Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier  herunterladen.

Mittwoch 17.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Märchen aus dem Nachlass Franz Xaver Schönwerths

Vortrag von Dr. Silvie Lang, Kassel
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Rund 500 Märchen liegen originalhandschriftlich im Nachlass des oberpfälzischen Märchensammlers Franz Xaver Schönwerth (1810–1886) vor, die Silvie Lang in ihrer Dissertation erstmals literaturwissenschaftlich in Hinblick auf Quellenkritik, Gattungstypologie und Überlieferungs- und Motivgeschichte erforscht. Dank der Handschriften kommen wir dem Märchen so nah wie sonst selten und können nachvollziehen, was und wie im 19. Jahrhundert erzählt wurde. Die Bandbreite der Märchen reicht dabei von Tiermärchen, zu Zaubermärchen und christlich geprägten Geschichten.

Die Veranstaltung findet hybrid statt. Für die Teilnahme per Zoom benötigen Sie folgenden Link: https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/68504288183?pwd=M7G4sXa3zK3aSuzvbaDzXwaoxKgMar.1

Eintritt frei.
Ausschnitt aus einer Märchenhandschrift (Foto: Silvie Lang)
Dienstag 13.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Simultaneum im Raum Sulzbach-Rosenberg

Historische Darstellung
Vortrag von Peter Geiger, Sulzbach-Rosenberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstr. 3

Der Begriff Simultaneum umschreibt die einzigartige gemeinsame Nutzung von Kirchen durch sowie die Aufteilung des gesamten Kirchenbesitzes unter Katholiken und Protestanten. Das tolerante Herzogtum Pfalz-Sulzbach zog sich in vier Teilen durch die ganze Oberpfalz, die nach dem Dreißigjährigen Krieg katholisch wurde. Welche Chancen und Probleme ergaben sich in diesen 373 Jahren des Simultaneums bis heute?

Anmeldung erwünscht unter: Tel. 09621-9117862 oder info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
St. Marien (Foto: Peter Geiger)
Montag 19.01.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neuerscheinung zu St. Emmeram

Buchvorstellung
Ort: Regensburg, Forum St. Emmeram

Der Mönch Arnold (1. Hälfte des 11. Jh.) ist einer der wichtigsten Chronisten des Klosters St. Emmeram, auch wenn er das selbst vielleicht gar nicht beabsichtigt hatte. Ihm ging es eigentlich nur darum, die alte, in seinen Augen etwas krude Lebensbeschreibung des heiligen Emmeram durch eine neue zu ersetzen, womit er seinen Freund, den gelehrten Magdeburger Schulmeister Meginfrid, beauftragte. Er selbst steuerte eine Reihe von Wundererzählungen bei, die Einblicke erlauben in eine Zeit, aus der uns sonst kaum Schriftquellen erhalten sind. Später hängte er noch ein zweites Buch daran, in dem in Form eines Dialogs vom Episkopat des heiligen Wolfgang, von Abt Ramwold, vom heiligen Gunther von Niederaltaich und weitere unterhaltsame und erbauliche Geschichten erzählt werden. Das Werk liegt jetzt erstmals vollständig kritisch ediert und mit einer deutschen Übersetzung vor.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Bibliothek Regensburg, der Katholischen Erwachsenenbildung Regensburg Stadt e.V. und dem Verein der Freunde von St. Emmeram e.V.
Hochgrab des Heiligen Emmeram in der Basilika (Foto: wikimedia commons, Russilo2017)
Dienstag 20.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Design und Geschirr der Tonwarenfabrik Schwandorf-Schwarzenfeld

Vortrag von Klaus Haußmann, Ammerthal
Ort: Schwandorf, Stadtmuseum, Rathausstr. 1

Die Tonwarenfabrik Schwandorf hat von 1904 bis 1956 im Werk Schwarzenfeld schönes und praktisches Steingutgeschirr, aber auch Stücke mit anspruchsvollem Design für den gehobenen Bedarf hergestellt, etwa für den erfolgreichen Entwerfer Jean Beck, München. Geradezu spektakulär ist das Kaffeeservice „954“, entworfen vom preisgekrönten Designer Heinrich Löffelhardt. 

