Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Hauptverein Regensburg

Mittwoch21.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Qualität und Nachhaltigkeit

1000 Jahre Handwerk in der mittelalterlichen Stadt Regensburg
Vortrag von Dr. Alexandra Berg, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Regensburg ist im Mittelalter wider Erwarten nicht nur vom Handel, sondern auch vom Handwerk geprägt. Neben Schmieden, Gerbern und Schustern zeigt sich die handwerkliche Vielfalt unter anderem am Bauhandwerk mit Kalkbrennöfen, bereits im 6./7. Jahrhundert nachweisbaren Produktionsorten für Keramik sowie elf weiteren Ofentypen. In ihrer Nutzung nehmen die Heizanlagen vom Typ Schwödofen ein Alleinstellungsmerkmal in der Forschung ein. Hinsichtlich der Topografie ist zu fragen: Gab es für feuergefährliches Handwerk eine systematische Auslagerung?

Der Vortrag findet hybrid statt. Für die Teilnahme per Zoom benötigen Sie folgenden Link: https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/67920339582?pwd=TC8vU2xWbVNiQ3F5T29JeFlZMzJPdz09

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt Regensburg zum städtischen Jahresthema 2024 „Katzenjammer“
Ritterfigur aus der Grabung im Ev. Krankenhaus (Foto: Museen der Stadt Regensburg/Michael Preischl)
Mittwoch20.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ein Land „im Schatten“?

Die Wahrnehmung der Oberpfalz im Spiegel frühneuzeitlicher Reiseberichte
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Wie sahen frühneuzeitliche Reisende das Land, das wir heute die Oberpfalz nennen? War es tatsächlich ein Land im „Schatten“? Nicht beachtet, weil die nahegelegenen Städte Nürnberg und Regensburg alle Aufmerksamkeit auf sich zogen? Wie sahen die Reisenden auf das vermeintlich arme Land? Dr. Bernhard Lübbers, Vorstandsmitglied des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, zeigt in diesem Vortrag, welches Bild frühneuzeitliche Reiseberichte von der Oberpfalz vermitteln.

Eintritt frei
Ausschnitt aus der fiktiven Karte der Oberpfalz aus Bisselius‘ Icaria von 1637 (Foto: Bayerische Staatsbibliothek München)
Donnerstag04.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Auf den Spuren des Hauses Lerchenfeld in Gebelkofen

Vortrag von Wolfgang Voigt M.A., Alteglofsheim
Ort: Gebelkofen, Filiakirche St. Johannes der Täufer, Obere Dorfstraße 2

Prachtvolle Grabplatten schmücken die Filialkirche St. Johannes der Täufer in Gebelkofen. Sie sind Mitgliedern der Adelsfamilie Lerchenfeld gewidmet. Wer aber waren diese heute nahezu vergessenen Personen? Wolfgang Voigt hat ihre Lebensgeschichte erforscht. In seinem Vortrag stellt er die Adligen vor, die als Kirchen- und Schlossbauherren für die Entwicklung Gebelkofens maßgeblich waren und darüber hinaus auch in der bayerischen Geschichte eine bedeutende Rolle gespielt haben.

Eintritt 5 Euro, HV-Mitglieder frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Pfarreiengemeinschaft Thalmassing-Wolkering und dem gräflichen Haus Lerchenfeld
Grabplatte in der Filialkirche Gebelkofen (Foto: Wolfgang Voigt)
Samstag13.04.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Lost Places

Frühneuzeitliche Wüstungen bei Hauzenstein/Kürn
Historisch-geographische Wanderung mit Dr. Wolfgang Roser, Wenzenbach
Treffpunkt: Hauzensteiner Weiher an der R21 (Thanhausen-Regenstauf), Abzweigung Hauzenstein

Vor 200 Jahren gab es in einem kleinen Gebiet um Hauzenstein/Kürn über 50 Einzelhöfe und Weiler, die heute nur als Ruinen existieren oder völlig verschwunden sind. Die Exkursion durch das schöne Gambachtal gibt einen Überblick über die Methoden der Wüstungsforschung und zeigt an Einzelbeispielen Ursachen, Verlauf und Folgen des Siedlungsschwunds in diesem Raum. Festes Schuhwerk empfohlen.

