Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen.

Samstag19.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege – Altstraßenwanderung um Wöllmannsbach (Stadt Schwandorf)

Führung von Lorna Simone Baier

Wälle und Wege ist seit April 2017 eine Reihe von Wanderungen in der mittleren und nördlichen Oberpfalz. Dabei zeigt Lorna Simone Baier Ladschaftselemente mit historischem Hintergrund. Das können Altstraßentrassen oder Befestigungsanlagen jeglicher Zeitstellung sein, aber auch Überreste von Mühlen, Eisenhämmern oder ganz einfachen Bauernhöfen. Manchmal ist noch viel zu sehen, an anderen Stellen weist nur noch ein Flurname auf die Geschichte des Platzes hin.

Anmeldung ist erforderlich entweder telefonisch unter 0151 19159906 oder per Mail an anmeldung@waelle-und-wege.eu (hier auch weitere Informationen).

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Landkreis Schwandorf-Land.
Samstag19.09.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"Amberg ist auf Erz gebaut"

Führung von Dieter Dörner, Amberg
Treffpunkt: Amberg, Druckerei Frischmann, Sulzbacher Straße 93

Bei einem etwa dreistündigen Spaziergang über den Erzberg erfahren Sie alles über Entstehung, Gewinnung und Verarbeitung unserer Eisenerze bis hin zur Geschichte der Luitpoldhütte.

Teilnehmerzahl begrenzt, schriftliche Anmeldung bis 15. September 2020 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich.

Teilnahme kostenlos, festes Schuhwerk erforderlich. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Vor dem Mundloch des Theresienstollens in den 1920er Jahren (Quelle: Luitpoldhütte AG)
Samstag03.10.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"Erdgeschichte Massenricht"

Führung von Josef Kohl, Amberg
Treffpunkt: Raigering, Parkplatz der NORMA (14:00 Uhr) oder Hirschau-Träglhof (14:30 Uhr; von Hirschau her kommend, linke Seite vor der Ortstafel am Metallbaubetrieb)

Wir gehen entlang der Freihunger Störung – mit mehr als 1000 Meter Sprunghöhe – durch einen Teil des Oberpfälzer Bruchschollenlandes, erkunden eine geologische Zeitgeschichte, beginnend mit 280 Millionen Jahren und endend bei 10.000 Jahren. Es gibt in Deutschland nur wenige Orte mit einer so dichten und abwechslungsreichen Erd- und mit einer so vielfältigen Bergbaugeschichte. Bei Massenricht wurden u. a. über Jahrhunderte hinweg Mühlsteine von bester Qualität gebrochen und auf den Altstraßen in ferne Regionen verfrachtet. Lassen Sie sich ein geologisches Erlebnis ein. Für den Spaziergang mit 2,6 km Streckenlänge und einer Höhendifferenz von ca. 40 Meter benötigen wir etwa 2 Stunden.

Teilnehmerzahl begrenzt, schriftliche Anmeldung bis 25. September 2020 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich.

Teilnahme kostenlos, festes Schuhwerk erforderlich. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Ehem. Steinbruch in Massenricht (Foto: Josef Kohl)
Samstag03.10.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege – Altstraßenwanderung um Stadlern (Landkreis Schwandorf)

Führung von Lorna Simone Baier

Wälle und Wege ist seit April 2017 eine Reihe von Wanderungen in der mittleren und nördlichen Oberpfalz. Dabei zeigt Lorna Simone Baier Ladschaftselemente mit historischem Hintergrund. Das können Altstraßentrassen oder Befestigungsanlagen jeglicher Zeitstellung sein, aber auch Überreste von Mühlen, Eisenhämmern oder ganz einfachen Bauernhöfen. Manchmal ist noch viel zu sehen, an anderen Stellen weist nur noch ein Flurname auf die Geschichte des Platzes hin.

Anmeldung ist erforderlich entweder telefonisch unter 0151 19159906 oder per Mail an anmeldung@waelle-und-wege.eu (hier auch weitere Informationen).

