Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Cham

Sonntag17.07.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Der Lamberg in alter Zeit

Seine Bedeutung in der Regionalgeschichte
Führung von Dr. Wolfgang Schoyerer, Cham, und Vortrag von Stadtarchivar a. D. Werner Perlinger, Furth im Wald
Ort: Lamberg, Wirtshaus Lamberg, Lamberg 1

Könnten unsere historischen Stätten reden, so hätten sie wohl vieles zu erzählen. Dabei sind diese oftmals mit bedeutenden Gebäuden verbunden, welche uns einiges über unsere Geschichte vermitteln können. Eines dieser Bauwerke ist die Kirche der Hl. Walburga am Lamberg bei Chammünster, die sich im Mittelalter zu einer der bekanntesten Wallfahrtskirchen Bayerns entwickelte. Nachdem sie 1556 im Zuge der Reformation geplündert und zerstört worden war, liess Kurfürst Maximilian das Gotteshaus 1627/28  wieder errichten. Abermals 1806 im Zuge der Säkularisation zerstört, wurde die Kirche in ihrer heutigen Form 1832 neu erbaut und 1833 eingeweiht. Lassen sie sich überraschen, was Herr Perlinger alles über die Entwicklung der Wallfahrtskirche zu erzählen hat, wobei zunächst Dr. Wolfgang Schoyerer im Bereich der bereits getätigten Ausgrabung auf dem umliegenden Gelände einen Einblick in die ehemalige Dynastenburg am Lamberg geben wird.

Telefonische Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 11.07.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Kirche am Lamberg (Foto: Walter Karren)
Sonntag11.09.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Kriegergedächtnisbrunnen im Chamer Stadtpark

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 1
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Treffpunkt: Cham, Stadtpark, Schleinkoferstraße 9

Wenn man sich mit der Erinnerungskultur der Stadt Cham in den 1930er Jahren beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es einen Unterschied macht, ob zum Beispiel ein Kriegerdenkmal aus der Zeit vor oder nach der Machtergreifung Hitlers stammt. So ist der 1931 am Chamer Marktplatz (früher Hindenburgplatz) errichtete und 1955 in den Chamer Stadtpark verlegte Kriegergedächtnisbrunnen im Kontext eines bürgerlichen Gedenkens an die gefallenen Söhne des Ersten Weltkriegs enstanden, im Gegensatz zum Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus, welches den Krieg mit seinen Opfern als etwas Notwendiges bzw. Ehrenhaftes stilisiert. Darüber hinaus gliedert sich dieser Brunnen mittlerweile in eine Anlage ein, welche über die reine Bedeutung eines einfachen Kriegerdenkmals hinausgeht. Seit den späten 1970er-Jahren wird hier ganz bewusst Erinnerungskultur im Hinblick auf die Kriege von 1870/71, 1914-1918 und 1939-45 betrieben. Es handelt sich um einen Ort, welcher die Menschen gezielt dazu anhält, in Bezug auf die Grausamkeiten des Krieges innezuhalten.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Der hl. Georg auf dem Kriegergedächtnisbrunnen (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Der Chamer Ehrenhain

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 2
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Ehrenhain, Katzberg 1

Die Entstehung des Ehrenhains in Cham (1933-1935) fällt in eine Zeit, in der solche Orte - wenn auch nicht immer für einen derartigen Verwendungszweck konzipiert - für die Nationalsozialisten immer mehr an Bedeutung gewannen. Oft dienten sie den neuen Machthabern auf Grund ihrer großzügigen Gestaltung, sowie der emotionalen Bindung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, für groß angelegte Aufmärsche, um sich so selbst in Szene zu setzen. Ende letzten Jahres hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege den Ehrenhain mit seinem gesamten Baumbestand in seiner Funktion als Mahnstätte unter Denkmalschutz gestellt. Neben seiner geschichtlichen Komponente birgt er vor allem künstlerische, städtebauliche sowie wissenschaftliche Aspekte, welche nicht nur für die Geschichte der Stadt Cham, sondern auch bayernweit von großer Bedeutung sind.

Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Teilnahme kostenlos.
Inschrift am Sockel des Kreuzes im Chamer Ehrenhain (Foto: Florian Gruber)
Sonntag11.09.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Tag des offenen Denkmals - Das Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus

Streifzug durch die Erinnerungskultur der Stadt Cham, Teil 3
Führung von Florian Gruber M.A., Cham
Ort: Cham, Rathaus, Marktplatz 2

Das als "Nazi-Fresko" durch die Presse bekannt gewordene Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus versucht, auf eine sehr banale Art und Weise dem Betrachter den Krieg als etwas Notwendiges und Ehrenhaftes zu verkaufen. Manche Menschen plädieren deshalb dafür, das Gemälde zu übertünchen, da es mit unseren heutigen Werten nicht mehr konform geht. Zu verbergen bedeutet aber gleichsam zu vergessen bzw. zu verdrängen und eine offene und durchaus notwendige Diskussion über die geschichtlichen Hintergründe zu vermeiden. Kommende Generationen könnten sich kein eigenes Bild mehr machen, und wir würden die Möglichkeit verpassen, durch eine angemessene Kontextuierung selbst ein Zeichen gegen Krieg und Diktatur zu setzen. Deshalb liegt es an uns, solche "schwierigen" Zeugnisse zu erhalten und für die Zukunft zu konservieren.

Telefonische Anmeldung ist unter 0176/21549993 vorab bis zum 05.09.2022 zwingend erforderlich.

Teilnahme kostenlos.
Kriegerdenkmal im Chamer Rathaus (Foto: Florian Gruber)