Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können sie hier herunterladen.

Samstag21.09.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Kapelle St. Georg in Gronsdorf

Führung mit Bernd Grune, Studiendirektor i. R., Ihrlerstein
Ort: St. Georg, Kelheim-Gronsdorf, Mühlenweg 29

Äußerlich wirkt die Kirche schlicht, im Inneren jedoch beeindrucken die barocke Ausstattung und die gut erhaltenen, erst 1912 entdeckten gotischen Fresken mit ihren reichhaltigen Szenen. Auf Regensburger Bauhandwerker deuten Steinmetzzeichen aus dem späten 14. Jh.

Nach der Führung Gelegenheit zum Gedankenaustausch im Gasthaus Schleuse.

Eintritt 4,- €; für HV-Mitglieder frei; Kooperationspartner: Kelheimer Tourismus Initiative
Die Kapelle St. Georg in Kelheim-Gronsdorf (Foto: Bernd Grune)
Sonntag22.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

"Schatzkammer im Herzen Bayerns – Die einzigartigen Fossilfunde von Painten"

Sonderausstellung des Dinosaurier-Parks Altmühltal
Führung mit Dr. Frederik Spindler, wissenschaftlicher Leiter des Dinosaurier-Parks Altmühltal
Ort: Denkendorf, Dinosaurier-Park Altmühltal, Dinopark 1

Im Steinbruch von Painten (Lkr. Kelheim) wurden Fossilien von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung gefunden. Sie sind bis 1 Million Jahre älter als die Fossilien aus den eigentlichen Solnhofener Plattenkalken. Die bedeutendsten Funde sind nun erstmals in einer Sonderausstellung zu besichtigen. Es handelt sich u.a. um ein ca. 5,40 Meter langes Meereskrokodil Dakosaurus, eines der größten Urzeittiere Bayerns, das einst an der Spitze der Nahrungskette im Jurameer stand.

Vor 152 Millionen Jahren war die Landschaft zwischen Kelheim und Donauwörth von einem 25 Grad warmen Flachmeer mit Lagunen, Riffen und Inseln geprägt - ähnlich der heutigen Karibik. Der Schlamm, der sich am Boden der damaligen Lagune von Painten ansammelte, konservierte Krokodile, Fischsaurier, Raubfische und zahlreiche andere Bewohner des Riffs für die Nachwelt.

Veranstalter: Dolina-Gesellschaft für Landeskunde e.V.; Information und Anmeldung unter Tel. 09441-2531 (Dr. Weida) oder E-Mail: info@dolina.de.
Das Fossil eines Krokodils (Foto: Albersdörfer Fossilien GmbH)
Dienstag24.09.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"s' Bockerl" - Die Eisenbahn von Amberg nach Schnaittenbach

Vortrag von Klaus Tschierschke
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Nachdem die Lokalbahnen von Amberg nach Lauterhofen und nach Schmidmühlen bereits sowohl in Vorträgen als auch in Eisengau-Sonderbänden behandelt wurden, erscheint nun ein Sonderband über die Lokalbahn von Amberg nach Schnaittenbach. Der Autor stellt in einem Lichtbildervortrag das Ge-schehen von der Planung, über Alternativrouten, den Bau und die Nutzung bis heute vor.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Der Bahnhof Schnaittenbach 1904, davor ein Personenzug mit der bayerischen Lok D XI, dem Stations-Personal und der Bahnbetriebsleitung (Quelle: Privatarchiv Klaus Tschierske)
Freitag27.09.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Brandkatastrophen in Wörth und anderen Vorwaldgemeinden im 19. Jahrhundert

Vortrag von Bernhard Fuchs M.A., Pressath
Ort: Wörth, Bürgerhaus, Ludwigstraße 7, Bürgersaal

Noch im 19. Jahrhundert sind im Königreich Bayern zahllose Orte komplett niedergebrannt. Der Vortrag widmet sich am Beispiel der Märkte Wörth, Donaustauf und Falkenstein den Brandereignissen und -ursachen, der finanziellen Bewältigung durch Versicherungen und Spendensammlungen und schließlich der Wiederaufbauarchitektur.

In Zusammenarbeit mit "K.i.W. - Kultur in Wörth"
Wörth nach dem Stadtbrand von 1892 (Foto: Stadt Wörth)
Samstag28.09.
13:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Mühlen entlang der Schwarzen Laber

Führung mit Orts- und Kreisheimatpfleger Karl Hoibl, Sinzing
Treffpunkt: Sinzing, Parkplatz der Tennisplätze SC Sinzing, Laberstraße

An Donau und Schwarzer Laber gelegen, spielte Wasser für Sinzing in der Vergangenheit eine bedeutsame Rolle. In dem alten Fischer-, Schiffer- und wichtigen Mühlendorf trieben zahlreiche Wasserräder die vielen Mühlen, Sägewerke, Glasschleifereien, Hammerwerke und Papiermühlen entlang der Schwarzen Laber an und waren Lebensgrundlage für die Bevölkerung.

Entdecken Sie auf einer kurzen Wanderung (ca. 1,5 km) mit Orts- und Kreisheimatpfleger Karl Hoibl auf den Spuren des „Allinger Bockerls“ die noch vorhandenen Zeugen der Vergangenheit zwischen Sinzing und Bruckdorf.

Die Wanderung verläuft auf ebenen, befestigten Wegen und ist für Familien mit Kinderwägen und Senioren geeignet. Ab Bruckdorf besteht die Möglichkeit, ca. 2,5 km zum Tag der offenen Tür des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Viehhausen-Bergmattinger Gruppe begleitet weiter zu wandern. Hier geht´s auf grob geschotterten Waldwegen bergauf, an der Jahrhunderte alten Möseleiche vorbei.