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Landkreis Schwandorf-Land.
Donnerstag08.10.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Der 300. Jahrestag der Schlacht am Weissen Berg bei Prag

Bruderkrieg im Hause Wittelsbach
Vortrag von Studiendirektor i.R. Bernd Grune, Ihrlerstein
Der Veranstaltungsort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Die Auseinandersetzungen der böhmischen Stände mit Kaiser Matthias und Kaiser Friedrich II., die ihnen die im Majestätsbrief von 1609 von Kaiser Rudolf II. zugestandene Religionsfreiheit nehmen wollten, fand ihren militärischen Höhepunkt am 8. November 1620 in der Schlacht am Weißen Berg. Der pfälzische Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, der von ihnen zum böhmischen König gewählt worden war, verließ Prag nach dieser Niederlage bereits am folgenden Tag. Deshalb wurde er spöttisch Winterkönig genannt. 61 bedeutende Unterstützer der böhmischen Seite wurden gefangengenommen, 27 Adelige enteignet, auf dem Altstädter Ring hingerichtet und ihre Besitzungen an kaisertreue Untertanen neu vergeben. Böhmen wurde gewaltsam katholisiert, die ständischen Rechte abgeschafft und für den Absolutismus geöffnet. Für Europa begannen damit die Auseinandersetzungen des 30jährigen Krieges. Bernd Grune erläutert in seinem Power-Point-Vortrag die Auswirkungen dieser Ereignisse auf Deutschland und besonders auf Bayern.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: bernd.grune@web.de und Bestätigung abwarten.

Eintritt 3,- €; für HV-Mitglieder frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kelheimer Tourismusinitiative e.V.
Statue des Grafen Tilly, siegreicher General der katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, in der Feldherrnhalle in München, um 1844 (Foto: Bernd Grune)
Mittwoch14.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Oberpfälzer Küche im 18. Jahrhundert

Der „Speißmeister“ des Ensdorfer Benediktiners Odilo Schreger
Vortrag von Regionalgruppensprecher Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Ort: Dr. Eisenbarth-Museum, Mühlstraße 7, Oberviechtach
Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Eisenbarth-Museum OVI
Titelblatt der zweiten Auflage des "Speismeister" von 1778 (Foto: Alfred Wolfsteiner)
Samstag17.10.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Wirken der Familie Asam im Pflegamt Helfenberg

Mit Informationen über die aktuellen Sanierungspläne für die Schlossruine Helfenberg
Vortrag von Ortsheimatpflegerin Gabriele Schneider, Velburg
Ort: Lengenfeld, Gasthof zum Helfenberg, Helfenbergstraße 17

Hans Georg Asam, der Vater der berühmten Künstlerbrüder Cosmas Damian und Egid Quirin, war ein vielbeschäftigter Freskenmaler. 1702 hatte er für Graf Ferdinand von Tilly einen umfangreichen Freskenzyklus in dessen neuen Schloss Helfenberg fertiggestellt (nicht erhalten). Die Familie Asam lebte in den Jahren 1702/03 und 1707 nachweisbar in Velburg und übernahm mehrere kleinere und größere Arbeiten im Auftrag Tillys in seinem Hoheitsgebiet, z. B. die Fresken in der Wallfahrtskirche Freystadt. Nach dem Tod des Vaters 1711 führten die Söhne zusammen mit der Mutter Maria Theresia und der Schwester Salome die Aufträge zu Ende. Spuren der Familie Asam finden sich in Kleinalfalterbach, Deusmauer, Lengenfeld, Harenzhofen, Breitenbrunn und St. Colomann. In Günching befindet sich das erste selbständige Werk Cosmas Damians, dem auch ein Fresko in Hohenfels zugeschrieben wird. Einleitend informiert der Vereinsvorsitzende Thomas Stigler über die geplante Sanierung der Schlossruine.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: thomas.stigler@web.de 

