Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier  herunterladen.

Dienstag13.12.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der südliche Altlandkreis Amberg in alten Ansichten

Vortrag von Josef Schmaußer, Ursensollen
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3

Postkarten waren vor ca. 120 Jahren so modern wie heute E-Mails oder andere digitale Nachrichten. Interessant für den Heimatkundler sind vor allem Aufnahmen, welche ein Bild der Orte in unserem Landkreis vor ca. 120 Jahren vermitteln. Wer besaß zu dieser Zeit schon einen Fotoapparat? Auffällig ist oft auch die teils hervorragende Qualität dieser Druckerzeugnisse. So sind für viele Heimatkundler historische Postkarten ein begehrtes Sammelobjekt.

Anmeldung bis  08.12. unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de 

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Die ehem. Kirche St. Martin in Hohenburg (Foto: Dieter Dörner)
Samstag14.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Geschichte der Cham-Further Senke

Von den Anfängen bis zur Neuzeit
Vortrag von Werner Perlinger, Furth im Wald
Ort: Cham, Hotel Randsberger Hof, Randsbergerhofstr. 15

Wer die Cham-Further Senke (tschechisch Všerubská vrchovina) kennt, weiß, dass es sich hierbei um eine Niederung im Oberpfälzisch-Bayerischen Wald handelt, welche den Oberpfälzer Wald vom Bayerischen Wald trennt. Gleichsam verbindet sie aber auch die Oberpfalz mit Böhmen, weshalb sich hier auch eine bunte Vielfalt an kulturellem Leben finden lässt. Gerade deshalb möchte uns Werner Perlinger die Geschichte der Region von ihren frühen Anfängen bis in die Neuzeit anhand von Bildern näherbringen. Es lohnt sich, hier doch etwas näher hinzuschauen.  

Eintritt frei.
Die Cham-Further Senke (Foto: Walter Karen)
Dienstag24.01.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Leprosenhaus, Dreifaltigkeitskircherl, Dreifaltigkeitsfriedhof

Vortrag von Dieter Dörner, Amberg
Ort: Amberg, Pfarrsaal Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitsstraße 7 (neben der Kirche)

Leprosenhäuser gehörten im Mittelalter zur sozialen Fürsorge für Leprakranke (und anderer Bedürftiger) jeder Stadt. Sie befanden sich vor den Stadtmauern, in Amberg an der Ausfallstraße nach Regensburg. Das „Männersiechen“ geht auf das Jahr 1340 zurück, fast 200 Jahre später wurde das „Frauensiechen“, bis dahin an der Ausfallstraße nach Nürnberg, mit dem Leprosenhaus vereint. Zeitgleich entstand dort das Dreifaltigkeitskircherl, wohl vor allem für die Seelsorge der Kranken. Ebenfalls Mitte des 16. Jh.s der Dreifaltigkeitsfriedhof, ursprünglich für die Leprosen gedacht, doch bald, nach Auflösung der innerstädtischen Friedhöfe, für alle Verstorbenen links der Vils.

Anmeldung bis 10.01. unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Friedhof, Leprosenhaus und Dreifaltigkeitskircherl in Amberg, 1681 (Foto: Stadtarchiv Amberg)
Mittwoch25.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Alt und neu: archäologische Funde und Forschungen in Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Oft ist die Archäologie in der Wahrnehmung auf neue Fundstücke reduziert, die selbst möglichst alt oder einzigartig sein sollen. Dabei ist es doch der Fundkontext, der dem Fund selbst seine Bedeutung gibt. Entsprechend wichtig ist die umfassende Dokumentation auf einer Ausgrabung. Sie dient als Grundlage wissenschaftlicher Auswertungen, die es erst möglich machen, eine Geschichte zu erzählen. Und wenn wir ehrlich sind, hören wir nichts so gern wie Geschichten, seit den Lagerfeuern eiszeitlicher Jäger bis zu den modernen Podcasts.

Im zurückliegenden Jahr haben sich spannende Geschichten entwickelt, manchmal ausgehend von laufenden Auswertungsprojekten, manchmal ausgehend von neuen Funden. Andere, fast unscheinbare Grabungen erfordern aber auch, dass die eine oder andere altbekannte Geschichte neu erzählt werden muss. Freuen Sie sich also auf eine anregende Stunde der (Vor)Geschichte und Geschichten!

