Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier  herunterladen.

Freitag02.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Ad fontes!

Die Anfänge des Klosters Frauenzell
Vortrag von Dr. Thomas Feuerer, Kollersried
Ort: Frauenzell, ehem. Benediktinerabtei, Hs.-Nr. 5

Greift man zur einschlägigen Literatur, scheinen die Anfänge des kleinen, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründeten ehemaligen Benediktinerklosters in Frauenzell weitgehend geklärt. Wenn man sich jedoch die wenigen zeitgenössischen Archivalien aus den ersten Jahren dieser Adelsstiftung genauer anschaut, ergeben sich fast mehr Fragen als Antworten. Wie so oft lohnt es auch in diesem Fall, "zu den Quellen" zurückzukehren und die im Laufe von Jahrhunderten entstandene historiographische Überlieferung kritisch zu hinterfragen. Ein spannender Blick in die Werkstatt des Historikers ...

Anmeldung ist erforderlich unter 09484/9519669 oder olgabrandl@t-online.de.

Eintritt frei. Ein Angebot des Freundeskreises des ehemaligen Beneditkinerklosters Frauenzell e.V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg
"Oratorium als erste Kirche zu Frauenzell", Zeichnung von Andreas Wolf, 1844 (Foto: Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, MS. O. 142)
Hauptverein Regensburg

KulturSpur – Mensch und Denkmal

Der Tag des offenen Denkmals 2022 in Regensburg

Wissen Sie, wo Sie in Regensburg die Kirche St. Fidelis finden? Oder wo der Zuckerl-Müller seinen Verkaufsraum hatte? Wenn nicht, dann haben Sie in diesem Jahr die Gelegenheit, auf eine Spurensuche zu gehen. „KulturSpur“, so lautet das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denk­mal­schutz zum Tag des offenen Denkmals®. Die Stadt Regensburg und ihre Kooperationspartner, darunter auch der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg, ermöglichen wieder kostenlos Einblicke in Denkmäler, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen sind. Dazu gibt es viele Spezialführungen zu Menschen in Regensburg, die die Geschichte der Stadt geprägt haben. Folgen Sie Apollonia Diepenbrock, Therese Keiter, der Dombaumeisterfamilie Roritzer oder den ersten Regensburger Stadtbauräten. Familien- bzw. Kinder­führungen und Rahmenangebote runden das Programm ab, darunter eine Schnitzeljagd auf den Spuren der Römer mit Materialien in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache. Mit teilweise barrierefreien sowie fremdsprachigen Aktionen soll es ein Tag für alle werden.

Denkmal­steckbriefe, Informations­material und Programmprospekte liegen am zentralen Infostand im Runtingerhaus, Keplerstraße 1, auf, geöffnet von 10-17 Uhr. Das Programm ist vorab in gedruckter Form in den Tourismusbüros und beim Amt für Archiv und Denkmalpflege sowie digital unter www.regensburg.de/denkmaltag erhältlich. Auskünfte erteilen das Amt für Archiv und Denkmalpflege und am Denk­maltag der zentrale Informationsstand im Runtingerhaus unter Telefon 507-2453.

Das Regensburger Antoniushaus, 2021 (Foto: Bildstelle Stadt Regensburg)
Sonntag11.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Kriegergedächtnisbrunnen im Chamer Stadtpark

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 1
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Treffpunkt: Cham, Stadtpark, Schleinkoferstraße 9

Wenn man sich mit der Erinnerungskultur der Stadt Cham in den 1930er Jahren beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es einen Unterschied macht, ob zum Beispiel ein Kriegerdenkmal aus der Zeit vor oder nach der Machtergreifung Hitlers stammt. So ist der 1931 am Chamer Marktplatz (früher Hindenburgplatz) errichtete und 1955 in den Chamer Stadtpark verlegte Kriegergedächtnisbrunnen im Kontext eines bürgerlichen Gedenkens an die gefallenen Söhne des Ersten Weltkriegs enstanden, im Gegensatz zum Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus, welches den Krieg mit seinen Opfern als etwas Notwendiges bzw. Ehrenhaftes stilisiert. Darüber hinaus gliedert sich dieser Brunnen mittlerweile in eine Anlage ein, welche über die reine Bedeutung eines einfachen Kriegerdenkmals hinausgeht. Seit den späten 1970er-Jahren wird hier ganz bewusst Erinnerungskultur im Hinblick auf die Kriege von 1870/71, 1914-1918 und 1939-45 betrieben. Es handelt sich um einen Ort, welcher die Menschen gezielt dazu anhält, in Bezug auf die Grausamkeiten des Krieges innezuhalten.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Der hl. Georg auf dem Kriegergedächtnisbrunnen (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