Eintritt frei; Spenden erbeten. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Schloss Helfenberg e.V.
Günching, Mariä Verkündigung, 1716 (Foto: Gabriele Schneider)
Samstag24.10.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"Wunderwelt Sand" + "Architektur und Natur im Unteren Vilstal" + Hammerwerk und Glasschleife

Exkursion in das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern
Leitung: Dieter Dörner, Amberg
Treffpunkt: Theuern, Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Portnerstraße 1, Haupteingang

„Ohne Wasser kein Leben“ - Gleiches könnte man (fast) auch vom Sand sagen: Ohne Sand keine Siedlung, keine Häuser, keine Straßen, kein Glas … Sie haben die Möglichkeit in einer Ausstellung mit dem Titel "Wunderwelt Sand" die Geschichte der Entstehung und der Verarbeitung des Sandes zu verfolgen.

In einer weiteren Ausstellung präsentieren die Amberger Fotografen Jana Müller und Hans König beeindruckende Werke zum Thema „Architektur und Natur im Unteren Vilstal“.

Während Sie mit jeweils zehn Personen vorstehende Ausstellungen im Alleingang besuchen, führt (im Wechsel) Dieter Dörner durch die Außenstelle (Hammerwerk und Glasschleife). Sie haben weiterhin die Möglichkeit, im Alleingang in der Außenstelle die Ausstellung „Strom früher – Strom heute“ zu besichtigen.

Teilnehmerzahl begrenzt, schriftliche Anmeldung bis 18. Oktober 2020 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich.

Teilnahme kostenlos. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Die Sandgrube in Atzmannsricht (Foto: Dieter Dörner)
Freitag30.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Der Lamberg in alter Zeit

Seine Bedeutung in der Regionalgeschichte
Vortrag von Stadtarchivar a. D. Werner Perlinger, Furth im Wald
Ort: Cham, Kulturhaus cha13, Ludwigstraße 13, RAUM Kleinkunstbühne

Könnten unsere historischen Stätten reden, so hätten sie wohl vieles zu erzählen! Dabei sind diese oftmals mit bedeutenden Gebäuden verbunden, welche uns einiges über unsere Geschichte vermitteln können. Eben hierzu dürfte wohl auch die Kirche der Hl. Walburga am Lamberg bei Chammünster zählen. Entwickelte sie sich doch im Mittelalter zu einer der bekanntesten Wallfahrtskirchen Bayerns. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dieses überregionale Gebäude 1556 im Zuge der Reformation geplündert und letztlich auch zerstört wurde. Auch wenn diese Entwicklung für dieses Gotteshaus sicherlich eine gewaltige Zäsur darstellte, so ist es auch nicht überraschend, dass Kurfürst Maximilian 1627/28 diese bereits wieder errichtete. Abermals 1806 im Zuge der Säkularisation zerstört, wurde die Kirche in ihrer heutigen Form 1832 erbaut und 1833 eingeweiht. Sie können also gespannt sein, was uns Herr Perlinger über die Entwicklung der Wallfahrtskirche und den Lamberg als Siedlungsstätte noch alles zu erzählen hat, wobei auch sicherlich die ein oder andere Geschichte dabei sein wird, welche noch wesentlich weiter in der Zeit zurückreicht, als vielleicht vermutet.

Teilnehmerzahl begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0176 21549993 vorab bis zum 26.10.2020 zwingend erforderlich.

Eintritt frei.
Kirche am Lamberg (Foto: Walter Karen)
Mittwoch04.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Stadt, die Uni und eine unruhige Zeit

Zur Gründungs- und Wirkungsgeschichte der Universität Regensburg in den 1960er/1970er Jahren
Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Löffler, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die heutige „Boom-Town“ Regensburg wäre kaum denkbar ohne die Gründung der Universität Regensburg per Landtagsbeschluss 1962, dem die Aufnahme des Lehrbetriebs fünf Jahre später folgte. Der Vortrag stellt den Kontext und die wesentlichen Stationen der Gründung dar und verfolgt die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf Stadt und Hochschule bis in die 1970er Jahre.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bitte dabei den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Die Universität Regensburg während der Bauphase (Foto: Universitätsbibliothek Regensburg)
Samstag07.11.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Mit dem Förster durch den Wald

Führung von Martin Seits, Amberg
Treffpunkt: Amberg, Forsthaus, Auf dem Mariahilfberg 5

Mit dem Förster Martin Seits streifen wir durch den Stadtwald, erfahren Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt und gewinnen einen Einblick in forstwirtschaftliche Abläufe.

