Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Dienstag 27.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Mehr als die Torte

Die Erinnerung an die Prinzregentenzeit
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Zedler, Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

Wer (der heute über-50-Jährigen) kennt es nicht, das Königlich Bayerische Amtsgericht mit dem rechtsprechenden Amtsrichter, dem rechtschaffenen Ökonomierat und dem dienstbeflissenen Gerichtsdiener? Die äußerst erfolgreiche Fernsehserie ist - neben der gleichnamigen Torte - zum Inbegriff der Prinzregentenzeit zu bundesrepublikanischen Zeiten geworden. Aber gibt es daneben noch andere Formen der Erinnerung? Wie genau werden die Jahre Prinz Luitpolds erinnert? Und zu welchen Zeiten und warum war gerade die "Abenddämmerung der bayerischen Monarchie" so populär? Diesen und weiteren Fragen rund um die Prinzregentenzeit geht der Vortrag nach.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Furth im Wald und Umgebung e.V.
Prinzregent Luitpold zu Pferd (Repro: Siegi Wild)
Samstag 31.10.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, Regensburg

Langquaid, einst „Verroniwaida”, später „Lanqwat”. „Lanq-” bedeutet lang und „-wat” steht für „seichtes Wasser”. Schon vor 8000 Jahren war der Raum um den heutigen Markt besiedelt. Von bronzezeitlichen Ackerbauern und dem bedeutenden Hortfund bis zu den Wittelsbachern, von der „Ochsenstraße“ zur Labertalbahn führen uns die Wege durch den Markt und sein neues „Museum Erlebnis Geschichte”. Geführt werden wir von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, der die neue Ausstellung mit konzipiert hat.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Der Schatz von Langquaid (Foto: Markt Langquaid)
Samstag 07.11.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Nach der Mess´ die Maß

Vortrag, Vorführung und Pocket-Exhibition von Dr. Alexandra Berg, Regensburg
Ort: Regensburg, AKUSO, Haidplatz 3

Anlässlich der Wallfahrtsbewegungen um 1500 und 1600 fand ein immenser Vertrieb von Pilgerzeichen statt. Eigens dafür geschaffene Handwerks- und temporäre Lagerplätze dienten zur Versorgung der Pilgermassen an Wallfahrtszeichen und nötigen Unterkünften. Am Beispiel „Klösterl“ wird deutlich, wie eng in einem städtischen Anwesen Nutzungen als Handwerksplatz, Wirtshaus und Pilgerherberge mit Volksfrömmigkeit verbunden waren.

Eintritt frei; Spende erbeten. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit AKUSO Regensburg GmbH.
Votivfigur aus dem „Klösterl“ (Foto: Alexandra Berg)
Donnerstag 12.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Präsentation des neuen VHVO-Bandes

Ort: Regensburg, Bücher Pustet, Dombuchhandlung, Domplatz 7

Der Historische Verein und der Verlag Friedrich Pustet laden ein zur Buchvorstellung des neuen Bandes 166 (2026) der traditionsreichen Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg (VHVO). Dieser behandelt u. a. römische Quellen zur Geschichte des Regensburger Schottenklosters, einen Münzschatz aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekriegs, wandernde Schauspieltruppen in Amberg sowie NS-Unrecht an sogenannten „Asozialen“. Prof. Dr. Thomas Saile, der mit einem Aufsatz im neuen Band vertreten ist, wird über die Neolithische Revolution in der Oberpfalz sprechen.