"Ich weiss ein trautes Nest…"

Historisch-literarische Wanderung durch den Markt Schwarzhofen
Führung von Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Treffpunkt: Schwarzhofen, Gasthof Gillitzer, Marktplatz 10

Das Schwarzachtal im Umkreis Schwarzhofens war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Der Markt Schwarzhofen, an einer uralten Straße von Böhmen nach Regensburg gelegen, kann sich nicht nur einer langen Geschichte mit einem mittelalterlichen Kloster der Regensburger Dominikanerinnen rühmen, er war auch der Geburtsort einer Reihe bekannter Persönlichkeiten wie des Philologen Johann Gebhard, des Humanisten Paul Zeidler und des Mediziners Johann Nepomuk von Ringseis. Sie alle haben in ihren Werken literarische Bezüge zu ihrer oberpfälzischen Heimat überliefert. In der etwa 90minütigen Wanderung durch den Markt mit Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner wird der Ort in historischen und literarischen Zeugnissen vorgestellt.

Anmeldung ist erforderlich unter info@vhs-schwandorf-land.de.

Unkostenbeitrag: 5 Euro. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderkreis Schwarzhofen und dem Verbund der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf
Der Markt Schwarzhofen aus der Luft (Foto: Josef Merkl)
Sonntag11.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Chamer Ehrenhain

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 2
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Ehrenhain, Katzberg 1

Die Entstehung des Ehrenhains in Cham (1933-1935) fällt in eine Zeit, in der solche Orte - wenn auch nicht immer für einen derartigen Verwendungszweck konzipiert - für die Nationalsozialisten immer mehr an Bedeutung gewannen. Oft dienten sie den neuen Machthabern auf Grund ihrer großzügigen Gestaltung, sowie der emotionalen Bindung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, für groß angelegte Aufmärsche, um sich so selbst in Szene zu setzen. Ende letzten Jahres hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege den Ehrenhain mit seinem gesamten Baumbestand in seiner Funktion als Mahnstätte unter Denkmalschutz gestellt. Neben seiner geschichtlichen Komponente birgt er vor allem künstlerische, städtebauliche sowie wissenschaftliche Aspekte, welche nicht nur für die Geschichte der Stadt Cham, sondern auch bayernweit von großer Bedeutung sind.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Inschrift am Sockel des Kreuzes im Chamer Ehrenhain (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Das Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 3
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Rathaus, Marktplatz 2

Das als "Nazi-Fresko" durch die Presse bekannt gewordene Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus versucht, auf eine sehr banale Art und Weise dem Betrachter den Krieg als etwas Notwendiges und Ehrenhaftes zu verkaufen. Manche Menschen plädieren deshalb dafür, das Gemälde zu übertünchen, da es mit unseren heutigen Werten nicht mehr konform geht. Zu verbergen bedeutet aber gleichsam zu vergessen bzw. zu verdrängen und eine offene und durchaus notwendige Diskussion über die geschichtlichen Hintergründe zu vermeiden. Kommende Generationen könnten sich kein eigenes Bild mehr machen, und wir würden die Möglichkeit verpassen, durch eine angemessene Kontextuierung selbst ein Zeichen gegen Krieg und Diktatur zu setzen. Deshalb liegt es an uns, solche "schwierigen" Zeugnisse zu erhalten und für die Zukunft zu konservieren.

Telefonische Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich.

Teilnahme kostenlos.
Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus (Foto: Florian Gruber)
Samstag17.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Otnant

Die Landgrafen von Leuchtenberg

27. Otnant-Gespräch
Ort: Tagungszentrum an der Burg Falkenberg, Burg 1

Das 27. Otnant-Gespräch schließt direkt an das 2021 in Pfreimd - dem ehemaligen Residenzsitz der Landgrafen - stattgefundene Gespräch an. Es sollen bisher unberücksichtigte Aspekte der Landgrafengeschichte aufgegriffen werden, wie die Memorialpolitik sowie die Besitzungsstrukturen und künstlerische Aspekte. Eine Einführung in die Überlieferungssituation der Landgrafen zeigt, dass zu den Leuchtenbergern noch viel zu erforschen ist.

Vorgesehenes Tagungsprogramm

10:00 Uhr - Jochen Rösel M.A., Amberg: Die archivalische Überlieferung der Landgrafen von Leuchtenberg im Staatsarchiv Amberg
10:45 Uhr - Christian Malzer M.A., Würzburg: Die mittelalterliche Memorial- und Klosterpolitik der Landgrafen
11:30 Uhr - Adalbert Busl, Wiesau: Die Burg Falkenberg im Besitz der Leuchtenberger

13:30 Uhr - Bernhard Fuchs M.A., Pressath: Die Leuchtenbergischen Lehen um 1400 nach dem Lehenbuch
14:00 Uhr - Dr. Bernhard Lübbers, Regensburg: Eine Regensburger Wunderkammer des 16. Jahrhunderts im Besitz der Landgrafen von Leuchtenberg

15:00 Uhr - Führung durch die Burg Falkenberg

Anmeldung ist erforderlich unter rg.otnant@gmail.com.

