Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen. 

Samstag 12.09.
Regionalgruppe Schwandorf

Kulturfahrt in der "Jungen Pfalz"

Neuburg a.d. Donau und Schloss Höchstädt a.d. Donau
Stadt- und Schlossführungen mit Dr. Margit Vonhof-Habermayr, Neuburg a.d. Donau

Die "Junge Pfalz" war aus Erbstreitigkeiten heraus entstanden, dem Landshuter Erfolgekrieg. Die Enkel von Herzog Georg dem Reichen von Bayern-Landshut, Ottheinrich und Philipp, waren mit einem zersplitterten Territorium abgefunden worden, das als "Pfalz-Neuburg" nominell bis Anfang des 19. Jahrhunderts Bestand hatte.

Architektonisch interessant ist die Ähnlichkeit der Schlösser in Vohenstrauß und Höchstädt, geplant von Baumeister Leonhard Greineisen, orientiert an dem Schloßbau in Neuburg/Donau. Wir erleben eine Stadtführung in Neuburg/Donau und das Schloss und das Museum Deutscher Fayencen in Höchstädt/Donau. 

Die genauen Abfahrtszeiten am jeweiligen Treffpunkt werden einige Tage vor Fahrtbeginn bekanntgegeben.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Gesamtkosten für Busfahrt und Führungen: 62 Euro. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der VHS Schwandorf Land.
Schloss Höchstädt a.d. Donau (Foto: Wikimedia Commons)
Sonntag 13.09.
Hauptverein Regensburg

NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

Der "Tag des offenen Denkmals" 2026 in der Stadt Regensburg

„Denkmale und Infrastruktur“, so lautet das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Tag des offenen Denkmals®. Prächtige mittelalterliche Kaufmannshäuser: Doch was wären diese ohne einen Brunnen? Friedhöfe: Orte der Gedenkkultur. Aber ihre Anlage diente auch der Verbesserung der Hygiene in der historischen Stadt. Denkmäler der Infrastrukturgeschichte stehen meist nicht im Mittelpunkt. Doch dieses Jahr soll der Blick auf sie gerichtet werden. Stadt und Kooperationspartner haben dazu ein vielfältiges und kostenloses Programm erstellt. Dieses ist vorab rechtzeitig in gedruckter Form in den Tourismusbüros und beim städtischen Amt für kulturelles Erbe sowie digital unter www.regensburg.de/denkmaltag erhältlich.

Teilnahme kostenlos. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Amt für kulturelles Erbe der Stadt Regensburg.
Das Gebäude Holzländestraße 5 birgt ein jüdisches Ritualbad (Foto: Stadt Regensburg)
Sonntag 13.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals

Der Drachenturm von Treffelstein
Führung mit Helmut Heumann, Treffelstein
Ort: Treffelstein, Drachenturm, Am Drachenturm

Als Wahrzeichen der Gemeinde Treffelstein ist der Drachenturm weithin sichtbar und zu einem wichtigen Anlaufpunkt im nördlichen Landkreis geworden. Dabei blickt der einstige Bergfried der Burg Treffelstein auf eine ca. tausendjährige Vergangenheit zurück. Die alten Mauern könnten sicherlich viele Geschichten aus einst vergangenen Tagen erzählen. Nicht umsonst wurde daher dieses Projekt 2023 anlässlich der Sanierung und Sicherung der Anlage hierfür mit dem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Konnte doch in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie der Unterstützung des Architekturbüros Schönberger dieser historische Ort mit einem Infozentrum touristisch aufgewertet und erlebbar gemacht werden. Dabei können Besucher mittels Infoscreens und Funktionen wie einer Hördusche eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Gemeinde sowie der ehemaligen Burganlage gewinnen. 

