Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Amberg

Dienstag04.05.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der südliche Altlandkreis Amberg in alten Ansichten

Vortrag von Josef Schmaußer, Ursensollen
Ort: KEB-Bildungszentrum, Amberg, Dreifaltigkeitsstraße 3

Postkarten waren vor ca. 120 Jahren so modern wie heute E-Mails oder andere digitale Nachrichten. Interessant für den Heimatkundler sind vor allem Aufnahmen, welche ein Bild der Orte in unserem Landkreis vor ca. 130 Jahren vermitteln. Wer besaß zu dieser Zeit schon einen Fotoapparat? Auffällig ist oft auch die teils hervorragende Qualität dieser Druckerzeugnisse. So sind für viele Heimatkundler historische Postkarten ein begehrtes Sammelobjekt.

Anmeldung bis 28. April 2021 per E-Mail an geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de. Es erfolgt keine Bestätigung, doch eine Rückmeldung falls die Veranstaltung nicht stattfindet.

Eintritt frei.
Gruß aus Utzenhofen, heute Gemeinde Kastl (Foto: Privatarchiv Josef Schmaußer)
Sonntag30.05.
15:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Schlosskirche St. Johannes in Ebermannsdorf

Führung von Christine Schormüller, Ebermannsdorf
Ort: Kirche St. Johannes, Ebermannsdorf

Aus der 1721 erbauten Kirche St. Johannes, vielen besser unter dem Namen „Schlosskirche“ bekannt, entstand nach jahrelanger Restaurierung ein Schmuckstück barocken Kirchenbaus und barocker Kirchenmalerei. Die Wappen und die beiden Oratorien belegen, dass dies einst eine Kirche der Hofmarksherren war. Hochrangige Stuckateure und Maler waren mit der Ausstattung der Kirche beauftragt. Aufwendig restaurierte Altarbilder verleihen der Kirche neuen Glanz.

Anmeldung bis 17. Mai 2021 per E-Mail an geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de. Die Führung wird nicht in der Tagespresse ausgeschrieben. Sollten Sie bis 22. Mai keinen gegenteiligen Bescheid erhalten, findet die Führung statt.

Die Führung ist kostenlos, Spenden sind willkommen. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Die Kirche St. Johannes in Ebermannsdorf (Foto: Dieter Dörner)
Dienstag22.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

1700 Jahre Juden in Deutschland – 1000 Jahre Juden in der Oberpfalz

Ein Streifzug durch 1000 Jahre jüdischer Geschichte in der Oberpfalz
Vortrag von Kreisheimatpfleger Dieter Dörner, Amberg
Ort: Amberg, Gesellschaftsraum der Israelitischen Kultusgemeinde, Salzgasse 5

Belegt ist die Anwesenheit von Juden in Köln seit dem Jahr 321. Sie kamen in Begleitung von Römern. Sicher befanden sich damals auch im „bayerischen“ Donauraum bereits Juden. Doch Nachweise gibt es erst für das 10. Jahrhundert in Stadtamhof und in Passau.

1034 wurde Amberg erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde ist u. a. vom Zoll, vom Handel, von der Schifffahrt die Rede. Sicher war Eisen Transportgut auf Vils und Naab, wahrscheinlich auch Salz. Für Eisen war Regensburg Umschlagplatz, und für den Fernhandel waren Juden prädestiniert. Die Juden in Ungarn, in Deutschland und in Italien sprachen eine Sprache, konnten lesen und schreiben und hatten durch das Rabbinat eine halbwegs einheitliche Rechtssprechung. Es wäre demnach durchaus möglich, dass Juden, wenn auch nicht in Amberg ansässig, am Handel von und nach Amberg partizipierten.

Juden standen unter dem Schutz der Obrigkeit, ihnen waren alle Berufe offen, sie unterschieden sich durch Kleidung, Religion und rituelle Vorschriften von den Nichtjuden. Mit den Kreuzzügen kamen die Verfolgungen und Restriktionen, d. h., seit der Vertreibung der Juden aus der Oberpfalz 1391 – Regensburg war ja exterritorial – durften 470 Jahre hier keine Juden mehr siedeln. Doch es kam anders! Trotz aller Verbote gab es hier bei Schaffung des modernen Bayern vor gut 200 Jahren vier jüdische Gemeinden.

Sollte es coronabedingte Einschränkungen geben, wird die Veranstaltung auf Herbst 2021 verlegt.

Eintritt frei. Eine der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Amberg, der Volkshochschule Amberg, der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V. und dem Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz e.V.
Blick in die neuzeitliche Synagoge in Amberg (Foto: Dieter Dörner)
Sonntag04.07.
09:20 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Neue Synagoge in Regensburg und die Bayerische Landesausstellung 2021

Exkursion nach Regensburg
Führungen von Dieter Weber, Regensburg, und N.N.
Treffpunkt: Amberg, Bahnhofshalle

Dieter Weber, Leiter des Fördervereins „Neue Regensburger Synagoge e.V.“, führt durch das neue Jüdische Gemeindezentrum mit Synagoge in Regensburg, welches 500 Jahre nach der Zerstörung der alten und 80 Jahre nach der Zerstörung der Jugendstil-Synagoge 2019 eröffnet wurde.

Nach der Mittagspause folgt eine Führung durch die Bayerische Landesausstellung 2021 „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“ im Museum der Bayerischen Geschichte. Anschließend besteht die Möglichkeit, die dortige Dauerausstellung zu besichtigen.

Anmeldung ab 7. Juni 2021 bei der VHS Amberg per E-Mail an vhs@amberg.de oder telefonisch unter 09621/101-238 oder -865 unter Angabe der Kurs-Nummer AD0900A. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro und beinhaltet Fahrt, Eintritt und Führung im Museum der Bayerischen Geschichte. Die Führung in der Synagoge ist kostenlos, es wird um eine Spende gebeten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Amberg und der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Plakatmotiv zur Bayerischen Landesausstellung 2021 (Foto: HdBG)