Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen.

Hauptverein Regensburg

„Apostel für die Schönheit“. Max Schultze (1845-1926) als Architekt, Künstler, Alpinist, Natur- und Heimatschützer

Zweitägiges wissenschaftliches Symposion
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Insgesamt 14 Vorträge beschäftigen sich mit dem Architekten und Künstler Max Schultze, einem typischen Vertreter der sich gegen Ende des 19 Jahrhunderts auch in Bayern formierenden Heimatschutzbewegung. Folgende Themenbereiche werden behandelt:

Sektion I: Historischer und biographischer Rahmen

Sektion II: Architektur und Innenarchitektur

Sektion III: Malerei, Grafik und Fotografie

Sektion IV: Alpinismus, Natur- und Heimatschutz

Das vollständige Programm finden Sie hier.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein Sektion Regenburg e.V., mit den Museen der Stadt Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, und mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek
Der Architekt und Künstler Max Schultze (Foto: Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv - Hofbibliothek - Museen)
Samstag14.03.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Cham

„Die Feuerwolke“ – Erinnerungen an das jüdische Cham

Referent: BR-Autor Thomas Muggenthaler
Ort: Cham, Gerhardinger-Realschule, Propsteistraße 4, Ehemaliger jüdischer Gebetsraum

„Die Feuerwolke“, so lautet der 1954 erschienene autobiografische Roman des jüdischen Chamer Bürgerssohn Karl Stern (1906-1975). Darin beschreibt der 1939 nach Kanada emigrierte Mediziner nicht nur seine Erinnerungen an seine Heimatstadt, sondern schildert auch ganz eindrücklich das damit verbundene jüdische Leben. Eben hieran möchte uns der BR-Autor Thomas Muggenthaler durch eine Lesung aus dessen Lebenswerk erinnern, wobei er seine Ausführungen durch den Bericht des ehemaligen Chamer Juden Ernst Schwarz ergänzen wird, welchen er für eine Radio-Sendung 1995 in Israel besucht hat. Zudem wird er abschließend die Verfolgung der Juden in der Oberpfalz nachzeichnen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung mit jüdischer Musik durch den Chamer Musiklehrer Hermann Seitz.

Buchcover des autobiografischen Romans "Die Feuerwolke" (Foto: Florian Gruber)
Dienstag24.03.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Vils im Wandel der Zeit

Vortrag von Peter Fröhlich, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

In den unterschiedlichsten Epochen veränderten die Natur und der Mensch den Talraum der Vils zwischen Kleinschönbrunn und Kallmünz. Anhand von Archivmaterial stellt der Referent das Geschehen in einem Lichtbildervortrag vor.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Die Vilsregulierung 1995 im Gelände der Landesgartenschau (Quelle: Bauamt Amberg)
Mittwoch01.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Die Generalversammlung ist neben dem Ausschuß, dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat eines der zentralen Organe des Vereins. Laut § 8 der Satzung ist die ordentliche Generalversammlung zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichts, die Entgegennahme der geprüften Jahresrechnung und die Entlastung des Schatzmeisters, die Ernennung von 2 Kassenprüfern für das folgende Geschäftsjahr, die Wahl der Ausschußmitglieder für 3 Jahre, die Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden sowie für die Entscheidung über die Auflösung des Vereins. Anträge von Mitgliedern für die ordentliche Generalversammlung müssen spätestens bis zum Enden des vorausgehenden Geschäftsjahres beim Vorstand eingereicht werden; das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Samstag04.04.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Wirken der Familie Asam im Pflegamt Helfenberg

Mit Informationen über die aktuellen Sanierungspläne für die Schlossruine Helfenberg
Vortrag von Gabriele Schneider, Velburg
Ort: Lengenfeld, Gasthof zum Löwen, Helfenbergstraße 1