Teilnahme kostenlos.
Die Burg Falkenberg bei Tirschenreuth (Foto: Bernhard Fuchs)
Samstag17.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Wälle und Wege - Altstraßenwanderung um Freihung

Führung von Lorna Simone Baier, Schwandorf

Weitere Informationen unter www.waelle-und-wege.eu/termine.html; Anmeldung unter www.vhs-as.de 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Landkreis Amberg-Sulzbach
Mittwoch21.09.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Wegbereiter der Industrialisierung in Bayern

Georg von Reichenbach (1771–1826)
Vortrag von Prof. Dr. Dirk Götschmann, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

„Georg von Reichenbach - Mechaniker“: So laute die Inschrift auf seiner Büste in der Ruhmeshalle zu München. Nichts könnte einen der genialsten Ingenieure seiner Zeit besser charakterisieren als diese Berufsbezeichnung. Denn Reichenbach, 1771 im badischen Durlach geboren, wuchs im Geschützbohrwerk der kurpfälzischen Haupt- und Residenzstadt Mannheim auf, die sein Vater seit 1772 leitete. Von der Pike auf lernte er so den Umgang mit den modernsten Werkzeugen und Maschinen, und davon profitierte er sein Leben lang. Bis 1811 tat er dies in seiner Funktion als Artillerieoffizier, die ihn auch in die Oberpfalz führte. Das wichtigste Resultat seiner Tätigkeit hier war die Einrichtung der Amberger Gewehrfabrik, welche die erste Fabrik Bayerns war, die diese Bezeichnung zu Recht trug. Nicht nur, aber auch mit der Einrichtung der maschinellen Waffenfertigung hat Reichenbach Bayern den Weg in das Industriezeitalter gebahnt. Dieser Teil seines Lebenswerkes steht deshalb im Fokus dieses Vortrags.

Anmeldung ist erforderlich unter info@hvor.de.

Eintritt frei.
Georg von Reichenbach, Ansichten des Wiener Geschützbohrwerkes aus dem Jahr 1821 (Foto: Kriegsarchiv Wien)
Samstag24.09.
09:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Museumssynagoge und Judenfriedhof in Floß, Konzentrationslager Flossenbürg

Siegfried Schuller (Synagoge), Dieter Dörner (Friedhof), Karsten Dierks, Monika Grötsch (Gedenkstätte)
09.00 Uhr, Treffpunkt Parkplatz des Landratsamtes in der Kochkellerstraße (gegenüber Hindenburg-platz)

Die Geschichte der Floßer Judengemeinde, der einst einzigen politisch selbstständigen in Bayern und deren Synagoge sind Inhalt von Führung und Vortrag in der Synagoge. Auf der Weiterfahrt nach Flossenbürg werfen wir einen Blick auf den Floßer Judenfriedhof, essen im Cafe der Gedenkstätte und haben anschließend eine Führung durch diese. Danach besteht ausreichend Zeit zur Besichtigung der Ausstellungen. Rückkunft in Amberg gegen 18.00 Uhr.

Der Unkostenbeitrag von 15.00 € beinhaltet Busfahrt, alle Führungen und Eintritte.

Anmeldung bis 16. September 2022 bei der KEB, Tel. 09621/475520; info@keb-amberg-sulzbach.de oder per Online auf der Homepage (bitte unter "Weitere Angaben" die Anzahl der Teilnehmer eintragen). In Kooperation mit KEB und EBW.
(Foto: Dieter Dörner)
Freitag30.09.
13:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Verschoben: Die Oberpfalz und ihre Regenten

Erstes "Hirschwald-Symposium"
Ort: Hirschwald, Torhaus

Achtung: Das Symposium muss leider voraussichtlich um ein Jahr verschoben werden. 