Eintritt frei.
Ausschnitt aus der Umschlagvorderseite der VHVO (Abb.: HVOR)
Sonntag 15.11.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich

Gesichter einer Frau
Lesung von Dr. Marita A. Panzer, Regensburg
Ort: Alteglofsheim, Schloss Alteglofsheim, Am Schloßhof 1, Kaisersaal

Elisabeth, genannt Sisi, wird zumeist als Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn wahrgenommen. Ihre bayerische Herkunft rückt dabei weitgehend in den Hintergrund. Obwohl durch Heirat eine Habsburgerin, bleibt sie doch eine Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Dr. Marita A. Panzer stellt in ihrer neuen Biografie Elisabeth daher als Herzogin in Bayern besonders heraus. Sie zeigt sie im Rahmen ihrer Familie, ihr Aufwachsen in München und Possenhofen sowie die lebenslange Verbundenheit mit ihrer bayerischen Heimat. Dabei kommen alle Aspekte ihres Lebens zum Tragen: So werden die vielen Gesichter dieser Frau, dieser Widerstrebenden, Überforderten, Fliehenden, Gescheiterten und Tragischen, aber auch Romantischen, Mutigen und Populären, aufgezeigt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Schloss Alteglofsheim e. V.
Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich (Foto: Wikimedia Commons)
Hauptverein Regensburg

Hin- und hergerissen

Regensburg und sein Umland zwischen Historismus und Modernisierung
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das 41. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege wird sich mit dem spannenden Nebeneinander von Historismus und Modernisierung in Regensburg und seinem Umland beschäftigen. Das umfangreiche Vortragsprogramm ist wie immer an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Sämtliche relevanten Informationen sind rechtzeitig unter www.regensburg.de/herbstsymposion nachzulesen.

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für kulturelles Erbe), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- u. Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund, Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg
Die Königliche Villa in Regensburg, Holzstich von 1862 (Repro: Elke Rehder)
Mittwoch 09.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bischofsamt im Nationalsozialismus

Erzbischof Michael Buchberger und das Dritte Reich
Vortrag von Dr. Walter Huber, Münster
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Zu den prägenden Bischöfen Bayerns vor dem Zweiten Vatikanum gehörte Dr. Michael Buchberger. Von 1928 bis 1961 stand er der Diözese Regensburg vor. Fokussiert auf die Jahre 1933 bis 1945 möchte der Vortrag – interessiert an Kausalitäten – u. a. folgenden Fragen nachgehen: Welche Zeitdiagnose stellte der Bischof auf? Welche pastoralen und kirchenpolitischen Präferenzen wies sein Agieren auf und welche Taktiken standen dahinter? Wo kam es zu Auseinandersetzungen mit den nationalsozialistischen Machthabern oder wo gab es vielleicht sogar Konsens? Wie arbeitete der Bischof das Thema „Nationalsozialismus und Kirche“ nach 1945 auf? Der Vortrag bietet neue Perspektiven auf einen kirchlichen Verantwortungsträger in bayerischer Monarchie, Weimarer Republik, NS-Diktatur, Besatzung und Bonner Republik.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein für Regensburger Bistumsgeschichte e. V.
Bischof Dr. Michael Buchberger in den 1930er Jahren (Repro: Walter Huber)
Dienstag 12.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neuer Barock und „moderne“ Romanik?

Betrachtungen zur Ausstattung von St. Anton in Regensburg
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Hinter den trutzigen Mauern von St. Anton in Regensburg erwartet die Betrachtenden die Farbenpracht der Wandgemälde von Georg Winkler. Die Altäre gehen dabei oft fast ein wenig unter, obwohl sie stets Teil des Gesamtausstattungskonzept waren – von ihrer liturgischen Bedeutung ganz abgesehen. So ergänzen sich im Kirchenraum neubarocke Ausdrucksformen und „expressionistische“ Romanik und spiegeln damit auch die Vielfalt der Pfarrgemeinde wider, die in den 1920ern den Bau von St. Anton im wahrsten Sinne als „Volkskirche“ vorantrieb. 

