Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen. 

Freitag 17.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Auf der Flucht im Namen des Glaubens

Protestantische Exulanten in der Reichsstadt Regensburg
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Regensburg wurde seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts immer mehr zum Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge. Ursache dafür war der Augsburger Religionsfrieden von 1555, der das Prinzip Cuius regio, eius religio festlegte; das bedeutete konkret, dass die Untertanen ihrem jeweiligen Fürsten im Glauben folgen oder andernfalls emigrieren mussten. Für großes Aufsehen sorgte die Vertreibung von rund 15.000 bis 20.000 Menschen aus dem Erzstift Salzburg 1732. Einige hundert dieser Glaubensflüchtlinge kamen Ende des Jahres nach Regensburg. Der Vortrag beleuchtet die Rolle Regensburgs als Zufluchtsort für protestantische Christen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert.

Eintritt frei.
Titelseite einer gedruckten Gottesdienst-Verordnung, 1732 (Repro: Staatlichen Bibliothek Regensburg)
Sonntag 19.04.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

700 Jahre Pfarrei Zell

Sieben Jahrhunderte wechselvolle Geschichte
Vortrag von Dr. Manuela Daschner, Zell
Ort: Zell-Martinsneukirchen, Gemeindehaus, Schulstr. 8

Die Pfarrei Zell feiert heuer gleich zwei Jubiläen: 700 Jahre Ersterwähnung der Pfarrei und 140 Jahre Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Der Vortrag spannt den Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung im Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und macht deutlich, wie sehr große politische Ereignisse auch das Leben vor Ort prägten, sei es durch die konfessionelle Teilung des Ortes in der Reformationszeit oder durch die Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg. Die Veranstaltung lädt dazu ein, auf sieben Jahrhunderte wechselvolle Geschichte zurückzublicken und die eigene Heimatgeschichte neu zu entdecken.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Zell.
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Zell (Foto: Angelika Handl)
Mittwoch 22.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Gemäß § 8 Abs. 3 unserer Satzung ergeht hiermit herzliche EINLADUNG zur ordentlichen Generalversammlung 2026 am Mittwoch, 22. April 2026, um 19 Uhr im Großen Runtingersaal des Runtingerhauses (Keplerstraße 1, 93047 Regensburg). Die Veranstaltung findet hybrid statt. Für die Teilnahme per Zoom benötigen Sie den folgenden Link: https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/61311723024?pwd=7MckJzP78kX9uoFkEqLx2w2Ysj3eEB.1. Stimmberechtigt sind jedoch nur die tatsächlich anwesenden Mitglieder.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung
2. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2025 und Vorlage des Jahresabschlusses 2025
3. Bericht über die Kassenprüfung
4. Feststellung des Jahresabschlusses 2025 und Entlastung des Vorstandes
5. Beschluss des Haushaltsplans für das Geschäftsjahr 2026
6. Ernennung der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2026
7. Vertrag des Historischen Vereins mit der Stadt Regensburg
8. Ehrung langjähriger Mitglieder
9. Informationen
10. Sonstiges

Das Protokoll der Generalversammlung vom 2. April 2025 und die Vereinschronik 2025 können zu den üblichen Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle oder unter www.hvor.de/downloads eingesehen werden. Über eine zahlreiche Teilnahme an der Generalversammlung des Historischen Vereins würde sich die Vorstandschaft sehr freuen.

gez.
Dr. Thomas Feuerer
1. Vorsitzender

Das Vereinslogo (Repro: Historischer Verein)
Donnerstag 23.04.
18:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Hofgarten in Pfreimd - eine Spurensuche

Führung von Arnold Kimmerl, Pfreimd
Treffpunkt: Pfreimd, Bürgerhaus Schloss Pfreimd Schloßhof 13

Zur alten Residenz der Landgrafen von Leuchtenberg gehört am Westrand der Altstadt, unweit vom ehemaligen Schloss, der Hofgarten, heute eine teilweise bebaute Grünfläche. Unbeantwortet ist bislang die Frage nach seinem historischen Aussehen und seiner damaligen Nutzung.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem VHS-Verbund Schwandorf Land
Historische Topographische Karte der Bayerischen Vermessungsverwaltung, 1860 (Repro: BayernAtlas online)
Donnerstag 23.04.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Gartenkunst