Hans Georg Asam, der Vater der berühmten Künstlerbrüder Cosmas Damian und Egid Quirin, war ein vielbeschäftigter Freskenmaler. 1702 hatte er für Graf Ferdinand von Tilly einen umfangreichen Freskenzyklus in dessen neuen Schloss Helfenberg fertiggestellt (nicht erhalten). Die Familie Asam lebte in den Jahren 1702/03 und 1707 nachweisbar in Velburg und übernahm mehrere kleinere und größere Arbeiten im Auftrag Tillys in seinem Hoheitsgebiet, z. B. die Fresken in der Wallfahrtskirche Freystadt. Nach dem Tod des Vaters 1711 führten die Söhne zusammen mit der Mutter Maria Theresia und der Schwester Salome die Aufträge zu Ende. Spuren der Familie Asam finden sich in Kleinalfalterbach, Deusmauer, Lengenfeld, Harenzhofen, Breitenbrunn und St. Colomann. In Günching befindet sich das erste selbständige Werk Cosmas Damians, dem auch ein Fresko in Hohenfels zugeschrieben wird.

Einleitend informiert der Vereinsvorsitzende Thomas Stigler über die geplante Sanierung der Schlossruine.

Eintritt frei; Spenden erbeten. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Schloss Helfenberg e.V.
Günching, Mariä Verkündigung, 1716 (Foto: Gabriele Schneider)
Dienstag07.04.
20:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Provinz als Heimat

Von der historischen Rolle italienischer Wanderarbeiter im deutschen Traum von den Metropolen
Vortrag von Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Burglengenfeld
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Jahresthema „Provinz-Stadt-Metropole“ beleuchtet Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Direktor der Stiftung Thüringischer Schlösser und Gärten i.R., von einer ungewohnten Perspektive: Künstler aus Italien behielten ihre Heimat als Saisonarbeiter, während sie den Auftraggebern nördlich der Alpen, weltlichen und geistlichen Fürsten, nach dem Vorbild großer Metropolen den neuen Stil des Barock brachten. Ziel war es hierbei, in der Provinz künstlerischen Metropolcharakter anklingen zu lassen. Das Refektoriums des ehemaligen Klosters St. Emmeram  oder die Gnadenkapelle der Alten Kapelle dürften von italienischen Stukkateuren dieser Herkunft in diesem Sinn gestaltet worden sein.

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg als Beitrag zum Jahresthema des Kulturreferats der Stadt Regensburg „Provinz – Stadt – Metropole“.
Decke der Gnadenkapelle der Alten Kapelle, 1693 (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Samstag11.04.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Vom Gold zum Glas

Siedlungsgeschichtliche Wanderung
Führung: Lorna Simone Baier
Treffpunkt: Infostelle des Goldlehrpfades bei Unterlangau

Der Raum Oberviechtach zählt zu den reichsten Goldlagern in Mitteleuropa. Der Goldbergbau in Langau ist seit 1318 urkundlich belegt. Bis heute sind Spuren davon im Gelände erkennbar. Bei einer ca. 3,5 Kilometer langen Wanderung mit der zertifizierten Natur- und Wanderführerin Lorna Simone Baier entlang des Gold-Lehrpfades werden 700 Jahre Goldbergbau in der Oberpfalz erlebbar. Weitere Infos finden Sie unter unter www.waelle-und-wege.eu.

Die Wanderung wird am 6. Juni, 1. August und 26. September 2020 jeweils um 14 Uhr wiederholt.

Unkostenbeitrag: 3 Euro (Erw.) bzw. 2 Euro (Kinder). Anmeldung über Tourismusbüro Oberviechtach unter Tel. 09671 / 30716. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberviechtach
Die Info-Stelle am GOLD-Lehrpfad bei Unterlangau/Oberviechtach (Foto: Thomas Kujat)
Dienstag21.04.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Vor 75 Jahren: Kriegsende in Amberg

Vortrag von Dieter Dörner, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Der April 1945 mit den beiden verheerenden Bombenangriffen, der Abzug der Wehrmacht, die Befürchtungen der Bevölkerung, die Einnahme der Stadt durch die amerikanische Armee, die Zuwanderung der Displaced Persons und der Flüchtlinge und die langsam beginnende Normalisierung im Mai 1945 sind Inhalt des Vortrags.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Der Einmarschplan der 71. Infanterie-Division (Quelle: DER EISENGAU, Bd. 46/2016)
Mittwoch22.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das Schottenportal der Regensburger Kirche St. Jakob

