Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen. 

Samstag 31.10.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, Regensburg

Langquaid, einst „Verroniwaida”, später „Lanqwat”. „Lanq-” bedeutet lang und „-wat” steht für „seichtes Wasser”. Schon vor 8000 Jahren war der Raum um den heutigen Markt besiedelt. Von bronzezeitlichen Ackerbauern und dem bedeutenden Hortfund bis zu den Wittelsbachern, von der „Ochsenstraße“ zur Labertalbahn führen uns die Wege durch den Markt und sein neues „Museum Erlebnis Geschichte”. Geführt werden wir von Prof. Dr. Gerhard Waldherr, der die neue Ausstellung mit konzipiert hat.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Der Schatz von Langquaid (Foto: Markt Langquaid)
Dienstag 03.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Ausgrabung am Gräberfeld Schirndorf

Vortrag von Franz Hübl, Kallmünz
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Das Gräberfeld zwischen Fischbach und Schirndorf - das größte hallstattzeitliche Gräberfeld in Süddeutschland - wurde vor etwas mehr als 65 Jahren entdeckt. Einige Funde davon befinden sich im Volkskundemuseum Burglengenfeld. Sie erfahren von der Entdeckung, Lage und Größe des Gräberfeldes, der Hallstattzeit und vieles über das Gräberfeld und die reichhaltige Grabkeramik.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Volkskundemuseum und der vhs Schwandorf Land.
Die Grabung im Jahre 1964 (Repro: Informationstafel OVKM)
Samstag 07.11.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Nach der Mess´ die Maß

Vortrag, Vorführung und Pocket-Exhibition von Dr. Alexandra Berg, Regensburg
Ort: Regensburg, AKUSO, Haidplatz 3

Anlässlich der Wallfahrtsbewegungen um 1500 und 1600 fand ein immenser Vertrieb von Pilgerzeichen statt. Eigens dafür geschaffene Handwerks- und temporäre Lagerplätze dienten zur Versorgung der Pilgermassen an Wallfahrtszeichen und nötigen Unterkünften. Am Beispiel „Klösterl“ wird deutlich, wie eng in einem städtischen Anwesen Nutzungen als Handwerksplatz, Wirtshaus und Pilgerherberge mit Volksfrömmigkeit verbunden waren.

Eintritt frei; Spende erbeten. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit AKUSO Regensburg GmbH.
Votivfigur aus dem „Klösterl“ (Foto: Alexandra Berg)
Dienstag 10.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Georg von Reichenbach

Ingenieur, Erfinder und Begründer der Amberger Gewehrfabrik
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Würzburg
Ort: Amberg, Gemeindehaus, Paulanerplatz 13

Ambergs Gewehrfabrik war einer der bedeutendsten städtischen Arbeitgeber und Bayerns erste Fabrik, die arbeitsteilig und maschinell mit austauschbaren Einzelteilen produzierte. Ihr Begründer, Georg von Reichenbach, zog als Neuerer im Instrumenten- und Maschinenbau, Gründer zukunftsträchtiger Unternehmen und Chef der Obersten Baubehörde in Bayerns Ruhmeshalle ein. Auf Basis seines Nachlasses im Deutschen Museum München ordnet Prof. Dr. Dirk Götschmann, Emeritus für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, die Gewehrfabrik in Reichenbachs Lebenswerk ein.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Amberg, der Paulanergemeinde Amberg und der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Georg von Reichenbach, Lithographie von Joseph Karl Stieler, um 1825 (Repro: Wikimedia Commons)
Donnerstag 12.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Präsentation des neuen VHVO-Bandes

Ort: Regensburg, Bücher Pustet, Dombuchhandlung, Domplatz 7

Der Historische Verein und der Verlag Friedrich Pustet laden ein zur Buchvorstellung des neuen Bandes 166 (2026) der traditionsreichen Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg (VHVO). Dieser behandelt u. a. römische Quellen zur Geschichte des Regensburger Schottenklosters, einen Münzschatz aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekriegs, wandernde Schauspieltruppen in Amberg sowie NS-Unrecht an sogenannten „Asozialen“. Prof. Dr. Thomas Saile, der mit einem Aufsatz im neuen Band vertreten ist, wird über die Neolithische Revolution in der Oberpfalz sprechen.