Mündung der Schwarzen Laber in die Donau bei Sinzing (Foto: Karl Hoibl)
Mittwoch09.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

150 Jahre Schloss Neuschwanstein oder: Wie ein Symbol entsteht

Vortrag von Marcus Spangenberg M.A., Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runingersaal

Schloss Neuschwanstein ist ein internationaler „Wallfahrtsort“, der jährlich rund 1,5 Millionen Besucher zählt. Wie es zu diesem Massenansturm kommen konnte und warum wir in der gesamten Welt mit der Ansicht von Schloss Neuschwanstein konfrontiert werden, beleuchtet dieser Vortrag des Kunsthistorikers und Jounalisten Marcus Spangenberg erstmals. Dabei wird aufgezeigt, welche besondere Kombination aus Bauherr, Natur und Zeitumstände die Grundlage bildeten, um eine Ikone zu schaffen. Deutlich wird: Neuschwanstein ist heute weltweit mehr Klischee und Identifikationsmodell als ein kunsthistorisch gewürdigtes Bauwerk der Stilepoche des Historismus.

Schloss Neuschwanstein (Foto: Marcus Spangenberg)
Donnerstag10.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Galgen, Rad und Peitschenhiebe

Kriminalfälle im Landrichteramt Waldeck-Kemnath im 15. und 16. Jh.
Vortrag von Dr. Bernd Thieser, Wunsiedel
Ort: Pressath, Historische Vestn, Alte Schulgasse 31

Die Regionalgruppe Otnant lädt herzlich zur Buchvorstellung des achten Bandes der Reihe „Otnant – Quellen und Erörterungen“ nach Pressath auf die Vestn ein. Dr. Bernd Thieser aus Wunsiedel stellt sein neues Buch vor, das an eine dunkle Episode Kemnather und Waldecker Geschichte erinnert und im Verlag Eckhard Bodner (Pressath) erscheint.

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Heimatpflegebund Pressath
Ausschnitt aus dem Titelbild (Quelle: Verlag Eckhard Bodner)
Samstag12.10.
09:30 Uhr
Regionalgruppe Cham

"Kleinstädte im ländlichen Raum – Bedeutung, Potenziale und Chancen"

Ort: Cham/Altenmarkt, Klostermühle Altenmarkt, Altenmarkt 6, Mühlenraum

Das Denkmalnetz Bayern lädt in Kooperation mit der Chamer Regionalgruppe des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg herzlich nach Cham zu Fachtagung und Jahrestreffen in die Klostermühle in Altenmarkt ein. Unter dem diesjährigen Motto "Kleinstädte im ländlichen Raum – Bedeutung, Potenziale und Chancen" erwarten sie dabei sowohl Vorträge, als auch Diskussionen zu bayernweiten und regionalen Fragen zum Thema und besonders zur Rolle von historischen Bauten und Stadtbildern.

Einen besonderen lokalen Schwerpunkt bildet dabei vor allem das von Abriss bedrohte „Chamer Stadtschloss“, für welches sich das Denkmalnetz Bayern und die Chamer Regionalgruppe einsetzen. Zudem wird es auch einen Stadtrundgang durch die Kreisstadt Cham geben. Sie dürfen sich also über spannendes und vor allem abwechslungsreiches Programm freuen.

Mitveranstalter: Denkmalnetz Bayern
Merianstich der Stadt Cham von 1656 mit der Ansicht des "Chamer Stadtschlosses" (Foto: Sebastian Dittscheid)
Sonntag13.10.
09:15 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg

Führung durch die Dauerausstellung und die Landesausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren"
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7

Im Haus der Bayerischen Geschichte erhalten Sie eine 90-minütige Führung durch die Dauerausstel-lung und die Landesausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren". Anschließend besteht ausreichend Möglichkeit beide umfangreichen Ausstellungen selbst zu erkunden. Während Ihres Besuches können Sie das Museum jederzeit verlassen und erneut besuchen.

Teilnehmergebühr: 26 Euro (beinhaltet Bahnfahrt, Museumseintritt und -führung durch beide Ausstellungen). Rückfahrt 17:32 Uhr ab Regensburg, Ankunft Amberg 18:20 Uhr. Anmeldung bis 4. Oktober bei der VHS der Stadt Amberg (Tel. 09621/10-1238).
Logo der Landesausstellung 2019 (Quelle: Haus der Bayerischen Geschichte)
Mittwoch16.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das ehemalige Spital in Velburg

Vortrag von Gabriele Schneider, Velburg
Ort: Velburg, Neuhaussaal, Burgstr. 2

Heute noch erinnert das Spitalgebäude an der Alten Seubersdorfer Straße nahe der Kirche St. Leonhard an die einstige Stiftung einer „Bruderschaft für Sondersieche“ (1962 aufgelöst). Rechnungsbücher aus der Zeit von 1738 bis 1802 geben Einblick über den Zahlungsverkehr, darunter befinden sich Abgaben verschiedenster Art (Natural- oder Geldleistungen), z.B. Almosen an Bedürftige, Darlehen an Bürger, Besoldungen und Baurechnungen. Sie vermitteln ein lebendiges Bild der damaligen Lebensumstände und wirtschaftlichen Verhältnisse.

