Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Freitag02.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ad fontes!

Die Anfänge des Klosters Frauenzell
Vortrag von Dr. Thomas Feuerer, Kollersried
Ort: Frauenzell, ehem. Benediktinerabtei, Hs.-Nr. 5

Greift man zur einschlägigen Literatur, scheinen die Anfänge des kleinen, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründeten ehemaligen Benediktinerklosters in Frauenzell weitgehend geklärt. Wenn man sich jedoch die wenigen zeitgenössischen Archivalien aus den ersten Jahren dieser Adelsstiftung genauer anschaut, ergeben sich fast mehr Fragen als Antworten. Wie so oft lohnt es auch in diesem Fall, "zu den Quellen" zurückzukehren und die im Laufe von Jahrhunderten entstandene historiographische Überlieferung kritisch zu hinterfragen. Ein spannender Blick in die Werkstatt des Historikers ...

Anmeldung ist erforderlich unter 09484/9519669 oder olgabrandl@t-online.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Freundeskreises des ehemaligen Beneditkinerklosters Frauenzell e.V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
"Oratorium als erste Kirche zu Frauenzell", Zeichnung von Andreas Wolf, 1844 (Foto: Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, MS. O. 142)
Hauptverein Regensburg

KulturSpur – Mensch und Denkmal

Der Tag des offenen Denkmals 2022 in Regensburg

Wissen Sie, wo Sie in Regensburg die Kirche St. Fidelis finden? Oder wo der Zuckerl-Müller seinen Verkaufsraum hatte? Wenn nicht, dann haben Sie in diesem Jahr die Gelegenheit, auf eine Spurensuche zu gehen. „KulturSpur“, so lautet das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denk­mal­schutz zum Tag des offenen Denkmals®. Die Stadt Regensburg und ihre Kooperationspartner, darunter auch der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg, ermöglichen wieder kostenlos Einblicke in Denkmäler, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen sind. Dazu gibt es viele Spezialführungen zu Menschen in Regensburg, die die Geschichte der Stadt geprägt haben. Folgen Sie Apollonia Diepenbrock, Therese Keiter, der Dombaumeisterfamilie Roritzer oder den ersten Regensburger Stadtbauräten. Familien- bzw. Kinder­führungen und Rahmenangebote runden das Programm ab, darunter eine Schnitzeljagd auf den Spuren der Römer mit Materialien in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache. Mit teilweise barrierefreien sowie fremdsprachigen Aktionen soll es ein Tag für alle werden.

Denkmal­steckbriefe, Informations­material und Programmprospekte liegen am zentralen Infostand im Runtingerhaus, Keplerstraße 1, auf, geöffnet von 10-17 Uhr. Das Programm ist vorab in gedruckter Form in den Tourismusbüros und beim Amt für Archiv und Denkmalpflege sowie digital unter www.regensburg.de/denkmaltag erhältlich. Auskünfte erteilen das Amt für Archiv und Denkmalpflege und am Denk­maltag der zentrale Informationsstand im Runtingerhaus unter Telefon 507-2453.

Das Regensburger Antoniushaus, 2021 (Foto: Bildstelle Stadt Regensburg)
Mittwoch21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Wegbereiter der Industrialisierung in Bayern

Georg von Reichenbach (1771–1826)
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

„Georg von Reichenbach - Mechaniker“: So laute die Inschrift auf seiner Büste in der Ruhmeshalle zu München. Nichts könnte einen der genialsten Ingenieure seiner Zeit besser charakterisieren als diese Berufsbezeichnung. Denn Reichenbach, 1771 im badischen Durlach geboren, wuchs im Geschützbohrwerk der kurpfälzischen Haupt- und Residenzstadt Mannheim auf, die sein Vater seit 1772 leitete. Von der Pike auf lernte er so den Umgang mit den modernsten Werkzeugen und Maschinen, und davon profitierte er sein Leben lang. Bis 1811 tat er dies in seiner Funktion als Artillerieoffizier, die ihn auch in die Oberpfalz führte. Das wichtigste Resultat seiner Tätigkeit hier war die Einrichtung der Amberger Gewehrfabrik, welche die erste Fabrik Bayerns war, die diese Bezeichnung zu Recht trug. Nicht nur, aber auch mit der Einrichtung der maschinellen Waffenfertigung hat Reichenbach Bayern den Weg in das Industriezeitalter gebahnt. Dieser Teil seines Lebenswerkes steht deshalb im Fokus dieses Vortrags.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Georg von Reichenbach, Ansichten des Wiener Geschützbohrwerkes aus dem Jahr 1821 (Foto: Kriegsarchiv Wien)
Freitag30.09.
13:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Verschoben: Die Oberpfalz und ihre Regenten

Erstes "Hirschwald-Symposium"
Ort: Hirschwald, Torhaus

Achtung: Das Symposium muss leider voraussichtlich um ein Jahr verschoben werden. 