Eintritt frei.
Ausschnitt aus der Umschlagvorderseite der VHVO (Abb.: HVOR)
Sonntag 15.11.
18:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich

Gesichter einer Frau
Lesung von Dr. Marita A. Panzer, Regensburg
Ort: Alteglofsheim, Schloss Alteglofsheim, Am Schloßhof 1, Kaisersaal

Elisabeth, genannt Sisi, wird zumeist als Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn wahrgenommen. Ihre bayerische Herkunft rückt dabei weitgehend in den Hintergrund. Obwohl durch Heirat eine Habsburgerin, bleibt sie doch eine Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Dr. Marita A. Panzer stellt in ihrer neuen Biografie Elisabeth daher als Herzogin in Bayern besonders heraus. Sie zeigt sie im Rahmen ihrer Familie, ihr Aufwachsen in München und Possenhofen sowie die lebenslange Verbundenheit mit ihrer bayerischen Heimat. Dabei kommen alle Aspekte ihres Lebens zum Tragen: So werden die vielen Gesichter dieser Frau, dieser Widerstrebenden, Überforderten, Fliehenden, Gescheiterten und Tragischen, aber auch Romantischen, Mutigen und Populären, aufgezeigt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Schloss Alteglofsheim e. V.
Elisabeth, Herzogin in Bayern und Kaiserin von Österreich (Foto: Wikimedia Commons)
Dienstag 17.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die magische 8

Böhmens 8 - Zufall oder Schicksal?
Vortrag von Hans-Peter Klinger, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Ob gut oder schlecht für Böhmen, fast immer zeigte sich bisher eine 8 im Datum der schicksalhaften Entscheidungen. Frappierend! Magisch? Ähnlich beispielhaft wie der 9. November in Deutschland oder der 28. Juni auf dem Balkan beeinflussten solche 8er-Ereignisse den großen geschichtlichen Ablauf – positiv wie negativ. Der Vortrag gibt einen verblüffenden Überblick und stellt vergleichend ausgewählte Situationen mit deren erheblichen Auswirkungen auf Böhmen, Bayern und Europa dar.  

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Prag (Foto: Wikimedia Commons)
Hauptverein Regensburg

Hin- und hergerissen

Regensburg und sein Umland zwischen Historismus und Modernisierung
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das 41. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege wird sich mit dem spannenden Nebeneinander von Historismus und Modernisierung in Regensburg und seinem Umland beschäftigen. Das umfangreiche Vortragsprogramm ist wie immer an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Sämtliche relevanten Informationen sind rechtzeitig unter www.regensburg.de/herbstsymposion nachzulesen.

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für kulturelles Erbe), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- u. Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund, Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg
Die Königliche Villa in Regensburg, Holzstich von 1862 (Repro: Elke Rehder)
Mittwoch 09.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bischofsamt im Nationalsozialismus

Erzbischof Michael Buchberger und das Dritte Reich
Vortrag von Dr. Walter Huber, Münster
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Zu den prägenden Bischöfen Bayerns vor dem Zweiten Vatikanum gehörte Dr. Michael Buchberger. Von 1928 bis 1961 stand er der Diözese Regensburg vor. Fokussiert auf die Jahre 1933 bis 1945 möchte der Vortrag – interessiert an Kausalitäten – u. a. folgenden Fragen nachgehen: Welche Zeitdiagnose stellte der Bischof auf? Welche pastoralen und kirchenpolitischen Präferenzen wies sein Agieren auf und welche Taktiken standen dahinter? Wo kam es zu Auseinandersetzungen mit den nationalsozialistischen Machthabern oder wo gab es vielleicht sogar Konsens? Wie arbeitete der Bischof das Thema „Nationalsozialismus und Kirche“ nach 1945 auf? Der Vortrag bietet neue Perspektiven auf einen kirchlichen Verantwortungsträger in bayerischer Monarchie, Weimarer Republik, NS-Diktatur, Besatzung und Bonner Republik.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein für Regensburger Bistumsgeschichte e. V.
Bischof Dr. Michael Buchberger in den 1930er Jahren (Repro: Walter Huber)
Dienstag 12.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Neuer Barock und „moderne“ Romanik?