Mit dem Hausvertrag von Pavia 1329 kamen große Teile der heutigen Oberpfalz in den Besitz der Kurpfälzer Linie der Wittelsbacher. Residiert wurde in der Hauptstadt des sogenannten „Kurpräzipuums“ in Amberg. Kurfürst Friedrich II. (1544–1556) ließ in der Oberpfalz im nahegelegenen Hirschwald ein Jagdschloss errichten, von dem heute noch einige Bauteile erhalten sind. In dieser historischen Umgebung wird am 30. September 2022 das erste „Hirschwald-Symposium“ veranstaltet werden. Gemeinsam mit den heutigen Besitzern, dem Architektenehepaar Birgit Rieger und Willi Schmid, veranstaltet der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg dort eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel: „Die Oberpfalz und ihre Regenten“. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dr. Bernhard Lübbers. Folgendes Programm ist vorgesehen:

13:00–13:30 Uhr

Begrüßung

13:30–14:00 Uhr

Dr. Bernhard Lübbers (Staatliche Bibliothek Regensburg), Die Oberpfalz und ihre Regenten. Ein Überblick (1329–1623)

14:00–14:30 Uhr

Dr. Rudolf Neumaier (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege), Die Bedeutung der Jagd im Bayern der Vormoderne

14:30–15:00 Uhr

Pause

15:00–15:30 Uhr

Dr. Maria-Rita Sagstetter (Staatsarchiv Amberg): Das kurfürstliche Jagdschlösschen im Hirschwald

15:30–16:00 Uhr

Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald): Der Naturpark Hirschwald

16:00–16:30 Uhr

Pause

16:30–17:00 Uhr

Dr. Andreas Erb (Stadtarchiv Amberg): Der Jäger aus Kurpfalz

17:00–17:30 Uhr

Dr. Armin Gugau, Kurfürst Ludwig VI. von Pfalz und der Hirschwald

17:30–18:00 Uhr

Verabschiedung

Das Symposium muss leider voraussichtlich um ein Jahr verschoben werden.
Das Torhaus im Hirschwald (Foto: Birgit Rieger/Willi Schmid)
Dienstag04.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Die Regensburger Judenvertreibung von 1519 oder: Wie kommt ein Grabstein in die Hauswand?

Vortrag von PD Dr. Jörg Zedler, Universität Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

Dem aufmerksamen Regensburg-Flaneur fallen noch heute einige jüdische Grabsteine auf, die in dem einen oder anderen Regensburger Gebäude verbaut sind — und das, obwohl die meisten der Steine gar nicht (mehr) sichtbar sind. Manche befinden sich auf Bodenhöhe, manche über Kopf, einige sogar in luftiger Höhe im zweiten oder dritten Stock. Der Vortrag fragt zunächst nach den historischen Ereignissen, danach, wie die Grabsteine dort hingekommen sind. Dabei geht er vor allem der Frage nach, welche Umstände dazu führten, dass in Regensburg am Beginn des 16. Jahrhunderts das jüdische Wohnviertel und die Synagoge zerstört, deren Bevölkerung vertrieben und ihr Friedhof — die Totenruhe ist im Judentum dauerhaft — geschändet worden ist. In einem zweiten Schritt spürt er den Gründen für diesen Exzess nach, fragt danach, welche Motive die Regensburger antrieben, welche Geisteshaltung in der Stadtgesellschaft gegenüber der jüdischen Bevölkerung herrschte und wie das lokale Pogrom in der überregionale Entwicklung Bayerns und des Reichs zu verorten ist.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Der jüdische Grabstein am Chamer Rathaus (Foto: Siegi Wild)
Mittwoch05.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Castra Regina, quo vadis?

Das spätantike Regensburg im Spannungsfeld von Niedergang und Wiederaufstieg
Vortrag von Dr. Oliver Grote, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Nachdem man früher zumeist den Untergang römischer Kultur in Regensburg und damit eine Zäsur beklagt hat, betont die jüngere Forschung eher eine kontinuierliche Entwicklung zur frühmittelalterlichen Residenz – auch auf Grundlage neuerer Grabungsergebnisse. Schriftliche Quellen wie die Vita Sancti Severini sprechen jedoch eine andere Sprache, wenn sie etwa berichten, dass im 5. Jahrhundert die Städte und Kastelle am Oberlauf der Donau zerstört seien oder „öde daliegen“. Liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte? Oder sind ‚Umbrüche‘ generell nur der retrospektiven Betrachtung geschuldet und werden von Zeitgenossen eher als kontinuierliche Übergänge empfunden?

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Grabstein der Sarmannina (Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)
Sonntag09.10.
09:20 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Synagoge Regensburg und Landesausstellungen „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ „Bavaria und Olympia“

Ilse Danziger, NN
Treffpunkt 09.20 Uhr Bahnhofshalle Amberg

Des großen Interesses wegen besuchen wir nochmals die neu erbaute Synagoge in Regensburg (Herren bitte mit Kopfbedeckung) und um 14.15 Uhr die Landesausstellung „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ (mit Führung) im Haus der Bayerischen Geschichte. Anschaulich werden Niedergang, Veränderung und Neuanfang unserer Wirtshauskultur über Jahrzehnte dargestellt. 

