Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier  herunterladen.

Dienstag17.05.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Rückschau auf das Wirken als Stadtheimatpfleger seit 1998

Einige Akzente und Höhepunkte
Vortrag von Dr. Werner Chrobak, Regensburg, anlässlich der Beendigung der Stadtheimatpflegertätigkeit zum 30. Juni 2022
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Anmeldung ist erforderlich bis 10. Mai 2022 unter  0941/597 2231 oder info@keb-regensburg-stadt.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Stadtheimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg und der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V.
Dr. Werner Chrobak (Foto: privat)
Donnerstag19.05.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Japans christliches Jahrhundert 1549-1640 und die erste Begegnung mit dem Westen

Vortrag von Dr. Andrea Hirner, München
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Erst 1543 wurde Japan von Seefahrern entdeckt. Wenig später begannen Mitglieder des Jesuitenordens mit Erfolg im Land zu missionieren. Sie waren die ersten, die über Japan berichteten, aber auch Kenntnisse über den Westen verbreiteten. Doch gegen 1580 begann der Niedergang der Mission, die mit der Ausweisung aller Katholiken 1639 ihr Ende fand. Einer der Gründe war die Konsolidierung der politischen Macht in Japan und die Überzeugung, dass die katholische Religion nicht zu Japan passe. "Japans christliches Jahrhundert" bedeutet aber auch "die Zeit der südlichen Barbaren", die vor allem in der Kunst Spuren hinterlassen haben.
Begleitvortrag zur Ausstellung „Japonia – Bilder von Japan in den Büchern der Provinzialbibliothek Amberg“ im Barocksaal (16. Mai bis 15. Juli 2022)

Eintritt frei. Ein Angebot der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V. und dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Japanischer Tempel (Foto: Provinzialbibliothek Amberg)
Samstag21.05.
13:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Die Wüstung Harpfersreuth – ein leuchtenbergisches Lehen im Steinwald

Geländeführung von Erich Schraml, Fuchsmühl
Treffpunkt: Wanderparkplatz am Weissenstein an der Staatstrasse 2121 (Friedenfels - Poppenreuth)

Die Wüstung Harpfersreuth liegt im Kernbereich der ehemals nothafftischen Herrschaft Weissenstein. Heute gehört das Gebiet zum Gutskomplex des Freiherrn Eberhard von Gemmingen. Die Exkursion soll zum einen die Möglichkeit bieten, die Ortslage der Wüstung (Wegesituation, Terrainverhältnisse etc.) zu interpretieren, da die heutige Staatsstrasse 2121 von Friedenfels nach Poppenreuth die historischen Gegebenheiten visuell verfälscht, und zum anderen die Besonderheit eines ehemals leuchtenbergischen Lehens innerhalb des nothafftischen Herrschaftsbereichs zu beleuchten. Kartenmaterial und eine Zusammenstellung der historischen Daten werden als Handout bereitgestellt.

Anmeldung ist erforderlich unter rg.otnant@gmail.com.

Teilnahme kostenlos.
Flurstück "Harpfersreuth" im Steinwald (Foto: Erich Schraml)
Donnerstag02.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Mönch wider Willen – Bibliothekar aus Leidenschaft

Martin Willibald Schrettinger (1772–1851) aus Neumarkt in der Oberpfalz
Vortrag von Manfred Knedlik M.A., Augsburg
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Bis heute gilt Martin Schrettinger, dessen Geburtstag sich am 17. Juni 2022 zum 250. Mal jährt, im Urteil der Fachwelt als einer der Wegbereiter der modernen Bibliothekswissenschaft, wobei er sogar für sich in Anspruch nehmen darf, diesen Begriff geprägt zu haben. In der Münchner Hofbibliothek, der heutigen Bayerischen Staatsbibliothek, fand er zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine große Lebensaufgabe. Noch vor der offiziellen Säkularisation hatte er im September 1802 einen endgültigen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben als Benediktinermönch in Weißenohe gezogen und sein Habit abgelegt. Zunehmend hatte er dort den Anschluss an moderne Entwicklungen gesucht. Unter dem Eindruck aufklärerischer Lektüre rebellierte er mehr und mehr gegen die Verpflichtungen des Klosterlebens, immer heftiger kritisierte er seine geistlichen Vorgesetzten und wurde so letztlich zu einem wirkungsvollen Zuarbeiter der Aufhebungsbestrebungen der staatlichen Behörden. Diese Sonderrolle lässt es als lohnende Aufgabe erscheinen, diesen Lebensabschnitt Schrettingers einer näheren Betrachtung zu unterwerfen.

