Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier herunterladen.

Dienstag26.01.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

ABGESAGT: Das Thon-Dittmer-Palais – reiche Geschichte hinter klassizistischer Fassade

Vortrag von Stadtheimatpfleger Dr. Werner Chrobak, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Der bedeutendste Regensburger Großkaufmann des 18. Jahrhunderts, Georg Friedrich von Dittmer, errichtete zwischen 1781 und 1808/09 anstelle zweier gotischer Hausburgen das heutige sog. Thon-Dittmer-Palais. Gegenwärtig bildet dieses Palais mit dem nach den Vorstellungen von Dr. Walter Boll zur Hälfte ergänzten Renaissance-Innenhof mit Stadtbücherei, Volkshochschule und Kulturreferat ein Kulturzentrum, auf das Regensburg zu Recht stolz sein kann. Dass der Regensburger Stadtrat 1956 ernsthaft einen Gesamtabbruch erwog, ist heute kaum mehr vorstellbar.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung unbedingt erforderlich bis 15. Januar 2021 bei der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e.V. unter Tel. 0941 / 597 2231 oder per E-Mail: info@keb-regensburg-stadt.de. Teilnahme nur mit Rückbestätigung!

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Wappen am Südgiebel des Thon-Dittmer-Palais (Foto: Dr. Werner Chrobak)
Freitag29.01.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

ABGESAGT: Lebenslinien aus dem Landkreis Cham

Diakon Alois Hiebl und die Vertreibung seiner Familie aus dem Sudetenland
Vortrag von Diakon Alois Hiebl, Cham
Ort: Cham, Kulturhaus cha13, Ludwigstraße 13, RAUM Kleinkunstbühne

Dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft, dürfte wohl jedem von uns bekannt sein. Dabei können oftmals die vielfältigsten Ursachen, wie z. B. der Tod eines geliebten Menschen oder auch die Geburt eines Kindes, der Grund für einen völligen Richtungswechsel im Leben sein. Doch was ist, wenn der Zusammenbruch eines Regimes der Auslöser für den Umbruch einer ganzen Bevölkerungsgruppe ist? Eben dieser Frage wollen wir mit einem Vortrag von Diakon Alois Hiebl in unserer Rubrik „Lebenslinien aus dem Landkreis Cham“ auf den Grund gehen. Dabei wird uns der Kreisvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, welcher selbst als 5-jähriger Bub die Vertreibung seiner Familie in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Sudetenland hautnah miterleben musste, so einiges erzählen können. Bezeichnet er doch auch heute noch einen tschechischen Polizisten als einen Schutzengel, welcher seiner Familie und ihm mit einem Jeep zur Flucht verholfen hat. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass die damit zusammenhängenden Ereignisse auch heute noch sein gesamtes Leben prägen. Seien sie also gespannt, welche Überraschungen in seiner Lebenslinie noch zu entdecken sind.

Teilnehmerzahl begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0176 21549993 vorab bis zum 25.01.2021 zwingend erforderlich.

Eintritt frei.
Familie Hiebl nach dem 2. Weltkrieg (Foto: Familie Hiebl)
Donnerstag18.02.
20:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Helden der Demokratie?

Bayern 1920-1923
Musikalisch-szenische Lesung mit Maria Well, Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl, München und Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Bayern vor einhundert Jahren. Das Land ist gezeichnet vom verlorenen Weltkrieg, von Hunger und Wirtschaftskrise. Zugleich schreiten technischer Fortschritt und Mobilität rasch voran. Derweil versuchen Radikale von links und rechts, der ersten Demokratie auf bayerischem Boden ein schnelles Ende zu bereiten. In einer musikalisch-szenischen Lesung zeichnen Maria Well (NouWell Cousines), Dr. Georg Schulz und Dr. Markus Schmalzl ein historisches Stimmungsbild der Weimarer Krisenjahre in Bayern.

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Eintritt frei.
Detail aus einem Regensburger Notgeldschein im Nennwert von 500.000 Mark aus dem Jahre 1923 (Foto: HVOR)
Mittwoch24.02.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Generalversammlung des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Ort: Regensburg, Brauereigaststätte Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1

Die Generalversammlung ist neben dem Ausschuß, dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat eines der zentralen Organe des Vereins. Laut § 8 der Satzung ist die ordentliche Generalversammlung zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichts, die Entgegennahme der geprüften Jahresrechnung und die Entlastung des Schatzmeisters, die Ernennung von 2 Kassenprüfern für das folgende Geschäftsjahr, die Wahl der Ausschußmitglieder für 3 Jahre, die Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden sowie für die Entscheidung über die Auflösung des Vereins. Anträge von Mitgliedern für die ordentliche Generalversammlung müssen spätestens bis zum Enden des vorausgehenden Geschäftsjahres beim Vorstand eingereicht werden; das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bitte beachten Sie: Das Besucherkontingent ist wegen der geltenden Hygieneschutzverordnung sehr beschränkt. Eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an info@hvor.de ist deswegen zwingend erforderlich. Ohne Reservierungsbestätigung kein Einlass!