Betrachtungen zur Ausstattung von St. Anton in Regensburg
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Hinter den trutzigen Mauern von St. Anton in Regensburg erwartet die Betrachtenden die Farbenpracht der Wandgemälde von Georg Winkler. Die Altäre gehen dabei oft fast ein wenig unter, obwohl sie stets Teil des Gesamtausstattungskonzept waren – von ihrer liturgischen Bedeutung ganz abgesehen. So ergänzen sich im Kirchenraum neubarocke Ausdrucksformen und „expressionistische“ Romanik und spiegeln damit auch die Vielfalt der Pfarrgemeinde wider, die in den 1920ern den Bau von St. Anton im wahrsten Sinne als „Volkskirche“ vorantrieb. 

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger der Stadt Regensburg.
Blick in das Innere von St. Anton (Foto: Maximilian Fritsch)
Dienstag 12.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Michael Mathias Prechtls Suche

Die spannende Entwicklung eines Amberger Künstlers
Vortrag von Beate Wolters, M.A., Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Das Stadtmuseum Amberg verwahrt neben dem Nachlass Michael Mathias Prechtls auch den von Fritz Griebel, seinem Lehrer an der Akademie. Gerade der Kunststudent Prechtl scheint anfangs stark von ihm geprägt, bevor er als freischaffender Künstler eigene Vorbilder für sich sucht.  Gegenstand des Vortrages werden die weitgehend unbekannten, großformatigen Werke des ganz jungen Prechtls sein, die Arbeiten für „Kunst am Bau“, an denen sich die Suche des Künstlers ablesen lässt.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Collage (Foto: Beate Wolters)
Dienstag 19.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Erasmus-Gymnasium und seine berühmten Absolventen

Sie alle drückten die Schulbank hier!
Vortrag von Dr. Peter Seidl, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

2026 feierte das Erasmus-Gymnasium Amberg als eine der ältesten höheren Schulen der Oberpfalz 400 Jahre seines Bestehens. Peter Seidl, Autor der Jubiläums-Festschrift, stellt in diesem Vortrag einige der Männer vor, die zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert „sein“ Gymnasium absolviert und es zu Rang und Namen gebracht haben. Dies wird verbunden mit Fakten und Anekdoten aus vier Jahrhunderten Schulgeschichte, die ja auch Teil der Amberger und Oberpfälzer Regionalgeschichte ist.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Symbolbild (Foto: Peter Seidl)
Dienstag 26.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Christian II. von Anhalt-Bernburg

Ein gebürtiger Amberger in seinen Tagebüchern
Vortrag von Dr. Arndt Schreiber, Freiburg
Ort: Amberg, Staatsarchiv, Archivstrasse 3

Christian II. von Anhalt-Bernburg hat der Nachwelt sicherlich das bedeutendste deutschsprachige Tagebuch aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hinterlassen. Einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend verbrachte der Fürst in Amberg, wo sein gleichnamiger Vater bis 1620 als kurpfälzischer Statthalter amtierte. Auch nach dieser Zeit fühlte er sich der Oberpfalz ausdrücklich als "landtsmann" verbunden. In welchen Kontexten dieses Territorium nach seinem Anschluss an Bayern in den fürstlichen Tagebüchern darüber hinaus vorkommt, behandelt der Vortrag des Freiburger Historikers Dr. Arndt Schreiber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Langzeitprojekt „Digitale Edition und Kommentierung der Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599-1656)“.