Baugeschichte – Bedeutung – Ikonographie – denkmalpflegerische Probleme
Vortrag von Prof. Dr. Achim Hubel, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Schottenportal aus dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts ist das aufwendigste und figurenreichste Portal der Romanik in Deutschland. Da es sich um eine in Deutschland einzigartige romanische Bilderwand handelt, ist zu fragen, welche Vorbilder die Auftraggeber in anderen Ländern gesehen hatten. Eine Besonderheit ist auch die ungewöhnliche Bautechnik, in der das Portal errichtet wurde. Viele Hypothesen sind zu der Frage aufgestellt worden, was das umfangreiche Skulpturenprogramm dem Betrachter vermitteln will. Welche Interpretation kann aus heutiger Sicht überzeugen? 1994 wurde zum Schutz des gefährdeten Portals eine Vorhalle aus Glas errichtet, die jedoch weitere Schäden nicht verhindern konnte. Am schlimmsten ist die schwarze Gipskruste auf der Oberfläche des Portals, welche die Diffusion der Feuchtigkeit aus dem Stein heraus verhindert, so dass durch Salz- und Frostsprengung die empfindliche Oberfläche der Skulpturen schwer beschädigt wird. Was kann man heute dagegen tun?

Eintritt frei.
Das Schottenportal in Regensburg (Foto: Gerald Richter)
Sonntag26.04.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Das Kriegsende in Schwarzhofen in Augenzeugenberichten

Moderation: Alfred Wolfsteiner und Maximilian Beer
Ort: Schwarzhofen, Rathaus, Marktpl. 5, Sitzungssaal

Am 14. Februar 1945 erreichte der 2. Weltkrieg auch Schwarzhofen: Der Ort wurde bombardiert. Ende April passierten zudem zwei Todesmärsche mit KZ-Häftlingen aus Flossenbürg den Markt. Aus einer Reihe von vorliegenden Augenzeugenberichten soll versucht werden, die Ereignisse zu rekonstruieren. Außerdem wird die beeindruckende Persönlichkeit des ehemaligen KZ-Häftlings Otto Küsel vorgestellt, der in Auschwitz die Häftlingsnummer 2 trug und der nach seiner Befreiung bis zu seinem Tod in Schwarzhofen lebte.

Eintritt frei. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen
Gedenkstein an der Straße von Schwarzhofen nach Neunburg v. W. für die dort ermordeten KZ-Häftlinge vom April 1945 (Foto: Alfred Wolfsteiner)
Mittwoch06.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Jüdische Gemeinde Regensburgs im Mittelalter: Ghetto oder Metropole

Vortrag von Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott, München
Ort: Regensburg, Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2

"Regensburg - Mittelalterliche Metropole der Juden" so hieß die Ausstellung, die im Frühjahr 2019 im Historischen Museum der Stadt Regensburg gezeigt wurde. Dieser Titel verweist auf die bedeutende Geschichte der Regensburger Juden sowohl als Teil der Stadtbevölkerung als auch für Juden im mittelalterlichen Reich. Der Vortrag gibt Einblicke in die verschiedenen Aspekte und Gründe für die herausragende Stellung dieser Gemeinde.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Überreste des jüdischen Viertels im document Neupfarrplatz (Foto: Bilddokumentation, Stadt Regensburg)
Mittwoch06.05.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Burgruine Ehrenfels bei Beratzhausen

Ergebnisse der Untersuchung des Baubestands
Vorträge von Dipl.-Ing. univ. Architekt Günter Naumann und Dipl.-Ing. (FH) Arnold Kreisel
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Die verbliebene aufgehende Bausubstanz der Burgruine Ehrenfels ist in weiten Bereichen in ihrem Bestand stark gefährdet. Durch das Architekturbüro Naumann erfolgte erstmalig eine tachymetrische Grundvermessung der Burganlage mit allen erkennbaren Mauerzügen, sowie Wall- und Grabenanlagen, die sowohl als Planungsgrundlage dient als auch Grundlage für spätere Eintragungen von weiteren baulichen und archäologischen Erkenntnissen sein soll. Von allen aufgehenden Bauwerksteilen wurden Orthofotographien erstellt und als maßstäbliche Bildpläne M 1 : 20 ausgearbeitet. Bereiche mit bedeutsamer Befundlage können zu einem späteren Zeitpunkt durch steingerechtes Aufmaß dokumentiert werden. Die Bildpläne dienten als Grundlage zur Schadenskartierung und Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes sowie der Kostenberechnung. Ziel der dringend erforderlichen Sicherungsmaßnahme soll eine reduzierte, behutsame und möglichst dauerhafte Konservierung des noch vorhandenen Baubestandes sein.