Geschichte der Gestaltung des gemeinsamen Lebensraums von Mensch und Natur
Vortrag von Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Burglengenfeld
Ort: Pfreimd, Bürgerhaus Schloss Pfreimd, Schloßhof 13

Parks und herrschaftliche Gärten waren ursprünglich Repräsentationsräume, gestaltete Natur oder Tiergärten, auch für die Jagd. Die Idee der Gartenarchitektur fand auch Eingang in die bürgerliche Gesellschaft.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem VHS-Verbund Schwandorf Land
Frühjahrsbepflanzung in den Dornburger Schlossgärten (Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten / Fanny Rödenbeck)
Dienstag 05.05.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Hüttenwerke entlang Vils und Naab

Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Lukesch, Wolfsegg
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Wegen der reichen Erzvorkommen, den zahlreichen Flüssen zur Nutzung der Wasserkraft und dem Holzreichtum waren in der Oberpfalz gute Bedingungen für die Gründung von Hammerwerken gegeben. Zwischen dem 13. und Mitte des 17. Jahrhunderts werden 273 Hütten- und Hammerwerke gezählt, etliche davon auch entlang von Naab und Vils.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem VHS-Verbund Schwandorf Land
Kleinkraftanlage Wolfsbach, Gemeinde Ensdorf (Foto: Hartmut Lukesch)
Dienstag 05.05.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Vom Rennofen zum Hochofen

Die Geschichte der Maxhütte und die Praxis
Vortrag von Jürgen Wolf, Sulzbach-Rosenberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Die Eisenverhüttung ist in der Stadt Sulzbach-Rosenberg bis weit ins frühe Mittelalter, sogar darüber hinaus, zu finden. Mit der Weiterverarbeitung erlangte unser Raum bereits im Mittelalter erhebliche Macht und Status. Ende des 19. Jahrhunderts prosperierte die Maxhütte erneut. Wie lief das ab? Erst loderten die Rennöfen, dann die Hochöfen. Jürgen Wolf erzählt über die Historie des Eisenerzschmelzens und von seinem persönlichen und gefährlichen Arbeitsalltag als Hochofenarbeiter.    

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Anstich Hochofen (Foto: Jürgen Wolf)
Freitag 08.05.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Schloss Etterzhausen

Führung mit Robert Gerstl, Regenstauf
Ort: Etterzhausen, Schloss, Amberger Straße 6

Als Besitzer des Schlosses ist erstmals 1261 Babo von Etterzhausen erwähnt, auf den 1277 Hugo von Löweneck und weitere Rittergeschlechter folgten. 1590 errichtete Hans Siegmund von Erlbeck die heute im Kern noch vorhandene Anlage. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg und Wiederaufbau wurde das Schloss ab 1799 durch Freiherrn Friedrich von Dittmer im klassizistischen Stil erweitert und aufwendig ausgestattet. Nach wechselnden Eigentümern fiel das Schloss 2024 an den Investor Robert Gerstl, der es nach der Sanierung zum Teil öffentlich zugänglich machen will.

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Teilnehmergebühr: 5 Euro (HV-Mitglieder frei)
Die Ostfassade von Schloss Etterzhausen (Foto: Robert Gerstl)
Dienstag 12.05.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der 100jährige, der in Amberg geboren wurde und „denkmalte“

Zum 100. Geburtstag des Malers Michael Mathias Prechtl
Vortrag von Beate Wolters, M.A., Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Kunstgeschichte braucht Geschichte. Gerade für das Werk Michael Mathias Prechtls gilt dies in hohem Maß. Bereits der Lebensweg des Künstlers, der in Amberg beginnt und endet, wird von historischen Gegebenheiten geprägt. Weit größer aber ist der Einfluss der Geschichte auf sein Werk. Die Sonderstellung, die Michael Mathias Prechtl mit seiner gegenständlichen Malweise einnahm, die sehr individuellen Bezüge und Assoziationen in seinen Blättern, die ihnen den Titel „Denkmalerei“ eingebracht haben, und sein „Hausheiliger“ Albrecht Dürer, der sein Werk geprägt hat, werden im Fokus des Vortrages sein.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Prechtl, Hase AD (Repro: Beate Wolters)
Mittwoch 13.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Rätsel der Steinernen Brücke – Update