Die Führung findet bei jedem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Rekonstruktion der Burg Treffelstein (Foto: Gemeinde Treffelstein)
Sonntag 13.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

„Ist das was?“

(Historische) Funde bestimmen lassen und staunen
Gespräch mit Eduard Süß, Wackersdorf, und Thomas Wagner, Schwandorf
Ort: Schwandorf, Stadtmuseum, Rathausstraße 1

Sie haben etwas Merkwürdiges gefunden oder geerbt und möchten wissen, ob es historisch oder gar prähistorisch wertvoll ist? Die Kreisheimatpfleger für Archäologie geben Auskunft über Fundstücke aus der Vor- und Frühgeschichte im Landkreisgebiet Schwandorf. Jeder, der hierzu Beratungen möchte, kann an diesem Nachmittag ohne Voranmeldung von 14 bis 17 Uhr ins Stadtmuseum Schwandorf kommen und seinen „Schatz“ mitbringen.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Schwandorf.
Bronzezeitliche Randscherbe aus Zielheim (Foto: Eduard Süß)
Sonntag 13.09.
15:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Parktheater und Stadttheater im Ringtheater

Tag des offenen Denkmals
Vortrag und Moderation von PD Dr. Andreas Erb, Amberg
Ort: Amberg, Ringtheater, Spitalgraben 2a

Gezeigt werden aus den Beständen des Stadtarchivs Filme zum Bau des Parktheaters in den 1930er Jahren und zur Wiedereröffnung des Stadttheaters 1978. Die Filme werden durch Kurzvorträge des Amberger Stadtarchivars eingeleitet.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Amberg.
Bild des Baumodells des Parktheaters, um 1935 (Repro: Stadt Amberg, Bauaktenarchiv)
Freitag 18.09.
18:30 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Historische Bauforschung

Das ehemalige Glasschleif- und Polierwerk Münchshofen
Vortrag von Elisabeth Stumvoll und Julia Flachs, Regensburg
Ort: Teublitz, Mehrgenerationenhaus, Rötlsteinstraße 35

Die Schleif als Bauwerk und Zeugnis einer vergangenen Industrie und Lebensgrundlage war in den vergangenen Jahren Objekt einer historischen Bauforschung. Ergebnisse ihrer funktionalen, ästhetischen und kulturellen Deutung stellen die beiden Autorinnen der Studie vor.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land und dem Historischen Arbeitskreis für Teublitz und seine Ortsteile.
Innenansicht der Schleif in Münchshofen (Foto: Eva-Maria Keil)
Samstag 19.09.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Flußspat und Karnerkosmos – zum Bergbau um Nabburg und zum Karner von Perschen

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Franz Grundler, Nabburg

Wir besuchen die REMISE, ein Privatmuseum des Franz Grundler in Nabburg, und erfahren dort Merkwürdiges über die regionale Geschichte des Bergbaues und den hier geförderten Flußspat. Danach widmen wird uns dem Perschener Karner – ein Edelstein der Romanik. Seine Doppelfunktion: Beinhaus und Auferstehungskapelle! Nach einem kleinen Vortrag besuchen wir den Karner und seine romanische Kirche St. Peter und Paul in Perschen sowie den angrenzenden Edelmannshof. Der seit 1605 ursprünglich erhaltene Dreiseithof ist mit der dazugehörigen romanischen Kirche und dem Karner eines der wichtigsten Zeugnisse bäuerlicher Architektur in der Oberpfalz.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Ausschnitt aus einem Fresko in Peschen (Foto: Wikimedia Commons / Marie Amrei)
Mittwoch 23.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Georg Heinrich Paritius

Der Regensburger Schreibmeister im Lichte einer digitalisierten Welt
Vortrag von Johann Georg Maierhofer, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Kalligraf Johann Georg Maierhofer stellt das Regensburger Schreibmeisterbuch des Georg Heinrich Paritius (1675-1725) vor. Sie erfahren, warum Sie sich kein X für ein U vormachen lassen sollen, wie man Fraktur miteinander redet und bekommen Einblicke in die Bedeutung der Handschrift für das persönliche Wohlbefinden.