Mit dem Hausvertrag von Pavia 1329 kamen große Teile der heutigen Oberpfalz in den Besitz der Kurpfälzer Linie der Wittelsbacher. Residiert wurde in der Hauptstadt des sogenannten „Kurpräzipuums“ in Amberg. Kurfürst Friedrich II. (1544–1556) ließ in der Oberpfalz im nahegelegenen Hirschwald ein Jagdschloss errichten, von dem heute noch einige Bauteile erhalten sind. In dieser historischen Umgebung wird am 30. September 2022 das erste „Hirschwald-Symposium“ veranstaltet werden. Gemeinsam mit den heutigen Besitzern, dem Architektenehepaar Birgit Rieger und Willi Schmid, veranstaltet der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg dort eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel: „Die Oberpfalz und ihre Regenten“. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dr. Bernhard Lübbers. Folgendes Programm ist vorgesehen:

13:00–13:30 Uhr

Begrüßung

13:30–14:00 Uhr

Dr. Bernhard Lübbers (Staatliche Bibliothek Regensburg), Die Oberpfalz und ihre Regenten. Ein Überblick (1329–1623)

14:00–14:30 Uhr

Dr. Rudolf Neumaier (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege), Die Bedeutung der Jagd im Bayern der Vormoderne

14:30–15:00 Uhr

Pause

15:00–15:30 Uhr

Dr. Maria-Rita Sagstetter (Staatsarchiv Amberg): Das kurfürstliche Jagdschlösschen im Hirschwald

15:30–16:00 Uhr

Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald): Der Naturpark Hirschwald

16:00–16:30 Uhr

Pause

16:30–17:00 Uhr

Dr. Andreas Erb (Stadtarchiv Amberg): Der Jäger aus Kurpfalz

17:00–17:30 Uhr

Dr. Armin Gugau, Kurfürst Ludwig VI. von Pfalz und der Hirschwald

17:30–18:00 Uhr

Verabschiedung

Das Symposium muss leider voraussichtlich um ein Jahr verschoben werden.
Das Torhaus im Hirschwald (Foto: Birgit Rieger/Willi Schmid)
Dienstag04.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Regensburger Judenvertreibung von 1519 oder: Wie kommt ein Grabstein in die Hauswand?

Vortrag von PD Dr. Jörg Zedler, Universität Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

Dem aufmerksamen Regensburg-Flaneur fallen noch heute einige jüdische Grabsteine auf, die in dem einen oder anderen Regensburger Gebäude verbaut sind — und das, obwohl die meisten der Steine gar nicht (mehr) sichtbar sind. Manche befinden sich auf Bodenhöhe, manche über Kopf, einige sogar in luftiger Höhe im zweiten oder dritten Stock. Der Vortrag fragt zunächst nach den historischen Ereignissen, danach, wie die Grabsteine dort hingekommen sind. Dabei geht er vor allem der Frage nach, welche Umstände dazu führten, dass in Regensburg am Beginn des 16. Jahrhunderts das jüdische Wohnviertel und die Synagoge zerstört, deren Bevölkerung vertrieben und ihr Friedhof — die Totenruhe ist im Judentum dauerhaft — geschändet worden ist. In einem zweiten Schritt spürt er den Gründen für diesen Exzess nach, fragt danach, welche Motive die Regensburger antrieben, welche Geisteshaltung in der Stadtgesellschaft gegenüber der jüdischen Bevölkerung herrschte und wie das lokale Pogrom in der überregionale Entwicklung Bayerns und des Reichs zu verorten ist.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Der jüdische Grabstein am Chamer Rathaus (Foto: Siegi Wild)
Mittwoch05.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Castra Regina, quo vadis?