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf.de

Teilnehmergebühr: 5 Euro. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Schwandorf und der VHS Schwandorf.
Steingutobjekte aus der Tonwarenfabrik Schwandorf-Schwarzenfeld, 1920er Jahre (Foto: Stadtmuseum Schwandorf)
Mittwoch 21.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Meinungsmacher mit dunkler Vergangenheit

Die Heimatpresse in Regensburg und Passau nach 1945
Vortrag von Dr. Michael Hellstern, München
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Aus welchem politischen Umfeld stammten Ende 1945 die Redakteure der neu gegründeten Tagespresse? Die NS-Kontinuitäten bei Zeitungsjournalisten sind für die Heimatpresse in Bayern bislang kaum untersucht. Redakteure gaben meist an, während der NS-Zeit im Widerstand gewesen zu sein. Jedoch wirft ein Vergleich der Entwicklung der „Passauer Neuen Presse“ und der „Mittelbayerischen Zeitung“ einen Schatten auf die Heimatpresse der Nachkriegszeit. Welche Rolle spielten dabei ehemalige NS-Propagandisten? Die mit dem Nachwuchsförderpreis des Vereins für Ostbairische Heimatforschung ausgezeichnete Dissertation geht diesen Fragen nach.

Eintritt frei.
Ausschnitt aus dem Buchcover der Dissertation des Referenten (Foto: Verlag Friedrich Pustet)
Donnerstag 22.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

„Sein Gipfel voller Ruhm, von Alt berühmtem Adel“

Historische Forschungen zu den Herren von Freudenberg
Vortrag von Daniel Butz, Sulzbach-Rosenberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstr. 3

Unweit von Amberg hatte das Adelsgeschlecht der Freudenberger seinen namensgebenden Sitz, deren reichfreie Herrschaft existierte vom 13. bis zum 16. Jh. Die Wurzeln dieser Familie reichen lange zurück, und ihr Einfluss erstreckte sich über viele weitere Besitzungen in der heutigen Oberpfalz und darüber hinaus. Der Vortrag bietet einen Überblick über die Geschicke eines weit verzweigten Adelsgeschlechts über Jahrhunderte und historische Grenzverläufe hinweg.

Anmeldung erwünscht unter: Tel. 09621-9117862 oder info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Ausschnitt aus einem Epitaph in der Pfarrkirche Wutschdorf (Foto: Daniel Butz)
Mittwoch 28.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

„Man hat im übrigen schon davon gesprochen, den Turm dann zum Reklameturm umzubauen“

Ein Kapitel der Geschichte des Goldenen Turms
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

2019 geriet die Turmstube des Goldenen Turms in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Anlass war die konservatorische Sicherung von Wandmalereien auf der Holzschalung des auch als „Trinkstube“ bezeichneten Raumes, der um 1600 entstanden ist. Diese Wandmalereien sind zum Glück noch vorhanden. Der Erhalt des gesamten Bürgerhauses in heutigem Umfang war jedoch in der Nachkriegszeit bedroht. Es gab Pläne, das Gebäude entweder abzubrechen oder stark zu entkernen. Dieses eher unbekannte Kapitel aus der Hausgeschichte wird der Referent ebenso vorstellen wie die Sicherungsmaßnahmen der 1950er Jahre.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger der Stadt Regensburg.
Der Goldene Turm (Foto: Maximilian Fritsch)
Dienstag 03.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Tschechoslowakischen Legionen

Freiwillige, Deserteure, Kriegsgefangene, Räuber, Helden, Staatsmänner
Vortrag von Hans-Peter Klinger, Amberg
Ort: Amberg, KEB Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3

Freiwillige, Kriegsgefangene und Deserteure bildeten zum Ende des Ersten Weltkriegs eine schlagkräftige Armee, die im Russland der Revolution und des Bürgerkriegs mehrfach die Seiten wechselte. Sie raubte den Goldschatz des Zarenreiches und kontrollierte mit Panzerzügen fast ganz Sibirien. Nach einer abenteuerlichen Ausreise über den Pazifik begründeten die Legionen die Staatsmacht der 1918 neu entstandenen CSR. In Tschechien ranken sich viele Legenden um diese Episode, hier ist sie kaum bekannt.