Werkbericht von Dr. Lutz-Michael Dallmeier, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die Zusammenschau von neueren archäologischen Grabungsbefunden und alten Schriftquellen gestattet erstaunliche Neuerkenntnisse über die Steinerne Brücke. Daraus resultiert ein Rekonstruktionsversuch des ursprünglichen Erscheinungsbilds unseres „mittelalterlichen Weltwunders“, das heuer 880 Jahre alt wird und noch immer viele Rätsel aufgibt. Vorgestellt werden zwei verschwundene erste Tore, eine überraschend gewaltige Gesamtlänge der Brücke und manch anderes, was über bisher Bekanntes hinausgeht.

Eintritt frei.
Stadtseitiger Brückenkopf der Steinernen Brücke. Skizze der vermutlichen Situation im 12. Jh., hinterlegt der spätere Brückturm (Grafik: Lutz-Michael Dallmeier auf Basis Matthäus Merian)
Samstag 16.05.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Mainkofen – von der Reformpsychiatrie zur NS-Euthanasie

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Jochen Rössler, Mainkofen

Im ländlichen Jugendstil erbaut wurde das Klinikum Mainkofen 1911 als „Heil- und Pflegeanstalt“ eröffnet und galt als beispielhaft für die damalige Reformpsychiatrie. 1933 bis 1945 fanden über 1300 psychisch oder körperlich beeinträchtigte Menschen durch das NS-Euthanasieprogramm dort den Tod. Über 500 meist Jugendliche wurden zwangssterilisiert. Erst 2014 wurde eine Gedenkstätte für die Opfer im heutigen Klinikum und akademischem Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg eingerichtet, durch die deren Leiter führen wird.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Bezirksklinikum Mainkofen (Foto: Reinhard Hanausch)
Samstag 23.05.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Vom Schandfleck zum Schmuckstück

Der Platzerstadl - Eine Heimat für den Burschenverein
Führung mit dem Burschenverein Roding
Ort: Roding, Platzerstadl, Königspergerstrasse 1

Das seit Jahren mit einer Plane verdeckte Gebäude beschäftigt die Stadt Roding nun schon seit vielen Jahren. Fast genauso lange zeigt der Burschenverein Interesse an dem Stadl. Nach mehreren Eigentümerwechseln, gescheiterten Konzepten und langem Stillstand ist nun endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Die Stadt Roding und der Burschenverein arbeiten Hand in Hand an einem zukunftsweisenden Konzept, das dem Verein ein dauerhaftes Zuhause bieten und gleichzeitig das Stadtbild durch eine gelungene Sanierung aufwerten soll. Eine echte Chance, aus einem Sorgenkind ein neues Schmuckstück im Herzen Rodings zu machen.

Die Ruine des Platzerstadls (Foto: Sebastian Gabler)
Mittwoch 03.06.
18:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Prechtls Röhren

Historische Filme über die Amberger Luitpoldhütte
Vortrag von PD Dr. Andreas Erb, Amberg
Ort: Amberg, Stadtmuseum, Zeughaustraße 18

Michael Mathias Prechtl ist den Ambergern und der Kunstwelt als Maler, Zeichner und Illustrator bestens bekannt – weniger weiß man über sein Leben in Amberg. Ein Teil dieses Lebensabschnitts soll nun näher beleuchtet werden: Von Mai bis Oktober 1950 arbeitete Prechtl als Röhrengießer bei der Luitpoldhütte in Amberg. Diese Produktion ist in zahlreichen Filmen gut dokumentiert, aus denen kommentierte Ausschnitte vorgeführt werden. Der Referent, Dr. Andreas Erb, ist Leiter des Stadtarchivs Amberg.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum Amberg
Gießerei Luitpoldhütte (Foto: Foto Frey 734)
Dienstag 09.06.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Amberg grüßt die Nachwelt