Da das Vermögen des Spitals durch Inflation und Krieg weitgehend verlorengegangen war, forderte der Staat 1962 die Stadt Velburg auf, die Stiftung aufzulösen, das Gebäude aber weiterhin für Bedürftige bereit zu halten.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kultur- und Heimatverein Velburg
Das Spitalgebäude links von der Kirche St. Leonhard in Velburg im Jahr 1952 (Foto: Peter Sabel)
Freitag18.10.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Pfarrprädikaturen in der Oberpfalz

Wissenschaftliches Symposion anlässlich des Jubiläums "650 Jahre Pfarrprädikatur Amberg"
Vorträge von Dr. Bernhard Lübbers, Dr. Susanne Wanninger, Prof. Dr. Franz Fuchs, Dr. Werner Schrüfer, Dr. Markus Lommer, Dr. Thomas Vogl
Ort: Amberg, Kongregationssaal (ehem. Aula des Jesuitenklosters), Malteserplatz 4

Mit der Stiftung des Amberger Bürgers und Münzmeisters Friedrich Alhart am Johannestag 1369, eine Prädikatur in der Pfarrei Amberg zu errichten, wird nach heutigem Sprachgebrauch die Oberpfalz zum Ursprungsland einer Bewegung, die für das kirchliche Leben über Jahrhunderte äußerst bedeutsam sein sollte. Da zu den Hauptmitteln der Seelsorge seit jeher die Predigt gehört, werden die Institution „Pfarrpredigt“ und die „Pfarrprediger“ zu d e n Aushängeschildern einer spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Gesellschaft, die zutiefst christlich geprägt war.

Das Symposium wird einen grundlegenden Einblick, aber auch konkrete Einsichten in die sehr vielfältige Welt des Predigtwesens, wie es sich in den Städten und Pfarreien ausgebildet hatte und praktiziert wurde, bieten. Neben diesen geschichtlichen Erläuterungen kommen auch gegenwärtige Erfahrungen mit der Predigt zu Wort. Ergänzend dazu werden bibliophile Schätze der Oberpfälzer Predigtliteratur in einer kleinen Ausstellung gezeigt.

In Zusammenarbeit mit dem Verein für Regensburger Bistumsgeschichte e.V., dem Staatsarchiv Amberg, dem Stadtarchiv Amberg und der Provinzialbibliothek Amberg
Blick auf die Kanzel in der Stadtpfarrkirche St. Georg in Amberg (Foto: Kath. Pfarramt St. Georg)
Hauptverein Regensburg

46. Tag der Landesgeschichte: Länderparlamentarismus im frühen 19. Jahrhundert

Ort: Regensburg, Altes Rathaus, Rathausplatz bzw. Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8

Der 46. Tag der Landesgeschichte findet dieses Jahr vom 18. bis 20. Oktober in Regensburg statt. Kooperationspartner vor Ort ist u.a. der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Länderparlamentarismus im 19. Jahrhundert“. Der erste Teil der Tagung beschäftigt sich mit deutschen Ländern im Vergleich, der zweite Teil mit parlamentarischen Kulturen und Lebenswelten. Die Veranstaltung ist in ein umfassendes und ansprechendes Rahmenprogramm aus Führungen und geselligen Programmpunkten eingebettet. Weitere Informationen dazu unter www.gesamtverein.de/veranstaltungen.

Anmeldung ist unbedingt erforderlich beim Tagungsbüro: Bayerische Einigung e.V. / Bayerische Volksstiftung, Georgenstraße 63, 80799 München, E-Mail: info@bayerische-volksstiftung.de, Telefon: 089 / 294143, Fax: 089 / 29161295
Auffahrt zum Regensburger Reichstag 1711, Wandgemälde von O. Zacharias (Quelle: wikipedia.org)
Samstag19.10.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege – Altstraßenwanderung um Oberhof bei Ursensollen

Führung von Lorna Simone Baier

Wälle und Wege ist seit April 2017 eine Reihe von Wanderungen in der mittleren und nördlichen Oberpfalz. Dabei zeigt Lorna Simone Baier Ladschaftselemente mit historischem Hintergrund. Das können Altstraßentrassen oder Befestigungsanlagen jeglicher Zeitstellung sein, aber auch Überreste von Mühlen, Eisenhämmern oder ganz einfachen Bauernhöfen. Manchmal ist noch viel zu sehen, an anderen Stellen weist nur noch ein Flurname auf die Geschichte des Platzes hin.

Anmeldung ist erforderlich entweder telefonisch unter 0151 19159906 oder per Mail an anmeldung@waelle-und-wege.eu (hier auch weitere Informationen).
Oberhof bei Ursensollen (Foto: www.oberpfalz-luftbild.de)
Dienstag22.10.
20:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Vom "schwarzen" zum "weißen" Dom

Die Außenrestaurierung des Regenburger Doms (1989-2010)
Vortrag von Prof. Dr. Achim Hubel, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Regensburger Dom hatte durch Umwelteinflüsse – Kaminrauch, Abgase von Kraftfahrzeugen, saueren Regen – im Laufe der letzten 150 Jahre auf seiner Außenoberfläche eine schwarze Kruste entwickelt, die zum Teil durch Umwandlung von Kalkstein in Gips eine Abplatzkruste bildete. Gegen diese gefährliche Entwicklung wurde mit speziellen Strahlverfahren von 1989 bis 2010 eine aufwendige Außensanierung ins Werk gesetzt, die den Dom in einem ungewohnten Weiß erscheinen lässt.

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
Triangel und Hauptportal des Regensburger Doms nach der Reinigung (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Samstag26.10.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

25. Otnant-Gespräch: Die Besitzungen des Kloster Michelfeld

Ort: Michelfeld, Gasthaus Schenk, Hauptstraße 19

Das Kloster Michelfeld in der nordwestlichen Oberpfalz kann heuer sein 900jähriges Gründungsjubiläum feiern. Bischof Otto von Bamberg hatte das Kloster 1119 im Osten seines Herrschaftsbereiches gegründet. Es erhielt bereits eine umfangreiche Grundausstattung und konnte im Laufe der Zeit weiteren Besitz erwerben. Die barocke Klosterkirche und die vom mittelalterlichen Kloster erhaltenen Befestigungsanlagen sind Zeugen der reichen Geschichte dieses Klosters. Die Regionalgruppe Otnant wird ihr 25. Otnant-Gespräch der Michelfelder Besitzgeschichte widmen.