Teilnehmerzahl begrenzt, schriftliche Anmeldung bis 30. Oktober 2020 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich .

Teilnahme kostenlos, festes Schuhwerk erforderlich. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Herbstwald (Quelle: www.prspics/Piqza.de)
Mittwoch11.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kloster am Rande der Metropole

Sankt Emmeram und die städtischen Eliten im mittelalterlichen Regensburg (9.-14. Jahrhundert)
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Oberste, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Sankt Emmeram nimmt in der reichen Regensburger Sakraltopographie eine besondere Stellung ein. Als bedeutendes Königskloster verfügt es bereits im Frühmittelalter über weitgespannte Netzwerke in den Hochadel. Als Bildungs- und Missionszentrum stellt Sankt Emmeram auch die alten städtischen Damenstifte in den Schatten. Gleichwohl bleibt die Rolle der Abtei im Prozess der bürgerlichen Emanzipation seit dem späten 12. Jahrhundert merkwürdig blass. Der Vortrag fragt nach den Beziehungen Sankt Emmeram zum Regensburger Patriziat und nach dem politischen Stellenwert des Klosters im späteren Mittelalter.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bitte dabei den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Blick in die Basilika St. Emmeram in Regensburg (Foto: Dr. Bernd Gross / Wikipedia)
Freitag13.11.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Gemeindearchiv in Sinzing

Führung mit Kreisheimatpfleger und Gemeindearchivar Karl Hoibl, Sinzing
Ort: Sinzing, Gemeindarchiv im Rathaus, Fährenweg 4

Das Archiv im Neubau des Rathauses der Gemeinde Sinzing am Fährenweg enthält Gemeinderatsprotokolle, Gesetzesblätter, Handbücher der Verwaltung, Akten, Standesamtsunterlagen, Baupläne, Rechnungen und Bilder seit dem Jahre 1808. Die Bestände werden nach dem Bayerischen Einheitsaktenplan geordnet und in einer Datenbank verzeichnet. Dadurch sind die Dokumente schnell und sicher wieder auffindbar. Im Archiv der Gemeinde Sinzing befinden sich auch die Unterlagen der ehemaligen Gemeinden Bergmatting, Eilsbrunn und Viehhausen, die 1972 im Zuge der Gebietsreform mit Sinzing zusammengelegt wurden. Das Gesamt-Archiv umfasst 1396 laufende Regalmeter. Davon stehen für die Registratur 580 Meter zur Verfügung. Für das Archiv sind 816 Meter Regale reserviert.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sinzing.
Rechnungsband der Gemeinde Viehhausen (Foto: Karl Hoibl)
Dienstag17.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Provinz als Heimat

Von der historischen Rolle italienischer Wanderarbeiter im deutschen Traum von den Metropolen
Vortrag von Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Burglengenfeld
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Jahresthema „Provinz-Stadt-Metropole“ beleuchtet Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Direktor der Stiftung Thüringischer Schlösser und Gärten i.R., von einer ungewohnten Perspektive: Künstler aus Italien behielten ihre Heimat als Saisonarbeiter, während sie den Auftraggebern nördlich der Alpen, weltlichen und geistlichen Fürsten, nach dem Vorbild großer Metropolen den neuen Stil des Barock brachten. Ziel war es hierbei, in der Provinz künstlerischen Metropolcharakter anklingen zu lassen. Das Refektorium des ehemaligen Klosters St. Emmeram  oder die Gnadenkapelle der Alten Kapelle dürften von italienischen Stukkateuren dieser Herkunft in diesem Sinn gestaltet worden sein.