Zeitkapseln in unserer Stadt
Vortrag von PD Dr. Andreas Erb, Amberg
Ort: Amberg, Staatsarchiv, Archivstrasse 3

Ob als spektakulärer Fund bei Sanierungsarbeiten am Kirchturm, beim Richtfest oder als Schülerprojekt im Geschichtsunterricht – wohl jeder hat schon von sogenannten Zeitkapseln gehört. Sie erzählen dem Finder nicht nur zahlreiche Geschichten aus der Vergangenheit – sie haben auch selbst eine, und es lohnt sich, sie zu erzählen. Amberg hat Zeitkapseln in reicher Zahl zu bieten, von seinen Kirchen über die Krambrücke bis hin zu Alafbergs Rodelhütte. Der Referent, Dr. Andreas Erb, Leiter des Stadtarchivs Amberg, unternimmt so einen Streifzug der anderen Art durch Ambergs Geschichte.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und dem Staatsarchiv Amberg
Gebetszettel aus dem Turmknopf der Spitalkirche, um 1690 (Foto: Stadtarchiv Amberg)
Mittwoch 10.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Vaterlandsliebe!?

Dalbergs Visionen in verwirrten Zeiten
Vortrag von Dr. Christoph Meixner, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die Dalberg-Ära gehört für Regensburg zweifellos zu den gesellschaftlich bewegendsten Phasen einer langen Geschichte, denn die Menschen erlebten damals in nahezu allen Bereichen des Lebens gravierende Veränderungen und Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Vortrags steht Carl Theodor von Dalberg mit seinen Überlegungen um das Wesen der Vaterlandsliebe und den daraus ableitbaren Notwendigkeiten für das eigene politische Handeln. Seine Visionen sind dabei nicht nur ein Schlüssel zum Verständnis seiner eigenen Regierungszeit, sondern bieten auch erstaunlich aktuelle Denkanstöße für unsere eigenen verwirrten Zeiten, die in manchen Details bemerkenswerte Parallelitäten zur Vergangenheit aufweisen.

Eintritt frei.
Älteste Abbildung der Germania auf einem Silber-Denar, ca. 122 n.Chr. (Repro: Christoph Meixner)
Freitag 12.06.
15:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Der "Katharieder Bauernhanddruck" in Beratzhausen

Ein Handwerksbetrieb in 3. Generation
Führung mit Friederike Schleyerbach, Katharied
Ort: Beratzhausen, Katharied 1

Nachrichten über die Einöde Katharied gibt es seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Gutshof war im Besitz des Kaspar von Laaber und fiel 1435 an Herzog Heinrich von Bayern-Landshut. 1505 waren die Brüder Bernhardin und Hieronymus von Stauff Eigentümer. Das heutige Gutshaus, ein zweigeschossiger Steildachbau, stammt aus dem 17./18. Jahrhundert. In den 1960er Jahren gründeten Fritz und Franziska Schleyerbach hier ihre Stoffdruckerei. 

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Teilnehmergebühr: 5 Euro (HV-Mitglieder frei)
Das Gutshaus von Katharied (Foto: Christine Riedl-Valder)
Samstag 20.06.
15:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Schlosspark in Schwarzenfeld

Führung von Martin Irl, Schwarzenfeld
Treffpunkt: Schwarzenfeld, Schloss, Schloßstraße 13

Der Schlosspark in Schwarzenfeld wird seit 2025 als Festivalplatz genutzt – sein Ursprung liegt aber natürlich weit früher. Martin Irl, Holnstein-Archiv Schwarzenfeld, weiß die Geschichte und Geschichten rund um die früheren Schlossbesitzer und ihren Park. 

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem VHS-Verbund Schwandorf Land
Schwarzenfeld in den 1920er Jahren (Foto Holnstein-Archiv, Schwarzenfeld)
Freitag 10.07.
16:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Der Bildhauer Anton Joseph Machalky (1669-1746)

Leben und Werk
Führung und Vortrag von Gerhard Staudigl, Parsberg
Ort: Pielenhofen, ehem. Klosterkirche, Klosterstr. 12

Anton Joseph Machalky heiratete Ende des 17. Jahrhunderts in einen Stadtamhofer Handwerksbetrieb ein und belieferte nachfolgend fast 50 Jahre lang geistliche und weltliche Auftraggeber im Umland von Regensburg mit Bildhauerkunst und Schreinerarbeiten. Darunter befinden sich beispielsweise Werke in der einstigen Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Pielenhofen, die an diesem Termin besichtigt werden. Anschließend stellt der Referent ab 18.00 Uhr im Klosterstadel Pielenhofen das Gesamtwerk des Künstlers vor.

