Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen.

Samstag06.06.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

„Ich weiß ein trautes Nest…“

Historisch-literarische Wanderung durch den Markt Schwarzhofen
Führung: Alfred Wolfsteiner
Treffpunkt: Marktplatz Schwarzhofen

Das Schwarzachtal im Umkreis Schwarzhofens war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Der Markt Schwarzhofen, an einer uralten Straße von Böhmen nach Regensburg, kann sich nicht nur einer langen Geschichte mit einem mittelalterlichen Kloster der Regensburger Dominikanerinnen rühmen, er war auch der Geburtsort einer Reihe bekannter Persönlichkeiten wie des Philologen Johann Gebhard, des Humanisten Paul Zeidler und des Mediziners Johann Nepomuk von Ringseis. Sie alle haben in ihren Werken literarische Bezüge zu ihrer oberpfälzischen Heimat überliefert. In der etwa 90minütigen Wanderung durch den Markt mit Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner wird der Ort in historischen und literarischen Zeugnissen vorgestellt.

Unkostenbeitrag: 4 Euro. Anmeldung bei der Volkshochschule im Städtedreieck e.V. unter Tel. 09471/ 3022-333 oder E-Mail info@vhs-schwandorf-land.de. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen
Der Markt Schwarzhofen aus der Luft (Foto: Josef Merkl)
Mittwoch17.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abgesagt: Reichskloster am Rande der Metropole – Sankt Emmeram und das Regensburger Patriziat im Mittelalter

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Oberste, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Sankt Emmeram nimmt in der reichen Regensburger Sakraltopographie eine besondere Stellung ein. Als bedeutendes Königskloster verfügt es bereits im Frühmittelalter über weitgespannte Netzwerke in den Hochadel. Als Bildungs- und Missionszentrum stellt Sankt Emmeram auch die alten städtischen Damenstifte in den Schatten. Gleichwohl bleibt die Rolle der Abtei im Prozess der bürgerlichen Emanzipation seit dem späten 12. Jahrhundert merkwürdig blass. Der Vortrag fragt nach den Beziehungen Sankt Emmeram zum Regensburger Patriziat und nach dem politischen Stellenwert des Klosters im späteren Mittelalter.

WEGEN DER CORONA-PANDEMIE UND DER DESHALB VERFÜGTEN SCHLIESSUNG DES RUNTINGERHAUSES FÜR DEN PUBLIKUMSVERKEHR MUSS DER VORTRAG LEIDER ABGESAGT WERDEN. Sie können ihn aber als Videovortrag auf der Mediathek 2 des Rechenzentrums der Universität verfolgen. Die Videovorträge beginnen jeweils um 14 Uhr und können dann für die Dauer von zwei Wochen zugangsfrei aufgerufen werden. 

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Blick in die Basilika St. Emmeram in Regensburg (Foto: Dr. Bernd Gross / Wikipedia)
Freitag19.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Wiederbegründung der Oberpfälzer Klöster in einer Handschrift des Klosters Fürstenfeld

Vortrag von Dr. Wolfgang-Valentin Ikas, München, und Christian Malzer M. A., Regensburg
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Die Provinzialbibliothek Amberg verwahrt das Büchererbe aus den Oberpfälzer Klöstern. Im 17. Jh. fanden die Verhandlungen zu ihrer Wiederbegründung statt, an denen auch der Fürstenfelder Abt Martin Dallmayer zusammen mit dem Prior als Sekretär teilnahm. Christian Malzer stellt einen bisher als verschollen angesehenen Autographen des Priors vor, der konkret die Klöster Kastl, Ensdorf, Speinshart, Walderbach und Waldsassen sowie Reichenbach und Weißenohe behandelt. Der zeitgenössische Bericht geht besonders auf die Wiederbesiedelung des Klosters Waldsassen durch die Zisterzienser in Fürstenfeld ein. Jüngst wurde dieser von der BSB München erworben. Wolfgang-Valentin Ikas referiert über die zisterziensischen Bestände aus Waldsassen und Fürstenfeld im Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek, ihre Erschließung und wie sie durch Erwerbungen arrondiert wurden.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg.
Wappen des Fürstenfelder Abtes Martin Dallmayr (Foto: Bayerische Staatsbibliothek)
Samstag20.06.
09:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Museumssynagoge und Judenfriedhof Floß - Konzentrationslager Flossenbürg

