Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Freitag30.04.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag der Sammlungsleiterin und wissenschaftlichen Kuratorin an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden per E-Mail an info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)
Mittwoch12.05.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Burganlage Parsberg nach Abschluss der Sanierungsmassnahmen

Führung mit Stadtheimatpfleger und Museumsleiter Ernst Olav, Parsberg
Treffpunkt: vor dem Eingang der Burg

Die auf einem Kalksteinplateau hoch über der Stadt thronende einstige Festung wurde 1205 erstmals urkundlich erwähnt und im 16. und 17. Jahrhundert zu einem großen Schlosskomplex ausgebaut. Bis 1730 war es Sitz des Parsberger Rittergeschlechts, ging dann an die Grafen von Schönborn, wurde 1792 von Kurfürst Karl Theodor von Bayern erworben und gelangte schließlich in den Besitz des Freistaates Bayern. Ab 1981 wurde im unteren Teil der Anlage ein Museum eingerichtet, das heute auf 1200 Quadratmeter einen umfassenden Einblick in die Regionalgeschichte seit ihren Anfängen vermittelt.

Die seit 2010 laufenden Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten wurden Ende 2019 mit der Dach- und Fassadensanierung der oberen Burg und der Renovierung der beiden markanten Zwiebeltürme zum Abschluss gebracht. Im Zuge dieser Maßnahmen erfolgte auch der Abriss des alten Hirschenkellers und der Neubau eines mittlerweile preisgekrönten Veranstaltungsgebäudes durch das Regensburger Architekturbüro Gebauer.Wegerer.Wittmann, das sich behutsam in das Gesamtensemble der Burganlage einfügt.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden per E-Mail an info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt: 5 Euro; für HV-Mitglieder kostenfrei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Burgmuseum Parsberg
Die Burg in Parsberg auf einer alten Postkartenansicht (Foto: Burgmuseum Parsberg)
Freitag02.07.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Gemeindearchiv in Sinzing

Führung mit Kreisheimatpfleger und Gemeindearchivar Karl Hoibl, Sinzing
Ort: Sinzing, Gemeindarchiv im Rathaus, Fährenweg 4

Das Archiv im Neubau des Rathauses der Gemeinde Sinzing am Fährenweg enthält Gemeinderatsprotokolle, Gesetzesblätter, Handbücher der Verwaltung, Akten, Standesamtsunterlagen, Baupläne, Rechnungen und Bilder seit dem Jahre 1808. Die Bestände werden nach dem Bayerischen Einheitsaktenplan geordnet und in einer Datenbank verzeichnet. Dadurch sind die Dokumente schnell und sicher wieder auffindbar. Im Archiv der Gemeinde Sinzing befinden sich auch die Unterlagen der ehemaligen Gemeinden Bergmatting, Eilsbrunn und Viehhausen, die 1972 im Zuge der Gebietsreform mit Sinzing zusammengelegt wurden. Das Gesamt-Archiv umfasst 1396 laufende Regalmeter. Davon stehen für die Registratur 580 Meter zur Verfügung. Für das Archiv sind 816 Meter Regale reserviert.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden per E-Mail an info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sinzing
Rechnungsband der Gemeinde Viehhausen (Foto: Karl Hoibl)
Freitag16.07.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Im Kampf um Glaubensfreiheit und Toleranz

Auf den Spuren der Stauffer zu Ehrenfels durch Beratzhausen
Führung von Ortsheimatpflegerin Dr. Christine Riedl-Valder, Beratzhausen
Treffpunkt: Beratzhausen, Eingang Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Anfang der 1520er Jahre wurde Beratzhausen zu einem „Hotspot“ der Reformation, denn Freiherr Bernhard II. Stauff zu Ehrenfels führte in seiner Herrschaft das Luthertum ein und installierte damit hier eine der ersten evangelischen Gemeinden im Deutschen Reich. Mehrere Mitglieder der reichsfreien Familie Stauff zu Ehrenfels unterstützten in den folgenden Jahrzehnten mit großem Engagement die Verbreitung der neuen Lehre, ohne sich von den damit verbundenen gravierenden Nachteilen abschrecken zu lassen. Vor allem die Stauffertochter Argula von Grumbach, die Schwester von Bernhardin II., wurde berühmt in ihrem Kampf um religiöse Toleranz. In Beratzhausen erinnern noch eine Reihe von Bauwerke und Denkmäler an das Wirken der Stauffer zu Ehrenfels.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden per E-amil an info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten.