Arnold Kreisel wird in einem ersten Teil die Bestandsaufnahme darstellen, in einem zweiten Teil wird Günter Naumann auf den baulichen Zustand und die erforderlichen Massnahmen eingehen.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Teilansicht der Burgruine Ehrenfels bei Beratzhausen (Foto: Architekturbüro G. Naumann, Regensburg)
Freitag15.05.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Bayerische Literaturgeschichte von Tassilo bis Gerhard Polt

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Wolf, Augsburg
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Klaus Wolf lehrt als Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit Schwerpunkt Bayern an der Universität Augsburg. Er liest aus seiner 2018 im Verlag C.H. Beck erschienenen Bayerischen Literaturgeschichte. Darin geht es um 1300 Jahre Geschichte der Literatur auf dem Gebiet des heutigen Bayern, die hier knapp, kundig und anhand vieler Beispiele vorgestellt werden. Der Vortrag wird insbesondere auch Kostproben zur Literatur der Oberpfalz beinhalten.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Titelbild der "Bayerischen Literaturgeschichte" von Klaus Wolf (Quelle: Verlag C.H.Beck)
Samstag16.05.
15:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Blicke auf die Stadt – Die historische Entwicklung der Region Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus M.A., Regensburg
Treffpunkt: Regensburg-Steinweg, Dreifaltigkeitsberg, vor der Kirche

Der Dreifaltigkeitsberg ist der Aussichtsbalkon auf Regensburg. Hier wollen wir mit etwas Glück die Sonne genießen, etwas flanieren und dabei einen gelehrten Blick auf die gesamte Stadt und die Region werfen. Besonders wird die Altstadt interessieren: ihre Lage am Fluss, ihr Aufbau aus hochmittelalterlichem Zentrum und spätmittelalterlicher Erweiterung, ihre Türme, Kirchen und Klöster. Die Führung behandelt die Ausdehnung zur Zeit als Freie Reichsstadt, die Erweiterungen des 19. und 20. Jahrhunderts hin zu „Groß-Regensburg“ und die Lage der Stadt in ihrer Umgebung. Auch die Entwicklungen am Hang des Dreifaltigkeitsberges und des Stadtteil Steinwegs werden erörtert.

Eintritt: 8 Euro (für HV-Mitglieder frei). Anmeldung erforderlich unter Tel. 09493/951331 oder E-Mail: info@kunstliteratour.com
Detail aus der Stadtansicht Regensburgs in der Schedelschen Weltchronik, 1493 (Foto: Wikipedia)
Dienstag19.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrißbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Maximilian Fritsch M.A., Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei größeren vorausgehenden Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts in Bayern vor.

Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg. Eintritt frei.
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Sonntag24.05.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Expedition "Erdgeschichte Massenricht"

Führung von Josef Kohl, Amberg
Treffpunkt: Raigering, Parkplatz der NORMA (14:00 Uhr) oder Hirschau-Träglhof (14:30 Uhr; von Hirschau her kommend, linke Seite vor der Ortstafel am Metallbaubetrieb)

Wir gehen entlang der Freihunger Störung – mit mehr als 1000 Meter Sprunghöhe – durch einen Teil des Oberpfälzer Bruchschollenlandes, erkunden eine geologische Zeitgeschichte, beginnend mit 280 Millionen Jahren und endend bei 10.000 Jahren. Es gibt in Deutschland nur wenige Orte mit einer so dichten und abwechslungsreichen Erd- und mit einer so vielfältigen Bergbaugeschichte. Bei Massenricht wurden u. a. über Jahrhunderte hinweg Mühlsteine von bester Qualität gebrochen und auf den Altstraßen in ferne Regionen verfrachtet. Lassen Sie sich ein geologisches Erlebnis ein. Für den Spaziergang mit 2,6 km Streckenlänge und einer Höhendifferenz von ca. 40 Meter benötigen wir etwa 2 Stunden.