Eintritt frei. Ein Angebot der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V. und dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Martin Schrettinger (Foto: Provinzialbibliothek Amberg)
Freitag03.06.
11:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Die Hofmark Ebnath im 16. Jahrhundert

Adelsherrschaft im Wandel
Buchvorstellung des Buches von Dr. Bernd Thieser, Wunsiedel
Ort: Ebnath, Rathaus

Die Regionalgruppe Otnant lädt herzlich zur Buchvorstellung des dritten Bandes der Otnant-Reihe „Hirschberg-Schriften“ nach Ebnath ein. Dr. Bernd Thieser aus Wunsiedel stellt sein neues Buch vor, das sich mit der Anfangszeit der Hirschberger in der Herrschaft Ebnath beschäftigt. Der Autor widmet sich wieder besonders dem Schicksal der Menschen, die in jener Zeit lebten und deren Wirken sich in den Akten widerspiegelt. So gelingt es ihm, ein dichtes Zeitbild des Lebens in der Hofmark um 16. Jahrhundert zu zeichnen. Das Buch erscheint im Verlag von Eckhard Bodner (Pressath).

Titel des vorgestellten Buches (Foto: Verlag Eckhard Bodner)
Samstag11.06.
08:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

„Typisch Franken“ - „Jüdisches Franken“

Exkursion mit Dieter Dörner, Amberg
Treffpunkt: Amberg, Stadtgalerie Alte Feuerwache im Stadtmuseum Amberg, Zeughausstraße 18

Unter dem Motto „Typisch Franken“ steht die diesjährige Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte im fränkischen Ansbach. Nicht nur Bratwürste, Wein, Fachwerk und Dialekt sind typisch für Franken, sondern auch die sich zumindest bis vor etwa 200 Jahren erheblich von Altbayern unterscheidende Geschichte. Eine Vielzahl von verschiedenen Herrschaften, Reichsstädten, Reichsritterschaften, Adelsherrschaften und Fürstentümern charakterisierten und charakterisieren auch heute noch das Land.

So unterschiedlich die politischen Verhältnisse über Jahrhunderte waren, so differenziert war auch das Verhältnis der Herrschenden zu den Juden. Viele Städte, so auch Ansbach, hatten im Mittelalter jüdische Gemeinden. Die neuzeitliche Gemeinde Ansbach ging auf das 17. Jahrhundert zurück. Während anfangs die Gottesdienste in Privatwohnungen abgehalten wurden, kam es 1746 zur Einweihung einer Synagoge, die zumindest in der Bausubstanz das Dritte Reich überstand.

Der Hauptteil der Landesausstellung findet in der Orangerie der Stadt Ansbach statt. Nach der Führung in der Orangerie bleibt ausreichend Zeit zur Vertiefung der Eindrücke, für einen Mittagsimbiss und die Möglichkeit, den zweiten Teil der Ausstellung in der Kirche St. Gumbertus zu besuchen. Auf dem Rückweg von St. Gumbertus zum Bus wird uns die Synagoge mit der Geschichte der neuzeitlichen jüdischen Gemeinde vorgestellt.