Eintritt frei. Der Vortrag findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas der Stadt Regensburg "Fingerspitzengefühl“ statt.
Georg Heinrich Paritius, Ausschnitt aus einem zeitgenössischen Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian (Repro: Georg Maierhofer)
Freitag 02.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Hammerschloss und -werk Traidendorf

Über 600 Jahre Geschichte mit Zukunft
Vortrag von Werner Dechent, Regensburg
Ort: Kallmünz, Rathaus, Keltenweg 1, Bürgersaal

Das Hammerschloss in Traidendorf mit nebenan auf gleichem Gelände vergangener Industrie bedeutet über 600 Jahre Kultur- und Industriegeschichte. Der Vortrag teilt sich in die Geschichte der Gebäude und ihrer ehemaligen und derzeitigen Bewohner. Interessante Sozialgeschichte und ein Höhepunkt der deutschen Industriegeschichte fanden hier statt neben Liebesglück und -drama.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger des Marktes Kallmünz.
Das Hammerschloss Traidendorf (Foto: Werner Dechent)
Dienstag 06.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Geschichten "hinter den Epitaphien" an und in der Basilika St. Martin

Führung von Franz Meier, Amberg
Ort: Amberg, Basilika St. Martin, Marktplatz 2

Viele bedeutende Bürger, Priester, Eisenhüttenleute oder Regierungsbeamte haben die Vergangenheit unserer Stadt geprägt. Die Wappen der großen Familien finden sich ebenso wie würdige Personen auf Epitaphien oder Gedenkplatten in und an der Basilika St. Martin. Franz Meier, zertifizierter Heimat- u. Gästeführer, nimmt uns als ausgewiesener Kenner der Kirche mit auf einen spannenden Rundgang mit erstaunlichen Anekdoten und überrascht mit interessanten Details.

Treffpunkt: Südseite der Basilika, Ölberg
Anmeldung erforderlich unter: hv.amberg.hp.klinger@gmail.com

Teilnahme kostenlos; Spenden kommen dem Orgelbauverein zu Gute.
Ausschnitt aus einem Epitaph von Hans Klopfer (Repro: Hans-Peter Klinger)
Freitag 09.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das mittelalterliche Wörth a.d. Donau

Vortrag von Prof. em. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Wörth a.d. Donau, Schloss, Schlossberg 1, Rondellzimmer

Der Referent ist gebürtiger Wörther und hat seine Heimatstadt nie aus den Augen verloren. Der erste Teil seines Vortrags befasst sich mit der Frage, „was Mittelalter heute bedeutet“ (H. C. Artmann). Dabei werden die Entstehung und Bedeutung Begriffs „Mittelalter“ erörtert, Periodisierungsprobleme diskutiert und „Aktualität“ dieser Epoche für die Gegenwart angesprochen. Der zweite Teil bringt einen kurzen Überblick zur Geschichte des Ortes von der ersten urkundlichen Erwähnung in der Karolingerzeit bis zum Ausbau des Schlosses zur fürstbischöflichen Residenz zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Dabei sollen nicht zuletzt auch einige heute noch sichtbaren Denkmäler aus dieser Epoche (Grabplatten, Kunstwerke, Wappen) einbezogen werden.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit Kultur in Wörth (K.i.W.).
Schloss und Markt Wörth a.d. Donau, Ausschnitt aus einem Kupferstich von Michael Wening, 1716-1726 (Repro: Wikimedia Commons)
Dienstag 13.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Königsfrage

Wie es 1886 zur Prinzregentenschaft kam und wie sie 1912/13 endete
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Zedler, Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großen Sitzungssaal