Teilnahme kostenlos, festes Schuhwerk erforderlich. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Ehem. Steinbruch in Massenricht (Foto: Josef Kohl)
Mittwoch27.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. em. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Hans Burgkmair der Ältere, Kaiser Friedrich III., Ende 15. Jhd., Kunsthistorisches Museum Wien (Foto: Wikimedia Commons)
Freitag29.05.
18:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Burgruine Niederviehhausen

Welche Möglichkeiten bieten sich zum Erhalt des Bergfrieds?
Führung von Alois Renner, Viehhausen
Treffpunkt: Viehhausen, Gasthaus Schwindl, Jurastraße 19, Parkplatz

Die einstige Burganlage wurde im 12. Jahrhundert am Rand eines Hochplateaus über der Schwarzen Laber erbaut. Sie ist erstmals 1181 mit einem Brouno de Vienhusen urkundlich erwähnt. Die Burg war während der Geschichte in den Händen mehrerer Geschlechter z. B. der Chamerauer und der Wolfsteiner. Der Legende nach verweilte Agnes Bernauer im Jahr 1430 mit ihrem Gemahl, dem Bayernherzog Albrecht III., auf der Burg. Heute steht nur noch der gut erhaltene, 22 m hohe Bergfried aus Buckelquadern, der wohl um 1200 gebaut wurde. Der vierstöckige Turm mit 1,9 Metern Mauerstärke deckte den Zugang über den Halsgraben, der den Bergsporn vom Plateau abtrennt. Früher umfasste die Gesamtanlage einen Wohnbau mit Zisterne und scheint von einer Zwingeranlage umgeben gewesen zu sein.

Nach der Führung, um ca. 19 Uhr, findet im Gasthaus Schwindl ein historischer Stammtisch mit Vorträgen und Bildern statt, anschließend Diskussion u.a. mit Vertretern der Gemeinde Sinzing, Ortsheimatpfleger Alois Renner und Kreisheimatpfleger Karl Hoibl.  

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kultur und Soziales der Gemeinde Sinzing
Burgruine Niederviehhausen (Foto: Bilderarchiv Egon Gröschl)
Samstag30.05.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Michelsberg bei Nittenau

Siedlungsgeschichtliche Wanderung
Führung: Lorna Simone Baier
Treffpunkt: Kapelle in Michelsberg oberhalb Bodenstein

Das Gebiet am Regenknie bei Nittenau ist reich an siedlungsgeschichtlichen Spuren: Altstraßen, Befestigungsanlagen, abgegangene Orte und anderes mehr sollen im Rahmen der Reihe „Wälle und Wege“ auf einer ca. dreistündigen Wanderung mit der zertifizierten Natur- und Wanderführerin Lorna Simone Baier (Länge; 8,5 km ) vorgestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter unter www.waelle-und-wege.eu.

Unkostenbeitrag: 10 Euro. Anmeldung beim Volksbildungswerk Nittenau unter Tel. 09436 / 301477 oder E-Mail vbw.nittenau@t-online.de. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule im Städtedreieck e.V.
Filialkirche Michelsberg (Foto: Pfarrei Nittenau)
Samstag06.06.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

„Ich weiß ein trautes Nest…“

Historisch-literarische Wanderung durch den Markt Schwarzhofen
Führung: Alfred Wolfsteiner
Treffpunkt: Marktplatz Schwarzhofen

Das Schwarzachtal im Umkreis Schwarzhofens war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Der Markt Schwarzhofen, an einer uralten Straße von Böhmen nach Regensburg, kann sich nicht nur einer langen Geschichte mit einem mittelalterlichen Kloster der Regensburger Dominikanerinnen rühmen, er war auch der Geburtsort einer Reihe bekannter Persönlichkeiten wie des Philologen Johann Gebhard, des Humanisten Paul Zeidler und des Mediziners Johann Nepomuk von Ringseis. Sie alle haben in ihren Werken literarische Bezüge zu ihrer oberpfälzischen Heimat überliefert. In der etwa 90minütigen Wanderung durch den Markt mit Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner wird der Ort in historischen und literarischen Zeugnissen vorgestellt.