Tagungsprogramm

10:00 Uhr: Dr. Tobias Appl, Michelfeld in der Klosterlandschaft der Oberpfalz

10:45 Uhr: Rudolf Weber, Die Grundausstattung des Klosters Michelfeld

13:00 Uhr: Bernhard Fuchs, Die Besitzentwicklung der Klöster Michelfeld und Speinshart

13:45 Uhr: Christian Malzer, Die Propsteien des Klosters Michelfeld in Erbendorf und Zeil am Main

14:30 Uhr: Luitpold Dietl: Führung durch Klosterdorf, Kloster und Klosterkirche

Benediktinerkloster Michelfeld (Quelle: commons.wikimedia.org)
Mittwoch30.10.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Der Jüdische Friedhof in Regensburg

Führung mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Gasthaus „Unter den Linden“, Dr.-Johann-Maier-Str. 1

Der heute als „alt“ bezeichnete jüdische Friedhof an der Schillerstraße wurde 1822 angelegt. Es ist der erste neuzeitliche Friedhof in Regensburg nach der Vertreibung der mittelalterlichen Gemeinde 1519 und der Verwüstung ihres Friedhofs. Seit dem Toleranzpatent von 1813, das den Angehörigen der jüdischen Religion Bürgerrechte zuerkannte, konnte sich wieder eine eigenständige jüdische Gemeinde in der nun zum Königreich Bayern gehörenden Stadt bilden. Erst durch Erweiterung und Neuordnung des Stadtparks um 1950 nahm der jüdische Friedhof an der Schillerstraße jene landschaftliche Einheit mit dem Park ein, wie wir sie heute erleben. Auch das Gelände des ehemaligen Lazarusfriedhofs wurde zu dieser Zeit in den Stadtpark integriert, in dessen östlichen Teil noch wenige Schützenhäuser aus dem Ende der reichsstädtischen Zeit stehen.

Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Endpunkt: Schillerstraß; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331)
Blick in den jüdischen Friedhof in Regensburg (Foto: Dr. Rosa Micus)
Freitag08.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Der unselige Seeliger

Referent: L. Alexander Metz
Ort: Cham, Kulturhaus cha13., Ludwigstraße 13, Kulturcafe "das LUDWIG"

Ewald Gerhard Hartmann (Ewger) Seeliger (1877 – 1959), so lautet der Name eines Bestsellerautors, welcher die letzten Jahre seines Lebens in unserer Kreisstadt Cham verbrachte. Daher dürfte vielen auch noch sein zweifelsohne berühmtestes Werk „Peter Voss, der Millionendieb“ ein Begriff sein. Dennoch wissen trotz seiner Berühmtheit nur wenige, dass Seeliger ein mutiger Querdenker war, der mit provokativem Humor die Gesinnung eines Staates, die Obrigkeit dreier politischer Systeme (Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Bundesrepublik) zu entlarven versuchte. Er wurde deswegen u. a. zur Beobachtung in die Nervenheilanstalt Haar bei München eingeliefert und im Dritten Reich aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Eben hierzu wird uns Alexander Metz nähere Details verraten, wobei im Anschluss an seinen Vortrag der Originalfilm „Peter Voss, der Millionendieb“ von 1958 gezeigt wird.

Ewald Gerhard Hartmann (Ewger) Seeliger, 1877-1959 (Foto: Alexander Metz)
Mittwoch13.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"Zu Dritt": Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum

Lesung mit dem Autor Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing
Ort: Amberg, "Alte Kaserne", Dekan-Hirtreiter-Str. 5

Karl Barth gehörte zu den großen historischen und theologischen Persönlichkeiten des 20. Jh.s. Er gilt als der Kopf der »Bekennenden Kirche« im Kampf gegen Hitler und die »Deutschen Christen« und ist gewissermaßen der evangelische »Kirchenvater des 20. Jahrhunderts«.

Weniger bekannt ist: 35 Jahre lebte er mit seiner Mitarbeiterin und Geliebten Charlotte von Kirschbaum und seiner Ehefrau unter einem Dach. Der Roman "Zu Dritt" von Klaas Huizing konzentriert sich vor dem Hintergrund der großen Dramen des 20. Jh.s auf das private Drama. Das Dreiecksverhältnis von Karl Barth hält, obwohl sowohl Karl als auch Nelly wiederholt über eine Scheidung nachdenken, 35 Jahre. Lollo von Kirschbaum zieht mit den Barths von Münster nach Bonn und nach Barths Versetzung in den Ruhestand durch die nationalsozialistische Verwaltung nach Basel um. Den Einfluss, den Charlotte von Kirschbaum auf die Entwicklung der Theologie Karl Barths hatte, wird man nicht unterschätzen dürfen.

Teilnehmergebühr: 10 Euro, für Mitglieder des HV (und des EBW) 8 Euro. Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Evangelisches Bildungswerk Oberpfalz e.V.
Karl Barth (Foto: EBW)
Donnerstag14.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Der Koloss von Rhodos: Das entgrenzte Ding als Maßstab der Polis

Eröffnungsvortrag zur 16. Internationalen Jahrestagung des Forum Mittelalter der Universität Regensburg
Vortrag von Prof. Dr. Ruth Bielfeldt, Ludwig-Maximilians-Universität München
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Im Mittelpunkt der 16. Internationalen Jahrestagung des Forum Mittelalter soll die Beschäftigung mit spezifischen Objekten stehen, die mit dem städtischen/metropolitanen Raum verbunden sind. Dabei dient die Idee als Ausgangspunkt, Dinge als besondere Quellen zu verstehen, durch die Denkmodelle oder kulturelle Praxis erschlossen werden können, die durch Text- oder Bildquellen nicht sichtbar zu machen wären. Methodisch von besonderem Interesse sind dabei die medialen Brüche, die sich ergeben, wenn die Dinge nicht in ihrer dreidimensionalen Körperlichkeit, sondern ausschließlich als Beschreibung vermittelt durch Texte oder literarische Verarbeitungen vorliegen. Das gesamte Tagungsprogramm finden Sie unter www.forum-mittelalter.de.