Anmeldung bei der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V. unter Tel. 0941 / 597 2231 oder per Email: info@keb-regensburg-stadt.de. Teilnahme nur mit Rückbestätigung!

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Decke der Gnadenkapelle der Alten Kapelle, 1693 (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Donnerstag19.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Eine Zeitreise durch 30.000 Jahre Geschichte – vom Paläolithikum zu den Römern

Vortrag von Dr. Hamid Fahimi, ADILO GmbH Parsberg, und Dr. Saman Heydari-Guran, Neanderthal-Museum Mettmann
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigaßl 4

Seit 2016 führt die ADILO GmbH umfangreiche archäologische Untersuchungen auf der Neubautrasse der A 94 zwischen Pocking und Schambach durch. An mehreren Stellen konnten Siedlungsspuren des Jungpaläolithikums, der Bronzezeit, Eisenzeit, römischen Epoche so wie der frühen Neuzeit entdeckt und dokumentiert werden. Die beiden Referenten werden im Rahmen ihrer PowerPoint-Präsentation über die Grabungen, die Befunde und die Funde sprechen.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: gudrun.weida@t-online.de und Bestätigung abwarten.

Eintritt: 3,- €; für HV-Mitglieder frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Dolina - Gesellschaft für Landeskunde e.V.
Grabungsfunde (Foto: ©ADILO GmbH)
00:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Regensburger Herbstsymposion: Zwischen den Kriegen

Städtebau, Architektur und Kunst im Regensburg der Zwanziger- und Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts
Ort: Regensburg, Kolpingsaal, Adolph-Kolping-Straße 1, Kolpingsaal

Das 35. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege widmet sich dem Thema "Zwischen den Kriegen". Wie gewohnt bieten die Veranstalter der interessierten Bürgerschaft Informationen aus erster Hand und die Gelegenheit zum ungezwungenen fachlichen Austausch. Das genaue Programm wird rechtzeitig in den Medien bekannt gegeben. Weitere Informationen beim Veranstaltungssekretariat. 

Aufgrund der Pandemie-Situation ist für jede der drei Vortragssektionen (Freitagnachmittag, Samstagvormittag, Samstagnachmittag) eine schriftliche Anmeldung beim Veranstaltungssekretariat erforderlich. Eine Anmeldung ist für max. 3 Personen möglich, wobei für jede Person Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Kontakt anzugeben sind. Anmeldeschluss ist Donnerstag, 19.11.2020 um 12.00 Uhr. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung oder, im ungünstigsten Fall, eine Absage. Spontane Restplatzvergaben sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Der gewohnte Festakt mit anschließendem Empfang muss heuer leider entfallen. Veranstaltungssekretariat: Tel. (0941) 5072455, E-Mail: beer.jasmin@regensburg.de

In Zusammenarbeit mit: Stadt Regensburg (Amt für Archiv und Denkmalpflege), Bistum Regensburg (Fachbereich Kunst- und Denkmalpflege), Heimatpfleger der Stadt Regensburg, Oberpfälzer Kulturbund e. V., Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg e. V.
Plakat des 35. Regensburger Herbstsymposions 2020 (Foto: Stadt Regensburg)
Mittwoch25.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Jüdische Gemeinde Regensburgs im Mittelalter: Ghetto oder Metropole

Vortrag von Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott, München
Ort: Regensburg, Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2

"Regensburg - Mittelalterliche Metropole der Juden" so hieß die Ausstellung, die im Frühjahr 2019 im Historischen Museum der Stadt Regensburg gezeigt wurde. Dieser Titel verweist auf die bedeutende Geschichte der Regensburger Juden sowohl als Teil der Stadtbevölkerung als auch für Juden im mittelalterlichen Reich. Der Vortrag gibt Einblicke in die verschiedenen Aspekte und Gründe für die herausragende Stellung dieser Gemeinde.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bitte dabei den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Überreste des jüdischen Viertels im document Neupfarrplatz (Foto: Bilddokumentation, Stadt Regensburg)
Dienstag01.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrißbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei wesentlichen Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts jener Zeit in Bayern vor.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung und Rückbestätigung unbedingt erforderlich schriftlich bis 16. November 2020 bei Abt. Untere Denkmalschutzbehörde, Keplerstr. 1, 93047 Regensburg oder per Email: denkmalpflege@regensburg.de