Unkostenbeitrag: 4 Euro. Anmeldung bei der Volkshochschule im Städtedreieck e.V. unter Tel. 09471/ 3022-333 oder E-Mail info@vhs-schwandorf-land.de. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen
Der Markt Schwarzhofen aus der Luft (Foto: Josef Merkl)
Mittwoch17.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Reichskloster am Rande der Metropole – Sankt Emmeram und das Regensburger Patriziat im Mittelalter

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Oberste, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Sankt Emmeram nimmt in der reichen Regensburger Sakraltopographie eine besondere Stellung ein. Als bedeutendes Königskloster verfügt es bereits im Frühmittelalter über weitgespannte Netzwerke in den Hochadel. Als Bildungs- und Missionszentrum stellt Sankt Emmeram auch die alten städtischen Damenstifte in den Schatten. Gleichwohl bleibt die Rolle der Abtei im Prozess der bürgerlichen Emanzipation seit dem späten 12. Jahrhundert merkwürdig blass. Der Vortrag fragt nach den Beziehungen Sankt Emmeram zum Regensburger Patriziat und nach dem politischen Stellenwert des Klosters im späteren Mittelalter.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Blick in die Basilika St. Emmeram in Regensburg (Foto: Dr. Bernd Gross / Wikipedia)
Freitag19.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Wiederbegründung der Oberpfälzer Klöster in einer Handschrift des Klosters Fürstenfeld

Vortrag von Dr. Wolfgang-Valentin Ikas, München, und Christian Malzer M. A., Regensburg
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Die Provinzialbibliothek Amberg verwahrt das Büchererbe aus den Oberpfälzer Klöstern. Im 17. Jh. fanden die Verhandlungen zu ihrer Wiederbegründung statt, an denen auch der Fürstenfelder Abt Martin Dallmayer zusammen mit dem Prior als Sekretär teilnahm. Christian Malzer stellt einen bisher als verschollen angesehenen Autographen des Priors vor, der konkret die Klöster Kastl, Ensdorf, Speinshart, Walderbach und Waldsassen sowie Reichenbach und Weißenohe behandelt. Der zeitgenössische Bericht geht besonders auf die Wiederbesiedelung des Klosters Waldsassen durch die Zisterzienser in Fürstenfeld ein. Jüngst wurde dieser von der BSB München erworben. Wolfgang-Valentin Ikas referiert über die zisterziensischen Bestände aus Waldsassen und Fürstenfeld im Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek, ihre Erschließung und wie sie durch Erwerbungen arrondiert wurden.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Wappen des Fürstenfelder Abtes Martin Dallmayr (Foto: Bayerische Staatsbibliothek)
Samstag20.06.
09:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Museumssynagoge und Judenfriedhof Floß - Konzentrationslager Flossenbürg

Exkursion mit N. N.
Treffpunkt: Landratsamt Amberg-Sulzbach, Parkplatz am Kochkeller (gegenüber Hindenburgplatz)

Die Geschichte der Floßer Judengemeinde, der einst einzigen politisch selbstständigen in Bayern, und deren Synagoge sind Inhalt von Führung und Vortrag in der Synagoge. Auf der Weiterfahrt nach Flossenbürg werfen wir einen Blick auf den Floßer Judenfriedhof, essen im Cafe der Gedenkstätte und haben anschließend ein Führung durch diese. Danach besteht ausreichend Zeit zur Besichtigung der Ausstellungen. Rückkunft in Amberg gegen 18.00 Uhr.