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturkeller Pielenhofen e.V. und der Gemeinde Pielenhofen
Hl. Joachim am Hochaltar der ehem. Klosterkirche Pielenhofen (Foto: Gerhard Staudigl)
Freitag 17.07.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Hemau, die Stadt auf dem Tangrintel

Stadtrundgang mit Ernst Böhm, Hemau
Ort: Hemau, Stadtplatz, Brunnenanlage

Stationen und Themen des historischen Rundgangs mit Ortsheimatpfleger Ernst Böhm sind der Wandbilder-Zyklus zur Geschichte Hemaus von Leo Katzmeier, der sich im Sitzungssaal des Alten Rathauses befindet, außerdem die Stadtmauer, die Zisternen und der Wassermangel auf der Hochebene, die Dolinen und Montanindustrie, die Jurahäuser, sowie die Hochgerichtsbarkeit und die Hexenprozesse von Hemau. 

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Teilnehmergebühr: 5 Euro (HV-Mitglieder frei). Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Ortsheimatpfleger der Stadt Hemau
Hemau um 1500. Wandbild von Leo Katzmeier (1902-1979) im Alten Rathaus (Foto: Ernst Böhm)
Samstag 18.07.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Chammünster und Burg Runding

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führungen von Erich Piendl, Cham, und Wolfgang Kagermeier, Runding

Die Urkirche des Oberen Bayerischen Waldes, Chammünster, die alte "cella apud chambe", ist der Ort, von dem aus der christliche Glaube in den bayerisch-böhmischen Wald hinein und weit darüber hinaus getragen wurde. Bis in das Jahr 739 reichen ihre Wurzeln zurück, als hier Regensburger Mönche eine klösterliche Niederlassung gründeten.
Nicht weit davon entfernt liegen die imposanten Reste der ehemals größten Burganlage des Bayerischen Waldes: Runding. Das Gründergeschlecht der Runtinger stand in Diensten der Markgrafen von Cham und Vohburg, als die Burg durch sie  bereits vor 1100 von ihnen angelegt wurde.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Burg Runding, Ausschnitt aus einem kolorierten Stahlstich von Johann Gabriel Friedrich Poppel, 1846 (Repro: Reinhard Hanausch)
Mittwoch 22.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Napoleons Verwundung in der Schlacht von Regensburg

Vortrag von Thomas Schuler, Frechen
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

In Folge eines von England begonnenen Angriffskrieges stand die Grande Armée Napoleons am 23. April 1809 vor den Toren Regensburgs. Während die österreichische Artillerie Stadtamhof nahezu vollständig in Brand schoss, brannte durch französisch-bayerische Kanonen ein erheblicher Teil der Stadt nieder. In der Nähe des heutigen Hauptbahnhofes wurde Napoleon selbst durch eine österreichische Kugel verwundet. Durch aktuelle Forschungen war es möglich, den Ort dieser Verwundung auf den Meter genau zu lokalisieren. Thomas Schuler, einer der führenden Napoleon-Experten Deutschlands, wird Sie, begleitet von spannendem Bildmaterial, durch jenen dramatischen Tag des Jahres 1809 führen.

Eintritt frei.
Kaiser Napoleon I., Ausschnitt aus einem Gemälde von Paul Delaroche (Foto: Wikimedia Commons / Thomas Schuler)
Samstag 25.07.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Werke des Bildhauers Anton Joseph Machalky (1669-1746) im Juragebiet

Exkursion mit Führungen von Gerhard Staudigl, Parsberg
Treffpunkt: Hemau, Eichlberg 7

Der Referent hat im Zuge seiner Tätigkeit als Restaurator in den letzten Jahrzehnten Leben und Werk des Bildhauers Machalky eingehend analysiert. Aufgrund neuer Quellenfunde und Zuschreibungen stellt er Arbeiten des Künstlers im Juragebiet vor. Stationen unserer Exkursion sind die Wallfahrtskirche Eichlberg (14:30 Uhr) und die katholischen Dorfkirchen St. Anna in Eckertshof 9 (16:00) und St. Leonhard in Thonlohe 22 (17:00 Uhr). 