In Zusammenarbeit mit dem Forum Mittelalter der Universität Regensburg in Verbindung mit dem DFG-Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" und der Ludwig-Maximilians-Universität München
Dienstag19.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Carl von Dalberg (1744 - 1817)

Münzen und Medaillen - ein Kirchenfürst in der Zeit des Übergangs
Vortrag von Winfried Stein, Erlangen, Vorsitzender des Vereins für Münzkunde Nürnberg e.V.
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Carl Frh. v. Dalberg durchlief eine bemerkenswerte Karriere, die ihn in höchste kirchliche und weltliche Ämter führte. In seiner Biografie spiegelt sich beispiellos die so genannte Franzosenzeit mit allen begleitenden Umbrüchen wider. Durch seine zeitweise Nähe zu Napoleon konnte er als Erzbischof und Fürst von Regensburg zunächst der Säkularisation entgehen. Höhepunkt seiner Laufbahn war 1810 das Amt des Großherzogs von Frankfurt, das er aber bereits 1813 kurz nach der Leipziger Völkerschlacht durch Flucht in die Schweiz und Abdankung aufgab. Nach einer Zeit der Ungnade wurde ihm schließlich ein vergleichsweise ruhiger Lebensabend als Erzbischof von Regensburg ermöglicht. Numismatische Zeugnisse in Form von Münzen, Medaillen und Orden belegen die teilweise dramatischen Ereignisse dieser Epoche.

In Zusammenarbeit mit dem Regensburger Münzverein e. V.
Carl Theodor Anton Maria von Dalberg (1744-1817), Taler von 1809 (Foto: dorotheum.com)
Mittwoch20.11.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das jüdische Ghetto im Herzen der Stadt Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Kohlenmarkt

Die historischen Orte internationaler Beziehungen Regensburgs liegen im Herzen der Altstadt, im Überschneidungsbereich der Westseite der ehemaligen Römermauer, wo sich die Stadt erstmals über die Kastellmauern hinaus entwickelte. Hier stoßen die Gebiete der Stadttopographie aneinander, die im hohen Mittelalter noch den Übergang der „Altstadt“ zur „urbs nova“ kennzeichneten. Gebiete, deren Straßenzüge zu allen Zeiten die erste Anschrift der Stadt waren, während der Neupfarrplatz erst im 18. Jahrhundert in dem Maße, in dem der Kohlenmarkt an Bedeutung verlor, als kommerzielles Zentrum mit Banken und Geschäften aufstieg.

Der Weg führt vom Frühmittelalter bis ins 18. Jahrhundert, vom Werden der Handelsmetropole mit ihrem uralten jüdischen Zentrum und seinem Verlust 1519, bis zum Wiederaufstieg der Stadt als Ort der Reichstage und schließlich des Immerwährenden Reichstags bis zum Ende des Alten Reiches.

Endpunkt: Ecke Gesandtenstraße / Glockengasse; Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331).
Blick über die westliche Altstadt (Foto: Dr. Rosa Micus)
00:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Regensburger Herbstsymposion: Alte Stadt und moderner Verkehr

Ort: Regensburg, Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8, Auditorium

Das 34. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege widmet sich dem Thema "Alte Stadt und moderner Verkehr". Wie gewohnt bieten die Veranstalter der interessierten Bürgerschaft Informationen aus erster Hand und die Gelegenheit zum ungezwungenen fachlichen Austausch. Die Referenten beschäftigen sich bei der Tagung beispielsweise mit der Idee vom autogerechten Mittelalter, modernen Verkehrskonzepten für die Altstadt, der Verkehrsbeschilderung aus denkmalrechtlicher Sicht, mit der Situation deutscher und europäischer Domplätze im Vergleich oder mit verkehrsbedingten Abbrüchen von historischen Stadttoren in der Oberpfalz.

Das gesamte Tagungsprogramm wird ab Oktober 2019 auf www.regensburg.de/herbstsymposion bekanntgegeben.

Nur für den Festakt am Samstagabend ist eine Anmeldung erforderlich, alle anderen Angebote sind kostenlos und frei zugänglich. Anmeldung und Informationen bei Jasmin Beer M. A. (beer.jasmin@regensburg.de, Tel. 0941/ 507-2455).

In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für Archiv und Denkmalpflege), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- und Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund e. V., Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg e. V.
Logo des Regensburger Herbstsymposions (Quelle: Stadt Regensburg)
Freitag22.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Adelsgeschlecht der Stingelheimer in der Region Kelheim

Vortrag von Studiendirektor a.D. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Kloster Weltenburg, Festsaal

Die Stingelheimer von Thürnthenning waren ein altes niederbayerisches Adelsgeschlecht. Sie waren in der Gegend von Dingolfing beheimatet und erwarben auch in der Oberpfalz Hofmarken wie Kürn und Schönberg.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Stellung und den Besitzungen der Stingelheimer in der Region Kelheim, wo sie als Pfleger im Dienst des Landesherrn standen. Grabdenkmäler befinden sich in der Nikolauskirche von Bad Abbach, in der Franziskanerkirche Kelheim und in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt a.d.Donau. Zu den bedeutendsten Angehörigen des Geschlechts zählte der Regensburger Domherr Christoph von Stingelheim (1570-1626). Er besaß Schloss und Hofmark Wildenberg und baute sich bei Neustadt a.d.Donau ein kleines Wasserschloss, genannt „Karpfenstein“. Christoph von Stingelheim liegt im Dom von Regensburg begraben. Sein Bruder Hans Walter war Kapuzinermönch in Salzburg und stiftete das Kapuzinerkloster in Donauwörth.