Der Unkostenbeitrag in Höhe von 20 Euro beinhaltet Busfahrt, alle Führungen und Eintritte. Anmeldung bis 10. Juni 2020 beim Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz unter 09621/ 496260 oder ebw.oberpfalz@elkb.de.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz e.V. und mit der Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Blick in das Innere der ehem. Synagoge in Floß (Foto: Dieter Dörner)
Mittwoch24.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bürgerfest, Domspatzen und der SSV

Regensburger Erinnerungsorte
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Konzept der „Erinnerungsorte“, der „Lieux de Mémoire“, das auf den französischen Historiker Pierre Nora zurückzuführen ist, kann inzwischen als weithin bekannt und eingeführt gelten. Dahinter steckt die Überlegung, dass das kollektive Gedächtnis an bestimmten „Orten“, die nicht nur geographisch zu verstehen sind, kristallisiert. In diesem Vortrag soll versucht werden, das Konzept auf der lokalen Ebene zur Anwendung zu bringen. Welche Orte, Ereignisse, Institutionen und Personen sind konstitutiv für Regensburg? Wie werden solche Erinnerungsorte überhaupt zu dem, was sie sind? Diesen und anderen Fragen gilt es nachzuspüren.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Foto: Ausschnitt aus Michael Ostendorfer, Ansicht Regensburgs aus dem Jahr 1552 (Staatliche Bibliothek Regensburg, Gr/4Rat.civ.383)
Donnerstag25.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)
Freitag03.07.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Wie entsteht eine Landesausstellung?

Nachlese zur Bayerischen Landesausstellung „100 Schätze aus 1000 Jahren“ in Regensburg
Vortrag von Dr. Veronika Schmeer, Augsburg
Ort: Weltenburg, Abtei St. Georg, Asamstraße 32, Festsaal

Dr. Veronika Schmeer, die im Projektteam der Bayerischen Landesausstellung 2019/20 mitarbeitete, berichtet über die Entstehung und Entwicklung des Konzepts für die Ausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren". In diesem Rahmen geht sie u.a. auch auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Institutionen (Archive und Museen) und Privatleuten in aller Welt ein, die Objekte und Inhalte zu der Ausstellung beisteuerten.

Eintritt: 3 Euro (für HV-Mitglieder frei). Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gruppe Geschichte Kloster Weltenburg e.V.
Seidenschuhe aus dem Grab Bischof Otto II. von Bamberg, 12. Jh. (Foto: Chr. Riedl-Valder)
Samstag04.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das ehemalige Flüchtlingslager in Alling

Führung mit Karl Hoibl und Dr. Manfred Kunz, beide Sinzing
Treffpunkt: Alling, Am Röth 19 (bei der Brücke nach der ehemaligen Papierfabrik)

Seit der Ansiedlung einer Papiermühle 1836 durch Friedrich Pustet entwickelte sich Alling zu einem blühenden Industriestandort. 1943 ließ die Papierfabrik Barackenunterkünfte für Fremdarbeiter errichten. Ab 1945 dienten die Gebäude dann als Auffang- und Durchgangslager für Flüchtlinge, vor allem aus dem Sudetenland. Die Belegung umfasste damals durchschnittlich 400 Personen. Zur Unterrichtung der Kinder aus den Familien, die vor Ort blieben, richtete man anfangs eine provisorische Schule ein, die 1949 in eine eigene Baracke zog. Ab den Schuljahr 1950/51 besuchten rund 40 Kinder aus dem Lager zusammen mit den einheimischen Kindern hier den Unterricht. 1956 erhielt Alling zusätzlich eine landwirtschaftliche Berufsschule. Acht Jahre später erfolgte jedoch die Schließung des Schulstandortes.

Eintritt: 8 Euro (für HV-Mitglieder frei)
Die Schulbaracke des ehemaligen Flüchtlingslagers in Alling, um 1951 (Foto: Bilderarchiv E. Gröschl)
Dienstag07.07.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der südliche Landkreis Amberg in alten Ansichten