Anmeldung unter: veranstaltungen@staam.bayern.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Amberg, dem Stadtarchiv Amberg und der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Porträt Fürst Christians II. von Anhalt-Bernburg von Martin Bernigeroth (Repro: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)
Mittwoch 27.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Amberg ist aus Stein gebaut

Vortrag von Dieter Dörner, Amberg
Ort: Amberg, Pfarrsaal St. Martin, Pfarrer-Meiler-Pl. 1

„Am Erz ist Amberg entstanden …“ schrieb die Schriftstellerin Ricarda Huch. Wo man Erz fand, verdiente man gutes Geld, konnte es sich leisten, in Stein zu bauen. Aus Rhät- und Doggersandstein entstanden im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit die repräsentativen Bauten des Landesherrn, der Stadt, der Bürger in Amberg. Woher kamen die Steine? Wo und weshalb hat man Steine z.T. sogar bergmännisch unter Tage gewonnen? Wie war es um die Steinmetze bestellt? Wie wurden die großen Kirchen und Profanbauten in der Gotik gebaut? Weshalb Maßwerk? Welche Bedeutung haben Riefen und Schüsselchen an vielen mittelalterlichen Sandsteinbauten? All diese Fragen beantwortet der ehemalige Kreisheimatpfleger.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Tretrad (Foto: Dieter Dörner)
Sonntag 31.01.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Paul Zeidler (1548 - 1627)

Vortrag von Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Ort: Schwarzhofen, Rathaus, Marktplatz 5, Sitzungssaal

Vor genau 400 Jahren starb der Humanist Paul Zeidler, gebürtiger Schwarzhofener, in Neunburg vorm Wald. Bedeutsam für die Oberpfalz wurde sein Werk "Insignia urbium et vicorum Superioris Palatinatus", gedruckt in Regensburg 1585. Es vereint die Wappenbilder der oberpfälzischen Orte mit Zeidlers Erläuterungen zu Wappen und Ort.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land.
Ausschnitt aus dem Werk "Insignia urbium et vicorum Superioris Palatinatus" (Repro: BSB München)
Dienstag 02.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Rigips - Der Siegeszug im Trockenbau

Ein spannender Ausflug in die Arbeitswelt
Vortrag von Jürgen Wolf, Sulzbach-Rosenberg
Ort: Amberg, KEG-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstrasse 3

Die Rigipsplatte hat den Trockenbau revolutioniert. Aus Gips und Karton wurde ein Baustoff, der uns nahezu überall begegnet. Jürgen Wolf, ein Fachmann, dessen Expertise im In- und Ausland gefragt ist, berichtet spannend zu diesem Werkstoff, seiner Herstellung und zum Bau und Betrieb der Fertigungsanlagen.

Anmeldung unter: info@keb-amberg-sulzbach.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Symbolbild Werk (Foto: Hans-Peter Klinger)
Samstag 06.02.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kloster Reichenbach – Geschichte und Gegenwart

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Vor über 900 Jahren gründeten Benediktiner am Regen das Kloster Reichenbach. Die ursprünglich romanische Basilika verwies auf die Hirsauer Bauschule. Dem zunächst gotischen Ausbau folgte im Barock die völlige Neugestaltung der Kirche. Dabei beeindruckt heute noch der Reichenbacher Stuck durch seinen Formenreichtum und fein abgestimmte Farbigkeit. Das 1803 säkularisierte Kloster wurde 1890 durch die Barmherzigen Brüder erworben und wieder bezogen. Sie richteten Ende des 19. Jahrhunderts eine Heil- und Pflegeanstalt für geistig und körperlich Behinderte ein, die bis heute besteht und weiterentwickelt wurde. Wir besichtigen die Kirche und Teile der alten Klosteranlage und informieren uns über die umfangreiche, aktuelle Tätigkeit des Ordens vor Ort.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Das Kloster Reichenbach im Winter (Foto: Wikimedia commons)
Dienstag 02.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Oberpfalz als Notstandsgebiet im Fokus von Politik, Verwaltung und Wissenschaft (1919–1939)