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Mittwoch02.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kaiser Friedrich III. und die freie Reichsstadt Regensburg

Vortrag von Prof. em. Dr. Franz Fuchs, Würzburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Friedrich III. (1415-1493) war in mehrfacher Hinsicht ein Herrscher der Superlative, und dies nicht nur aus biologischen Gründen, weil ihm von allen römisch-deutschen Königen und Kaisern des Mittelalters die mit Abstand längste Regierungszeit beschieden war. Er war der erste Habsburger, der vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und zugleich der letzte Kaiser des Mittelalters, der in der Tradition Karls des Großen diese Würde vom Papst in Rom empfing. Für den Rat und die Bürger der freien Reichsstadt Regensburg hat er mehr Urkunden ausgestellt als alle seine Vorgänger; über 300 Diplome sind heute noch nachweisbar. Doch waren die Regensburger Ratsherren gerade mit diesem Herrscher, den die kleindeutsche Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts fälschlich als des „heiligen römischen Reiches Erzschlafmütze“ bezeichnete, notorisch unzufrieden und fassten 1486 den Aufsehen erregenden Beschluss, vom Reich abzufallen und sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München als Landesherren zu unterstellen. Dieses Projekt sollte allerdings nach wenigen Jahren am zähen Widerstand des Habsburgers scheitern. Der Vortrag behandelt an Hand einiger ausgewählter Beispiele die wechselhafte Beziehung zwischen der Freistadt und dem Reichsoberhaupt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bitte dabei den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Hans Burgkmair der Ältere, Kaiser Friedrich III., Ende 15. Jhd., Kunsthistorisches Museum Wien (Foto: Wikimedia Commons)
Mittwoch09.12.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das Schottenportal der Regensburger Kirche St. Jakob

Baugeschichte – Bedeutung – Ikonographie – denkmalpflegerische Probleme
Vortrag von Prof. Dr. Achim Hubel, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Schottenportal aus dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts ist das aufwendigste und figurenreichste Portal der Romanik in Deutschland. Da es sich um eine in Deutschland einzigartige romanische Bilderwand handelt, ist zu fragen, welche Vorbilder die Auftraggeber in anderen Ländern gesehen hatten. Eine Besonderheit ist auch die ungewöhnliche Bautechnik, in der das Portal errichtet wurde. Viele Hypothesen sind zu der Frage aufgestellt worden, was das umfangreiche Skulpturenprogramm dem Betrachter vermitteln will. Welche Interpretation kann aus heutiger Sicht überzeugen? 1994 wurde zum Schutz des gefährdeten Portals eine Vorhalle aus Glas errichtet, die jedoch weitere Schäden nicht verhindern konnte. Am schlimmsten ist die schwarze Gipskruste auf der Oberfläche des Portals, welche die Diffusion der Feuchtigkeit aus dem Stein heraus verhindert, so dass durch Salz- und Frostsprengung die empfindliche Oberfläche der Skulpturen schwer beschädigt wird. Was kann man heute dagegen tun?