Parallel zu dieser Ausstellung läuft die Landesausstellung „Bavaria und Olympia“, die jeder Teilnehmer, wie auch die Dauerausstellung, im Alleingang (ohne Mehrkosten) besuchen kann.

Rückfahrt um 18.30 Uhr (Gleis 1 – bitte prüfen), Ankunft Amberg 19.21 Uhr.

Der Unkostenbeitrag von 10 € beinhaltet Fahrt, Eintritt und Führungen

Anmeldung bis 04. Oktober 2022 bei der KEB, Tel. 09621/475520; info@keb-amberg-sulzbach.de oder per Online auf der Homepage (bitte unter "Weitere Angaben" die Anzahl der Teilnehmer eintragen).
(Stadtmuseum Amberg - Foto: Dieter Dörner
Sonntag09.10.
09:20 Uhr

Synagoge Regensburg und Landesausstellungen „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ „Bavaria und Olympia“

Ilse Danziger, NN
Treffpunkt 09.20 Uhr Bahnhofshalle Amberg

Des großen Interesses wegen besuchen wir nochmals die neu erbaute Synagoge in Regensburg (Herren bitte mit Kopfbedeckung) und um 14.15 Uhr die Landesausstellung „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ (mit Führung) im Haus der Bayerischen Geschichte. Anschaulich werden Niedergang, Veränderung und Neuanfang unserer Wirtshauskultur über Jahrzehnte dargestellt. 

Parallel zu dieser Ausstellung läuft die Landesausstellung „Bavaria und Olympia“, die jeder Teilnehmer, wie auch die Dauerausstellung, im Alleingang (ohne Mehrkosten) besuchen kann.

Rückfahrt um 18.30 Uhr (Gleis 1 – bitte prüfen), Ankunft Amberg 19.21 Uhr.

Der Unkostenbeitrag von 10 € beinhaltet Fahrt, Eintritt und Führungen

Anmeldung bis 04. Oktober 2022 bei der KEB, Tel. 09621/475520; info@keb-amberg-sulzbach.de oder per Online auf der Homepage (bitte unter "Weitere Angaben" die Anzahl der Teilnehmer eintragen).
Dienstag18.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

„Täter, Helfer, Trittbrettfahrer – NS-Belastete aus der Oberpfalz“

Dr. Frank Präger
Staatsarchiv Amberg, Archivstraße

Vorgestellt wird das gleichnamige Buch, wobei das Hauptreferat vor allem den Werdegang von Fritz Wächtler, von 1935-1945 Gauleiter der Bayerischen Ostmark, beinhaltet.

 

Anmeldung bis 14. Oktober 2022 unter poststelle@staam.bayern.de In Kooperation mit dem Staatsarchiv Amberg und der KEB
(Wikipedia frei)
Dienstag18.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Isabeau de Bavière, Ludwig der Gebartete von Bayern-Ingolstadt und das Goldene Rößl

Vortrag von Dr. Katharina Weigand, Universität München
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

Eine Wittelsbacherin aus dem Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt wird französische Königin? Ihr Bruder steigt auf zu einem der mächtigsten Männer in Paris, um dann umso tiefer zu fallen? Und ein Schau- und Schmuckstück von Weltrang, gefertigt vom französischen Hofjuwelier, findet über Umwege seinen Weg bis nach Altötting? Der Vortrag über Isabeau de Bavière, Ludwig den Gebarteten von Bayern-Ingolstadt und das Goldene Rößl wird sich genau dieser Fragen annehmen, wird die Zusammenhänge herstellen und einen Blick ermöglichen in die Zeit des Spätmittelalters, als der französische Hof glänzte, Bayern aber in mehrere Teilherzogtümer aufgeteilt war, was wiederum den Hintergrund für machtpolitische lntrigen ganz eigener Art bildete.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Das „Goldene Rössl“ um 1400, Detail, Schatzkammer Altötting (Foto: Wikipedia)
Mittwoch19.10.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Reform von oben. Regensburg zur Zeit Karl Theodor von Dalbergs

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Unterburger, München
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die acht Jahre von 1802 bis 1810, in denen Regensburg ein eigenes Fürstentum unter dem Kurfürsten und Erzbischof Karl Theodor von Dalberg war, brachten für die Stadt viele Veränderungen mit sich. Der Vortrag nimmt die "Dalbergzeit" als kurze, aber intensive Umbruchs- und Übergangsphase vor der Eingliederung Regensburgs in das Königreich Bayern in den Blick und zeigt exemplarisch einzelne Reformansätze Dalbergs auf.