Exkursion mit N. N.
Treffpunkt: Landratsamt Amberg-Sulzbach, Parkplatz am Kochkeller (gegenüber Hindenburgplatz)

Die Geschichte der Floßer Judengemeinde, der einst einzigen politisch selbstständigen in Bayern, und deren Synagoge sind Inhalt von Führung und Vortrag in der Synagoge. Auf der Weiterfahrt nach Flossenbürg werfen wir einen Blick auf den Floßer Judenfriedhof, essen im Cafe der Gedenkstätte und haben anschließend ein Führung durch diese. Danach besteht ausreichend Zeit zur Besichtigung der Ausstellungen. Rückkunft in Amberg gegen 18.00 Uhr.

Der Unkostenbeitrag in Höhe von 20 Euro beinhaltet Busfahrt, alle Führungen und Eintritte. Anmeldung bis 10. Juni 2020 beim Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz unter 09621/ 496260 oder ebw.oberpfalz@elkb.de.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz e.V. und mit der Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Blick in das Innere der ehem. Synagoge in Floß (Foto: Dieter Dörner)
Mittwoch24.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bürgerfest, Domspatzen und der SSV

Regensburger Erinnerungsorte
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Konzept der „Erinnerungsorte“, der „Lieux de Mémoire“, das auf den französischen Historiker Pierre Nora zurückzuführen ist, kann inzwischen als weithin bekannt und eingeführt gelten. Dahinter steckt die Überlegung, dass das kollektive Gedächtnis an bestimmten „Orten“, die nicht nur geographisch zu verstehen sind, kristallisiert. In diesem Vortrag soll versucht werden, das Konzept auf der lokalen Ebene zur Anwendung zu bringen. Welche Orte, Ereignisse, Institutionen und Personen sind konstitutiv für Regensburg? Wie werden solche Erinnerungsorte überhaupt zu dem, was sie sind? Diesen und anderen Fragen gilt es nachzuspüren.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Foto: Ausschnitt aus Michael Ostendorfer, Ansicht Regensburgs aus dem Jahr 1552 (Staatliche Bibliothek Regensburg, Gr/4Rat.civ.383)
Donnerstag25.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)
Freitag03.07.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Wie entsteht eine Landesausstellung?

Nachlese zur Bayerischen Landesausstellung „100 Schätze aus 1000 Jahren“ in Regensburg
Vortrag von Dr. Veronika Schmeer, Augsburg
Ort: Weltenburg, Abtei St. Georg, Asamstraße 32, Festsaal

Dr. Veronika Schmeer, die im Projektteam der Bayerischen Landesausstellung 2019/20 mitarbeitete, berichtet über die Entstehung und Entwicklung des Konzepts für die Ausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren". In diesem Rahmen geht sie u.a. auch auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Institutionen (Archive und Museen) und Privatleuten in aller Welt ein, die Objekte und Inhalte zu der Ausstellung beisteuerten.