Anmeldung ist erforderlich bis 3. Juni 2022 unter 09621/475520 oder info@keb-amberg-sulzbach.de. Rückkunft gegen 18.00 Uhr

Teilnahmegebühr (inkl. Fahrt, Führungen, Eintritt): 20 Euro. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Logo der Landesausstellung "Typisch Franken" (Foto: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg)
Dienstag21.06.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Eine Zeitreise durch 11.000 Jahre Geschichte – vom Paläolithikum zu den Römern

Neue archäologische Funde aus Tutting
Vortrag von Dr. Hamid Fahimi, ADILO GmbH Parsberg, und Dr. Saman Heydari-Guran, Neanderthal-Museum Mettmann
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Zwischen 2016 und 2021 führte die ADILO GmbH umfangreiche archäologische Untersuchungen auf der Neubautrasse der A 94 zwischen Pocking und Schambach durch. Diese Untersuchungen erbrachten unerwartete Kenntnisse über zirka 11.200 Jahre Menschheitsgeschichte. An mehreren Stellen konnten Siedlungsspuren des Jungpaläolithikums, der Bronzezeit, Eisenzeit, römischen Epoche sowie der frühen Neuzeit entdeckt und dokumentiert werden. Bei den Ausgrabungen in Tutting wurden insgesamt über 1000 archäologische Befunde (Ziegelbrennofen, Feuerstelle, Grube, Pfostengrube, Graben, Pferdebestattung, Urnengrab und Fundschicht) und zahlreiche Funde aus unterschiedlichen o.g. Epochen erfasst und dokumentiert. Die beiden Referenten werden im Rahmen ihrer PowerPoint-Präsentation über die Grabungen, die Befunde und die Funde sprechen.

Anmeldung ist erforderlich unter info@dolina.de.

Eintritt frei; Spenden erbeten. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Dolina Gesellschaft für Landeskunde e.V. und dem Markt Beratzhausen.
Grabungsfunde (Foto: ©ADILO GmbH)
Samstag25.06.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege - Altstraßenwanderung um Etterzhausen

Führung von Lorna Simone Baier, Schwandorf

Weitere Informationen unter www.waelle-und-wege.eu/termine.html; Anmeldung unter www.vhs-regensburg-land.de   

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Regensburger Land e.V.
Sonntag26.06.
11:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

„Man ißt und trinkt gern gut und viel…“

Tag der Regensburger Archive zum Thema „Essen und Trinken in Geschichte und Gegenwart“
Aktionstag mit Dr. Camilla Weber, Lorenz Baibl M.A., Dr. Artur Dirmeier, Dr. Andreas Becker, Dr. Peter Styra, alle Regensburg
Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Kurioses und Wissenswertes aus den Schätzen der Regensburger Archive werden präsentiert. Von alten Kochbüchern, Speisekarten über Menüfolgen bis hin zu Sitzplänen und Fotos rund um das Thema „Essen und Trinken in verschiedenen Einrichtungen in Regensburg“, also Kulinarisches vom Bischof über die Stadt zum Fürsten und das Katharinenspital bis an die Universität.

Die Archivare werden von 11 Uhr bis 16 Uhr vor Ort sein. Lesungen mit themenspezifischen Texten sowie Führungen zu den gezeigten Exponaten finden statt. Im Ausstellungsraum des Gasthauses darf gern getrunken und gegessen werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Diözesanarchivs, des Stadtarchivs, des Archivs des Katharinenspitals, des Universitätsarchivs und des Fürst Thurn und Taxis Zentralarchivs in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Von der kaiserlichen Tafel zur Notstandsküche... (Fotos: Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv)
Mittwoch29.06.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Spur der Vulkane

Große Eruptionen und ihre Auswirkungen auf Regensburg
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Wer die Ausstellung „Highlights aus der Regensburger Kulturgeschichte“ des Historischen Museums der Stadt Regensburg im Advent 2021 gesehen hat, konnte dort auch ein sogenanntes „Hungerbrot“ aus dem „Jahr ohne Sommer“ 1816 bestaunen. Die Ernteausfälle waren auf den Ausbruch des Tambora in Indonesien im Jahr zuvor zurückzuführen. Die Getreidepreise erreichten damals schwindelerregende Höhen, Hunger grassierte, die Welt schien aus den Fugen geraten zu sein. Dieses Beispiel zeigt, dass auch Eruptionen in weit entfernten Weltregionen die Domstadt und ihre Einwohner beeinträchtigten. Welche konkreten Auswirkungen einzelne Vulkanausbrüche auf Regensburg und seine Bewohner hatten, wird in diesem Vortrag der Reihe „Zwischen den Zeiten. Historische Brüche und Übergänge in der Geschichte Regensburgs“ darzustellen versucht. Die „Spur der Vulkane“ wird dabei durch die Jahrhunderte führen.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Der Vesuv im Jahr 1638, aus: Athanasius Kircher, Mundus subterraneus, Bd. 1, Amsterdam 1678 (Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg)
Freitag01.07.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Wanderung zur Zuylen–Kapelle im Bruckdorfer Holz