Vortrag von Dr. Patrick Reitinger, Leipzig
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Die Rolle der Oberpfalz im Notstandsdiskurs wurde in der Forschung bisher nur nachrangig untersucht. Dabei versuchten zeitgenössische Akteure aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft seit den 1920er Jahren, die Oberpfalz mit einer eigenen regionalen Identität im Kampf um die Aufmerksamkeit für vermeintlich strukturschwache Regionen zu positionieren. Im Vortrag wird gezeigt, wie die Entwicklungen in der Region in die größeren politischen Zusammenhänge des Weimarer Krisendiskurses und der spezifischen nationalsozialistischen Notstandsrhetorik eingeordnet werden können und welche Elemente in der Oberpfälzer Landschaft noch heute an diese Zeit erinnern.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land.
Burglengenfeld, 1938 (Foto: Hans Fehn/Freilichtmuseum Finsterau)
Mittwoch 10.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Archäologischer Jahresrückblick 2026 für Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Es ist und bleibt überraschend, welche archäologischen Epochen auf den jährlich neuen Baustellen tatsächlich vertreten sind. Natürlich geben bereits bekannte Funde und Zeitstellungen den Rahmen vor, der von den Fachleuten erwartet wird. Wird dieser erfüllt, bestätigt das grundsätzlich unsere Denkmalkenntnis. Und doch taucht immer wieder ein unerwartetes Detail auf, das ein neues Bild entstehen lässt. Der diesjährige Vortrag präsentiert erfüllte Erwartungen und erfüllende Überraschungen von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.

Eintritt frei
Jungsteinzeitliche Mehrfachbestattung einer erwachsenen Person und dreier Kinder aus Obertraubling (Foto: BLfD)
Freitag 12.03.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Hofmarkskapellen von Kollersried, Laufenthal und Beilnstein

Führungen mit Dr. Thomas Feuerer, Kollersried, Karl Jobst, Laufenthal, und Dr. Christine Riedl-Valder, Beratzhausen
Treffpunkt: Kollersried, An der Hofmark 2, Filialkirche St. Jakobus d.Ä.

Die kleine Exkursion widmet sich einigen interessanten Hofmarken und ihren Sakralbauten im westlichen Landkreis Regensburg. In Kollersried besichtigen wir die im Kern noch romanische, ehemalige Burgkapelle St. Jakobus d.Ä., in Laufenthal die im 17. Jahrhundert erneuerte Schlosskapelle St. Ottilia und in Beilnstein die 1878 im neugotischen Stil erbaute St.-Anna-Kapelle. Auch die Geschichte der Hofmarken, die im Fall von Kollersried und Laufenthal bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, und ihrer Herrenhäuser, sowie Beilnsteins Vergangenheit als Hammerwerk kommen dabei zur Sprache.

Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com

Teilnehmergebühr: 5 Euro (HV-Mitglieder frei)
Hofmarkschloss und -kapelle von Kollersried (Foto: Johannes Paffrath)
Sonntag 14.03.
Hauptverein Regensburg

Die romanische Kapelle auf dem Abbachhof

Aktionstag
Ort: Abbachhof, Hs.-Nr. 1

Die romanische Kapelle auf dem Abbachhof ist eines der ältesten Baudenkmäler in der Gemeinde Wenzenbach und ein weitgehend unbekanntes architektonisches Juwel im Landkreis Regensburg. Sie wurde im 12. Jahrhundert aus gleichmäßig verlegten, jedoch unregelmäßig hohen Lagen von Sandsteinquadern errichtet. Nach der Profanierung im Jahr 1803 hat man die ursprüngliche Apsis abgebrochen und den restlichen Raum als Vorratslager verwendet. Regelmäßige Führungen durch das ehemalige Sakralgebäude und über das Gelände des einstigen Gutshofes lassen die Geschichte dieses außergewöhnlichen Ortes lebendig werden. Ebenso ist ein nettes Kinderprogramm für die kleinen Besucher geboten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit Teatro Blanco Regensburg.
Die romanische ehem. Kapelle auf dem Abbachhof (Foto: Julia Schruff)
Samstag 03.04.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Berching – 13 Türme am Ludwigs-Kanal