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit den Pfarreien Hemau und Eichlberg-Neukirchen
Wallfahrtskirche Eichlberg bei Hemau (Foto: Gerhard Staudigl)
Samstag 25.07.
15:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Englische Parkanlage von Teublitz

Orts- und Gartengeschichte
Führung von Matthias Haberl, Teublitz
Treffpunkt: Teublitz, Rathaus, Platz der Freiheit 7

An typischen Elementen wie Pavillon und Ruine lassen sich Planungsprinzipien und die Struktur eines Englischen Gartens mit seinen Baumgruppen und Solitärbepflanzungen nachvollziehen. Durch ein Parkkonzept werden maßgebliche Gestaltungsmerkmale wieder hergestellt bzw. sichtbar gemacht. 

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem VHS-Verbund Schwandorf Land und dem Historischen Arbeitskreis für Teublitz und seine Ortsteile
Der Teublitzer Park im Winter (Foto Carolin Schmuck)
Sonntag 26.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Angermühle

Zwischen Vergangenheit und Moderne
Vortrag von Tom Heuberger, Roding
Ort: Roding, Angermühle, Angermühl 1,

Von der Regenbrücke an der Rodinger Reibn eröffnet sich ein herrlicher Blick. Hinter Bäumen erhebt sich ein gotischer Treppengiebel aus dem 15. Jahrhundert – Teil eines der ältesten urkundlich erwähnten Gebäude Rodings - die Angermühle. Das Anwesen liegt auf dem sogenannten Anger, einer freien Ebene – daher auch der Name „Mühle auf dem Anger“. Zum Mühlgut gehörten ursprünglich neben der radizierten Mühlgerechtigkeit ein Wohnhaus, eine Schupfe mit Stallung, ein Waschhäuschen, die Mühlstube sowie verschiedene Mühlen: Mahlmühle, Sägmühle, Lohstampfe, Radstube, Grießstube und Gießgang. Ergänzt wurde das Anwesen zudem durch einen Gras- und Baumgarten. Jungen Rodingern hingegen ist das Areal um die Mühle hin zum Regen heute vor allem als Lokation für den allseits beliebten Rodinger “Stadtstrand” bekannt.   

Luftaufnahme der Angermühle (Foto: Tom Heuberger)
Mittwoch 29.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Verleihung des Christian Gottlieb Gumpelzhaimer-Preises 2026

Festakt mit anschließendem Stehempfang
Ort: Regensburg, Weinschenkvilla, Hoppestraße 6

Der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg, einer der ältesten Geschichtsvereine Bayerns, prämiert zum fünften Mal sowohl eine herausragende universitäre Abschlussarbeit als auch eine herausragende W-Seminararbeit zu einem Thema aus der Oberpfalz. Im Rahmen eines kleinen Festakts mit anschließendem Stehempfang werden die Preisträger öffentlich ausgezeichnet. Für die passende musikalische Umrahmung sorgt auch heuer wieder die Meisterklasse für Klavier und Kammermusik am Von-Müller-Gymnasium Regensburg unter der Leitung von Lukas Klotz.

Eintritt frei.
Christian Gottlieb Gumpelzhaimer (1766–1841), Gründungsvorsitzender des Historischen Vereins (Foto: HVOR)
Sonntag 13.09.
Hauptverein Regensburg

NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

Der "Tag des offenen Denkmals" 2026 in der Stadt Regensburg

„Denkmale und Infrastruktur“, so lautet das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Tag des offenen Denkmals®. Prächtige mittelalterliche Kaufmannshäuser: Doch was wären diese ohne einen Brunnen? Friedhöfe: Orte der Gedenkkultur. Aber ihre Anlage diente auch der Verbesserung der Hygiene in der historischen Stadt. Denkmäler der Infrastrukturgeschichte stehen meist nicht im Mittelpunkt. Doch dieses Jahr soll der Blick auf sie gerichtet werden. Stadt und Kooperationspartner haben dazu ein vielfältiges und kostenloses Programm erstellt. Dieses ist vorab rechtzeitig in gedruckter Form in den Tourismusbüros und beim städtischen Amt für kulturelles Erbe sowie digital unter www.regensburg.de/denkmaltag erhältlich.