Die Geschichte des Minoritenhofs und der Adelsfamilie Zuylen van Nyefelt
Führung mit Archivpfleger Karl Hoibl, Sinzing
Treffpunkt: Bruckdorf (bei Sinzing), Parkplatz am Lokal "Der Grieche", Bruckdorf 7

Aus Dankbarkeit ließ Franz Freiherr von Zuylen van Nyefelt (1835-1906) seinem Bruder Alexander im Jahre 1872 auf dem Forstweg von Sinzing nach Bergmatting die sogenannte Zuylenkapelle errichten. Alexander jun. Freiherr von Zuylen van Nyefelt (*1832) verstarb überraschend 1870 im Alter von 38 Jahren und wurde neben seinem Vater in der Gruft im Dechbettener Friedhof beigesetzt. Seinem Bruder Franz fiel daraufhin das Gut Minoritenhof zu. 1899 verkaufte dieser den Minoritenhof, der seit 1807 in Familienbesitz gewesen war, zusammen mit dem Schloss Prüfening (seit 1843 in Familienbesitz) an den Fürsten von Thum und Taxis und erwarb dafür das Gut Königswiesen. Der Freiherr war verheiratet mit Alwine von Zerzog, hatte vier Töchter und pflegte einen aufwendigen Lebensstil im Kreise der wohlhabenden Regensburger Gesellschaft. Mit seinem Tod 1906 erlosch der bayerische Zweig der freiherrlichen, flämischen Familie von Zuylen van Nyevelt. Die Wanderstrecke beträgt insgesamt rund acht Kilometer.

Bitte anmelden unter 09493/951331 oder info@kunstliteratour.com.

Teilnahmegebühr: 8 Euro; für Mitglieder kostenfrei.
Wappen der Linie Zuylen van Nyevelt, Armorial du Royaume de Belgique, 1845 (Foto: Wikipedia)
Dienstag05.07.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Altstraßen in der Oberpfalz

Vortrag von Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3

Die Oberpfalz bildet seit Jahrhunderten eine Drehscheibe des überregionalen Verkehrs. Überall lassen sich Spuren alter Wege erkennen. Der Referent stellt den Arbeitskreis „Andiamo“ vor. Er erläutert, welche Quellen der Altstraßenforschung dienen und welche neuen technischen Möglichkeiten es gibt, historische Verkehrswege in der Landschaft zu entdecken.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Der Bistumssteig - eine Altstraße im Naturpark Hirschwald (Foto: Naturpark Hirschwald)
Donnerstag07.07.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Stadtarchiv Velburg

Führung mit Bernhard Kraus und Gabriele Schneider
Ort: Velburg, Hinterer Markt 1

Das Archiv der Stadt Velburg wurde von Altbürgermeister Ottfried Schmidt aufgebaut, der sich unmittelbar nach seiner aktiven Amtszeit (1966–1990) als erster ehrenamtlicher Archivar engagierte. Als ehemaliger Verwaltungsbeamter konnte er auf das Ordnungsprinzip des Einheitsaktenplans zurückgreifen. So war es ihm möglich, die Übernahme des umfangreichen Materials aus der Rathaus-Registratur einerseits und die Strukturierung der völlig ungeordneten Archivalien der Stadt Velburg und der neun eingemeindeten, ehemals eigenständigen Ortsteile andererseits zu bewältigen und daraus einen respektablen Archivbestand zu entwickeln. Schmidt fungierte 30 Jahre lang (bis 2020) als Archivpfleger und nutzte seine fundierten Gemeinde- und Personen-Kenntnisse, um das städtische Archiv in der Bevölkerung bekannt zu machen und weiteres Archivmaterial zu sammeln. Gleichzeitig wirkte er als Heimatpfleger. Ottfried Schmidt fixierte sämtliche Daten noch mühevoll per Schreibmaschine.

