Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen.

Dienstag19.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Carl von Dalberg (1744 - 1817)

Münzen und Medaillen - ein Kirchenfürst in der Zeit des Übergangs
Vortrag von Winfried Stein, Erlangen, Vorsitzender des Vereins für Münzkunde Nürnberg e.V.
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Carl Frh. v. Dalberg durchlief eine bemerkenswerte Karriere, die ihn in höchste kirchliche und weltliche Ämter führte. In seiner Biografie spiegelt sich beispiellos die so genannte Franzosenzeit mit allen begleitenden Umbrüchen wider. Durch seine zeitweise Nähe zu Napoleon konnte er als Erzbischof und Fürst von Regensburg zunächst der Säkularisation entgehen. Höhepunkt seiner Laufbahn war 1810 das Amt des Großherzogs von Frankfurt, das er aber bereits 1813 kurz nach der Leipziger Völkerschlacht durch Flucht in die Schweiz und Abdankung aufgab. Nach einer Zeit der Ungnade wurde ihm schließlich ein vergleichsweise ruhiger Lebensabend als Erzbischof von Regensburg ermöglicht. Numismatische Zeugnisse in Form von Münzen, Medaillen und Orden belegen die teilweise dramatischen Ereignisse dieser Epoche.

In Zusammenarbeit mit dem Regensburger Münzverein e. V.
Carl Theodor Anton Maria von Dalberg (1744-1817), Taler von 1809 (Foto: dorotheum.com)
Mittwoch20.11.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das jüdische Ghetto im Herzen der Stadt Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Kohlenmarkt

Die historischen Orte internationaler Beziehungen Regensburgs liegen im Herzen der Altstadt, im Überschneidungsbereich der Westseite der ehemaligen Römermauer, wo sich die Stadt erstmals über die Kastellmauern hinaus entwickelte. Hier stoßen die Gebiete der Stadttopographie aneinander, die im hohen Mittelalter noch den Übergang der „Altstadt“ zur „urbs nova“ kennzeichneten. Gebiete, deren Straßenzüge zu allen Zeiten die erste Anschrift der Stadt waren, während der Neupfarrplatz erst im 18. Jahrhundert in dem Maße, in dem der Kohlenmarkt an Bedeutung verlor, als kommerzielles Zentrum mit Banken und Geschäften aufstieg.

Der Weg führt vom Frühmittelalter bis ins 18. Jahrhundert, vom Werden der Handelsmetropole mit ihrem uralten jüdischen Zentrum und seinem Verlust 1519, bis zum Wiederaufstieg der Stadt als Ort der Reichstage und schließlich des Immerwährenden Reichstags bis zum Ende des Alten Reiches.

Endpunkt: Ecke Gesandtenstraße / Glockengasse; Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331).
Blick über die westliche Altstadt (Foto: Dr. Rosa Micus)
00:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Regensburger Herbstsymposion: Alte Stadt und moderner Verkehr

Ort: Regensburg, Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8, Auditorium

Das 34. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege widmet sich dem Thema "Alte Stadt und moderner Verkehr". Wie gewohnt bieten die Veranstalter der interessierten Bürgerschaft Informationen aus erster Hand und die Gelegenheit zum ungezwungenen fachlichen Austausch. Die Referenten beschäftigen sich bei der Tagung beispielsweise mit der Idee vom autogerechten Mittelalter, modernen Verkehrskonzepten für die Altstadt, der Verkehrsbeschilderung aus denkmalrechtlicher Sicht, mit der Situation deutscher und europäischer Domplätze im Vergleich oder mit verkehrsbedingten Abbrüchen von historischen Stadttoren in der Oberpfalz.

Das gesamte Tagungsprogramm wird ab Oktober 2019 auf www.regensburg.de/herbstsymposion bekanntgegeben.

Nur für den Festakt am Samstagabend ist eine Anmeldung erforderlich, alle anderen Angebote sind kostenlos und frei zugänglich. Anmeldung und Informationen bei Jasmin Beer M. A. (beer.jasmin@regensburg.de, Tel. 0941/ 507-2455).