Teilnahme kostenlos
Wüstung Gambach 2 (Foto: Wolfgang Roser)
Mittwoch15.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

25 Jahre „Fürstliche Schatzkammer Thurn und Taxis“

Das Regensburger Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums
Vortrag von Dr. Raphael Beuing, München
Ort: Regensburg, Fürstliches Schloss St. Emmeram, Emmeramsplatz 6, Marstall

Im November 1998 eröffnete das Bayerische Nationalmuseum ein neues Zweigmuseum in Regensburg, das heute unter dem Namen „Fürstliche Schatzkammer Thurn und Taxis“ firmiert. Grundstock für die Gründung war die Übernahme von hochrangigen Kunstwerken des Fürstenhauses Thurn und Taxis durch den Freistaat Bayern zur Verrechnung von Erbschaftssteuern. Der Vortrag widmet sich der Geschichte des Museums, hebt seine Bedeutung innerhalb der Museumslandschaft hervor und stellt neue Forschungen zu den Exponaten vor.

Eintritt zum Vortrag, in die Schatzkammer und in den Marstall (Kutschenmuseum) frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Bayerisches Nationalmuseum und den Fürst Thurn und Taxis Museen
Blick in die "Fürstliche Schatzkammer Thurn und Taxis" (Foto: Bastian Krack)
Freitag27.09.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

„Unser Vestt Wolfsekk“

40 Jahre Forschungsarbeit auf Burg Wolfsegg
Kolloquium mit mehreren Referenten
Ort: Wolfsegg, Burg, Burggasse 7

Die Burg Wolfsegg zählt nicht nur zu den am besten erhaltenen Burgen der Region, sie kann auch auf mehr als 40 Jahre Forschungsgeschichte zurückblicken. Im Rahmen eines kleinen Kolloquiums sollen die Erkenntnisse der Untersuchungen zur Baugeschichte von 1986 bis 1989 und 2018/19 zusammengefasst und interpretiert, neue Denkansätze zur Diskussion gestellt und auf weiße Flecken im Forschungsstand hingewiesen werden. Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Aufgrund der eingeschränkten Platzkapazitäten wird um Anmeldung unter info@hvor.de gebeten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Burg Wolfsegg e. V.
Burg Wolfsegg bei Nacht (Foto: Stefan Hanke)
Sonntag13.10.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Der vergessene Schlossherr

Bayerns großer Diplomat: Freiherr Anton von Cetto
Vortrag von Prof. Dr. Daniela Neri-Ultsch, München
Ort: Alteglofsheim, Schloss, Am Schlosshof 1, Kaisersaal

Mehrere Jahre war Freiherr Anton von Cetto Schlossherr in Alteglofsheim. Dass er Eigentümer des Schlosses war, ist jedoch nahezu vergessen, denn der barocke Prachtbau wird meist nur mit dem Bauherren, dem Grafen von Königsfeld, in Verbindung gebracht. Dabei war das Schloss für Cetto persönlich von großer Bedeutung. Auch in der geschichtlichen Einordnung nimmt Cetto oft eine Nebenrolle ein und steht im Schatten des allseits bekannten Grafen von Montgelas. Cetto war aber weit mehr als nur beratendes oder ausführendes Organ der Regierung König Max I. und Montgelas‘. Besonders in der Außenpolitik hat er sich große Verdienste um Bayern erworben.

Eintritt 15 Euro, HV-Mitglieder 13 Euro. Ein Angebot in Zusammenarbeit dem Kulturforum Schloss Alteglofsheim e. V.
Freiherr Anton von Cetto (Foto: Daniela Neri-Ultsch)
Samstag26.10.
15:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

"Gesellschaft von dem Leon"

Festakt aus Anlass der Übergabe des Bündnisbriefes des Löwlerordens
Ort: Sünching, Schloss, Am Schloss 1

Eines der wichtigsten Dokumente des bayerischen Spätmittelalters ist die Gründungsurkunde des Löwlerbundes von 1489, eine gegen Herzog Albrecht IV. gerichtete Rittervereinigung. Die Ausfertigung des Gräflich Seinsheimschen Hausarchivs Sünching gelangte 1858 als Leihgabe ins Bayerische Nationalmuseum, später ins Bayerische Hauptstaatsarchiv. In Zusammenhang mit der Digitalisierung der Sünchinger Urkundenbestands wird dieses bedeutende Zeugnis in einer Feierstunde dem Seinsheim-Archiv zurückgegeben.

Um Anmeldung unter Seinsheim.Hausarchiv@gmail.com wird gebeten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Bayerisches Nationalmuseum München, Gräflich Seinsheimsches Hausarchiv Sünching
Wappen der Freiherren Stauff zu Ehrenfels in Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 (Foto: Wikimedia Commons)