Teilnahmegebühr: 8 Euro; für HV-Mitglieder kostenfrei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Ehemalige Schreibstube am Schlosshof in Beratzhausen; im Kern aus dem 16. Jahrhundert (Foto: Chr. Riedl-Valder)
Samstag18.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Reformation und Gegenreformation in der Oberen Pfalz (1538-1628).

Rundgang in der Altstadt von Amberg.
Führung mit Kreisheimatpfleger Dieter Dörner.
Treffpunkt: Hochzeitsbrunnen am Amberger Marktplatz.

In Amberg, der Hauptstadt der Oberen Pfalz bis 1810, zeigt sich beispielhaft die wechselhafte Konfessionspolitik, die im 16. Jahrhundert die ganze Region in Aufruhr versetzte. Amberger Bürgersöhne studierten damals bevorzugt in Wittenberg und die Stadt pflegte enge Handelsbeziehungen zu Nürnberg, der Hochburg des Protestantismus in Deutschland. So sprang der lutherische Funke zum Leidwesen des Klerus und vor allem auch der hier ansässigen Franziskaner bald nach Amberg über. Auf Wunsch des Rates der Stadt kam 1538 ein lutherischer Prediger nach Amberg. Der damals regierende Pfalzgraf Friedrich, der spätere Kurfürst Friedrich II., war in religiösen Dingen wankelmütig. Er wollte weder seine evangelische Frau, noch seinen katholischen Kaiser verärgern. Nach ihm kam Kurfürst Ottheinrich, der den lutherischen Glauben vehement durchsetzte. Doch dabei blieb es nicht. Die Lutheraner wurden von den Calvinisten, diese wieder von den Lutheranern und diese wieder von den Calvinisten abgelöst. So hatte die Obere Pfalz in 80 Jahren bis zur Gegenreformation theoretisch fünfmaligen Glaubenswechsel. „Theoretisch“, weil sich das Volk im Gegensatz zur Pfalz am Rhein zum Leidwesen der Regierenden weigerte, calvinisch zu werden. Nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg bei Prag begann unter dem bayerischen Herzog Maximilian die Gegenreformation. Die Jesuiten, mit der Rekatholisierung beauftragt, begeisterten mit ihren Prozessionen, Passionsspielen, mit dem barocken Überfluss das Volk: Nur, katholisch wollte es nicht werden. Bis schließlich Maximilian, inzwischen Kurfürst, 1628 sagte: „katholisch werden oder auswandern“!

Bei unserem Stadtrundgang kommen die Ereignisse in der Zeitspanne von 80 Jahren zwischen Reformation und Gegenreformation in der Oberen Pfalz ausführlich zur Sprache.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte anmelden per E-Mail an info@kunstliteratour.com und Bestätigung abwarten. Eintritt: 8 Euro; für HV-Mitglieder kostenfrei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Amberg.
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz (1482-1556) Gemälde, um 1544 (Amberg, Stadtmuseum; Foto: Dieter Dörner)
15:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das 500jährige Reformationsjubiläum in Beratzhausen.

Im Kampf um Glaubensfreiheit und Toleranz - Die Familie der Stauffer zu Ehrenfels als Wegbereiter des Luthertums.
Symposion mit mehreren Referenten

Freitag, 22.10.21, 15.00 Uhr:

Das Freihaus der Stauffer zu Ehrenfels in Regensburg und das evangelisches Leben in der Reichsstadt zwischen 1522 und 1570. Führung mit Frau Dr. Rosa Micus; Treffpunkt: Regensburg, Obermünsterstr. 9

Samstag, 23.10.21, Beratzhausen, Zehentstadel

13.30 Uhr Führung durch die Ausstellung „Das 500jährige Reformationsjubiläum in Beratzhausen“ (Dr. Christine Riedl-Valder)

Ab 14.00 Uhr: Vortragsreihe „Im Kampf um Glaubensfreiheit und Toleranz - Die Familie der Stauffer zu Ehrenfels als Wegbereiter des Luthertums" (Begrüßung: Dr. Thomas Feuerer; Vorträge: Dr. Werner Chrobak; Dr. Manfred Jehle, Dr. Rosa Micus, Dr. Marita A. Panzer, Dr. Hermann Reidel, Prof. Dr. Diethard Schmid).

Sonntag, 24.10.21, Evangelische Erlöserkirche, Beratzhausen, Staufferstr. 25

Mittelaltermarkt

Ab 15.00 Uhr: Auf den Spuren der Stauffer zu Ehrenfels durch Beratzhausen. Führung mit Dr. Christine Riedl-Valder. Treffpunkt: Argula-von-Stauff-Denkmal auf dem Parkplatz der evangelischen Erlöserkirche.

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen und der Evangelischen Gemeinde Hemau-Nittendorf.