Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Amberg

Samstag07.12.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Glaskathedrale - Walter Gropius - Philip Rosenthal

Leitung: Dieter Dörner
Ort: Amberg, Kristall-Glasfabrik Amberg (ehem. Rosenthal), Rosenthalstraße 12

Die "Moderne" unter Walter Gropius begann mit dem Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, heute UNESCO-Welterbe, und endete mit seinem letzten Werk, der Glaskathedrale in Amberg. Die Multi-Media-Führung gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken von Walter Gropius, seines engsten Mitarbeiters und Planers der Glaskathedrale Alexander Cvijanovic, des Auftraggebers Philipp Rosent-hals, des Bauhauses und natürlich in die Entstehung der Glaskathedrale. Wir werfen einen Blick in diese, jedoch nicht in die Produktionsanlagen.

Teilnehmergebühr: 7 Euro. Nach 14:30 Uhr kein Einlass. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt, d. h. Anmeldung bis 30. November unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich. Ohne Anmeldung kein Einlass! Keine Gruppenmeldungen!
Die Glaskathedrale (Quelle: Stadtmuseum Amberg)
Samstag18.01.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Reichsparteitagsgelände im Krieg - Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit

Fahrt zur Sonderausstellung in das Dokumentationszentrum in Nürnberg
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7, 9 Uhr

Die Ausstellung geht der Geschichte des Reichsparteitagsgeländes im Zweiten Weltkrieg nach. Die Umnutzung des Areals als Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager zwischen 1939 und 1945 ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Noch im Herbst 1939 wichen die Zeltstädte zur Unterbringung der Parteitagsteilnehmer zahllosen Holzbaracken, Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen. Es entwickelte sich ein umfangreicher Lagerkomplex, in den bis zur Befreiung im April 1945 tausende Zivilisten und Kriegsgefangene aus West-, Süd- und Osteuropa verbracht wurden. Die meisten wurden zum "Arbeitseinsatz" in der Landwirtschaft und der Industrie herangezogen – viele unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mehrere tausend Kriegsgefangene und zur Zwangsarbeit Verschleppte starben in Nürnberg.

Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegsgefangenenlager je zur Hälfte das Valka-Lager zur Unterbringung von Displaced Persons und ein Flüchtlingslager. Heute befindet sich auf dem Areal die Trabantenstadt Langwasser.

Nach der Besichtigung der Sonderausstellung ist ein Besuch der Dauerausstellung (Eintritt 6 Euro; zur gemeinsamen Rückfahrt Treffpunkt 16:30 Uhr im Kassenbereich) oder ein Besuch der Altstadt (Straßenbahn auf eigene Kosten) möglich.
Kriegsgefangenen-, Valka-, Flüchtlingslager (Quelle: Doku-Zentrum)
Dienstag04.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Grenzgeschichte(n) Bayern – Böhmen: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Vortrag von Reinhold Balk
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Vor 30 Jahren durchschnitten die Außenminister Genscher und Dienstbier symbolisch den "Eisernen Vorhang" bei Waidhaus. Damit setzte vor unserer Haustüre die gesamte Umwälzung der politischen Landschaft in Europa ein, die zwei Nachbarschaften innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten vom Kal-ten Krieg zur Europäischen Union und zur Reisefreiheit im Schengen-Raum führte. Der Referent, der die Geschehnisse als BGS-Beamter hautnah miterlebt hat, gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die sehr effektiven Grenzbefestigungen zwischen Bayern und der CSSR, dessen Wirkungsweise und die Entwicklungen an der Grenze nach deren Öffnung.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Grenzzaun an der CSSR-Grenze (Foto: Reinhold Balk)