Einen König abzusetzen, das hatte es in Bayern noch nie gegeben. Aber im Juni 1886 war es soweit, König Ludwig II. wurde für regierungsunfähig erklärt und seiner Pflichten enthoben. Mit Prinz Luitpold übernahm der nächste Verwandte als Regent die Regierungspflichten, König aber blieb Ludwig II. bis zu seinem Tod drei Tage später. Danach ging der Königstitel an Ludwigs Bruder Otto über. Da dieser zweifelsfrei regierungsunfähig war, blieb Luitpold Regent. Auch Luitpolds Sohn Ludwig trat die Regierung 1912 zunächst als Prinzregent an, proklamiert sich jedoch 1913 zum König und herrschte fortan als Ludwig III. - Der Vortrag nimmt die Vorgänge rund um die Regentschaftsübernahme 1886 und die Königsproklamation 1913 in den Blick, fragt nach den Motiven der Akteure und den Gründen, warum erst 1913 die Regentschaft beendet und wieder ein für alle sichtbarer König inthronisiert wurde.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Furth im Wald und Umgebung e.V.
Bayerns Prinzregent Luitpold als Waidmann, um 1901 (Repro: Siegi Wild)
Mittwoch 14.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neues aus Kumpfmühl

Die Neolithische Revolution in der Oberpfalz
Vortrag von Prof. Dr. Thomas Saile, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

In der Geschichte der Menschheit gab es Brüche, die Welt und Mensch grundlegend veränderten. Die Erfindung von Ackerbau und Viehzucht sowie die damit verbundene Sesshaftigkeit waren etwas in ihrer Zeit radikal Neues. Diese geistige Gründung führte zu einer Umstülpung aller menschlichen Lebensverhältnisse. In der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. wird das südliche Mitteleuropa von dieser grundstürzenden Veränderung erfasst. Eine linienbandkeramische Siedlung in Kumpfmühl führt in die Zeit der Neolithischen Revolution zurück, die den Übergangsprozess von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise markiert. Dabei stellt die Linienbandkeramische Kultur den nordwestlichen Ausläufer eines Transformationsprozesses dar, der im 10. Jahrtausend v. Chr. im Fruchtbaren Halbmond seinen Ursprung nahm.

Eintritt frei.
Bandkeramische Landschaft (Foto: van Wijk u.a. 2014 / Thomas Saile)
Dienstag 20.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bayern im deutschen Kaiserreich

Der schleichende Verlust der bayerischen Sonderstellung
Vortrag von Dr. Katharina Weigand, München
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großen Sitzungssaal

Das Kaiserreich von 1870/71 war ein Staatenbund, kein Bundesstaat. Das heißt, das Reich war kein komplett von Berlin aus regierter Zentralstaat. Vor allem Bayern hatte sich eine Vielzahl von Reservat- und Sonderrechten bewahren können. Der Berliner Ton änderte sich jedoch massiv, als Wilhelm II. auf den Thron kam. Die Frage war nun, ob die bayerische Regierung die bayerischen Rechte standhaft verteidigen würde oder ob sich Wilhelm II. mit seinen Zentralisierungstendenzen durchsetzen würde.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Furth im Wald und Umgebung e.V.
Prinzregent Luitpold auf einer zeitgenössischen Briefmarke (Repro: Siegi Wild)
Dienstag 27.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Mehr als die Torte

Die Erinnerung an die Prinzregentenzeit
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Zedler, Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großen Sitzungssaal

Wer (der heute über-50-Jährigen) kennt es nicht, das Königlich Bayerische Amtsgericht mit dem rechtsprechenden Amtsrichter, dem rechtschaffenen Ökonomierat und dem dienstbeflissenen Gerichtsdiener? Die äußerst erfolgreiche Fernsehserie ist - neben der gleichnamigen Torte - zum Inbegriff der Prinzregentenzeit zu bundesrepublikanischen Zeiten geworden. Aber gibt es daneben noch andere Formen der Erinnerung? Wie genau werden die Jahre Prinz Luitpolds erinnert? Und zu welchen Zeiten und warum war gerade die "Abenddämmerung der bayerischen Monarchie" so populär? Diesen und weiteren Fragen rund um die Prinzregentenzeit geht der Vortrag nach.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Furth im Wald und Umgebung e.V.
Prinzregent Luitpold zu Pferd (Repro: Siegi Wild)
Samstag 31.10.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, Regensburg

