschichtsvereinen Eichstätt und Regensburg, dem Verein für Bayerische Kirchengeschichte etc.
Wie Geschwister in der Silhoutte der Sulzbacher Altstadt: ehem. Simultankirche St. Marien (seit 1957 kath.) und evang. Christuskirche (Foto: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg)
Sonntag19.09.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neueste Forschungen zu Max Schultze als Maler und Zeichner

Vortrag von Dr. Alexandra Demberger, Innsbruck
Ort: Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Max Schultze (1845-1926) war nicht nur ein begabter Architekt, sondern auch ein talentierter Maler und Zeichner. Seine künstlerische Ader lässt sich auf die bedeutende Münchner Malerfamilie Dorner zurückführen. Als „Apostel für die Schönheit“ machte Schultze es sich zur Aufgabe, auf die Naturschönheiten der Berge und Landschaften aufmerksam zu machen. Auf anspruchsvollen alpinen Wanderungen und Besteigungen entstanden präzise topografische Skizzen. Reisen in südliche Regionen ließen eindrucksvolle Landschaftsaquarelle entstehen. Besonders reizte Schultze seine Heimat Garmisch mit der mächtigen Zugspitze. Doch auch die Porträtmalerei scheint ihn beschäftigt zu haben - vielleicht mehr, als uns heute bekannt ist.

Anmeldung per E-Mail an museen@regensburg.de. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Max-Schultze-Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden Sie unter www.maxschultze.de.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museen der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg, mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek und mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg
Ausschnitt aus dem Aquarell "Drei Zinnen" von Max Schultze aus dem Jahr 1901 (Foto: Sammlung W. Reng, Partenkirchen)
Dienstag21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrissbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei wesentlichen Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts jener Zeit in Bayern vor.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung und Rückbestätigung unbedingt erforderlich schriftlich bei Abt. Untere Denkmalschutzbehörde, Keplerstr. 1, 93047 Regensburg oder per Email an denkmalpflege@regensburg.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Mittwoch06.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das Schottenportal der Regensburger Kirche St. Jakob

Baugeschichte – Bedeutung – Ikonographie – denkmalpflegerische Probleme
Vortrag von Prof. Dr. Achim Hubel, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Schottenportal aus dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts ist das aufwendigste und figurenreichste Portal der Romanik in Deutschland. Da es sich um eine in Deutschland einzigartige romanische Bilderwand handelt, ist zu fragen, welche Vorbilder die Auftraggeber in anderen Ländern gesehen hatten. Eine Besonderheit ist auch die ungewöhnliche Bautechnik, in der das Portal errichtet wurde. Viele Hypothesen sind zu der Frage aufgestellt worden, was das umfangreiche Skulpturenprogramm dem Betrachter vermitteln will. Welche Interpretation kann aus heutiger Sicht überzeugen? 1994 wurde zum Schutz des gefährdeten Portals eine Vorhalle aus Glas errichtet, die jedoch weitere Schäden nicht verhindern konnte. Am schlimmsten ist die schwarze Gipskruste auf der Oberfläche des Portals, welche die Diffusion der Feuchtigkeit aus dem Stein heraus verhindert, so dass durch Salz- und Frostsprengung die empfindliche Oberfläche der Skulpturen schwer beschädigt wird. Was kann man heute dagegen tun?

Bitte beachten Sie: Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass.

Eintritt frei.
Das Schottenportal in Regensburg (Foto: Gerald Richter)
Donnerstag25.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Bitte beachten Sie: Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass.

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)