Anmeldung erwünscht unter: Tel. 09621-9117862 oder info@keb-amberg-sulzbach.de

 

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Tschechoslowakische Legionen in Sibirien 1918 (Foto: Wikipedia)
Samstag 07.02.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abtei Niederaltaich – Kloster mit zwei Traditionen

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung durch Bernhard Huber, Niederalteich
Treffpunkt: Niederalteich, Klostereingang

Schon von weitem sieht man die beiden mächtigen Türme der Basilika Niederalteich. Die heutige Benediktinerabtei ist ein Kloster mit zwei Traditionen. Gegründet wurde es wohl in den 740er Jahren von Bayernherzog Odilo (gest. 748), 1803 wurde es säkularisiert. Der Kirchenbrand von 1813  bedeutete auch den Anfang des Abbruchs großer Teile der alten Barockanlage. 1918 wurde das Kloster wiederbesiedelt. 1962/65 wurde das Ökumenische Institut errichtet. 1986 entstanden eine große und eine kleine byzantinische Kirche.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 10 Euro (inkl. Eintritt)
Kloster Niederaltaich (Foto: Wikimedia Commons)
Sonntag 08.02.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Chamer Reichsburg

Ergebnisse der Ausgrabung von 1976 sowie weiterer Untersuchungen
Vortrag von Prof. Dr. Natascha Mehler, Adrian Brombach M.A. sowie Sunna König B.A., alle Tübingen
Ort: Cham, Cine-World Cham, Randsbergerhofstr. 15-19

1976 fanden im Areal der Reichsburg von Cham archäologische Ausgrabungen statt, die damals jedoch nicht weiter ausgewertet wurden. Nach fast 50 Jahren kann diese Lücke jetzt geschlossen werden: Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse der seinerzeitigen Grabung. 2023 konnten im Zuge einer geophysikalischen Prospektion zwei weitere Wälle und Gräben erfasst werden. 2024 fand im Südosten der Reichsburg ein Geländesurvey statt, bei dem zahlreiche Lesefunde dokumentiert und ausgewertet wurden. Zusammen mit der Altgrabung, der geophysikalischen Prospektion und dem Geländesurvey können wir nun ein relativ gutes Bild der Reichsburg Cham zeichnen.

Teilnahme kostenlos.
Scherbenfunde der Chamer Reichsburg (Foto: Natascha Mehler)
Mittwoch 11.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Von Hirschen, Hussiten und verpfändeten Herrschaften

Die Beziehungen Kaiser Sigismunds († 1437) zu Stadt und Bischof von Regensburg
Vortrag von MMag. Dr. Alexandra Kaar und Philipp Laumer M.A., beide Wien
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Alexandra Kaar und Philipp Laumer stellen ihre Forschungen zu den Beziehungen des ungarischen, böhmischen und römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers Sigismund zur Stadt Regensburg/den Regensburger Bischöfen vor. Diese sind Teil des Buches „Kaiser Sigismund und Bayern“, in dem HistorikerInnen aus München und Wien das Verhältnis dieses Herrschers zu Bayern analysieren (https://www.regesta-imperii.de/nachrichten/artikel/details/druckfrisch-kaiser-sigismund-und-bayern-ri-beihefte-bd-51.html).

Eintritt frei.
Kaiser Sigismund und sein Gefolge ziehen in Regensburg ein. Bildliche Darstellung in den sogenannten „Denkwürdigkeiten“ des Eberhard Windeck (um 1445–1450) (Foto: Österreichische Nationalbibliothek)
Dienstag 24.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Charlottenhof

Vom adeligen Jagdhaus zum Technologiezentrum
Vortrag von Martin Irl, Schwarzenfeld
Ort: Schwandorf, Stadtmuseum, Rathausstr. 1

Der leidenschaftliche Jäger Freiherr Wilhelm von Künsberg (1838–1909) errichtete 1873 das nach seiner Gemahlin benannte Jagd- bzw. Landhaus Charlottenhof (heute ein Stadtteil von Schwandorf). 1892 erwarb es Alfred Hofmann, Leutnant in Ludwigsburg, und baute es zum heutigen Aussehen um. Ab 1917 saß dort Josef Hesselberger, Landwirt und Afrikaforscher, der später gezwungen wurde, seinen Gutshof an die NSDAP zu verkaufen. Die Handwerkskammer verwandelte den Charlottenhof mit seinen besonderen Gebäuden schließlich zu einem landesweit geachteten Technologie- und Innovationszentrum.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf.de

Teilnehmergebühr: 5 Euro. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Schwandorf und der VHS Schwandorf.
Der Charlottenhof um 1915, Familienalbum des Rittmeisters Alfred Hofmann (Foto: Holnstein-Archiv/Martin Irl)
Donnerstag 26.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

„Ein Priester, ein Mesner und ein Wirtshaus“

Die Siedlungsgeschichte des Eichlbergs bei Hemau
Vortrag von StD i.R. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigaßl 4