Langquaid, einst „Verroniwaida”, später „Lanqwat”. „Lanq-” bedeutet lang und „-wat” steht für „seichtes Wasser”. Schon vor 8000 Jahren war der Raum um den heutigen Markt besiedelt. Von bronzezeitlichen Ackerbauern und dem bedeutenden Hortfund bis zu den Wittelsbachern, von der „Ochsenstraße“ zur Labertalbahn führen uns die Wege durch den Markt und sein neues „Museum Erlebnis Geschichte”. Geführt werden wir von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, der die neue Ausstellung mit konzipiert hat.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Der Schatz von Langquaid (Foto: Markt Langquaid)
Dienstag 03.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Ausgrabung am Gräberfeld Schirndorf

Vortrag von Franz Hübl, Kallmünz
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Das Gräberfeld zwischen Fischbach und Schirndorf - das größte hallstattzeitliche Gräberfeld in Süddeutschland - wurde vor etwas mehr als 65 Jahren entdeckt. Einige Funde davon befinden sich im Volkskundemuseum Burglengenfeld. Sie erfahren von der Entdeckung, Lage und Größe des Gräberfeldes, der Hallstattzeit und vieles über das Gräberfeld und die reichhaltige Grabkeramik.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Volkskundemuseum und der vhs Schwandorf Land.
Die Grabung im Jahre 1964 (Repro: Informationstafel OVKM)
Samstag 07.11.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Nach der Mess´ die Maß

Vortrag, Vorführung und Pocket-Exhibition von Dr. Alexandra Berg, Regensburg
Ort: Regensburg, AKUSO, Haidplatz 3

Anlässlich der Wallfahrtsbewegungen um 1500 und 1600 fand ein immenser Vertrieb von Pilgerzeichen statt. Eigens dafür geschaffene Handwerks- und temporäre Lagerplätze dienten zur Versorgung der Pilgermassen an Wallfahrtszeichen und nötigen Unterkünften. Am Beispiel „Klösterl“ wird deutlich, wie eng in einem städtischen Anwesen Nutzungen als Handwerksplatz, Wirtshaus und Pilgerherberge mit Volksfrömmigkeit verbunden waren.

Eintritt frei; Spende erbeten. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit AKUSO Regensburg GmbH.
Votivfigur aus dem „Klösterl“ (Foto: Alexandra Berg)
Dienstag 10.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Georg von Reichenbach

Ingenieur, Erfinder und Begründer der Amberger Gewehrfabrik
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Würzburg
Ort: Amberg, Gemeindehaus, Paulanerplatz 13

Ambergs Gewehrfabrik war einer der bedeutendsten städtischen Arbeitgeber und Bayerns erste Fabrik, die arbeitsteilig und maschinell mit austauschbaren Einzelteilen produzierte. Ihr Begründer, Georg von Reichenbach, zog als Neuerer im Instrumenten- und Maschinenbau, Gründer zukunftsträchtiger Unternehmen und Chef der Obersten Baubehörde in Bayerns Ruhmeshalle ein. Auf Basis seines Nachlasses im Deutschen Museum München ordnet Prof. Dr. Dirk Götschmann, Emeritus für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, die Gewehrfabrik in Reichenbachs Lebenswerk ein.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Amberg, der Paulanergemeinde Amberg und der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Georg von Reichenbach, Lithographie von Joseph Karl Stieler, um 1825 (Repro: Wikimedia Commons)
Sonntag 15.11.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich

Gesichter einer Frau
Lesung von Dr. Marita A. Panzer, Regensburg
Ort: Alteglofsheim, Schloss Alteglofsheim, Am Schloßhof 1, Kaisersaal