Eintritt frei.
Detailaufnahme einer bronzenen Strigilis aus einem Frauengrab des 4. Jhs. n. Chr. aus dem Regensburger Ortsteil Kumpfmühl (Foto: Michael Rademacher/BLfD)
Mittwoch15.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Vom ehemaligen Braunkohlerevier zum modernen Industrie- und Tourismusstandort

Die Transformation der Region Wackersdorf/Steinberg
Vortrag von Rebecca Koller M.A., Maxhütte-Haidhof
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

182,5 Millionen Tonnen geförderte Braunkohle in 76 Betriebsjahren – zumindest landschaftlich ist von diesem einstigen Braunkohleabbau in der heutigen Tourismusregion Wackersdorf/Steinberg im „Oberpfälzer Seenland“ kaum mehr etwas bemerkbar. Der Vortrag der ersten Christian Gottlieb Gumpelzhaimer-Preisträgerin nimmt die Transformationsprozesse, welche aus dem ehemaligen Braunkohlerevier einen modernen Industrie- und Tourismusstandort machten, in den Blick. Behandelt werden dabei diverse Themen der Industriegeschichte und -kultur sowie in diesem Kontext entscheidende Prozesse des gesellschaftlichen und räumlichen Strukturwandels. Trotz aller Transformation entfaltet die ehemalige Braunkohleindustrie auch heute noch und somit rund 40 Jahre nach dem offiziellen Ende der Kohleförderung als industrielles und kulturelles Erbe ihre Bedeutung in der Region.

Eintritt frei.
Tagebaugrube im Raum Wackersdorf/Steinberg, circa 1906 (Foto: Heimat- und Industriemuseum Wackersdorf)
Dienstag28.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Eine Kirche wie keine andere: Die Amberger Dreifaltigkeitskirche

Vortrag von Peter Seidl, Amberg
Ort: Amberg, Pfarrsaal Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitsstraße 7 (neben der Kirche)

Amberg war, bezogen auf die Zahl der Einwohner, um die Wende vom 19. zum 20. Jh. nach Augsburg und Nürnberg die höchstindustrialisierte Stadt in Bayern. Es galt, für den Zuwachs an Arbeitern neuen Wohnraum zu schaffen, und dies vor allem im Bereich der Emailgeschirrfabrik Baumann. Ein neues, bis dahin bescheiden besiedeltes Wohnviertel entstand, das Dreifaltigkeitsviertel. Ursprünglich gehörten die Bewohner, soweit katholisch, zur bald überforderten Pfarrei St. Martin. Um den Ersten Weltkrieg wuchs der Gedanke, mit Hl. Dreifaltigkeit eine neue Pfarrei mit Kirche zu schaffen. Endlich konnte, begleitet von Geldnot, 1926 mit dem Bau begonnen werden, der sich bis zur Fertigstellung der Innenausstattung bis Ende der 1930er Jahre hinzog. Doch bereits 1975 stand eine Restaurierung an, die zu einer Neugestaltung des Kircheninneren führte. Wenig später kam Ersatz für die im Dritten Reich geraubten, nach dem Krieg in minderwertiger Ausführung gestalteten Kirchenglocken.

Anmeldung bis 20.02. unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Die Amberger Dreifaltigkeitskirche (Foto: Dieter Dörner)
Samstag18.03.
09:10 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Fakten und Facetten zur Bibel – Das neue Bibelmuseum in Nürnberg

Treffpunkt: Amberg, Bahnhofshalle

Um seine Aufgabe, die Verbreitung und das Verständnis der Bibel als Kulturgut und Heiliger Schrift zu fördern, auch in der Gegenwart und Zukunft umzusetzen, entschied sich das Bibelzentrum Bayern 2013 dazu, das bis dahin betriebene Bibelerlebnishaus in ein Museum nach modernsten Standards umzuwandeln. Für die Konzeption des Museums wurde 2013 das Kernkonzeptteam gebildet, das für die inhaltliche sowie räumliche und bauliche Gestaltung zuständig war. Ungewöhnliche und spannende Fakten erzählen, was zum Beispiel die Bibel mit Schafen und Seerobben zu tun hat. Warum braucht die Bibel einen Code? Und was haben Minibibeln und Bibeln in XXL gemeinsam?

Nach dem Besuch der Bibelausstellung bleibt Ihnen ausreichend Zeit für eine Mittagspause. Anschließend findet eine Stadtführung zur Reformation in Nürnberg oder einem ähnlichen Thema statt. Alle weiteren Infos finden Sie ab Mitte September unter www.keb-amberg-sulzbach.de. Rückkunft in Amberg um ca. 17:30 Uhr.