Eintritt: 3,- Euro (für HV-Mitglieder frei). Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gruppe Geschichte Kloster Weltenburg e.V.
Seidenschuhe aus dem Grab Bischof Otto II. von Bamberg, 12. Jh. (Foto: Chr. Riedl-Valder)
Samstag04.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das ehemalige Flüchtlingslager in Alling

Führung von Karl Hoibl und Dr. Manfred Kunz, beide Sinzing
Treffpunkt: Alling, Am Röth 19 (bei der Brücke nach der ehemaligen Papierfabrik)

Seit der Ansiedlung einer Papiermühle 1836 durch Friedrich Pustet entwickelte sich Alling zu einem blühenden Industriestandort. 1943 ließ die Papierfabrik Barackenunterkünfte für Fremdarbeiter errichten. Ab 1945 dienten die Gebäude dann als Auffang- und Durchgangslager für Flüchtlinge, vor allem aus dem Sudetenland. Die Belegung umfasste damals durchschnittlich 400 Personen. Zur Unterrichtung der Kinder aus den Familien, die vor Ort blieben, richtete man anfangs eine provisorische Schule ein, die 1949 in eine eigene Baracke zog. Ab den Schuljahr 1950/51 besuchten rund 40 Kinder aus dem Lager zusammen mit den einheimischen Kindern hier den Unterricht. 1956 erhielt Alling zusätzlich eine landwirtschaftliche Berufsschule. Acht Jahre später erfolgte jedoch die Schließung des Schulstandortes.

Eintritt: 8 Euro (für HV-Mitglieder frei)
Die Schulbaracke des ehemaligen Flüchtlingslagers in Alling, um 1951 (Foto: Bilderarchiv E. Gröschl)
Dienstag07.07.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der südliche Landkreis Amberg in alten Ansichten

Vortrag von Josef Schmaußer, Hohenkemnath
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Postkarten waren vor ca. 120 Jahren so modern wie heute E-Mails oder andere digitale Nachrichten. Interessant für den Heimatkundler sind vor allem Aufnahmen, welche ein Bild der Orte in unserem Landkreis vor ca. 130 Jahren vermitteln. Wer besaß zu dieser Zeit schon einen Fotoapparat? Auffällig ist oft auch die teils hervorragende Qualität dieser Druckerzeugnisse. So sind für viele Heimatkundler historische Postkarten ein begehrtes Sammelobjekt.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Hohenburg in den 1930er Jahren (Quelle: Privatarchiv Dieter Dörner)
Sonntag12.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung im tschechischen Nemanice (Wassersuppen)

Führung von Hans Rosenmüller, Nemanice
Ort: Tschechien, Nemanice 4, Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung

Könnten unsere historischen Stätten reden, so hätten sie wohl vieles zu erzählen. Dabei sind diese oftmals mit bedeutenden Gebäuden verbunden, welche uns einiges über unsere Geschichte vermitteln können. Eben hierzu dürfte wohl auch die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung im tschechischen Nemanice (Wassersuppen) zählen. Steht sie doch für viele im Grenzgebiet lebenden Menschen als ein Symbol für den Frieden und die Freiheit nach dem Ende des Kalten Krieges. Dabei erscheint es bemerkenswert, dass es vor allem einer kleinen Gruppe von Einheimischen zu verdanken ist, dass die nach Krieg und Vertreibung der Zerstörung preisgegebenen Kirche heute noch bewusst erlebar ist. Sie können also gespannt sein, was uns Pastoralgehilfe und Mesner Hans Rosenmüller über die Baugeschichte der bis in das 17. Jahrhundert zurückreichenden und in den Jahren 1781 bis 1784 erbauten Wallfahrtskirche sowie über die umfassende Restaurierung in den 1990er Jahren alles zu erzählen hat.

Der Eintritt ist frei; Spenden erbeten. Interessierte an Fahrgemeinschaften können sich unter Tel. 0176 21549993 melden.
Wallfahrtskirche "Mariä Heimsuchung" in Nemanice/Wassersuppen (Foto: Franz Bauer)
Samstag18.07.
09:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kelten und eine Barockbibliothek

Exkursion nach Manching und Neuburg an der Donau
Leitung: Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Treffpunkt: Parkplatz zwischen OTH und Universität (Einfahrt von der Galgenbergstrasse, Höhe TechBase Regensburg)