Seit 2020 bearbeiten Archivpfleger Bernhard Kraus und Heimatpflegerin Gabriele Schneider gemeinsam die Bestände unter Nutzung moderner Technik und differenzierter Methoden, um den „Archiv-Schatz“ von Velburg für die Öffentlichkeit noch transparenter zu gestalten und die Zugriffszeiten auf gewünschte Informationen per EDV-Einsatz verkürzen.

Bitte anmelden unter 09493/951331 oder info@kunstliteratour.com.

Eintritt 8 Euro; für Mitglieder kostenfrei.
Titelseite aus dem Velburger Grundbuch, angelegt durch den Pfleger Johann Rudolph Windisch, 1734 (Foto: Stadtarchiv Velburg)
Samstag09.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege - Altstraßenwanderung um Strahlfeld

Führung von Lorna Simone Baier, Schwandorf

Weitere Informationen unter www.waelle-und-wege.eu/termine.html; Anmeldung unter www.vhs-cham.de

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule im Landkreis Cham e.V.
Freitag15.07.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Wiederbegründung der Oberpfälzer Klöster in einer Handschrift aus dem Kloster Fürstenfeld

Vortrag von Dr. Wolfgang Valentin-Ikas, München, und Christian Malzer M.A., Würzburg
Ort: Amberg, Provinzialbibliothek, Malteserplatz 4, Barocksaal

Die Provinzialbibliothek Amberg verwahrt das Büchererbe aus den Oberpfälzer Klöstern. Im 17. Jahrhundert fanden die Verhandlungen zu ihrer Wiederbegründung statt, an denen auch der Fürstenfelder Abt Martin Dallmayer zusammen mit dem Prior als Sekretär teilnahm. Christian Malzer stellt einen bisher als verschollen angesehenen Autographen des Priors vor, der konkret die Klöster Kastl, Ensdorf, Speinshart, Walderbach und Waldsassen sowie Reichenbach und Weißenohe behandelt. Der zeitgenössische Bericht geht besonders auf die Wiederbesiedelung des Klosters Waldsassen durch die Zisterzienser in Fürstenfeld ein. Jüngst wurde dieser von der BSB München erworben. Wolfgang-Valentin Ikas referiert über die zisterziensischen Bestände aus Waldsassen und Fürstenfeld im Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek, ihre Erschließung und wie sie durch Erwerbungen arrondiert wurden. 

Eintritt frei. Ein Angebot der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V. und dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Kloster Fürstenfeld (Foto: Privatarchiv Dieter Dörner)
Sonntag17.07.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Der Lamberg in alter Zeit

Seine Bedeutung in der Regionalgeschichte
Führung von Dr. Wolfgang Schoyerer, Cham, und Vortrag von Stadtarchivar a. D. Werner Perlinger, Furth im Wald
Ort: Lamberg, Wirtshaus Lamberg, Lamberg 1

Könnten unsere historischen Stätten reden, so hätten sie wohl vieles zu erzählen. Dabei sind diese oftmals mit bedeutenden Gebäuden verbunden, welche uns einiges über unsere Geschichte vermitteln können. Eines dieser Bauwerke ist die Kirche der Hl. Walburga am Lamberg bei Chammünster, die sich im Mittelalter zu einer der bekanntesten Wallfahrtskirchen Bayerns entwickelte. Nachdem sie 1556 im Zuge der Reformation geplündert und zerstört worden war, liess Kurfürst Maximilian das Gotteshaus 1627/28  wieder errichten. Abermals 1806 im Zuge der Säkularisation zerstört, wurde die Kirche in ihrer heutigen Form 1832 neu erbaut und 1833 eingeweiht. Lassen sie sich überraschen, was Herr Perlinger alles über die Entwicklung der Wallfahrtskirche zu erzählen hat, wobei zunächst Dr. Wolfgang Schoyerer im Bereich der bereits getätigten Ausgrabung auf dem umliegenden Gelände einen Einblick in die ehemalige Dynastenburg am Lamberg geben wird.