Elisabeth, genannt Sisi, wird zumeist als Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn wahrgenommen. Ihre bayerische Herkunft rückt dabei weitgehend in den Hintergrund. Obwohl durch Heirat eine Habsburgerin, bleibt sie doch eine Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Dr. Marita A. Panzer stellt in ihrer neuen Biografie Elisabeth daher als Herzogin in Bayern besonders heraus. Sie zeigt sie im Rahmen ihrer Familie, ihr Aufwachsen in München und Possenhofen sowie die lebenslange Verbundenheit mit ihrer bayerischen Heimat. Dabei kommen alle Aspekte ihres Lebens zum Tragen: So werden die vielen Gesichter dieser Frau, dieser Widerstrebenden, Überforderten, Fliehenden, Gescheiterten und Tragischen, aber auch Romantischen, Mutigen und Populären, aufgezeigt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Schloss Alteglofsheim e. V.
Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich (Foto: Wikimedia Commons)
Dienstag 17.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die magische 8

Böhmens 8 - Zufall oder Schicksal?
Vortrag von Hans-Peter Klinger, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Ob gut oder schlecht für Böhmen, fast immer zeigte sich bisher eine 8 im Datum der schicksalhaften Entscheidungen. Frappierend! Magisch? Ähnlich beispielhaft wie der 9. November in Deutschland oder der 28. Juni auf dem Balkan beeinflussten solche 8er-Ereignisse den großen geschichtlichen Ablauf – positiv wie negativ. Der Vortrag gibt einen verblüffenden Überblick und stellt vergleichend ausgewählte Situationen mit deren erheblichen Auswirkungen auf Böhmen, Bayern und Europa dar.  

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Prag (Foto: Wikimedia Commons)
Hauptverein Regensburg

Hin- und hergerissen

Regensburg und sein Umland zwischen Historismus und Modernisierung
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das 41. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege wird sich mit dem spannenden Nebeneinander von Historismus und Modernisierung in Regensburg und seinem Umland beschäftigen. Das umfangreiche Vortragsprogramm ist wie immer an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Sämtliche relevanten Informationen sind rechtzeitig unter www.regensburg.de/herbstsymposion nachzulesen.

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für kulturelles Erbe), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- u. Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund, Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg
Die Königliche Villa in Regensburg, Holzstich von 1862 (Repro: Elke Rehder)
Mittwoch 09.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bischofsamt im Nationalsozialismus

Erzbischof Michael Buchberger und das Dritte Reich
Vortrag von Dr. Walter Huber, Münster
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Zu den prägenden Bischöfen Bayerns vor dem Zweiten Vatikanum gehörte Dr. Michael Buchberger. Von 1928 bis 1961 stand er der Diözese Regensburg vor. Fokussiert auf die Jahre 1933 bis 1945 möchte der Vortrag – interessiert an Kausalitäten – u. a. folgenden Fragen nachgehen: Welche Zeitdiagnose stellte der Bischof auf? Welche pastoralen und kirchenpolitischen Präferenzen wies sein Agieren auf und welche Taktiken standen dahinter? Wo kam es zu Auseinandersetzungen mit den nationalsozialistischen Machthabern oder wo gab es vielleicht sogar Konsens? Wie arbeitete der Bischof das Thema „Nationalsozialismus und Kirche“ nach 1945 auf? Der Vortrag bietet neue Perspektiven auf einen kirchlichen Verantwortungsträger in bayerischer Monarchie, Weimarer Republik, NS-Diktatur, Besatzung und Bonner Republik.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein für Regensburger Bistumsgeschichte e. V.
Bischof Dr. Michael Buchberger in den 1930er Jahren (Repro: Walter Huber)
Dienstag 12.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Michael Mathias Prechtls Suche

Die spannende Entwicklung eines Amberger Künstlers
Vortrag von Beate Wolters, M.A., Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Das Stadtmuseum Amberg verwahrt neben dem Nachlass Michael Mathias Prechtls auch den von Fritz Griebel, seinem Lehrer an der Akademie. Gerade der Kunststudent Prechtl scheint anfangs stark von ihm geprägt, bevor er als freischaffender Künstler eigene Vorbilder für sich sucht.  Gegenstand des Vortrages werden die weitgehend unbekannten, großformatigen Werke des ganz jungen Prechtls sein, die Arbeiten für „Kunst am Bau“, an denen sich die Suche des Künstlers ablesen lässt.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Collage (Foto: Beate Wolters)
Dienstag 12.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neuer Barock und „moderne“ Romanik?