Hören & Sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung von Reinhard Hanausch, Regensburg

Urkundlich erwähnt wurde Berching als „Pirihinga“ erstmals im Jahr 883. Der Name deutet auf eine noch frühere, bajuwarische Gründung hin. Die Stadt im Altmühltal war fast 900 Jahre lang eichstädtisch, erhielt vor 1245 das Marktrecht und wurde 1314 zur Stadt ernannt. Der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals 1835 bis 1846 und der Lokalbahnstrecke Neumarkt – Berching – Beilngries (1888) brachten zwar wirtschaftliche Impulse, konnte jedoch eine anhaltende Stagnation in Berchings weiterer Entwicklung nicht verhindern. Erst in jüngster Zeit nahm Berching mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals (1992) einen bemerkenswerten Aufschwung. Mit einer liebevoll restaurierten Altstadt erreichte die Stadt als „Kleinod des Mittelalters“ heute vor allem touristische Bedeutung.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Blick auf die Stadt Berching (Foto: Stadt Berching)
Mittwoch 14.04.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Online: Georg Greflinger (um 1620 - 1677) und der Dreißigjährige Krieg

PD Dr. Viktoria Gutsche, Wuppertal
Online

Für die Menschen des 17. Jahrhunderts bedeutete der Dreißigjährige Krieg einen Einschnitt, der alles in Frage stellte. Zwischen 1618 und 1648 verwüstete er weite Teile Mitteleuropas und erschütterte die religiöse wie politische Ordnung des Alten Reiches in ihren Grundfesten. Inmitten dieser Katastrophe wuchs eine Generation heran, der der Krieg als Dauerzustand vertraut war. 

Zu ihr gehörte Georg Greflinger, der um 1620 in Neunburg vorm Wald geboren wurde und, durch die Kriegswirren früh entwurzelt, ein unstetes Wanderleben führte, ehe er schließlich in Hamburg sesshaft wurde. Unter seinem Dichternamen „Celadon von der Donau“ legte er 1657 das Epos „Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg“ vor, die erste poetische Darstellung des gesamten Krieges aus der Feder eines Zeitgenossen. 

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verbund der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf.
Titelkupfer (Detail) - Bayerische Staatsbibliothek München (Signatur: Res/P.o.germ. 519 l)
Donnerstag 13.05.
17:00 Uhr
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Die Frauenberg-Kapelle oberhalb von Kloster Weltenburg

Führung mit Dr. Jutta Göller (Kelheim)
Weltenburg, Frauenbergkirche; Treffpunkt um 17.00 Uhr im Klosterhof Weltenburg

Die Wallfahrts-Kapelle auf dem Frauenberg ist das seltene Beispiel einer Doppelkirche in unserer Gegend. Archäologische Ausgrabungen der letzten Jahren bewiesen, dass die Unterkirche zu einer Burg der Regensburger Bischöfe gehörte. Aus dem 12. Jahrhundert datiert die Aufstockung zur Doppelkirche. Als die Klosterkirche zu Beginn des 18. Jahrhunderts neu erbaut werden sollte, ließ Abt Maurus Bächl zuvor die baufällige Oberkirche der Frauenkapelle als Ausweichquartier sanieren. Die neuen Decken-Gemälde wurden dabei wohl von Cosmas Damian Asam, die Stuck-Medaillons eventuell von seinem Bruder Egid Quirin geschaffen. Der prächtige Rokoko-Hochaltar entstand erst nach der Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Prüfeninger Bildhauer Franz Anton Neu, dessen tragisches Schicksal beleuchtet wird.

Der Veranstaltungsort ist leider nicht barrierefrei erreichbar! Teilnahmegebühr: 5 Euro (HV-Mitglieder frei). Anmeldung unter: info@kunstliteratour.com
Der Hochaltar der Oberkirche der Frauenkapelle in Weltenburg (Foto: Dr. Jutta Göller)