Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Donnerstag25.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Oberpfälzer Wallfahrten nach Altötting

Vortrag von Dr. Irmgard Siede, Mannheim
Ort: Beratzhausen, Zehentstadel, Paracelsusstr. 29

Jedes Jahr machen sich viele Gruppen von Fuß- und Radwallfahrern aus der ganzen Oberpfalz (u.a. aus Sulzbach, Velburg, Daßwang, Regensburg, Schwandorf, Beratzhausen, Oberpfraundorf, Hemau, Painten und Cham) auf den Weg zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Der Vortrag wird die Ursprünge und Hintergründe dieser Pilgerfahrt beleuchten, auf die Gnadenbildkopien eingehen (z.B. auf dem Freiberge bei Lauterhofen, Oberpfalz) und danach fragen, wie Wallfahrten von Fürsten den Kult dieser Gnadenbilder förderten. Dabei kommen auch andere schwarze Marienbilder, wie die schwarze Muttergottes in Niedermünster (Regensburg) oder das Loreto-Gnadenbild in Sulzbach-Rosenberg zur Sprache.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Markt Beratzhausen
Die Schwarze Madonna von Altötting mit Gnadenrock (Foto: Bischöfliche Administration der Heiligen Kapelle, Altötting)
Freitag03.07.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Wie entsteht eine Landesausstellung?

Nachlese zur Bayerischen Landesausstellung „100 Schätze aus 1000 Jahren“ in Regensburg
Vortrag von Dr. Veronika Schmeer, Augsburg
Ort: Weltenburg, Abtei St. Georg, Asamstraße 32, Festsaal

Dr. Veronika Schmeer, die im Projektteam der Bayerischen Landesausstellung 2019/20 mitarbeitete, berichtet über die Entstehung und Entwicklung des Konzepts für die Ausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren". In diesem Rahmen geht sie u.a. auch auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Institutionen (Archive und Museen) und Privatleuten in aller Welt ein, die Objekte und Inhalte zu der Ausstellung beisteuerten.

Eintritt: 3,- Euro (für HV-Mitglieder frei). Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gruppe Geschichte Kloster Weltenburg e.V.
Seidenschuhe aus dem Grab Bischof Otto II. von Bamberg, 12. Jh. (Foto: Chr. Riedl-Valder)
Samstag04.07.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das ehemalige Flüchtlingslager in Alling

Führung von Karl Hoibl und Dr. Manfred Kunz, beide Sinzing
Treffpunkt: Alling, Am Röth 19 (bei der Brücke nach der ehemaligen Papierfabrik)

Seit der Ansiedlung einer Papiermühle 1836 durch Friedrich Pustet entwickelte sich Alling zu einem blühenden Industriestandort. 1943 ließ die Papierfabrik Barackenunterkünfte für Fremdarbeiter errichten. Ab 1945 dienten die Gebäude dann als Auffang- und Durchgangslager für Flüchtlinge, vor allem aus dem Sudetenland. Die Belegung umfasste damals durchschnittlich 400 Personen. Zur Unterrichtung der Kinder aus den Familien, die vor Ort blieben, richtete man anfangs eine provisorische Schule ein, die 1949 in eine eigene Baracke zog. Ab den Schuljahr 1950/51 besuchten rund 40 Kinder aus dem Lager zusammen mit den einheimischen Kindern hier den Unterricht. 1956 erhielt Alling zusätzlich eine landwirtschaftliche Berufsschule. Acht Jahre später erfolgte jedoch die Schließung des Schulstandortes.

Eintritt: 8 Euro (für HV-Mitglieder frei)
Die Schulbaracke des ehemaligen Flüchtlingslagers in Alling, um 1951 (Foto: Bilderarchiv E. Gröschl)