Dienstag02.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Abrißbirne und Abbruchantrag

Denkmalschutz vor 1973 an Regensburger Beispielen
Vortrag von Dr. Maximilian Fritsch, Regensburg
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Am 1. Oktober 1973 trat das Bayerische Denkmalschutzgesetz in Kraft. Bis dahin fehlten die gesetzlichen Grundlagen, um Denkmäler zu schützen, so ist es öfter bei Vorträgen zu hören. Diese These wird aber zu selten einer Betrachtung unterzogen, ob oder in welchem Umfang sie den Tatsachen entspricht. Anhand der Beispiele des Dollingerhauses, der Römermauer an der D.-Martin-Luther-Straße und des Hortenneubaus stellt der Referent die zwei wesentlichen Entwicklungsabschnitte des Denkmalrechts jener Zeit in Bayern vor.

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung und Rückbestätigung unbedingt erforderlich schriftlich bei Abt. Untere Denkmalschutzbehörde, Keplerstr. 1, 93047 Regensburg oder per Email: denkmalpflege@regensburg.de

Eintritt frei. Ein Angebot des Heimatpflegers der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg zum städtischen Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“.
Abriss-Situation vor 1973 (Foto: Bilddokumentation der Stadt Regensburg)
Samstag13.03.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Die Thurauer Mühle

Ein Denkmal wird zum Leben erweckt
Führung von Besitzer Max Rohrmüller, Thurau
Ort: Thurau/Schönthal, Thurauer Klostermühle, Thurau 11

Lange ist es her, dass in der Thurauer Klostermühle Korn zu Mehl gemahlen wurde. Dies ist jedoch Geschichte, zumal die historische Stätte über viele Jahre hinweg augenscheinlich immer mehr in einen tiefen Dornröschenschlaf gefallen ist. Nun kehrt jedoch wieder Leben in das alte Gemäuer ein. Zu verdanken ist das Max und Margit Rohrmüller, denen das Mühlenanwesen gehört. Unermüdlich haben sie sich um eine Sanierung des im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammenden und um 1830 erneuerten geschichtsträchtigen Gebäudes bemüht – mit Erfolg. Ende 2017 begannen die Sanierungsarbeiten, wobei mittlerweile auch ein erheblicher Baufortschritte zu erkennen ist. Lassen sie sich also davon überraschen, was man mit viel Mühe und noch wesentlich mehr Nerven sowie einem nicht ganz unerheblichen Anteil an finanzieller Eigenleistung alles erreichen kann.

Teilnehmerzahl begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0176 21549993 vorab bis zum 08.03.2021 zwingend erforderlich.

Eintritt frei. Festes Schuhwerk empfohlen. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.
Die Thurauer Mühle (Foto: Walter Karen)
Freitag30.04.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)
Freitag02.07.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Gemeindearchiv in Sinzing

Führung mit Kreisheimatpfleger und Gemeindearchivar Karl Hoibl, Sinzing
Ort: Sinzing, Gemeindarchiv im Rathaus, Fährenweg 4

Das Archiv im Neubau des Rathauses der Gemeinde Sinzing am Fährenweg enthält Gemeinderatsprotokolle, Gesetzesblätter, Handbücher der Verwaltung, Akten, Standesamtsunterlagen, Baupläne, Rechnungen und Bilder seit dem Jahre 1808. Die Bestände werden nach dem Bayerischen Einheitsaktenplan geordnet und in einer Datenbank verzeichnet. Dadurch sind die Dokumente schnell und sicher wieder auffindbar. Im Archiv der Gemeinde Sinzing befinden sich auch die Unterlagen der ehemaligen Gemeinden Bergmatting, Eilsbrunn und Viehhausen, die 1972 im Zuge der Gebietsreform mit Sinzing zusammengelegt wurden. Das Gesamt-Archiv umfasst 1396 laufende Regalmeter. Davon stehen für die Registratur 580 Meter zur Verfügung. Für das Archiv sind 816 Meter Regale reserviert.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden unter E-Mail: info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sinzing.
Rechnungsband der Gemeinde Viehhausen (Foto: Karl Hoibl)