Vortrag von Josef Schmaußer, Hohenkemnath
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Postkarten waren vor ca. 120 Jahren so modern wie heute E-Mails oder andere digitale Nachrichten. Interessant für den Heimatkundler sind vor allem Aufnahmen, welche ein Bild der Orte in unserem Landkreis vor ca. 130 Jahren vermitteln. Wer besaß zu dieser Zeit schon einen Fotoapparat? Auffällig ist oft auch die teils hervorragende Qualität dieser Druckerzeugnisse. So sind für viele Heimatkundler historische Postkarten ein begehrtes Sammelobjekt.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Hohenburg in den 1930er Jahren (Quelle: Privatarchiv Dieter Dörner)
Samstag18.07.
09:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kelten und eine Barockbibliothek

Exkursion nach Manching und Neuburg an der Donau
Leitung: Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Treffpunkt: Parkplatz zwischen OTH und Universität (Einfahrt von der Galgenbergstrasse, Höhe TechBase Regensburg)

Die Exkursion führt uns zunächst nach Manching in das Keltenmuseum. Dort erwartet uns gegen 10:30 Uhr eine Führung, welche bis ca. 12 Uhr dauern wird. Nach einer kurzen Stärkungspause fahren wir weiter nach Neuburg an der Donau. Die dort beheimatete Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau zählt zu den wichtigen kulturellen Institutionen in Neuburg und Umgebung. Die Bibliothek verfügt über einen wertvollen Altbestand von etwa 35.000 Bänden mit Erscheinungsjahr vor 1800 sowie zahlreichen Handschriften und knapp 500 Inkunabeln. Der kommissarische Leiter, Dr. Bernhard Lübbers, führt ab ca. 14:00 Uhr durch den Historischen Saal und zeigt Zimelien aus der reichhaltigen Sammlung der Bibliothek. Das Veranstaltungsende ist gegen 16:00 Uhr zu erwarten. Anschließend geht es wieder zurück nach Regensburg.

Bitte beachten Sie, dass wir mit privaten PKWs anreisen werden. Daher bitten wir um Anmeldung bis zum 10. Juli 2020 unter info@hvor.de und der Angabe, ob Sie selbst mit dem Auto kommen und ggfs. noch freie Plätze anbieten könnten. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie mittags im Landgasthof Hotel Euringer (http://www.hotel-euringer.de) speisen wollen, da wir uns auch hierfür anmelden müssten.

Höchstteilnehmerzahl: 25; Unkostenbeitrag: ca. 7,50 Euro Eintritt in Manching
Blick in den Historischen Bibliothekssaal in Neuburg an der Donau (Foto: H.-R. Schulz)
Mittwoch22.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Gesandtschaften und Herbergen der auswärtigen Gesandten am Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Vortrag von Stefan Ebeling, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag widmet sich den Gesandtschaftswohnungen der Gesandten und Delegierten der einzelnen Staaten, Städte und Fürstentümer in verschiedenen Häusern und Herbergen der Stadt Regensburg im Zeitraum zwischen 1663 und 1806. Die Vertreter der drei Gremien am Immerwährenden Reichstag waren der „Kurfürstenrat“ mit 7 bis 9 Mitgliedern, der “Fürstenrat“ mit 100 Mitgliedern und das “Städtekollegium“ mit 51 Mitgliedern. Mit allen Sekretären und Kanzlisten weilten so etwa 500 Personen dauernd in der Stadt Regensburg. Die Stadt Regensburg zählte zu dieser Zeit etwa 1100 Bürgerhäuser. In ca. einem Drittel dieser Bürgerhäuser wohnten die jeweiligen Gesandten mit Ihren Sekretären und der Dienerschaft zur Miete. Eigener Besitz in der Stadt Regensburg war den Gesandten nicht erlaubt.  So zogen die einzelnen Abgesandten nach einer gewissen Zeit wieder in ein neues Quartier. Die geistlichen Gesandten waren häufig in kirchlichen Besitztümern, in Klöstern und im Hochstift Regensburg untergebracht. Weilten die Gesandten nur kurze Zeit in der Stadt, so logierten sie in einer der zahlreichen Herbergen und Wirtshäuser der Stadt Regensburg.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Der Tagungsort des Immerwährenden Reichstags: Das Alte Rathaus in Regensburg (Foto: Stefan Ebeling)
Hauptverein Regensburg

Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

Auskunft bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm. HINWEIS: DIE FAHRT IST BEREITS AUSGEBUCHT!
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)