Eintritt frei. Ein Angebot des Kulturreferates der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Zwischentöne“
Porträt Karl Theodors von Dalberg v. F. Stirnbrand (Foto: Wikimedia Commons)
Dienstag25.10.
18:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

DAS ADELSGESCHLECHT DER GRAFEN VON UND ZU LERCHENFELD UND DIE KÖFERINGER PFARRKRICHE ST. MICHAEL

Buchpräsentation und Kirchenrundgang
Vortrag von Wolfgang Voigt, M.A., Köfering
Ort: Köfering, Pfarrkirche St. Michael, Kirchstraße 5

Das Adelsgeschlecht der Grafen von und zu Lerchenfeld zählt zum altbayerischen Uradel. In seiner bis ins 11. Jahrhundert nachweisbaren Familiengeschichte brachte die Familie zahlreiche bedeutende Minister, Politiker und Diplomaten hervor. Seit dem Jahr 1569 befindet sich das Köferinger Wasserschloss im Besitz der Familie. Die Entwicklung des Dorfes Köfering, aber auch der Kirche, hat das gräfliche Haus über Jahrhunderte bis zum heutigen Tage maßgeblich geprägt. Viele Mitglieder der Familie habe ihre Spuren in der Pfarrkirche St. Michael hinterlassen, sei es durch die Stiftung sakraler Gegenstände, dass sie dort ihre Grabstätte gefunden haben oder dass an sie in Form von Epitaphen erinnert wird. Bei der Buchpräsentation und einem Kirchenrundgang werden die verschiedenen Stationen erklärt.

Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 18 Uhr eine Messe zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des Hauses Lerchenfeld statt.

Eintritt frei. Ein Angebot in Kooperation mit dem gräflichen Haus Lerchenfeld und der Pfarreiengemeinschaft Alteglofsheim-Köfering
Die Köferinger Pfarrkirche St. Michael (Foto: Wolfgang Voigt)
Dienstag25.10.
19:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Kunst, Politik und Propaganda: das Wittelsbacher-Gemälde in Schloss Schleißheim

Vortrag von PD Dr. Jörg Zedler, Universität Regensburg
Ort: Furth im Wald, Altes Rathaus, Stadtplatz 1, Großer Sitzungssaal

1714 hatte der bayerische Kurfürst Max Emanuel zwar den Spanischen Erbfolgekrieg verloren, nicht aber seine machtpolitischen Ambitionen. Diese reichten nach wie vor weit über die bayerischen Grenzen hinaus — und zwar für sich wie für sein Haus. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil nach Bayern (1715) tat er vor allem auf dem Feld der Propaganda alles, um das angekratzte Image des Verräters zu korrigieren; immerhin war er allerorten schlecht beleumundet, nachdem er zuvor einen Krieg gegen das Reich geführt hatte, dessentwegen 1706 sogar die Reichsacht über ihn verhängt worden war. Seine Strategien bei der lmagepolitur waren vielfältig und erstreckten sich auch — oder richtiger: vorrangig — auf das Feld der Kultur. Das Gemälde im Schloss Schleißheim bildet ein herausragendes Beispiel hierfür und zeigt, wie eng Kultur und Politik im engeren Sinn miteinander verwoben sein können.

Eintritt frei. Ein Angebot des Historischen Vereins Furth im Wald und Umgebung e. V. in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im Rahmen der Vortragsreihe "Schau-Stücke aus Bayerns Vergangenheit"
Schloß Schleißheim, geplante Gesamtanlage, Ausschnitt aus einem Gemälde aus Schloß Schleißheim (Foto: Siegi Wild)
Mittwoch09.11.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

"Die ganze Stadt ist wie ein Kind von mir!"

Die NS-Belastung des Museumsdirektors Dr. Walter Boll und sein Werdegang in Regensburg
Vortrag von Robert Werner, Lappersdorf
Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Lange Zeit wurde über die NS-Belastung von Dr. Walter Boll, ehemaliger Museumsdirektor in Regensburg, mehr oder weniger hinweggesehen. Dabei war Boll Mitglied der NSDAP und seit 1937 auch rühriger NS-Kreiskulturwart. Seiner späteren Karriere tat dies keinen Abbruch. Referent Robert Werner arbeitet als Dipl. Ing. (FH), als Journalist und Autor unter anderem zu sexualisierter Gewalt, Judenfeindschaft, Antisemitismus und zur NS-Geschichte. Er hat für die Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ in Band 14 "NS-Belastete aus der Oberpfalz" einen Artikel über Boll beigesteuert. Diese Buchreihe will in zwanzig regional gestaffelten Bänden das Wissen über lokale Akteure im Nationalsozialismus neu hinterfragen. Herausgegeben und an diesem Abend kurz vorgestellt wird die Reihe von Dr. Wolfgang Proske. Er studierte von 1973 bis 1977 in Regensburg, ist Diplom-Sozialwissenschaftler, war bis 2018 als Lehrer tätig und hat 2014 den Kugelberg Verlag begründet.