Die Exkursion führt uns zunächst nach Manching in das Keltenmuseum. Dort erwartet uns gegen 10:30 Uhr eine Führung, welche bis ca. 12 Uhr dauern wird. Nach einer kurzen Stärkungspause fahren wir weiter nach Neuburg an der Donau. Die dort beheimatete Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau zählt zu den wichtigen kulturellen Institutionen in Neuburg und Umgebung. Die Bibliothek verfügt über einen wertvollen Altbestand von etwa 35.000 Bänden mit Erscheinungsjahr vor 1800 sowie zahlreichen Handschriften und knapp 500 Inkunabeln. Der kommissarische Leiter, Dr. Bernhard Lübbers, führt ab ca. 14:00 Uhr durch den Historischen Saal und zeigt Zimelien aus der reichhaltigen Sammlung der Bibliothek. Das Veranstaltungsende ist gegen 16:00 Uhr zu erwarten. Anschließend geht es wieder zurück nach Regensburg.

Bitte beachten Sie, dass wir mit privaten PKWs anreisen werden. Daher bitten wir um Anmeldung bis zum 10. Juli 2020 unter info@hvor.de und der Angabe, ob Sie selbst mit dem Auto kommen und ggfs. noch freie Plätze anbieten könnten. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie mittags im Landgasthof Hotel Euringer (http://www.hotel-euringer.de) speisen wollen, da wir uns auch hierfür anmelden müssten.

Unkostenbeitrag: ca. 7,50 Euro Eintritt in Manching. Höchstteilnehmerzahl: 25
Blick in den Historischen Bibliothekssaal in Neuburg an der Donau (Foto: H.-R. Schulz)
Mittwoch22.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Gesandtschaften und Herbergen der auswärtigen Gesandten am Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Vortrag von Stefan Ebeling, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag widmet sich den Gesandtschaftswohnungen der Gesandten und Delegierten der einzelnen Staaten, Städte und Fürstentümer in verschiedenen Häusern und Herbergen der Stadt Regensburg im Zeitraum zwischen 1663 und 1806. Die Vertreter der drei Gremien am Immerwährenden Reichstag waren der „Kurfürstenrat“ mit 7 bis 9 Mitgliedern, der “Fürstenrat“ mit 100 Mitgliedern und das “Städtekollegium“ mit 51 Mitgliedern. Mit allen Sekretären und Kanzlisten weilten so etwa 500 Personen dauernd in der Stadt Regensburg. Die Stadt Regensburg zählte zu dieser Zeit etwa 1100 Bürgerhäuser. In ca. einem Drittel dieser Bürgerhäuser wohnten die jeweiligen Gesandten mit Ihren Sekretären und der Dienerschaft zur Miete. Eigener Besitz in der Stadt Regensburg war den Gesandten nicht erlaubt.  So zogen die einzelnen Abgesandten nach einer gewissen Zeit wieder in ein neues Quartier. Die geistlichen Gesandten waren häufig in kirchlichen Besitztümern, in Klöstern und im Hochstift Regensburg untergebracht. Weilten die Gesandten nur kurze Zeit in der Stadt, so logierten sie in einer der zahlreichen Herbergen und Wirtshäuser der Stadt Regensburg.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Der Tagungsort des Immerwährenden Reichstags: Das Alte Rathaus in Regensburg (Foto: Stefan Ebeling)
Hauptverein Regensburg

Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

Auskunft bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm. HINWEIS: DIE FAHRT IST BEREITS AUSGEBUCHT!
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)
Samstag12.09.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Herbsttreffen des Arbeitskreises für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz e. V.