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Eintritt frei.
Das Schottenportal in Regensburg (Foto: Gerald Richter)
Mittwoch13.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Bürgerfest, Domspatzen und der SSV

Regensburger Erinnerungsorte
Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Das Konzept der „Erinnerungsorte“, der „Lieux de Mémoire“, das auf den französischen Historiker Pierre Nora zurückzuführen ist, kann inzwischen als weithin bekannt und eingeführt gelten. Dahinter steckt die Überlegung, dass das kollektive Gedächtnis an bestimmten „Orten“, die nicht nur geographisch zu verstehen sind, kristallisiert. In diesem Vortrag soll versucht werden, das Konzept auf der lokalen Ebene zur Anwendung zu bringen. Welche Orte, Ereignisse, Institutionen und Personen sind konstitutiv für Regensburg? Wie werden solche Erinnerungsorte überhaupt zu dem, was sie sind? Diesen und anderen Fragen gilt es nachzuspüren.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bitte dabei den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Foto: Ausschnitt aus Michael Ostendorfer, Ansicht Regensburgs aus dem Jahr 1552 (Staatliche Bibliothek Regensburg, Gr/4Rat.civ.383)
Mittwoch20.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Gesandtschaften und Herbergen der auswärtigen Gesandten am Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Vortrag von Stefan Ebeling, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der Vortrag widmet sich den Gesandtschaftswohnungen der Gesandten und Delegierten der einzelnen Staaten, Städte und Fürstentümer in verschiedenen Häusern und Herbergen der Stadt Regensburg im Zeitraum zwischen 1663 und 1806. Die Vertreter der drei Gremien am Immerwährenden Reichstag waren der „Kurfürstenrat“ mit 7 bis 9 Mitgliedern, der “Fürstenrat“ mit 100 Mitgliedern und das “Städtekollegium“ mit 51 Mitgliedern. Mit allen Sekretären und Kanzlisten weilten so etwa 500 Personen dauernd in der Stadt Regensburg. Die Stadt Regensburg zählte zu dieser Zeit etwa 1100 Bürgerhäuser. In ca. einem Drittel dieser Bürgerhäuser wohnten die jeweiligen Gesandten mit Ihren Sekretären und der Dienerschaft zur Miete. Eigener Besitz in der Stadt Regensburg war den Gesandten nicht erlaubt.  So zogen die einzelnen Abgesandten nach einer gewissen Zeit wieder in ein neues Quartier. Die geistlichen Gesandten waren häufig in kirchlichen Besitztümern, in Klöstern und im Hochstift Regensburg untergebracht. Weilten die Gesandten nur kurze Zeit in der Stadt, so logierten sie in einer der zahlreichen Herbergen und Wirtshäuser der Stadt Regensburg.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 erforderlich. Bei der Anmeldung bitte den vollständigen Namen, die Personenzahl und eine Telefonnummer angeben. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen für einen Zeitraum von einem Monat aufbewahrt werden. Danach werden diese Daten ordnungsgemäß vernichtet. Aufgrund des dynamischen Geschehens können einzelne Vorträge auch kurzfristig abgesagt werden.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferats der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Der Tagungsort des Immerwährenden Reichstags: Das Alte Rathaus in Regensburg (Foto: Stefan Ebeling)
Dienstag26.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Das Thon-Dittmer-Palais – reiche Geschichte hinter klassizistischer Fassade

Vortrag von Stadtheimatpfleger Dr. Werner Chrobak, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der bedeutendste Regensburger Großkaufmann des 18. Jahrhunderts, Georg Friedrich von Dittmer, errichtete zwischen 1781 und 1808/09 anstelle zweier gotischer Hausburgen das heutige sog. Thon-Dittmer-Palais. Gegenwärtig bildet dieses Palais mit dem nach den Vorstellungen von Dr. Walter Boll zur Hälfte ergänzten Renaissance-Innenhof mit Stadtbücherei, Volkshochschule und Kulturreferat ein Kulturzentrum, auf das Regensburg zu Recht stolz sein kann. Dass der Regensburger Stadtrat 1956 ernsthaft einen Gesamtabbruch erwog, ist heute kaum mehr vorstellbar.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung unbedingt erforderlich bis 15. Januar 2021 bei der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V. unter Tel. 0941 / 597 2231 oder per E-Mail: info@keb-regensburg-stadt.de. Teilnahme nur mit Rückbestätigung!