„Ungefähr eineinhalb Stunden von Hemau ist auf einem hohen Berge, der Eichelberg genannt, eine schöne Dreifaltigkeitskirche mit einem Priester, Mesner und einem Wirtshaus.“ So beschreibt ein „Reiseführer“ aus dem Jahr 1790 die barocke Wallfahrtsstätte Eichlberg bei Hemau. Sie entstand gegen Ende des 17. Jh. auf einer der höchsten Erhebungen des Tangrintels im Oberpfälzer Jura. Im 19. Jh. entwickelte sich die Wallfahrtsstätte zu einem kleinen Dorf mit knapp 80 Bewohnern. Die Besiedlung des Eichlbergs ist aufs engste mit der Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt verbunden.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturstadel Hemau e.V.
Wallfahrtskirche Eichlberg (Foto: Stadtarchiv Hemau)
Freitag 13.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Herren von Löweneck

Dienstmannen der frühen Wittelsbacher vor den Toren Regensburgs
Vortrag von Prof. Dr. Alois Schmid, Traitsching
Ort: Schönhofen, Sportheim, Am Sportplatz 8

Als die Wittelsbacher im Jahre 1180 die Herrschaft im Herzogtum Bayern übernahmen, fußte ihr Landesregiment zunächst auf wenig stabilen Grundlagen und war lange gefährdet. Das entscheidende Hilfsmittel zur Sicherung war die durchsetzungsfähige Ministerialität aus dem Niederadel. Eines der dazu herangezogenen Geschlechter waren die Herren von Löweneck im unteren Naabtal vor den Toren der besonders umkämpften Reichsstadt Regensburg zwischen etwa 1270 und 1320. Gerade an diesem Beispiel wird der machtbewusste Einsatz des Herrschaftsinstruments in Deutlichkeit sichtbar.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kultur und Brauchtum Nittendorf e.V.
Schenkungsurkunde Hugos von Löweneck, 1277 (Foto: Spitalarchiv Regensburg, Urkunde 88)
Mittwoch 25.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Archäologischer Jahresrückblick für Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die Bandbreite der archäologischen Ausgrabungen hängt davon ab, wo gebaut werden soll und was dort jeweils erhalten ist. Auch der Ausschnitt einer Fundstelle, der gegraben und dokumentiert werden muss, wird durch das Bauvorhaben bestimmt. Überraschungen sind dabei garantiert. Aber es bleibt dem baubedingten Zufall überlassen, ob mal die eine und mal die andere Epoche der Vorgeschichte den Jahresrückblick dominiert. In diesem Vortrag werden Neuentdeckungen römischer und mittelalterlicher Datierung den Schwerpunkt bilden.

Eintritt frei
Römische Denare aus Sarching (Foto: Philipp Ciossek, ArcTron)
Samstag 28.03.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Burglengenfeld – „das gewaltige Landgericht am Nordgau”

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung durch Gerhard Schneeberger, Burglengenfeld
Treffpunkt: Burglengenfeld, Marktplatz

Bereits 817 war mit dem Almenhof eine Siedlung in Burglengenfeld urkundlich erwähnt  worden. Burg und Urhöfe zeugen vom Beginn der Stadt im 11. und 12. Jahrhundert. 1542 erhielt Burglengenfeld dann Stadtrechte und Wappen. Ab 1777 war die Stadt im Besitz des bayerischen Herzogs. Vor 40 Jahren ging Burglengenfeld nochmal in die Geschichte ein: Am 26./27.07.1986 kamen über 100.000 Menschen zum Anti-WAA-Festival, um gegen den Bau der geplanten Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf zu protestieren.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Blick auf die Burg Burglengenfeld (Foto: Klaus Leidorf)
Samstag 28.03.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Vom Pestfriedhof bis zur Kirchenburg

Auf den Spuren der Kötztinger Stadtgeschichte
Führung von Clemens Pongratz, Bad Kötzting
Treffpunkt: Bad Kötzting, Alter Friedhof, Torstraße

Die unterschiedlichen Baustiele der Gebäude sowie die vielfältigen Straßennamen können etliches über die Vergangenheit unserer Städte erzählen. Daher werden wir uns gemeinsam mit dem Stadtarchivar von Bad Kötzting bei einer Führung den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Kötzting widmen. Diese startet im früheren Pestfriedhof und führt über mehrere Stationen auch tief hinein in einen Felsenkeller bis hinunter zum historischen Kräftedreieck mit Luckners Gasthof und Bierbrauerei, dem Priorat des Klosters Rott und dem Pflegerschloss.

Teilnahme kostenlos.
Historische Luftaufnahme der Kirchenburg in Bad Kötzting (Foto: Stadtarchiv Bad Kötzting)