In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für Archiv und Denkmalpflege), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- und Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund e. V., Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg e. V.
Logo des Regensburger Herbstsymposions (Quelle: Stadt Regensburg)
Freitag22.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Adelsgeschlecht der Stingelheimer in der Region Kelheim

Vortrag von Studiendirektor a.D. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Kloster Weltenburg, Festsaal

Die Stingelheimer von Thürnthenning waren ein altes niederbayerisches Adelsgeschlecht. Sie waren in der Gegend von Dingolfing beheimatet und erwarben auch in der Oberpfalz Hofmarken wie Kürn und Schönberg.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Stellung und den Besitzungen der Stingelheimer in der Region Kelheim, wo sie als Pfleger im Dienst des Landesherrn standen. Grabdenkmäler befinden sich in der Nikolauskirche von Bad Abbach, in der Franziskanerkirche Kelheim und in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt a.d.Donau. Zu den bedeutendsten Angehörigen des Geschlechts zählte der Regensburger Domherr Christoph von Stingelheim (1570-1626). Er besaß Schloss und Hofmark Wildenberg und baute sich bei Neustadt a.d.Donau ein kleines Wasserschloss, genannt „Karpfenstein“. Christoph von Stingelheim liegt im Dom von Regensburg begraben. Sein Bruder Hans Walter war Kapuzinermönch in Salzburg und stiftete das Kapuzinerkloster in Donauwörth.

Veranstalter: Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie; Eintritt: 3,- €, für HV-Mitglieder frei.
Epitaph des Ludwig Franz von Stingelheim (1529-1593) in der Pfarrkirche von Neustadt a.d.Donau (Foto: Dieter Schwaiger)
Sonntag24.11.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Besuch des Erdstall-Zentrums in Neukirchen-Balbini

Exkursion von Alfred Wolfsteiner
Ort: Schießlhof in Neukirchen-Balbini

Das neu eröffnete Dokumentations-Zentrum für Erdstallforschung im Schießlhof in Neukirchen-Balbini informiert über die bisherigen Erkenntnisse der Forschungen über Erdställe, die im Volksmund auch „Schratzellöcher“ genannt werden. Deren Zweck ist immer noch umstritten. Dienten sie als Kultstätten oder waren es einfache Fluchtverstecke?

In Zusammenarbeit mit der Kulturförderkreis Schwarzhofen
Blick in einen Erdstall (Quelle: Arbeitskreis für Erdstallforschung)
Donnerstag28.11.
19:30 Uhr
HVOR

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern“

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigassl 4

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V.
Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) im Krönungsornat. Lithographie von Carl Barth aus dem Jahr 1830 nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler (Foto: Wikipedia, gemeinfrei).
Samstag07.12.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Glaskathedrale - Walter Gropius - Philip Rosenthal

Leitung: Dieter Dörner
Ort: Amberg, Kristall-Glasfabrik Amberg (ehem. Rosenthal), Rosenthalstraße 12

Die "Moderne" unter Walter Gropius begann mit dem Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, heute UNESCO-Welterbe, und endete mit seinem letzten Werk, der Glaskathedrale in Amberg. Die Multi-Media-Führung gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken von Walter Gropius, seines engsten Mitarbeiters und Planers der Glaskathedrale Alexander Cvijanovic, des Auftraggebers Philipp Rosent-hals, des Bauhauses und natürlich in die Entstehung der Glaskathedrale. Wir werfen einen Blick in diese, jedoch nicht in die Produktionsanlagen.

Teilnehmergebühr: 7 Euro. Nach 14:30 Uhr kein Einlass. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt, d. h. Anmeldung bis 30. November unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich. Ohne Anmeldung kein Einlass! Keine Gruppenmeldungen!
Die Glaskathedrale (Quelle: Stadtmuseum Amberg)
Mittwoch11.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

April 1945. Das Kriegsende im Raum Regensburg

Vortrag von Rainer Ehm und Dr. Roman Smolorz
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die beiden Referenten haben in diesem Jahr eine umfangreiche Studie zum Kriegsende 1945 im Raum Regensburg vorgelegt. Diese entstand an der Universität Regensburg und wurde von der Stadt finanziell gefördert. Die Autoren werden über die Entstehung ihrer Arbeit berichten, die sie in Archive im In- und Ausland führte. Auch über die Schwierigkeiten, denen sie dabei begegneten. Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse ist Teil des Vortrages, mit denen manche Legendenbildungen korrigiert werden.