Teilnahme kostenlos. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Amt für kulturelles Erbe der Stadt Regensburg.
Das Gebäude Holzländestraße 5 birgt ein jüdisches Ritualbad (Foto: Stadt Regensburg)
Sonntag 13.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals

Der Drachenturm von Treffelstein
Führung mit Helmut Heumann, Treffelstein
Ort: Treffelstein, Drachenturm, Am Drachenturm

Als Wahrzeichen der Gemeinde Treffelstein ist der Drachenturm weithin sichtbar und zu einem wichtigen Anlaufpunkt im nördlichen Landkreis geworden. Dabei blickt der einstige Bergfried der Burg Treffelstein auf eine ca. tausendjährige Vergangenheit zurück. Die alten Mauern könnten sicherlich viele Geschichten aus einst vergangenen Tagen erzählen. Nicht umsonst wurde daher dieses Projekt 2023 anlässlich der Sanierung und Sicherung der Anlage hierfür mit dem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Konnte doch in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie der Unterstützung des Architekturbüros Schönberger dieser historische Ort mit einem Infozentrum touristisch aufgewertet und erlebbar gemacht werden. Dabei können Besucher mittels Infoscreens und Funktionen wie einer Hördusche eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Gemeinde sowie der ehemaligen Burganlage gewinnen. 

Die Führung findet bei jedem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Rekonstruktion der Burg Treffelstein (Foto: Gemeinde Treffelstein)
Sonntag 13.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

„Ist das was?“

(Historische) Funde bestimmen lassen und staunen
Gespräch mit Eduard Süß, Wackersdorf, und Thomas Wagner, Schwandorf
Ort: Schwandorf, Stadtmuseum, Rathausstraße 1

Sie haben etwas Merkwürdiges gefunden oder geerbt und möchten wissen, ob es historisch oder gar prähistorisch wertvoll ist? Die Kreisheimatpfleger für Archäologie geben Auskunft über Fundstücke aus der Vor- und Frühgeschichte im Landkreisgebiet Schwandorf. Jeder, der hierzu Beratungen möchte, kann an diesem Nachmittag ohne Voranmeldung von 14 bis 17 Uhr ins Stadtmuseum Schwandorf kommen und seinen „Schatz“ mitbringen.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Schwandorf.
Bronzezeitliche Randscherbe aus Zielheim (Foto: Eduard Süß)
Samstag 19.09.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Flußspat und Karnerkosmos – zum Bergbau um Nabburg und zum Karner von Perschen

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Franz Grundler, Nabburg

Wir besuchen die REMISE, ein Privatmuseum des Franz Grundler in Nabburg, und erfahren dort Merkwürdiges über die regionale Geschichte des Bergbaues und den hier geförderten Flußspat. Danach widmen wird uns dem Perschener Karner – ein Edelstein der Romanik. Seine Doppelfunktion: Beinhaus und Auferstehungskapelle! Nach einem kleinen Vortrag besuchen wir den Karner und seine romanische Kirche St. Peter und Paul in Perschen sowie den angrenzenden Edelmannshof. Der seit 1605 ursprünglich erhaltene Dreiseithof ist mit der dazugehörigen romanischen Kirche und dem Karner eines der wichtigsten Zeugnisse bäuerlicher Architektur in der Oberpfalz.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Ausschnitt aus einem Fresko in Peschen (Foto: Wikimedia Commons / Marie Amrei)
Mittwoch 23.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Georg Heinrich Paritius

Der Regensburger Schreibmeister im Lichte einer digitalisierten Welt
Vortrag von Johann Georg Maierhofer, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Kalligraf Johann Georg Maierhofer stellt das Regensburger Schreibmeisterbuch des Georg Heinrich Paritius (1675-1725) vor. Sie erfahren, warum Sie sich kein X für ein U vormachen lassen sollen, wie man Fraktur miteinander redet und bekommen Einblicke in die Bedeutung der Handschrift für das persönliche Wohlbefinden.

