Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Samstag21.09.
17:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Kapelle St. Georg in Gronsdorf

Führung mit Bernd Grune, Studiendirektor i. R., Ihrlerstein
Ort: St. Georg, Kelheim-Gronsdorf, Mühlenweg 29

Äußerlich wirkt die Kirche schlicht, im Inneren jedoch beeindrucken die barocke Ausstattung und die gut erhaltenen, erst 1912 entdeckten gotischen Fresken mit ihren reichhaltigen Szenen. Auf Regensburger Bauhandwerker deuten Steinmetzzeichen aus dem späten 14. Jh.

Nach der Führung Gelegenheit zum Gedankenaustausch im Gasthaus Schleuse.

Eintritt 4,- €; für HV-Mitglieder frei; Kooperationspartner: Kelheimer Tourismus Initiative
Die Kapelle St. Georg in Kelheim-Gronsdorf (Foto: Bernd Grune)
Sonntag22.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

"Schatzkammer im Herzen Bayerns – Die einzigartigen Fossilfunde von Painten"

Sonderausstellung des Dinosaurier-Parks Altmühltal
Führung mit Dr. Frederik Spindler, wissenschaftlicher Leiter des Dinosaurier-Parks Altmühltal
Ort: Denkendorf, Dinosaurier-Park Altmühltal, Dinopark 1

Im Steinbruch von Painten (Lkr. Kelheim) wurden Fossilien von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung gefunden. Sie sind bis 1 Million Jahre älter als die Fossilien aus den eigentlichen Solnhofener Plattenkalken. Die bedeutendsten Funde sind nun erstmals in einer Sonderausstellung zu besichtigen. Es handelt sich u.a. um ein ca. 5,40 Meter langes Meereskrokodil Dakosaurus, eines der größten Urzeittiere Bayerns, das einst an der Spitze der Nahrungskette im Jurameer stand.

Vor 152 Millionen Jahren war die Landschaft zwischen Kelheim und Donauwörth von einem 25 Grad warmen Flachmeer mit Lagunen, Riffen und Inseln geprägt - ähnlich der heutigen Karibik. Der Schlamm, der sich am Boden der damaligen Lagune von Painten ansammelte, konservierte Krokodile, Fischsaurier, Raubfische und zahlreiche andere Bewohner des Riffs für die Nachwelt.

Veranstalter: Dolina-Gesellschaft für Landeskunde e.V.; Information und Anmeldung unter Tel. 09441-2531 (Dr. Weida) oder E-Mail: info@dolina.de.
Das Fossil eines Krokodils (Foto: Albersdörfer Fossilien GmbH)
Samstag28.09.
13:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Mühlen entlang der Schwarzen Laber

Führung mit Orts- und Kreisheimatpfleger Karl Hoibl, Sinzing
Treffpunkt: Sinzing, Parkplatz der Tennisplätze SC Sinzing, Laberstraße

An Donau und Schwarzer Laber gelegen, spielte Wasser für Sinzing in der Vergangenheit eine bedeutsame Rolle. In dem alten Fischer-, Schiffer- und wichtigen Mühlendorf trieben zahlreiche Wasserräder die vielen Mühlen, Sägewerke, Glasschleifereien, Hammerwerke und Papiermühlen entlang der Schwarzen Laber an und waren Lebensgrundlage für die Bevölkerung.

Entdecken Sie auf einer kurzen Wanderung (ca. 1,5 km) mit Orts- und Kreisheimatpfleger Karl Hoibl auf den Spuren des „Allinger Bockerls“ die noch vorhandenen Zeugen der Vergangenheit zwischen Sinzing und Bruckdorf.

Die Wanderung verläuft auf ebenen, befestigten Wegen und ist für Familien mit Kinderwägen und Senioren geeignet. Ab Bruckdorf besteht die Möglichkeit, ca. 2,5 km zum Tag der offenen Tür des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Viehhausen-Bergmattinger Gruppe begleitet weiter zu wandern. Hier geht´s auf grob geschotterten Waldwegen bergauf, an der Jahrhunderte alten Möseleiche vorbei.

Mündung der Schwarzen Laber in die Donau bei Sinzing (Foto: Karl Hoibl)
Mittwoch16.10.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das ehemalige Spital in Velburg

Vortrag von Gabriele Schneider, Velburg
Ort: Velburg, Neuhaussaal, Burgstr. 2

Heute noch erinnert das Spitalgebäude an der Alten Seubersdorfer Straße nahe der Kirche St. Leonhard an die einstige Stiftung einer „Bruderschaft für Sondersieche“ (1962 aufgelöst). Rechnungsbücher aus der Zeit von 1738 bis 1802 geben Einblick über den Zahlungsverkehr, darunter befinden sich Abgaben verschiedenster Art (Natural- oder Geldleistungen), z.B. Almosen an Bedürftige, Darlehen an Bürger, Besoldungen und Baurechnungen. Sie vermitteln ein lebendiges Bild der damaligen Lebensumstände und wirtschaftlichen Verhältnisse.