Für das kommende Jahr ist eine kleine Vortragsreihe geplant, in deren Rahmen die beiden Autoren jeweils einzelne Aspekte ihrer Forschungen im Detail darstellen werden, teils sogar um weitere Ergebnisse ergänzen können.

Ausschnitt aus der Titelseite der Publikation "April 1945. Das Kriegsende im Raum Regensburg" (Quelle: Verlag Friedrich Pustet)
Samstag18.01.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Reichsparteitagsgelände im Krieg - Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit

Fahrt zur Sonderausstellung in das Dokumentationszentrum in Nürnberg
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7, 9 Uhr

Die Ausstellung geht der Geschichte des Reichsparteitagsgeländes im Zweiten Weltkrieg nach. Die Umnutzung des Areals als Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager zwischen 1939 und 1945 ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Noch im Herbst 1939 wichen die Zeltstädte zur Unterbringung der Parteitagsteilnehmer zahllosen Holzbaracken, Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen. Es entwickelte sich ein umfangreicher Lagerkomplex, in den bis zur Befreiung im April 1945 tausende Zivilisten und Kriegsgefangene aus West-, Süd- und Osteuropa verbracht wurden. Die meisten wurden zum "Arbeitseinsatz" in der Landwirtschaft und der Industrie herangezogen – viele unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mehrere tausend Kriegsgefangene und zur Zwangsarbeit Verschleppte starben in Nürnberg.

Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegsgefangenenlager je zur Hälfte das Valka-Lager zur Unterbringung von Displaced Persons und ein Flüchtlingslager. Heute befindet sich auf dem Areal die Trabantenstadt Langwasser.

Nach der Besichtigung der Sonderausstellung ist ein Besuch der Dauerausstellung (Eintritt 6 Euro; zur gemeinsamen Rückfahrt Treffpunkt 16:30 Uhr im Kassenbereich) oder ein Besuch der Altstadt (Straßenbahn auf eigene Kosten) möglich.
Kriegsgefangenen-, Valka-, Flüchtlingslager (Quelle: Doku-Zentrum)
Samstag25.01.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Jahrestreffen des Arbeitskreises Altstraßen/Andiamo

Ort: Schwarzhofen, Rathaus, Marktplatz 1, Sitzungssaal

Der "Arbeitskreis Netzwerk der Inventarisierung Altstraßen Mittlere Oberpfalz" (Andiamo) wurde 2011 unter dem Dach des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg gegründet. Sein Ziel ist es, die Relikte historischer Straßen und Wege der Region dokumentieren. Unter dem Titel "Andiamo Altstraßen-Studien" werden auf www.heimat-forschung-regensburg.de eigene Arbeiten der Mitglieder und Digitalisate einschlägiger Fachpublikationen veröffentlicht.

Eine Altstraße im Böhmerwald (Foto: commons.wikimedia.org)
Montag27.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Kirche St. Wolfgang in Regensburg-Kumpfmühl – ein Werk dreier Generationen einer Architektenfamilie

Dominikus, Gottfried, Peter und Markus Böhm
Vortrag von Dr. Walter Zahner, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Prof. Dominikus Böhm (1880–1955), der wohl bedeutendste deutsche Kirchenbaumeister des 20. Jahrhunderts, lieferte die Pläne für die 1938-1940 erbaute Kirche St. Wolfgang in Regensburg-Kumpfmühl. Sein Sohn Gottfried Böhm schuf 1954 die Wolfgangstatue am Vorplatz der Kirche. Der Enkel Peter Böhm erbaute 1996-1998 das Pfarrheim St. Wolfgang ein weiterer Enkel, Markus Böhm, gestaltete das Wolfgangfenster in der Krypta. Alles in allem – ein seltenes Gesamtkunstwerk dreier Generationen einer Architektendynastie.

Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg als Beitrag zum Jahresthema des Kulturreferats der Stadt Regensburg „Provinz – Stadt – Metropole“
Pfarrkirche St. Wolfgang Regensburg-Kumpfmühl, Blick von Südost (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Mittwoch29.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Spuren von Jahrtausenden

25 Jahre archäologische Grossgrabung Burgweinting
Vortrag von Maximilian Ontrup M.A. und Dr. Joachim Zuber, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag handelt von den Ausgrabungen, die seit 1994 im Regensburger Stadtteil Burgweinting stattfanden. Auf einer zusammenhängenden Fläche von 66 Hektar wurden Siedlungsfunde und Gräber aus einer Zeitspanne von ca. 4000 Jahren zwischen Jungsteinzeit und Frühmittelalter geborgen.

25 Jahre nach Beginn der bislang größten Flächengrabung Süddeutschlands werden die Ergebnisse abgeschlossener und noch laufender Forschungen dargestellt. Sie vermitteln einzigartige Einblicke in die kulturgeschichtliche Entwicklung einer Kleinregion am heutigen Stadtrand.

Die Lage in einer der bedeutendsten frühen Kulturlandschaften Bayerns offenbart sich u.a. in spektakulären Fundstücken, wie einer bronzezeitlichen Zierscheibe aus Gold, Holzfässern aus römerzeitlichen Brunnen oder einer Goldscheibenfibel mit Kreuzmotiv.

Berücksichtigt werden auch die Multimedia-Inhalte der Sonderausstellung im Historischen Museum, die neuste Augmented Reality-Technik mit den aktuellen Forschungsergebnissen verbinden.

In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Regensburg
Männliche Hockerbestattung der jungsteinzeitlichen Glockenbecherkultur (Foto: A. Rauh, ArcTeam GmbH)
Dienstag04.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Grenzgeschichte(n) Bayern – Böhmen: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Vortrag von Reinhold Balk
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Vor 30 Jahren durchschnitten die Außenminister Genscher und Dienstbier symbolisch den "Eisernen Vorhang" bei Waidhaus. Damit setzte vor unserer Haustüre die gesamte Umwälzung der politischen Landschaft in Europa ein, die zwei Nachbarschaften innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten vom Kal-ten Krieg zur Europäischen Union und zur Reisefreiheit im Schengen-Raum führte. Der Referent, der die Geschehnisse als BGS-Beamter hautnah miterlebt hat, gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die sehr effektiven Grenzbefestigungen zwischen Bayern und der CSSR, dessen Wirkungsweise und die Entwicklungen an der Grenze nach deren Öffnung.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Grenzzaun an der CSSR-Grenze (Foto: Reinhold Balk)
Mittwoch12.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bayerische Literaturgeschichte von Tassilo bis Gerhard Polt

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Augsburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Klaus Wolf lehrt als Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern an der Universität Augsburg. Er liest aus seiner 2018 im Verlag C.H. Beck erschienenen Bayerischen Literaturgeschichte. Darin geht es um 1300 Jahre Geschichte der Literatur auf dem Gebiet des heutigen Bayern, die hier knapp, kundig und anhand vieler Beispiele vorgestellt werden. Beim Vortrag werden insbesondere auch Kostproben zur Literatur der Oberpfalz gegeben.

Titelbild der "Bayerischen Literaturgeschichte" von Klaus Wolf (Quelle: Verlag C.H.Beck)
Donnerstag13.02.
Hauptverein Regensburg

Der städtische Raum zwischen Römerzeit und Spätantike

Kontinuität, Diskontinuität und Wandel
Workshop und Abendvortrag von Prof. Dr. Rubina Raja, Professorin für Klassische Archäologie an der Universität Aarhus/Dänemark
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Mit Beständigkeit und Wandel des städtischen Raums vom Alten Rom zur Spätantike befassen sich ein Workshop (14:00 Uhr - 17:30 Uhr) und ein Abendvortrag (18:30 Uhr) des an der Universität Regensburg angesiedelten DFG-Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung steht die multidisziplinäre Untersuchung von urbanen Räumen als komplexen historischen Gebilden mit ihrer langen, von Konjunkturen und Katastrophen geprägten Biographie.