Betrachtungen zur Ausstattung von St. Anton in Regensburg
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Hinter den trutzigen Mauern von St. Anton in Regensburg erwartet die Betrachtenden die Farbenpracht der Wandgemälde von Georg Winkler. Die Altäre gehen dabei oft fast ein wenig unter, obwohl sie stets Teil des Gesamtausstattungskonzept waren – von ihrer liturgischen Bedeutung ganz abgesehen. So ergänzen sich im Kirchenraum neubarocke Ausdrucksformen und „expressionistische“ Romanik und spiegeln damit auch die Vielfalt der Pfarrgemeinde wider, die in den 1920ern den Bau von St. Anton im wahrsten Sinne als „Volkskirche“ vorantrieb. 

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger der Stadt Regensburg.
Blick in das Innere von St. Anton (Foto: Maximilian Fritsch)
Dienstag 19.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Erasmus-Gymasium und seine berühmten Absolventen

Sie alle drückten die Schulbank hier!
Vortrag von Dr. Peter Seidl, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

2026 feierte das Erasmus-Gymnasium Amberg als eine der ältesten höheren Schulen der Oberpfalz 400 Jahre seines Bestehens. Peter Seidl, Autor der Jubiläums-Festschrift, stellt in diesem Vortrag einige der Männer vor, die zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert „sein“ Gymnasium absolviert und es zu Rang und Namen gebracht haben. Dies wird verbunden mit Fakten und Anekdoten aus vier Jahrhunderten Schulgeschichte, die ja auch Teil der Amberger und Oberpfälzer Regionalgeschichte ist.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Symbolbild (Foto: Peter Seidl)
Dienstag 26.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Christian II. von Anhalt-Bernburg

Ein gebürtiger Amberger in seinen Tagebüchern
Vortrag von Dr. Arndt Schreiber, Freiburg
Ort: Amberg, Staatsarchiv, Archivstrasse 3

Christian II. von Anhalt-Bernburg hat der Nachwelt sicherlich das bedeutendste deutschsprachige Tagebuch aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hinterlassen. Einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend verbrachte der Fürst in Amberg, wo sein gleichnamiger Vater bis 1620 als kurpfälzischer Statthalter amtierte. Auch nach dieser Zeit fühlte er sich der Oberpfalz ausdrücklich als "landtsmann" verbunden. In welchen Kontexten dieses Territorium nach seinem Anschluss an Bayern in den fürstlichen Tagebüchern darüber hinaus vorkommt, behandelt der Vortrag des Freiburger Historikers Dr. Arndt Schreiber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Langzeitprojekt „Digitale Edition und Kommentierung der Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599-1656)“.

Anmeldung unter: veranstaltungen@staam.bayern.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Amberg, dem Stadtarchiv Amberg und der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Porträt Fürst Christians II. von Anhalt-Bernburg von Martin Bernigeroth (Repro: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)
Mittwoch 27.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Amberg ist aus Stein gebaut

Vortrag von Dieter Dörner, Amberg
Ort: Amberg, Pfarrsaal St. Martin, Pfarrer-Meiler-Pl. 1

„Am Erz ist Amberg entstanden …“ schrieb die Schriftstellerin Ricarda Huch. Wo man Erz fand, verdiente man gutes Geld, konnte es sich leisten in Stein zu bauen. Aus Rhät- und Doggersandstein entstanden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die repräsentativen Bauten des Landesherrn, der Stadt, der Bürger in Amberg. Woher kamen die Steine? Wo und weshalb hat man Steine z.T. sogar bergmännisch unter Tage gewonnen? Wie war es um die Steinmetze bestellt? Wie wurden die großen Kirchen und Profanbauten in der Gotik gebaut? Weshalb Maßwerk? Welche Bedeutung haben Riefen und Schüsselchen an vielen mittelalterlichen Sandsteinbauten? All diese Fragen beantwortet der ehemalige Kreisheimatpfleger.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Tretrad (Foto: Dieter Dörner)
Dienstag 02.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Rigips - Der Siegeszug im Trockenbau