Veranstalter: Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie; Eintritt: 3,- €, für HV-Mitglieder frei.
Epitaph des Ludwig Franz von Stingelheim (1529-1593) in der Pfarrkirche von Neustadt a.d.Donau (Foto: Dieter Schwaiger)
Sonntag24.11.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Besuch des Erdstall-Zentrums in Neukirchen-Balbini

Exkursion von Alfred Wolfsteiner
Ort: Schießlhof in Neukirchen-Balbini

Das neu eröffnete Dokumentations-Zentrum für Erdstallforschung im Schießlhof in Neukirchen-Balbini informiert über die bisherigen Erkenntnisse der Forschungen über Erdställe, die im Volksmund auch „Schratzellöcher“ genannt werden. Deren Zweck ist immer noch umstritten. Dienten sie als Kultstätten oder waren es einfache Fluchtverstecke?

In Zusammenarbeit mit der Kulturförderkreis Schwarzhofen
Blick in einen Erdstall (Quelle: Arbeitskreis für Erdstallforschung)
Donnerstag28.11.
19:30 Uhr
HVOR

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern“

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigassl 4

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V.
Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) im Krönungsornat. Lithographie von Carl Barth aus dem Jahr 1830 nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler (Foto: Wikipedia, gemeinfrei).
Samstag07.12.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Glaskathedrale - Walter Gropius - Philip Rosenthal

Leitung: Dieter Dörner
Ort: Amberg, Kristall-Glasfabrik Amberg (ehem. Rosenthal), Rosenthalstraße 12

Die "Moderne" unter Walter Gropius begann mit dem Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, heute UNESCO-Welterbe, und endete mit seinem letzten Werk, der Glaskathedrale in Amberg. Die Multi-Media-Führung gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken von Walter Gropius, seines engsten Mitarbeiters und Planers der Glaskathedrale Alexander Cvijanovic, des Auftraggebers Philipp Rosent-hals, des Bauhauses und natürlich in die Entstehung der Glaskathedrale. Wir werfen einen Blick in diese, jedoch nicht in die Produktionsanlagen.

Teilnehmergebühr: 7 Euro. Nach 14:30 Uhr kein Einlass. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt, d. h. Anmeldung bis 30. November unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich. Ohne Anmeldung kein Einlass! Keine Gruppenmeldungen!
Die Glaskathedrale (Quelle: Stadtmuseum Amberg)
Mittwoch11.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

April 1945. Das Kriegsende im Raum Regensburg

Vortrag von Rainer Ehm und Dr. Roman Smolorz
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die beiden Referenten haben in diesem Jahr eine umfangreiche Studie zum Kriegsende 1945 im Raum Regensburg vorgelegt. Diese entstand an der Universität Regensburg und wurde von der Stadt finanziell gefördert. Die Autoren werden über die Entstehung ihrer Arbeit berichten, die sie in Archive im In- und Ausland führte. Auch über die Schwierigkeiten, denen sie dabei begegneten. Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse ist Teil des Vortrages, mit denen manche Legendenbildungen korrigiert werden.

Für das kommende Jahr ist eine kleine Vortragsreihe geplant, in deren Rahmen die beiden Autoren jeweils einzelne Aspekte ihrer Forschungen im Detail darstellen werden, teils sogar um weitere Ergebnisse ergänzen können.

Ausschnitt aus der Titelseite der Publikation "April 1945. Das Kriegsende im Raum Regensburg" (Quelle: Verlag Friedrich Pustet)
Samstag18.01.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Reichsparteitagsgelände im Krieg - Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit

Fahrt zur Sonderausstellung in das Dokumentationszentrum in Nürnberg
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7, 9 Uhr

Die Ausstellung geht der Geschichte des Reichsparteitagsgeländes im Zweiten Weltkrieg nach. Die Umnutzung des Areals als Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager zwischen 1939 und 1945 ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Noch im Herbst 1939 wichen die Zeltstädte zur Unterbringung der Parteitagsteilnehmer zahllosen Holzbaracken, Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen. Es entwickelte sich ein umfangreicher Lagerkomplex, in den bis zur Befreiung im April 1945 tausende Zivilisten und Kriegsgefangene aus West-, Süd- und Osteuropa verbracht wurden. Die meisten wurden zum "Arbeitseinsatz" in der Landwirtschaft und der Industrie herangezogen – viele unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mehrere tausend Kriegsgefangene und zur Zwangsarbeit Verschleppte starben in Nürnberg.

Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegsgefangenenlager je zur Hälfte das Valka-Lager zur Unterbringung von Displaced Persons und ein Flüchtlingslager. Heute befindet sich auf dem Areal die Trabantenstadt Langwasser.

Nach der Besichtigung der Sonderausstellung ist ein Besuch der Dauerausstellung (Eintritt 6 Euro; zur gemeinsamen Rückfahrt Treffpunkt 16:30 Uhr im Kassenbereich) oder ein Besuch der Altstadt (Straßenbahn auf eigene Kosten) möglich.
Kriegsgefangenen-, Valka-, Flüchtlingslager (Quelle: Doku-Zentrum)
Samstag25.01.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Jahrestreffen des Arbeitskreises Altstraßen/Andiamo

Ort: Schwarzhofen, Rathaus, Marktplatz 1, Sitzungssaal

Der "Arbeitskreis Netzwerk der Inventarisierung Altstraßen Mittlere Oberpfalz" (Andiamo) wurde 2011 unter dem Dach des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg gegründet. Sein Ziel ist es, die Relikte historischer Straßen und Wege der Region dokumentieren. Unter dem Titel "Andiamo Altstraßen-Studien" werden auf www.heimat-forschung-regensburg.de eigene Arbeiten der Mitglieder und Digitalisate einschlägiger Fachpublikationen veröffentlicht.