Alle historisch bzw. archäologisch Interessierten sind herzlich eingeladen, Einblick in die Forschungsaktivitäten des DFG-Graduiertenkollegs zu gewinnen. Weitere Informationen zum Forschungsprogramm sowie, sukzessive, zur Veranstaltung finden sich unter www.metropolitaet.ur.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

In Zusammenarbeit mit DFG-GRK 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg und Danish Research Foundation
Archäologische Ausgrabungen (Foto: Hulki Okan Tabak on Unsplash)
Sonntag16.02.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Das Kriegsende in Schwarzhofen in Augenzeugenberichten

Moderation: Alfred Wolfsteiner
Ort: Schwarzhofen, Aula der Dr. von Ringseis-Schule, Schulstraße 6
In Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen
Schwarzhofen am Fluss Schwarzach (Foto: Alois Köppl, Gleiritsch; http://online-2000.de)
Hauptverein Regensburg

„Apostel für die Schönheit“

Max Schultze (1845 – 1926) als Architekt, Künstler, Alpinist, Natur- und Heimatschützer
Vorträge von Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Dr. Jörg Zedler, Dr. Irmhild Elisabeth Heckmann, Dr. Andreas Nierhaus, Lisa Landl B.A., Dr. Wolfgang Baumann, Prof. Julian Jachmann und Mitarbeiter, Dr. Adina Christine Rösch, Dr. Hermann Reidel, Dr. Reiner Meyer, Johannes Paffrath, Gisela Zundel, Patricia Lippert M.A., Werner Dechent, Dr. Anton Schmidt
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das zweitägige wissenschaftliche Symposion beschäftigt sich mit dem Architekten und Künstler Max Schultze, einem typischen Vertreter der sich gegen Ende des 19 Jahrhunderts auch in Bayern formierenden Heimatschutzbewegung. Folgende Themenbereiche sind im Programm vorgesehen:

Sektion I: Historischer und biographischer Rahmen

Sektion II: Architektur, Innenarchitektur und Ausstellungstätigkeit

Sektion III: Malerei, Grafik und Fotografie

Sektion IV: Alpinismus, Natur- und Heimatschutz

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein Sektion Regenburg e.V., mit den Museen der Stadt Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, und mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek
Der Architekt und Künstler Max Schultze (Foto: Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv - Hofbibliothek - Museen)
Samstag14.03.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Cham

„Die Feuerwolke“ – Erinnerungen an das jüdische Cham

Referent: BR-Autor Thomas Muggenthaler
Ort: Cham, Gerhardinger-Realschule, Propsteistraße 4, Ehemaliger jüdischer Gebetsraum

„Die Feuerwolke“, so lautet der 1954 erschienene autobiografische Roman des jüdischen Chamer Bürgerssohn Karl Stern (1906-1975). Darin beschreibt der 1939 nach Kanada emigrierte Mediziner nicht nur seine Erinnerungen an seine Heimatstadt, sondern schildert auch ganz eindrücklich das damit verbundene jüdische Leben. Eben hieran möchte uns der BR-Autor Thomas Muggenthaler durch eine Lesung aus dessen Lebenswerk erinnern, wobei er seine Ausführungen durch den Bericht des ehemaligen Chamer Juden Ernst Schwarz ergänzen wird, welchen er für eine Radio-Sendung 1995 in Israel besucht hat. Zudem wird er abschließend die Verfolgung der Juden in der Oberpfalz nachzeichnen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung mit jüdischer Musik durch den Chamer Musiklehrer Hermann Seitz.

Buchcover des autobiografischen Romans "Die Feuerwolke" (Foto: Florian Gruber)
Mittwoch01.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Die Generalversammlung ist neben dem Ausschuß, dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat eines der zentralen Organe des Vereins. Laut § 8 der Satzung ist die ordentliche Generalversammlung zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichts, die Entgegennahme der geprüften Jahresrechnung und die Entlastung des Schatzmeisters, die Ernennung von 2 Kassenprüfern für das folgende Geschäftsjahr, die Wahl der Ausschußmitglieder für 3 Jahre, die Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden sowie für die Entscheidung über die Auflösung des Vereins. Anträge von Mitgliedern für die ordentliche Generalversammlung müssen spätestens bis zum Enden des vorausgehenden Geschäftsjahres beim Vorstand eingereicht werden; das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Hauptverein Regensburg

Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

Auskunft und Anmeldung bis spätestens 12.01.2020 bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm.
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)