Ein spannender Ausflug in die Arbeitswelt
Vortrag von Jurgen Wolf, Sulzbach-Rosenberg
Ort: Amberg, KEG-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Die Rigipsplatte hat den Trockenbau revolutioniert. Aus Gips und Karton wurde ein Baustoff, der uns nahezu überall begegnet. Jürgen Wolf, ein Fachmann, dessen Expertise im In- und Ausland gefragt ist, berichtet spannend zu diesem Werkstoff, seiner Herstellung und zum Bau und Betrieb der Fertigungsanlagen.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Symbolbild Werk (Foto: Hans-Peter Klinger)
Samstag 06.02.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kloster Reichenbach – Geschichte und Gegenwart

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Vor über 900 Jahren gründeten Benediktiner am Regen das Kloster Reichenbach. Die ursprüngliche romanische Basilika verwies auf die Hirsauer Bauschule. Dem zunächst gotischen Ausbau folgte im Barock die völlige Neugestaltung der Kirche. Dabei beeindruckt heute noch der Reichenbacher Stuck durch seinen Formenreichtum und fein abgestimmte Farbigkeit. Das 1803 säkularisierte Kloster wurde 1890 durch die Barmherzigen Brüder erworben und wieder bezogen. Sie richteten Ende des 19. Jahrhunderts eine Heil- und Pflegeanstalt für geistig und körperlich Behinderte ein, die bis heute besteht und weiterentwickelt wurde. Wir besichtigen die Kirche und Teile der alten Klosteranlage und informieren uns über die umfangreiche, aktuelle Tätigkeit des Ordens vor Ort.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Das Kloster Reichenbach im Winter (Foto: Wikimedia commons)
Dienstag 02.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Oberpfalz als Notstandsgebiet im Fokus von Politik, Verwaltung und Wissenschaft (1919–1939)

Vortrag von Dr. Patrick Reitinger, Leipzig
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Die Rolle der Oberpfalz im Notstandsdiskurs wurde in der Forschung bisher nur nachrangig untersucht. Dabei versuchten zeitgenössische Akteure aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft seit den 1920er Jahren die Oberpfalz mit einer eigenen regionalen Identität im Kampf um die Aufmerksamkeit für vermeintlich strukturschwache Regionen zu positionieren. Im Vortrag wird gezeigt, wie die Entwicklungen in der Region in die größeren politischen Zusammenhänge des Weimarer Krisendiskurses und der spezifischen nationalsozialistischen Notstandsrhetorik eingeordnet werden können und welche Elemente in der Oberpfälzer Landschaft noch heute an diese Zeit erinnern.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land.
Aufnahme von Burglengenfeld, 1938 (Foto: Hans Fehn/Freilichtmuseum Finsterau)
Samstag 03.04.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Berching – 13 Türme am Ludwigs-Kanal

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Urkundlich erwähnt wurde Berching als „Pirihinga“ erstmals im Jahr 883. Der Name deutet auf eine noch frühere, bajuwarische Gründung hin. Die Stadt im Altmühltal war fast 900 Jahre lang eichstädtisch, erhielt vor 1245 das Marktrecht und wurde 1314 zur Stadt ernannt. Der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals 1835 bis 1846 und der Lokalbahnstrecke Neumarkt – Berching – Beilngries (1888) brachten zwar wirtschaftliche Impulse, konnte jedoch eine anhaltende Stagnation in Berchings weiterer Entwicklung nicht verhindern. Erst in jüngster Zeit nahm Berching mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals (1992) einen bemerkenswerten Aufschwung. Mit einer liebevoll restaurierten Altstadt erreichte die Stadt als „Kleinod des Mittelalters“ heute vor allem touristische Bedeutung.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Blick auf die Stadt Berching (Foto: Stadt Berching)