Da das Vermögen des Spitals durch Inflation und Krieg weitgehend verlorengegangen war, forderte der Staat 1962 die Stadt Velburg auf, die Stiftung aufzulösen, das Gebäude aber weiterhin für Bedürftige bereit zu halten.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kultur- und Heimatverein Velburg
Das Spitalgebäude links von der Kirche St. Leonhard in Velburg im Jahr 1952 (Foto: Peter Sabel)
Mittwoch30.10.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Der Jüdische Friedhof in Regensburg

Führung mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Gasthaus „Unter den Linden“, Dr.-Johann-Maier-Str. 1

Der heute als „alt“ bezeichnete jüdische Friedhof an der Schillerstraße wurde 1822 angelegt. Es ist der erste neuzeitliche Friedhof in Regensburg nach der Vertreibung der mittelalterlichen Gemeinde 1519 und der Verwüstung ihres Friedhofs. Seit dem Toleranzpatent von 1813, das den Angehörigen der jüdischen Religion Bürgerrechte zuerkannte, konnte sich wieder eine eigenständige jüdische Gemeinde in der nun zum Königreich Bayern gehörenden Stadt bilden. Erst durch Erweiterung und Neuordnung des Stadtparks um 1950 nahm der jüdische Friedhof an der Schillerstraße jene landschaftliche Einheit mit dem Park ein, wie wir sie heute erleben. Auch das Gelände des ehemaligen Lazarusfriedhofs wurde zu dieser Zeit in den Stadtpark integriert, in dessen östlichen Teil noch wenige Schützenhäuser aus dem Ende der reichsstädtischen Zeit stehen.

Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Endpunkt: Schillerstraß; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331)
Blick in den jüdischen Friedhof in Regensburg (Foto: Dr. Rosa Micus)
Mittwoch20.11.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das jüdische Ghetto im Herzen der Stadt Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus, Regensburg
Treffpunkt: Regensburg, Kohlenmarkt

Die historischen Orte internationaler Beziehungen Regensburgs liegen im Herzen der Altstadt, im Überschneidungsbereich der Westseite der ehemaligen Römermauer, wo sich die Stadt erstmals über die Kastellmauern hinaus entwickelte. Hier stoßen die Gebiete der Stadttopographie aneinander, die im hohen Mittelalter noch den Übergang der „Altstadt“ zur „urbs nova“ kennzeichneten. Gebiete, deren Straßenzüge zu allen Zeiten die erste Anschrift der Stadt waren, während der Neupfarrplatz erst im 18. Jahrhundert in dem Maße, in dem der Kohlenmarkt an Bedeutung verlor, als kommerzielles Zentrum mit Banken und Geschäften aufstieg.

Der Weg führt vom Frühmittelalter bis ins 18. Jahrhundert, vom Werden der Handelsmetropole mit ihrem uralten jüdischen Zentrum und seinem Verlust 1519, bis zum Wiederaufstieg der Stadt als Ort der Reichstage und schließlich des Immerwährenden Reichstags bis zum Ende des Alten Reiches.

Endpunkt: Ecke Gesandtenstraße / Glockengasse; Führungsdauer: zirka 90 Minuten; Kosten: 8,00 €, für HV-Mitglieder frei; Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung erforderlich (E-Mail: info@kunstliteratour.com, Tel. 09493-951331).
Blick über die westliche Altstadt (Foto: Dr. Rosa Micus)
Freitag22.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Das Adelsgeschlecht der Stingelheimer in der Region Kelheim

Vortrag von Studiendirektor a.D. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Kloster Weltenburg, Festsaal

Die Stingelheimer von Thürnthenning waren ein altes niederbayerisches Adelsgeschlecht. Sie waren in der Gegend von Dingolfing beheimatet und erwarben auch in der Oberpfalz Hofmarken wie Kürn und Schönberg.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Stellung und den Besitzungen der Stingelheimer in der Region Kelheim, wo sie als Pfleger im Dienst des Landesherrn standen. Grabdenkmäler befinden sich in der Nikolauskirche von Bad Abbach, in der Franziskanerkirche Kelheim und in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt a.d.Donau. Zu den bedeutendsten Angehörigen des Geschlechts zählte der Regensburger Domherr Christoph von Stingelheim (1570-1626). Er besaß Schloss und Hofmark Wildenberg und baute sich bei Neustadt a.d.Donau ein kleines Wasserschloss, genannt „Karpfenstein“. Christoph von Stingelheim liegt im Dom von Regensburg begraben. Sein Bruder Hans Walter war Kapuzinermönch in Salzburg und stiftete das Kapuzinerkloster in Donauwörth.

Veranstalter: Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie; Eintritt: 3,- €, für HV-Mitglieder frei.
Epitaph des Ludwig Franz von Stingelheim (1529-1593) in der Pfarrkirche von Neustadt a.d.Donau (Foto: Dieter Schwaiger)
Donnerstag28.11.
19:30 Uhr
HVOR

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern“

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigassl 4

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt frei. Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V.
Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) im Krönungsornat. Lithographie von Carl Barth aus dem Jahr 1830 nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler (Foto: Wikipedia, gemeinfrei).