Telefonische Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 11.07.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Kirche am Lamberg (Foto: Walter Karren)
Mittwoch20.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Porträt Kaiser Friedrichs III. von Hans Burgkmair d. Ä. (Foto: Wikimedia Commons)
Donnerstag21.07.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Babylon oder Ordnungszelle? Ein historisches Stimmungsbild des Freistaats Anfang der 1920er

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Dr. Markus Schmalzl, Dr. Georg Schulz und Bernd Kohlmann, München, Ingolstadt und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen radikale Kräfte von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Dr. Markus Schmalzl, Dr. Georg Schulz und Bernd Kohlmann ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Szenenbild (Foto: GEKAMASCHU)
Freitag02.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ad fontes!

Die Anfänge des Klosters Frauenzell
Vortrag von Dr. Thomas Feuerer, Kollersried
Ort: Frauenzell, ehem. Benediktinerabtei, Hs.-Nr. 5

Greift man zur einschlägigen Literatur, scheinen die Anfänge des kleinen, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründeten ehemaligen Benediktinerklosters in Frauenzell weitgehend geklärt. Wenn man sich jedoch die wenigen zeitgenössischen Archivalien aus den ersten Jahren dieser Adelsstiftung genauer anschaut, ergeben sich fast mehr Fragen als Antworten. Wie so oft lohnt es auch in diesem Fall, "zu den Quellen" zurückzukehren und die im Laufe von Jahrhunderten entstandene historiographische Überlieferung kritisch zu hinterfragen. Ein spannender Blick in die Werkstatt des Historikers ...

Anmeldung ist erforderlich unter 09484/9519669 oder olgabrandl@t-online.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Freundeskreises des ehemaligen Beneditkinerklosters Frauenzell e.V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
"Oratorium als erste Kirche zu Frauenzell", Zeichnung von Andreas Wolf, 1844 (Foto: Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, MS. O. 142)
Sonntag11.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Kriegergedächtnisbrunnen im Chamer Stadtpark

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 1
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Treffpunkt: Cham, Stadtpark, Schleinkoferstraße 9

Wenn man sich mit der Erinnerungskultur der Stadt Cham in den 1930er Jahren beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es einen Unterschied macht, ob zum Beispiel ein Kriegerdenkmal aus der Zeit vor oder nach der Machtergreifung Hitlers stammt. So ist der 1931 am Chamer Marktplatz (früher Hindenburgplatz) errichtete und 1955 in den Chamer Stadtpark verlegte Kriegergedächtnisbrunnen im Kontext eines bürgerlichen Gedenkens an die gefallenen Söhne des Ersten Weltkriegs enstanden, im Gegensatz zum Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus, welches den Krieg mit seinen Opfern als etwas Notwendiges bzw. Ehrenhaftes stilisiert. Darüber hinaus gliedert sich dieser Brunnen mittlerweile in eine Anlage ein, welche über die reine Bedeutung eines einfachen Kriegerdenkmals hinausgeht. Seit den späten 1970er-Jahren wird hier ganz bewusst Erinnerungskultur im Hinblick auf die Kriege von 1870/71, 1914-1918 und 1939-45 betrieben. Es handelt sich um einen Ort, welcher die Menschen gezielt dazu anhält, in Bezug auf die Grausamkeiten des Krieges innezuhalten.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Der hl. Georg auf dem Kriegergedächtnisbrunnen (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

"Ich weiss ein trautes Nest…"

Historisch-literarische Wanderung durch den Markt Schwarzhofen
Führung von Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Treffpunkt: Schwarzhofen, Gasthof Gillitzer, Marktplatz 10

Das Schwarzachtal im Umkreis Schwarzhofens war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Der Markt Schwarzhofen, an einer uralten Straße von Böhmen nach Regensburg gelegen, kann sich nicht nur einer langen Geschichte mit einem mittelalterlichen Kloster der Regensburger Dominikanerinnen rühmen, er war auch der Geburtsort einer Reihe bekannter Persönlichkeiten wie des Philologen Johann Gebhard, des Humanisten Paul Zeidler und des Mediziners Johann Nepomuk von Ringseis. Sie alle haben in ihren Werken literarische Bezüge zu ihrer oberpfälzischen Heimat überliefert. In der etwa 90minütigen Wanderung durch den Markt mit Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner wird der Ort in historischen und literarischen Zeugnissen vorgestellt.