Das Vermessungsamt und die Klosterkirche Maria Hilf in Cham
Führungen von Christian Schmitz und Erich Piendl, beide Cham
Treffpunkt: Cham, Kulturhaus cha13, Ludwigstraße 13, Kulturcafe "das LUDWIG"

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Herbsttreffen des Arbeitskreises für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz e. V. (AFO) statt. Alle Mitglieder und Interessierte können sich dabei auf eine Führung von Vermessungsamtsleiter Christian Schmitz durch das Chamer Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung freuen. Dabei wird sich auch die seltene Möglichkeit bieten, einen Einblick in die historischen Unterlagen sowie die Flurkartendeckel des gesamten Landkreises Cham zu bekommen. Im Anschluss daran geht es in die gegenüber gelegene Klosterkirche Maria Hilf des Chamer Redemptoristenklosters. Hier wird uns Stadtführer Erich Piendl die Bedeutung des Klosters und seiner Erbauer nahebringen, bevor wir dann in gemütlicher Runde den Nachmittag im Kulturcafe "das LUDWIG" im cha13 ausklingen lassen.

Teilnahme kostenlos.
Wegkreuz zwischen Weihermühl und Rannersdorf, Nähe Stamsried (Foto: Walter Karen)
Sonntag13.09.
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals

Der Chamer Friedhof
Führungen von Dr. Wolfang Schoyerer und Florian Gruber M.A.
Ort: Cham, Friedhof, Schleinkoferstraße 8

Auch heuer leistet die Regionalgruppe Cham des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg wieder einen Beitrag zum Tag des offenen Denkmal. Unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ werden wir uns mit den historischen Grabsteinen des Chamer Friedhofs beschäftigen. Diese verschwinden in den letzten Jahren leider immer häufiger unwiederbringlich aus dem Friedhofsbild, nicht zuletzt weil Urnenbestattungen mittlerweile gängige Praxis sind. Angesichts dessen stellt sich die Frage, was mit den oftmals aufwendig gestalteten Grabstätten in Zukunft geschehen soll. Auch den Umgang mit bereits abgeräumten Flächen gilt es neu zu überdenken. Unter dem Themenschwerpunkt „Natur trifft auf Kultur: Grünflächen, Parkanlagen oder Friedhöfe als landschaftliche Freiräume und moderne Naturoasen“ möchten wir Ihnen deshalb nicht nur einige Geschichten über einzelne Chamer Bürger erzählen, sondern auch einen Einblick in die Chamer Grabkultur geben. Darüber hinaus informieren wir Sie über die Katalogisierung der historischen Grabsteine, welche seit dem Herbst 2019 durch die Regionalgruppe durchgeführt wird. Sie werden den Chamer Friedhof also auf eine Art und Weise kennenlernen, so wie Sie ihn noch nicht erlebt haben.

Teilnahme kostenlos. Da wir im Freien unterwegs sind, sollten sie sich dem Wetter entsprechend anziehen und ausrüsten. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.
Historischer Grabstein auf dem Chamer Friedhof (Foto: Florian Gruber)
Mittwoch16.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)
Mittwoch25.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Jüdische Gemeinde Regensburgs im Mittelalter: Ghetto oder Metropole

Vortrag von Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott, München
Ort: Regensburg, Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2

"Regensburg - Mittelalterliche Metropole der Juden" so hieß die Ausstellung, die im Frühjahr 2019 im Historischen Museum der Stadt Regensburg gezeigt wurde. Dieser Titel verweist auf die bedeutende Geschichte der Regensburger Juden sowohl als Teil der Stadtbevölkerung als auch für Juden im mittelalterlichen Reich. Der Vortrag gibt Einblicke in die verschiedenen Aspekte und Gründe für die herausragende Stellung dieser Gemeinde.

(Wegen der Corona-Pandemie musste der Vortrag am 06.05.2020 abgesagt werden)
 

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Überreste des jüdischen Viertels im document Neupfarrplatz (Foto: Bilddokumentation, Stadt Regensburg)
Mittwoch02.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. em. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

(Wegen der Corona-Pandemie musste der Vortrag am 27.05.2020 abgesagt werden)

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Hans Burgkmair der Ältere, Kaiser Friedrich III., Ende 15. Jhd., Kunsthistorisches Museum Wien (Foto: Wikimedia Commons)