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger der Stadt Regensburg.
Blick in das Innere von St. Anton (Foto: Maximilian Fritsch)
Samstag 06.02.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kloster Reichenbach – Geschichte und Gegenwart

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Vor über 900 Jahren gründeten Benediktiner am Regen das Kloster Reichenbach. Die ursprünglich romanische Basilika verwies auf die Hirsauer Bauschule. Dem zunächst gotischen Ausbau folgte im Barock die völlige Neugestaltung der Kirche. Dabei beeindruckt heute noch der Reichenbacher Stuck durch seinen Formenreichtum und fein abgestimmte Farbigkeit. Das 1803 säkularisierte Kloster wurde 1890 durch die Barmherzigen Brüder erworben und wieder bezogen. Sie richteten Ende des 19. Jahrhunderts eine Heil- und Pflegeanstalt für geistig und körperlich Behinderte ein, die bis heute besteht und weiterentwickelt wurde. Wir besichtigen die Kirche und Teile der alten Klosteranlage und informieren uns über die umfangreiche, aktuelle Tätigkeit des Ordens vor Ort.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Das Kloster Reichenbach im Winter (Foto: Wikimedia commons)
Mittwoch 10.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Archäologischer Jahresrückblick 2026 für Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Es ist und bleibt überraschend, welche archäologischen Epochen auf den jährlich neuen Baustellen tatsächlich vertreten sind. Natürlich geben bereits bekannte Funde und Zeitstellungen den Rahmen vor, der von den Fachleuten erwartet wird. Wird dieser erfüllt, bestätigt das grundsätzlich unsere Denkmalkenntnis. Und doch taucht immer wieder ein unerwartetes Detail auf, das ein neues Bild entstehen lässt. Der diesjährige Vortrag präsentiert erfüllte Erwartungen und erfüllende Überraschungen von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.

Eintritt frei
Jungsteinzeitliche Mehrfachbestattung einer erwachsenen Person und dreier Kinder aus Obertraubling (Foto: BLfD)
Sonntag 14.03.
Hauptverein Regensburg

Die romanische Kapelle auf dem Abbachhof

Aktionstag
Ort: Abbachhof, Hs.-Nr. 1

Die romanische Kapelle auf dem Abbachhof ist eines der ältesten Baudenkmäler in der Gemeinde Wenzenbach und ein weitgehend unbekanntes architektonisches Juwel im Landkreis Regensburg. Sie wurde im 12. Jahrhundert aus gleichmäßig verlegten, jedoch unregelmäßig hohen Lagen von Sandsteinquadern errichtet. Nach der Profanierung im Jahr 1803 hat man die ursprüngliche Apsis abgebrochen und den restlichen Raum als Vorratslager verwendet. Regelmäßige Führungen durch das ehemalige Sakralgebäude und über das Gelände des einstigen Gutshofes lassen die Geschichte dieses außergewöhnlichen Ortes lebendig werden. Ebenso ist ein nettes Kinderprogramm für die kleinen Besucher geboten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit Teatro Blanco Regensburg.
Die romanische ehem. Kapelle auf dem Abbachhof (Foto: Julia Schruff)
Samstag 03.04.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Berching – 13 Türme am Ludwigs-Kanal

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Urkundlich erwähnt wurde Berching als „Pirihinga“ erstmals im Jahr 883. Der Name deutet auf eine noch frühere, bajuwarische Gründung hin. Die Stadt im Altmühltal war fast 900 Jahre lang eichstädtisch, erhielt vor 1245 das Marktrecht und wurde 1314 zur Stadt ernannt. Der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals 1835 bis 1846 und der Lokalbahnstrecke Neumarkt – Berching – Beilngries (1888) brachten zwar wirtschaftliche Impulse, konnte jedoch eine anhaltende Stagnation in Berchings weiterer Entwicklung nicht verhindern. Erst in jüngster Zeit nahm Berching mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals (1992) einen bemerkenswerten Aufschwung. Mit einer liebevoll restaurierten Altstadt erreichte die Stadt als „Kleinod des Mittelalters“ heute vor allem touristische Bedeutung.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Blick auf die Stadt Berching (Foto: Stadt Berching)