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Wappen am Südgiebel des Thon-Dittmer-Palais (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Freitag29.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Lebenslinien aus dem Landkreis Cham

Diakon Alois Hiebl und die Vertreibung seiner Familie aus dem Sudetenland
Vortrag von Diakon Alois Hiebl, Cham
Ort: Cham, Kulturhaus cha13, Ludwigstraße 13, RAUM Kleinkunstbühne

Dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft, dürfte wohl jedem von uns bekannt sein. Dabei können oftmals die vielfältigsten Ursachen, wie z. B. der Tod eines geliebten Menschen oder auch die Geburt eines Kindes, der Grund für einen völligen Richtungswechsel im Leben sein. Doch was ist, wenn der Zusammenbruch eines Regimes der Auslöser für den Umbruch einer ganzen Bevölkerungsgruppe ist? Eben dieser Frage wollen wir mit einem Vortrag von Diakon Alois Hiebl in unserer Rubrik „Lebenslinien aus dem Landkreis Cham“ auf den Grund gehen. Dabei wird uns der Kreisvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, welcher selbst als 5-jähriger Bub die Vertreibung seiner Familie in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Sudetenland hautnah miterleben musste, so einiges erzählen können. Bezeichnet er doch auch heute noch einen tschechischen Polizisten als einen Schutzengel, welcher seiner Familie und ihm mit einem Jeep zur Flucht verholfen hat. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass die damit zusammenhängenden Ereignisse auch heute noch sein gesamtes Leben prägen. Seien sie also gespannt, welche Überraschungen in seiner Lebenslinie noch zu entdecken sind.

Teilnehmerzahl begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0176 21549993 vorab bis zum 25.01.2021 zwingend erforderlich.

Eintritt frei.
Familie Hiebl nach dem 2. Weltkrieg (Foto: Familie Hiebl)
Donnerstag18.02.
20:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)
Mittwoch24.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Die Generalversammlung ist neben dem Ausschuß, dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat eines der zentralen Organe des Vereins. Laut § 8 der Satzung ist die ordentliche Generalversammlung zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichts, die Entgegennahme der geprüften Jahresrechnung und die Entlastung des Schatzmeisters, die Ernennung von 2 Kassenprüfern für das folgende Geschäftsjahr, die Wahl der Ausschußmitglieder für 3 Jahre, die Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden sowie für die Entscheidung über die Auflösung des Vereins. Anträge von Mitgliedern für die ordentliche Generalversammlung müssen spätestens bis zum Enden des vorausgehenden Geschäftsjahres beim Vorstand eingereicht werden; das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Samstag13.03.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Thurauer Mühle

Ein Denkmal wird zum Leben erweckt
Führung von Besitzer Max Rohrmüller, Thurau
Ort: Thurau/Schönthal, Thurauer Klostermühle, Thurau 11

Lange ist es her, dass in der Thurauer Klostermühle Korn zu Mehl gemahlen wurde. Dies ist jedoch Geschichte, zumal die historische Stätte über viele Jahre hinweg augenscheinlich immer mehr in einen tiefen Dornröschenschlaf gefallen ist. Nun kehrt jedoch wieder Leben in das alte Gemäuer ein. Zu verdanken ist das Max und Margit Rohrmüller, denen das Mühlenanwesen gehört. Unermüdlich haben sie sich um eine Sanierung des im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammenden und um 1830 erneuerten geschichtsträchtigen Gebäudes bemüht – mit Erfolg. Ende 2017 begannen die Sanierungsarbeiten, wobei mittlerweile auch ein erheblicher Baufortschritte zu erkennen ist. Lassen sie sich also davon überraschen, was man mit viel Mühe und noch wesentlich mehr Nerven sowie einem nicht ganz unerheblichen Anteil an finanzieller Eigenleistung alles erreichen kann.

Teilnehmerzahl begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0176 21549993 vorab bis zum 08.03.2021 zwingend erforderlich.

Eintritt frei. Festes Schuhwerk empfohlen. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.
Die Thurauer Mühle (Foto: Walter Karen)
Freitag30.04.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)