Anmeldung ist erforderlich unter info@vhs-schwandorf-land.de.

Unkostenbeitrag: 5 Euro. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen und dem Verbund der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf
Der Markt Schwarzhofen aus der Luft (Foto: Josef Merkl)
Sonntag11.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Chamer Ehrenhain

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 2
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Ehrenhain, Katzberg 1

Die Entstehung des Ehrenhains in Cham (1933-1935) fällt in eine Zeit, in der solche Orte - wenn auch nicht immer für einen derartigen Verwendungszweck konzipiert - für die Nationalsozialisten immer mehr an Bedeutung gewannen. Oft dienten sie den neuen Machthabern auf Grund ihrer großzügigen Gestaltung, sowie der emotionalen Bindung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, für groß angelegte Aufmärsche, um sich so selbst in Szene zu setzen. Ende letzten Jahres hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege den Ehrenhain mit seinem gesamten Baumbestand in seiner Funktion als Mahnstätte unter Denkmalschutz gestellt. Neben seiner geschichtlichen Komponente birgt er vor allem künstlerische, städtebauliche sowie wissenschaftliche Aspekte, welche nicht nur für die Geschichte der Stadt Cham, sondern auch bayernweit von großer Bedeutung sind.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Inschrift am Sockel des Kreuzes im Chamer Ehrenhain (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Das Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 3
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Rathaus, Marktplatz 2

Das als "Nazi-Fresko" durch die Presse bekannt gewordene Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus versucht, auf eine sehr banale Art und Weise dem Betrachter den Krieg als etwas Notwendiges und Ehrenhaftes zu verkaufen. Manche Menschen plädieren deshalb dafür, das Gemälde zu übertünchen, da es mit unseren heutigen Werten nicht mehr konform geht. Zu verbergen bedeutet aber gleichsam zu vergessen bzw. zu verdrängen und eine offene und durchaus notwendige Diskussion über die geschichtlichen Hintergründe zu vermeiden. Kommende Generationen könnten sich kein eigenes Bild mehr machen, und wir würden die Möglichkeit verpassen, durch eine angemessene Kontextuierung selbst ein Zeichen gegen Krieg und Diktatur zu setzen. Deshalb liegt es an uns, solche "schwierigen" Zeugnisse zu erhalten und für die Zukunft zu konservieren.

Telefonische Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich.

Teilnahme kostenlos.
Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus (Foto: Florian Gruber)
Samstag17.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Die Landgrafen von Leuchtenberg

27. Otnant-Gespräch
Ort: Tagungszentrum an der Burg Falkenberg, Burg 1

Das 27. Otnant-Gespräch schließt direkt an das 2021 in Pfreimd - dem ehemaligen Residenzsitz der Landgrafen - stattgefundene Gespräch an. Es sollen bisher unberücksichtigte Aspekte der Landgrafengeschichte aufgegriffen werden, wie die Memorialpolitik sowie die Besitzungsstrukturen und künstlerische Aspekte. Eine Einführung in die Überlieferungssituation der Landgrafen zeigt, dass zu den Leuchtenbergern noch viel zu erforschen ist.

Vorgesehenes Tagungsprogramm

10:00 Uhr - Jochen Rösel M.A., Amberg: Die archivalische Überlieferung der Landgrafen von Leuchtenberg im Staatsarchiv Amberg
10:45 Uhr - Christian Malzer M.A., Würzburg: Die mittelalterliche Memorial- und Klosterpolitik der Landgrafen
11:30 Uhr - Adalbert Busl, Wiesau: Die Burg Falkenberg im Besitz der Leuchtenberger

13:30 Uhr - Bernhard Fuchs M.A., Pressath: Die Leuchtenbergischen Lehen um 1400 nach dem Lehenbuch
14:00 Uhr - Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg: Eine Regensburger Wunderkammer des 16. Jahrhunderts im Besitz der Landgrafen von Leuchtenberg

15:00 Uhr - Führung durch die Burg Falkenberg

Anmeldung ist erforderlich unter rg.otnant@gmail.com.

