Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Mittwoch20.11.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das jüdische Ghetto im Herzen der Stadt Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Kohlenmarkt

Die historischen Orte internationaler Beziehungen Regensburgs liegen im Herzen der Altstadt, im Überschneidungsbereich der Westseite der ehemaligen Römermauer, wo sich die Stadt erstmals über die Kastellmauern hinaus entwickelte. Hier stoßen die Gebiete der Stadttopographie aneinander, die im hohen Mittelalter noch den Übergang der „Altstadt“ zur „urbs nova“ kennzeichneten. Gebiete, deren Straßenzüge zu allen Zeiten die erste Anschrift der Stadt waren, während der Neupfarrplatz erst im 18. Jahrhundert in dem Maße, in dem der Kohlenmarkt an Bedeutung verlor, als kommerzielles Zentrum mit Banken und Geschäften aufstieg.

Der Weg führt vom Frühmittelalter bis ins 18. Jahrhundert, vom Werden der Handelsmetropole mit ihrem uralten jüdischen Zentrum und seinem Verlust 1519, bis zum Wiederaufstieg der Stadt als Ort der Reichstage und schließlich des Immerwährenden Reichstags bis zum Ende des Alten Reiches.

Endpunkt: Ecke Gesandtenstraße / Glockengasse; Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331).
Blick über die westliche Altstadt (Foto: Dr. Rosa Micus)
Freitag22.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Adelsgeschlecht der Stingelheimer in der Region Kelheim

Vortrag von Studiendirektor a.D. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Kloster Weltenburg, Festsaal

Die Stingelheimer von Thürnthenning waren ein altes niederbayerisches Adelsgeschlecht. Sie waren in der Gegend von Dingolfing beheimatet und erwarben auch in der Oberpfalz Hofmarken wie Kürn und Schönberg.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Stellung und den Besitzungen der Stingelheimer in der Region Kelheim, wo sie als Pfleger im Dienst des Landesherrn standen. Grabdenkmäler befinden sich in der Nikolauskirche von Bad Abbach, in der Franziskanerkirche Kelheim und in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt a.d.Donau. Zu den bedeutendsten Angehörigen des Geschlechts zählte der Regensburger Domherr Christoph von Stingelheim (1570-1626). Er besaß Schloss und Hofmark Wildenberg und baute sich bei Neustadt a.d.Donau ein kleines Wasserschloss, genannt „Karpfenstein“. Christoph von Stingelheim liegt im Dom von Regensburg begraben. Sein Bruder Hans Walter war Kapuzinermönch in Salzburg und stiftete das Kapuzinerkloster in Donauwörth.

Veranstalter: Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie; Eintritt: 3,- €, für HV-Mitglieder frei.
Epitaph des Ludwig Franz von Stingelheim (1529-1593) in der Pfarrkirche von Neustadt a.d.Donau (Foto: Dieter Schwaiger)
Donnerstag28.11.
19:30 Uhr
HVOR

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern“

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigassl 4

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V.
Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) im Krönungsornat. Lithographie von Carl Barth aus dem Jahr 1830 nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler (Foto: Wikipedia, gemeinfrei).