Eine Altstraße im Böhmerwald (Foto: commons.wikimedia.org)
Montag27.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Kirche St. Wolfgang in Regensburg-Kumpfmühl – ein Werk dreier Generationen einer Architektenfamilie

Dominikus, Gottfried, Peter und Markus Böhm
Vortrag von Dr. Walter Zahner, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Prof. Dominikus Böhm (1880–1955), der wohl bedeutendste deutsche Kirchenbaumeister des 20. Jahrhunderts, lieferte die Pläne für die 1938-1940 erbaute Kirche St. Wolfgang in Regensburg-Kumpfmühl. Sein Sohn Gottfried Böhm schuf 1954 die Wolfgangstatue am Vorplatz der Kirche. Der Enkel Peter Böhm erbaute 1996-1998 das Pfarrheim St. Wolfgang ein weiterer Enkel, Markus Böhm, gestaltete das Wolfgangfenster in der Krypta. Alles in allem – ein seltenes Gesamtkunstwerk dreier Generationen einer Architektendynastie.

Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg als Beitrag zum Jahresthema des Kulturreferats der Stadt Regensburg „Provinz – Stadt – Metropole“
Pfarrkirche St. Wolfgang Regensburg-Kumpfmühl, Blick von Südost (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Mittwoch29.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Spuren von Jahrtausenden

25 Jahre archäologische Grossgrabung Burgweinting
Vortrag von Maximilian Ontrup M.A. und Dr. Joachim Zuber, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag handelt von den Ausgrabungen, die seit 1994 im Regensburger Stadtteil Burgweinting stattfanden. Auf einer zusammenhängenden Fläche von 66 Hektar wurden Siedlungsfunde und Gräber aus einer Zeitspanne von ca. 4000 Jahren zwischen Jungsteinzeit und Frühmittelalter geborgen.

25 Jahre nach Beginn der bislang größten Flächengrabung Süddeutschlands werden die Ergebnisse abgeschlossener und noch laufender Forschungen dargestellt. Sie vermitteln einzigartige Einblicke in die kulturgeschichtliche Entwicklung einer Kleinregion am heutigen Stadtrand.

Die Lage in einer der bedeutendsten frühen Kulturlandschaften Bayerns offenbart sich u.a. in spektakulären Fundstücken, wie einer bronzezeitlichen Zierscheibe aus Gold, Holzfässern aus römerzeitlichen Brunnen oder einer Goldscheibenfibel mit Kreuzmotiv.

Berücksichtigt werden auch die Multimedia-Inhalte der Sonderausstellung im Historischen Museum, die neuste Augmented Reality-Technik mit den aktuellen Forschungsergebnissen verbinden.

In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Regensburg
Männliche Hockerbestattung der jungsteinzeitlichen Glockenbecherkultur (Foto: A. Rauh, ArcTeam GmbH)
Dienstag04.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Grenzgeschichte(n) Bayern – Böhmen: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Vortrag von Reinhold Balk
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Vor 30 Jahren durchschnitten die Außenminister Genscher und Dienstbier symbolisch den "Eisernen Vorhang" bei Waidhaus. Damit setzte vor unserer Haustüre die gesamte Umwälzung der politischen Landschaft in Europa ein, die zwei Nachbarschaften innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten vom Kal-ten Krieg zur Europäischen Union und zur Reisefreiheit im Schengen-Raum führte. Der Referent, der die Geschehnisse als BGS-Beamter hautnah miterlebt hat, gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die sehr effektiven Grenzbefestigungen zwischen Bayern und der CSSR, dessen Wirkungsweise und die Entwicklungen an der Grenze nach deren Öffnung.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Grenzzaun an der CSSR-Grenze (Foto: Reinhold Balk)
Mittwoch12.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bayerische Literaturgeschichte von Tassilo bis Gerhard Polt

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Augsburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Klaus Wolf lehrt als Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern an der Universität Augsburg. Er liest aus seiner 2018 im Verlag C.H. Beck erschienenen Bayerischen Literaturgeschichte. Darin geht es um 1300 Jahre Geschichte der Literatur auf dem Gebiet des heutigen Bayern, die hier knapp, kundig und anhand vieler Beispiele vorgestellt werden. Beim Vortrag werden insbesondere auch Kostproben zur Literatur der Oberpfalz gegeben.

Titelbild der "Bayerischen Literaturgeschichte" von Klaus Wolf (Quelle: Verlag C.H.Beck)
Donnerstag13.02.
Hauptverein Regensburg

Der städtische Raum zwischen Römerzeit und Spätantike

Kontinuität, Diskontinuität und Wandel
Workshop und Abendvortrag von Prof. Dr. Rubina Raja, Professorin für Klassische Archäologie an der Universität Aarhus/Dänemark
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Mit Beständigkeit und Wandel des städtischen Raums vom Alten Rom zur Spätantike befassen sich ein Workshop (14:00 Uhr - 17:30 Uhr) und ein Abendvortrag (18:30 Uhr) des an der Universität Regensburg angesiedelten DFG-Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung steht die multidisziplinäre Untersuchung von urbanen Räumen als komplexen historischen Gebilden mit ihrer langen, von Konjunkturen und Katastrophen geprägten Biographie.