Eintritt frei. Der Vortrag findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas der Stadt Regensburg "Fingerspitzengefühl“ statt.
Georg Heinrich Paritius, Ausschnitt aus einem zeitgenössischen Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian (Repro: Georg Maierhofer)
Mittwoch 14.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neues aus Kumpfmühl

Die Neolithische Revolution in der Oberpfalz
Vortrag von Prof. Dr. Thomas Saile, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

In der Geschichte der Menschheit gab es Brüche, die Welt und Mensch grundlegend veränderten. Die Erfindung von Ackerbau und Viehzucht sowie die damit verbundene Sesshaftigkeit waren etwas in ihrer Zeit radikal Neues. Diese geistige Gründung führte zu einer Umstülpung aller menschlichen Lebensverhältnisse. In der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. wird das südliche Mitteleuropa von dieser grundstürzenden Veränderung erfasst. Eine linienbandkeramische Siedlung in Kumpfmühl führt in die Zeit der Neolithischen Revolution zurück, die den Übergangsprozess von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise markiert. Dabei stellt die Linienbandkeramische Kultur den nordwestlichen Ausläufer eines Transformationsprozesses dar, der im 10. Jahrtausend v. Chr. im Fruchtbaren Halbmond seinen Ursprung nahm.

Eintritt frei.
Bandkeramische Landschaft (Foto: van Wijk u.a. 2014 / Thomas Saile)
Sonntag 15.11.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich

Gesichter einer Frau
Lesung von Dr. Marita A. Panzer, Regensburg
Ort: Alteglofsheim, Schloss Alteglofsheim, Am Schloßhof 1, Kaisersaal

Elisabeth, genannt Sisi, wird zumeist als Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn wahrgenommen. Ihre bayerische Herkunft rückt dabei weitgehend in den Hintergrund. Obwohl durch Heirat eine Habsburgerin, bleibt sie doch eine Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Dr. Marita A. Panzer stellt in ihrer neuen Biografie Elisabeth daher als Herzogin in Bayern besonders heraus. Sie zeigt sie im Rahmen ihrer Familie, ihr Aufwachsen in München und Possenhofen sowie die lebenslange Verbundenheit mit ihrer bayerischen Heimat. Dabei kommen alle Aspekte ihres Lebens zum Tragen: So werden die vielen Gesichter dieser Frau, dieser Widerstrebenden, Überforderten, Fliehenden, Gescheiterten und Tragischen, aber auch Romantischen, Mutigen und Populären, aufgezeigt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Schloss Alteglofsheim e. V.
Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich (Foto: Wikimedia Commons)
Mittwoch 09.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bischofsamt im Nationalsozialismus

Erzbischof Michael Buchberger und das Dritte Reich
Vortrag von Dr. Walter Huber, Münster
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Zu den prägenden Bischöfen Bayerns vor dem Zweiten Vatikanum gehörte Dr. Michael Buchberger. Von 1928 bis 1961 stand er der Diözese Regensburg vor. Fokussiert auf die Jahre 1933 bis 1945 möchte der Vortrag – interessiert an Kausalitäten – u. a. folgenden Fragen nachgehen: Welche Zeitdiagnose stellte der Bischof auf? Welche pastoralen und kirchenpolitischen Präferenzen wies sein Agieren auf und welche Taktiken standen dahinter? Wo kam es zu Auseinandersetzungen mit den nationalsozialistischen Machthabern oder wo gab es vielleicht sogar Konsens? Wie arbeitete der Bischof das Thema „Nationalsozialismus und Kirche“ nach 1945 auf? Der Vortrag bietet neue Perspektiven auf einen kirchlichen Verantwortungsträger in bayerischer Monarchie, Weimarer Republik, NS-Diktatur, Besatzung und Bonner Republik.

Eintritt frei
Bischof Dr. Michael Buchberger in den 1930er Jahren (Repro: Walter Huber)