Anmeldung bis 10.03. unter Tel. 09621/475520, info@keb-amberg-sulzbach.de oder www.keb-amberg-sulzbach.de 

Unkostenbeitrag: noch offen. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Bibel, Tora, Koran - alle drei sind Heilige Schriften (Foto: Dieter Dörner)
Samstag18.03.
13:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Verschwundene Ortschaften im östlichen Steinwald

Exkursion zu den Wüstungen Zwernitz, Rapotenreuth und Grünlas
Geländeführung von Erich Schraml, Fuchsmühl
Treffpunkt: Herzogöde, Wanderparkplatz an der Staatstrasse St 2170 (Fuchsmühl-Marktredwitz)

Die Wüstungen Zwernitz (Berg und Dorf) und Rapotenreuth sind erstmals im aus dem Jahr 1285 stammenden älteren bayerischen Herzogsurbar nachzuweisen, wo sie unter dem herzoglichen Amt Waldeck aufgeführt sind. Grünlas wird im Jahr 1379 im Hochzeitsgut des Landgrafen Sigost von Leuchtenberg für die Pfalzgräfin Mechthild von Rhein aufgezählt. Später wechseln die Wüstungen mehrfach die Besitzer. Während Grünlas eindeutig als Flurname noch präsent ist, sind die beiden anderen Ortschaften nur mehr durch urkundliche Rückschlüsse zu lokalisieren. Nach der heutigen Ortssituation liegen die Wüstungen eng an den Randbereichen der Gemarkungen von Waldershof und Fuchsmühl. Während der Exkursion wird auch auf die urkundlichen Nachweise näher eingegangen, ebenso auf die besondere Ortssituation der Siedlungen. Kartenmaterial und eine Zusammenstellung der historischen Daten wird als Handout bereitgestellt.

Anmeldung unter rg.otnant@gmail.com 

Teilnahme kostenlos.
Kartenausschnitt mit den Wüstungen Zwernitz, Rapotenreuth und Grünlas (Foto: Erich Schraml)
Samstag18.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

100 Jahre Maristen-Schulbrüder in Cham

Vortrag von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Hotel Randsberger Hof, Randsbergerhofstr. 15

"Einfachheit, Bescheidenheit und Demut" - diese einfachen, aber dennoch gehaltvollen drei Grundsätze waren seit jeher das Fundament, welches die Maristen-Schulbrüder für die Schulbildung der Stadt Cham gelegt haben. Konnte doch nur so mit dem Bau des Studienheims St. Josef aus einem vermeintlich "kulturellen Niemandsland" im Bayerischen Wald die heutige Schulstadt Cham entstehen. Dass es bis dahin jedoch ein langer und vor allem steiniger Weg war, wird dabei oft vergessen. Lassen sie sich also davon überraschen, inwiefern das Wirken der Brüder unsere Stadt Cham nachhaltig verändert hat.

Eintritt frei.
Das Studienheim St. Josef nach seiner Fertigstellung im Winter 1924/25 (Foto: Postkartensammlung von Florian Gruber)
Samstag01.07.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ignaz Günther (1725–1775): Werke für Schloss Sünching

Buchpräsentation mit anschließender Führung
Buchvorstellung mit Christian Forstmeier und Dr. Claudius Stein, München
Ort: Sünching, Schloss, Am Schloss 1

Der Münchener Bildhauer Ignaz Günther, einer der Hauptvertreter des süddeutschen Rokoko, hat für Schloss Sünching eine Gruppe von Hauptwerken geschaffen: das figurenreiche Altarrelief der Schlosskapelle sowie die Genien und Putten für die Bekrönungen der Porträts der Bauherren, der Grafen Joseph Franz und Adam Friedrich von Seinsheim. Ein Gartenpavillon, für dessen Ausstattung ein Entwurf Günthers vorliegt, hätte dazukommen sollen. Alle diese Werke werden in einem Bildband von Christian Forstmeier und Dr. Claudius Stein mit außergewöhnlichen Aufnahmen und einführenden Texten präsentiert. Im Anschluss an die Präsentation können die Werke im Original besichtigt werden.

Eintritt frei. Anmeldung unter Seinsheim.Hausarchiv@gmail.com erbeten.
Putti bekrönen ein Porträt (Foto: Claudius Stein)