Das spätantike Regensburg im Spannungsfeld von Niedergang und Wiederaufstieg
Vortrag von Dr. Oliver Grote, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Nachdem man früher zumeist den Untergang römischer Kultur in Regensburg und damit eine Zäsur beklagt hat, betont die jüngere Forschung eher eine kontinuierliche Entwicklung zur frühmittelalterlichen Residenz – auch auf Grundlage neuerer Grabungsergebnisse. Schriftliche Quellen wie die Vita Sancti Severini sprechen jedoch eine andere Sprache, wenn sie etwa berichten, dass im 5. Jahrhundert die Städte und Kastelle am Oberlauf der Donau zerstört seien oder „öde daliegen“. Liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte? Oder sind ‚Umbrüche‘ generell nur der retrospektiven Betrachtung geschuldet und werden von Zeitgenossen eher als kontinuierliche Übergänge empfunden?

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Grabstein der Sarmannina (Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)
Dienstag18.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Isabeau de Bavière, Ludwig der Gebartete von Bayern-Ingolstadt und das Goldene Rößl

Vortrag von Dr. Katharina Weigand, Universität München
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

Eine Wittelsbacherin aus dem Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt wird französische Königin? Ihr Bruder steigt auf zu einem der mächtigsten Männer in Paris, um dann umso tiefer zu fallen? Und ein Schau- und Schmuckstück von Weltrang, gefertigt vom französischen Hofjuwelier, findet über Umwege seinen Weg bis nach Altötting? Der Vortrag über Isabeau de Bavière, Ludwig den Gebarteten von Bayern-Ingolstadt und das Goldene Rößl wird sich genau dieser Fragen annehmen, wird die Zusammenhänge herstellen und einen Blick ermöglichen in die Zeit des Spätmittelalters, als der französische Hof glänzte, Bayern aber in mehrere Teilherzogtümer aufgeteilt war, was wiederum den Hintergrund für machtpolitische lntrigen ganz eigener Art bildete.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Das „Goldene Rössl“ um 1400, Detail, Schatzkammer Altötting (Foto: Wikipedia)
Mittwoch19.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Reform von oben. Regensburg zur Zeit Karl Theodor von Dalbergs

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Unterburger, München
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die acht Jahre von 1802 bis 1810, in denen Regensburg ein eigenes Fürstentum unter dem Kurfürsten und Erzbischof Karl Theodor von Dalberg war, brachten für die Stadt viele Veränderungen mit sich. Der Vortrag nimmt die "Dalbergzeit" als kurze, aber intensive Umbruchs- und Übergangsphase vor der Eingliederung Regensburgs in das Königreich Bayern in den Blick und zeigt exemplarisch einzelne Reformansätze Dalbergs auf.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Porträt Karl Theodors von Dalberg v. F. Stirnbrand (Foto: Wikimedia Commons)
Dienstag25.10.
18:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

DAS ADELSGESCHLECHT DER GRAFEN VON UND ZU LERCHENFELD UND DIE KÖFERINGER PFARRKRICHE ST. MICHAEL

Buchpräsentation und Kirchenrundgang
Vortrag von Wolfgang Voigt, M.A., Köfering
Ort: Köfering, Pfarrkirche St. Michael, Kirchstraße 5

Das Adelsgeschlecht der Grafen von und zu Lerchenfeld zählt zum altbayerischen Uradel. In seiner bis ins 11. Jahrhundert nachweisbaren Familiengeschichte brachte die Familie zahlreiche bedeutende Minister, Politiker und Diplomaten hervor. Seit dem Jahr 1569 befindet sich das Köferinger Wasserschloss im Besitz der Familie. Die Entwicklung des Dorfes Köfering, aber auch der Kirche, hat das gräfliche Haus über Jahrhunderte bis zum heutigen Tage maßgeblich geprägt. Viele Mitglieder der Familie habe ihre Spuren in der Pfarrkirche St. Michael hinterlassen, sei es durch die Stiftung sakraler Gegenstände, dass sie dort ihre Grabstätte gefunden haben oder dass an sie in Form von Epitaphen erinnert wird. Bei der Buchpräsentation und einem Kirchenrundgang werden die verschiedenen Stationen erklärt.

Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 18 Uhr eine Messe zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des Hauses Lerchenfeld statt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Kooperation mit dem gräflichen Haus Lerchenfeld und der Pfarreiengemeinschaft Alteglofsheim-Köfering
Die Köferinger Pfarrkirche St. Michael (Foto: Wolfgang Voigt)
Dienstag25.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kunst, Politik und Propaganda: das Wittelsbacher-Gemälde in Schloss Schleißheim

Vortrag von PD Dr. Jörg Zedler, Universität Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

1714 hatte der bayerische Kurfürst Max Emanuel zwar den Spanischen Erbfolgekrieg verloren, nicht aber seine machtpolitischen Ambitionen. Diese reichten nach wie vor weit über die bayerischen Grenzen hinaus — und zwar für sich wie für sein Haus. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil nach Bayern (1715) tat er vor allem auf dem Feld der Propaganda alles, um das angekratzte Image des Verräters zu korrigieren; immerhin war er allerorten schlecht beleumundet, nachdem er zuvor einen Krieg gegen das Reich geführt hatte, dessentwegen 1706 sogar die Reichsacht über ihn verhängt worden war. Seine Strategien bei der lmagepolitur waren vielfältig und erstreckten sich auch — oder richtiger: vorrangig — auf das Feld der Kultur. Das Gemälde im Schloss Schleißheim bildet ein herausragendes Beispiel hierfür und zeigt, wie eng Kultur und Politik im engeren Sinn miteinander verwoben sein können.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Schloß Schleißheim, geplante Gesamtanlage, Ausschnitt aus einem Gemälde aus Schloß Schleißheim (Foto: Siegi Wild)
Mittwoch09.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

"Die ganze Stadt ist wie ein Kind von mir!"

Die NS-Belastung des Museumsdirektors Dr. Walter Boll und sein Werdegang in Regensburg
Vortrag von Robert Werner, Lappersdorf
Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Lange Zeit wurde über die NS-Belastung von Dr. Walter Boll, ehemaliger Museumsdirektor in Regensburg, mehr oder weniger hinweggesehen. Dabei war Boll Mitglied der NSDAP und seit 1937 auch rühriger NS-Kreiskulturwart. Seiner späteren Karriere tat dies keinen Abbruch. Referent Robert Werner arbeitet als Dipl. Ing. (FH), als Journalist und Autor unter anderem zu sexualisierter Gewalt, Judenfeindschaft, Antisemitismus und zur NS-Geschichte. Er hat für die Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ in Band 14 "NS-Belastete aus der Oberpfalz" einen Artikel über Boll beigesteuert. Diese Buchreihe will in zwanzig regional gestaffelten Bänden das Wissen über lokale Akteure im Nationalsozialismus neu hinterfragen. Herausgegeben und an diesem Abend kurz vorgestellt wird die Reihe von Dr. Wolfgang Proske. Er studierte von 1973 bis 1977 in Regensburg, ist Diplom-Sozialwissenschaftler, war bis 2018 als Lehrer tätig und hat 2014 den Kugelberg Verlag begründet.

Einritt frei.
Dr. Walter Boll (1900 - 1985), Konservator der Stadt Regensburg (Foto: HVOR)
Mittwoch25.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Alt und neu: archäologische Funde und Forschungen in Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Oft ist die Archäologie in der Wahrnehmung auf neue Fundstücke reduziert, die selbst möglichst alt oder einzigartig sein sollen. Dabei ist es doch der Fundkontext, der dem Fund selbst seine Bedeutung gibt. Entsprechend wichtig ist die umfassende Dokumentation auf einer Ausgrabung. Sie dient als Grundlage wissenschaftlicher Auswertungen, die es erst möglich machen, eine Geschichte zu erzählen. Und wenn wir ehrlich sind, hören wir nichts so gern wie Geschichten, seit den Lagerfeuern eiszeitlicher Jäger bis zu den modernen Podcasts.

Im zurückliegenden Jahr haben sich spannende Geschichten entwickelt, manchmal ausgehend von laufenden Auswertungsprojekten, manchmal ausgehend von neuen Funden. Andere, fast unscheinbare Grabungen erfordern aber auch, dass die eine oder andere altbekannte Geschichte neu erzählt werden muss.

Freuen Sie also sich auf eine anregende Stunde der (Vor)Geschichte und Geschichten!

Eintritt frei.
Detailaufnahme einer bronzenen Strigilis aus einem Frauengrab des 4. Jhs. n. Chr. aus dem Regensburger Ortsteil Kumpfmühl (Foto: Michael Rademacher/BLfD)