Teilnahme kostenlos.
Die Burg Falkenberg bei Tirschenreuth (Foto: Bernhard Fuchs)
Samstag17.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege - Altstraßenwanderung um Freihung

Führung von Lorna Simone Baier, Schwandorf

Weitere Informationen unter www.waelle-und-wege.eu/termine.html; Anmeldung unter www.vhs-as.de 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Landkreis Amberg-Sulzbach
Mittwoch21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Wegbereiter der Industrialisierung in Bayern

Georg von Reichenbach (1771–1826)
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

„Georg von Reichenbach - Mechaniker“: So laute die Inschrift auf seiner Büste in der Ruhmeshalle zu München. Nichts könnte einen der genialsten Ingenieure seiner Zeit besser charakterisieren als diese Berufsbezeichnung. Denn Reichenbach, 1771 im badischen Durlach geboren, wuchs im Geschützbohrwerk der kurpfälzischen Haupt- und Residenzstadt Mannheim auf, die sein Vater seit 1772 leitete. Von der Pike auf lernte er so den Umgang mit den modernsten Werkzeugen und Maschinen, und davon profitierte er sein Leben lang. Bis 1811 tat er dies in seiner Funktion als Artillerieoffizier, die ihn auch in die Oberpfalz führte. Das wichtigste Resultat seiner Tätigkeit hier war die Einrichtung der Amberger Gewehrfabrik, welche die erste Fabrik Bayerns war, die diese Bezeichnung zu Recht trug. Nicht nur, aber auch mit der Einrichtung der maschinellen Waffenfertigung hat Reichenbach Bayern den Weg in das Industriezeitalter gebahnt. Dieser Teil seines Lebenswerkes steht deshalb im Fokus dieses Vortrags.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Georg von Reichenbach, Ansichten des Wiener Geschützbohrwerkes aus dem Jahr 1821 (Foto: Kriegsarchiv Wien)
Freitag30.09.
13:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Oberpfalz und ihre Regenten

Erstes "Hirschwald-Symposium"
Ort: Hirschwald, Torhaus

Mit dem Hausvertrag von Pavia 1329 kamen große Teile der heutigen Oberpfalz in den Besitz der Kurpfälzer Linie der Wittelsbacher. Residiert wurde in der Hauptstadt des sogenannten „Kurpräzipuums“ in Amberg. Kurfürst Friedrich II. (1544–1556) ließ in der Oberpfalz im nahegelegenen Hirschwald ein Jagdschloss errichten, von dem heute noch einige Bauteile erhalten sind. In dieser historischen Umgebung wird am 30. September 2022 das erste „Hirschwald-Symposium“ veranstaltet werden. Gemeinsam mit den heutigen Besitzern, dem Architektenehepaar Birgit Rieger und Willi Schmid, veranstaltet der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg dort eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel: „Die Oberpfalz und ihre Regenten“. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dr. Bernhard Lübbers. Folgendes Programm ist vorgesehen:

13:00–13:30 Uhr

Begrüßung

13:30–14:00 Uhr

Dr. Bernhard Lübbers (Staatliche Bibliothek Regensburg), Die Oberpfalz und ihre Regenten. Ein Überblick (1329–1623)

14:00–14:30 Uhr

Dr. Rudolf Neumaier (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege), Die Bedeutung der Jagd im Bayern der Vormoderne

14:30–15:00 Uhr

Pause

15:00–15:30 Uhr

Dr. Maria-Rita Sagstetter (Staatsarchiv Amberg): Das kurfürstliche Jagdschlösschen im Hirschwald

15:30–16:00 Uhr

Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald): Der Naturpark Hirschwald

16:00–16:30 Uhr

Pause

16:30–17:00 Uhr

Dr. Andreas Erb (Stadtarchiv Amberg): Der Jäger aus Kurpfalz

17:00–17:30 Uhr

Dr. Armin Gugau, Kurfürst Ludwig VI. von Pfalz und der Hirschwald

17:30–18:00 Uhr

Verabschiedung

Das Torhaus im Hirschwald (Foto: Birgit Rieger/Willi Schmid)