Einritt frei.
Dr. Walter Boll (1900 - 1985), Konservator der Stadt Regensburg (Foto: HVOR)
Mittwoch09.11.
19:30 Uhr

Der „Winterkönig“ – Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz

Dr. Johannes Laschinger
KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3, Amberg

Am 26. August 2021 jährte sich der Geburtstag Kurfürst Friedrichs V. von der Pfalz zum 425. Mal. Dies ist der äußere Anlass, um sich mit einer Gestalt zu beschäftigen, die unter ihrem Schimpf- und Spottnamen Eingang in die Geschichtsbücher fand.

Der Vortrag möchte nicht nur Friedrich insgesamt vorstellen, sondern besonders auch auf seine

Beziehungen zu Amberg abheben, wo er wahrscheinlich, wenngleich nicht ganz sicher, 1596 das Licht der Welt erblickte. Zumindest getauft wurde er in der Oberpfälzer Regierungs- und Residenzstadt der Pfälzer Kurfürsten. In Amberg traf er wichtige Entscheidungen, wie die zur Annahme der böhmischen Königskrone, die nicht nur für seinen weiteren Lebensweg, sondern für ganz Europa schicksalhaft wurde.

Damit wird nochmals an die Landesausstellung des Jahres 2003 angeknüpft, bei der in Amberg wertvolle Exponate zur Geschichte Friedrichs V. und seiner Zeit zusammengetragen wurden. Stationen seines tragischen Lebenswegs behandelt darüber hinaus das „Amberger Welttheater. Herbst des Winterkönigs“.

Anmeldung bis 30.10.2022 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de 

In Kooperation mit der KEB
Quelle: Stadtmuseum Amberg
Dienstag13.12.
20:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der südliche Altlandkreis Amberg in alten Ansichten

Josef Schmaußer
KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3, Amberg

Postkarten waren vor ca. 120 Jahren so modern wie heute E-Mails oder andere digitale Nachrichten. Interessant für den Heimatkundler sind vor allem Aufnahmen, welche ein Bild der Orte in unserem Landkreis vor ca. 130 Jahren vermitteln. Wer besaß zu dieser Zeit schon einen Fotoapparat? Auffällig ist oft auch die teils hervorragende Qualität dieser Druckerzeugnisse. So sind für viele Heimatkundler historische Postkarten ein begehrtes Sammelobjekt.

Anmeldung bitte bis  08. Dezember 2022 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de.

In Kooperation mit der KEB
Quelle: Privatarchiv Dieter Dörner
Dienstag24.01.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Leprosenhaus, Dreifaltigkeitskircherl, Dreifaltigkeitsfriedhof

Dieter Dörner
19.30 Uhr, Pfarrsaal Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitsstraße7 (neben der Kirche)

Leprosenhäuser gehörten im Mittelalter zur sozialen Fürsorge für Leprakranke (und Anderer) jeder Stadt. Sie befanden sich vor den Mauern der Stadt, in Amberg an der Ausfallstraße nach Regensburg. Das „Männersiechen“ geht auf das Jahr 1340 zurück, fast 200 Jahre später wurde das „Frauensiechen“, bis dahin an der Ausfallstraße nach Nürnberg, mit dem Leprosenhaus am Dreifaltigkeitskircherl vereint. Zeitgleich entstand das Dreifaltigkeitskircherl, wohl vor allem für die Seelsorge der Kranken. Ebenfalls Mitte des 16. Jh.s der Dreifaltigkeitsfriedhof, ursprünglich für die Leprosen gedacht, doch bald, nach Auflösung der innerstädtischen Friedhöfe, für alle Verstorbenen links der Vils.

Der Lichtbildervortrag beinhaltet die Geschichte von Leprosenhaus, Kircherl und Friedhof.

Anmeldung bitte bis 10. Januar 2022 unter geschichtsnetzwerk.amberg@gmx.de

In Kooperation mit der KEB
Quelle: Stadtarchiv Amberg
Mittwoch25.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Alt und neu: archäologische Funde und Forschungen in Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Oft ist die Archäologie in der Wahrnehmung auf neue Fundstücke reduziert, die selbst möglichst alt oder einzigartig sein sollen. Dabei ist es doch der Fundkontext, der dem Fund selbst seine Bedeutung gibt. Entsprechend wichtig ist die umfassende Dokumentation auf einer Ausgrabung. Sie dient als Grundlage wissenschaftlicher Auswertungen, die es erst möglich machen, eine Geschichte zu erzählen. Und wenn wir ehrlich sind, hören wir nichts so gern wie Geschichten, seit den Lagerfeuern eiszeitlicher Jäger bis zu den modernen Podcasts.