Alle historisch bzw. archäologisch Interessierten sind herzlich eingeladen, Einblick in die Forschungsaktivitäten des DFG-Graduiertenkollegs zu gewinnen. Weitere Informationen zum Forschungsprogramm sowie, sukzessive, zur Veranstaltung finden sich unter www.metropolitaet.ur.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

In Zusammenarbeit mit DFG-GRK 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg und Danish Research Foundation
Archäologische Ausgrabungen (Foto: Hulki Okan Tabak on Unsplash)
Sonntag16.02.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Das Kriegsende in Schwarzhofen in Augenzeugenberichten

Moderation: Alfred Wolfsteiner
Ort: Schwarzhofen, Aula der Dr. von Ringseis-Schule, Schulstraße 6
In Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen
Schwarzhofen am Fluss Schwarzach (Foto: Alois Köppl, Gleiritsch; http://online-2000.de)
Hauptverein Regensburg

„Apostel für die Schönheit“

Max Schultze (1845 – 1926) als Architekt, Künstler, Alpinist, Natur- und Heimatschützer
Vorträge von Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Dr. Jörg Zedler, Dr. Irmhild Elisabeth Heckmann, Dr. Andreas Nierhaus, Lisa Landl B.A., Dr. Wolfgang Baumann, Prof. Julian Jachmann und Mitarbeiter, Dr. Adina Christine Rösch, Dr. Hermann Reidel, Dr. Reiner Meyer, Johannes Paffrath, Gisela Zundel, Patricia Lippert M.A., Werner Dechent, Dr. Anton Schmidt
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das zweitägige wissenschaftliche Symposion beschäftigt sich mit dem Architekten und Künstler Max Schultze, einem typischen Vertreter der sich gegen Ende des 19 Jahrhunderts auch in Bayern formierenden Heimatschutzbewegung. Folgende Themenbereiche sind im Programm vorgesehen:

Sektion I: Historischer und biographischer Rahmen

Sektion II: Architektur, Innenarchitektur und Ausstellungstätigkeit

Sektion III: Malerei, Grafik und Fotografie

Sektion IV: Alpinismus, Natur- und Heimatschutz

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein Sektion Regenburg e.V., mit den Museen der Stadt Regensburg, Städtische Galerie im Leeren Beutel, und mit der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek
Der Architekt und Künstler Max Schultze (Foto: Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv - Hofbibliothek - Museen)
Samstag14.03.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Cham

„Die Feuerwolke“ – Erinnerungen an das jüdische Cham

Referent: BR-Autor Thomas Muggenthaler
Ort: Cham, Gerhardinger-Realschule, Propsteistraße 4, Ehemaliger jüdischer Gebetsraum

„Die Feuerwolke“, so lautet der 1954 erschienene autobiografische Roman des jüdischen Chamer Bürgerssohn Karl Stern (1906-1975). Darin beschreibt der 1939 nach Kanada emigrierte Mediziner nicht nur seine Erinnerungen an seine Heimatstadt, sondern schildert auch ganz eindrücklich das damit verbundene jüdische Leben. Eben hieran möchte uns der BR-Autor Thomas Muggenthaler durch eine Lesung aus dessen Lebenswerk erinnern, wobei er seine Ausführungen durch den Bericht des ehemaligen Chamer Juden Ernst Schwarz ergänzen wird, welchen er für eine Radio-Sendung 1995 in Israel besucht hat. Zudem wird er abschließend die Verfolgung der Juden in der Oberpfalz nachzeichnen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung mit jüdischer Musik durch den Chamer Musiklehrer Hermann Seitz.

Buchcover des autobiografischen Romans "Die Feuerwolke" (Foto: Florian Gruber)
Mittwoch01.04.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Die Generalversammlung ist neben dem Ausschuß, dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat eines der zentralen Organe des Vereins. Laut § 8 der Satzung ist die ordentliche Generalversammlung zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichts, die Entgegennahme der geprüften Jahresrechnung und die Entlastung des Schatzmeisters, die Ernennung von 2 Kassenprüfern für das folgende Geschäftsjahr, die Wahl der Ausschußmitglieder für 3 Jahre, die Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden sowie für die Entscheidung über die Auflösung des Vereins. Anträge von Mitgliedern für die ordentliche Generalversammlung müssen spätestens bis zum Enden des vorausgehenden Geschäftsjahres beim Vorstand eingereicht werden; das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Hauptverein Regensburg

Das Land zwischen Nordsee und Ostsee. Der Norden Deutschlands

Vereins-Studienfahrt 2020
Leitung: Dr. Martin Dallmeier

Programm: 1. Tag: Regensburg – Fulda – Hildesheim – Lüneburg (Altstadtspaziergang)– 2. Tag: Lüneburg – Lauenburg (Altstadt und Palmschleuse) – Ratzeburg (Dom) – Lübeck (UNESCO-Welterbe Stadtführung) – 3. Tag: Lübeck – Travemünde (Strandbummel) – Bad Segeberg (Marienkirche) – Holsteinische Schweiz Plön (Stadtbummel) – Schleswig (UNESCO-Welterbe Wikingersiedlung Haithabu – Danewerk – St. Petri-Dom – Schloss Gottorf – Fischersiedlung Holm) – 4. Tag: Schleswig – entweder Schiffsausflug zur Hallig Hooge oder zu den Inseln Föhr und Amrum – Seebüll (Historisches Emil-Nolde-Haus) – 5. Tag: Schleswig – Husum (Theodor-Storm-Haus) – Friedrichstadt (Hollandflair in Schleswig-Holstein) – Meldorf (St. Johanniskirche) - Stade (Stadtspaziergang) – Bremen – 6. Tag: UNESCO-Welterbe Bremen (Dom, Rathaus, Altstadtviertel Schnoor) – Bremerhaven (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Auswandererhafen) – 7.Tag: Bremen – Worpswede (Künstlerdorf) – Lüneburger Heide (Spaziergang) – Kassel – Würzburg – Regensburg

Auskunft und Anmeldung bis spätestens 12.01.2020 bei Dr. Martin Dallmeier per Telefon (0941-52811), Fax (0941-5843472) oder per E-Mail (martin.dallmeier@graf-dallmeier.de). Detaillierte Informationen im gedruckten Programm.
Der Ratzeburger Dom im Sommer (Quelle: wikipedia.org)