Im zurückliegenden Jahr haben sich spannende Geschichten entwickelt, manchmal ausgehend von laufenden Auswertungsprojekten, manchmal ausgehend von neuen Funden. Andere, fast unscheinbare Grabungen erfordern aber auch, dass die eine oder andere altbekannte Geschichte neu erzählt werden muss.

Freuen Sie also sich auf eine anregende Stunde der (Vor)Geschichte und Geschichten!

Eintritt frei.
Detailaufnahme einer bronzenen Strigilis aus einem Frauengrab des 4. Jhs. n. Chr. aus dem Regensburger Ortsteil Kumpfmühl (Foto: Michael Rademacher/BLfD)
Dienstag28.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Eine Kirche wie keine andere: Die Dreifaltigkeitskirche

Peter Seidl
Pfarrsaal Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitsstraße 7 (neben der Kirche)

Amberg war, bezogen auf die Zahl der Einwohner, um die Wende vom 19. zum 20. Jh. nach Augsburg und Nürnberg die höchstindustrialisierte Stadt in Bayern. Es galt, für den Zuwachs an Arbeitern neuen Wohnraum zu schaffen und dies vor allem im Bereich der Emailgeschirrfabrik Baumann. Ein neues, bis dahin bescheiden besiedeltes Wohnviertel entstand, das Dreifaltigkeitsviertel. Ursprünglich gehörten die Bewohner, soweit katholisch, zur bald überforderten Pfarrei St. Martin. Um den Ersten Weltkrieg wuchs der Gedanke, mit Hl. Dreifaltigkeit eine neue Pfarrei mit Kirche zu schaffen. Endlich konnte, begleitet von Geldnot, 1926 mit dem Bau begonnen werden, der sich bis zur Fertigstellung der Innenausstattung bis Ende der 1930er Jahre hinzog. Doch bereits 1975 stand eine Restaurierung an, die zu einer Neugestaltung des

Kircheninneren führte. Wenig später kam Ersatz für die im Dritten Reich geraubten, nach dem Krieg in minderwertiger Ausführung gestalteten Kirchenglocken.

Der Lichtbildervortrag beinhaltet die Geschichte der Pfarrei und der Dreifaltigkeitskirche.

Anmeldung bitte bis 20. Februar 2022 unter geschichtsnetzwerk.amberg@gmx.de

 

In Kooperation mit der KEB
(Foto: Dieter Dörner)
Samstag18.03.
10:10 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Fakten und Facetten zur Bibel – Das neue Bibelmuseum in Nürnberg

NN
Treffpunkt 09.10 Uhr Bahnhofshalle Amberg

Samstag, 18. März 2023, Treffpunkt 09.10 Uhr Bahnhofshalle Amberg

Fakten und Facetten zur Bibel – Das neue Bibelmuseum in Nürnberg

Um seine Aufgabe, die Verbreitung und das Verständnis der Bibel als Kulturgut und Heiliger Schrift zu fördern, auch in der Gegenwart und Zukunft umzusetzen, entschied sich das Bibelzentrum Bayern 2013 dazu, das bis dahin betriebene Bibelerlebnishaus in ein Museum nach modernsten Standards umzuwandeln. Für die Konzeption des Museums wurde 2013 das Kernkonzeptteam gebildet, das für die inhaltliche sowie räumliche und bauliche Gestaltung zuständig war. Ungewöhnliche und spannende Fakten erzählen, was zum Beispiel die Bibel mit Schafen und Seerobben zu tun hat. Warum braucht die Bibel einen Code? Und was haben Minibibeln und Bibeln in XXL gemeinsam? Bibelmuseum=Faszination=Wissenswertes rund um die Bibel

Nach dem Besuch der Bibelausstellung bleibt Ihnen ausreichend Zeit für eine Mittagspause. Anschließend findet eine Stadtführung zur Reformation in Nürnberg oder einem ähnlichen Thema statt.

Details, wie Kosten, Ablauf usw., finden Sie ab Mitte September auf der Hompage der KEB Amberg-Sulzbach. 

Rückkunft in Amberg ca. 17.30 Uhr

Anmeldung bis 10. März 2023 bei der KEB, Tel. 09621/475520; info@keb-amberg-sulzbach.de oder per Online auf der Homepage (bitte unter "Weitere Angaben" die Anzahl der Teilnehmer eintragen).
(Foto: Dieter Dörner)