Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Amberg

Freitag08.03.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Oberpfalz wird bayerisch

Warum die „Obere Pfalz“ seit 400 Jahren zu Bayern gehört
Vortrag von Dr. Christine Paschen, Amberg
Ort: Amberg, KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3

Über die Frage, weshalb die Oberpfalz einst 300 Jahre zur Kurpfalz gehörte, schlägt die Referentin den Bogen zu 400 Jahren bayerischer Herrschaft. Maximilian erhielt für die von ihm anlässlich der Schlacht am "Weißen Berg" verauslagten Kriegskosten von Kaiser Ferdinand die bereits seit 1621 bayerisch besetzten „Oberpfälzischen“ Gebiete als „Pfandschaft“. Dazu kam die zunächst auf Lebenszeit begrenzte Übertragung der pfälzischen Kurwürde.

Anmeldung unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach e.V.
Die kaiserliche Belehnungsurkunde mit der (noch nicht) erblichen Kurwürde (Foto: Staatsarchiv Amberg)
Dienstag09.04.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Bayerische Konkordat von 1924

Pacelli 1922 als Nuntius im Gespräch mit örtlichen Würdenträgern Quwlle: Wikipedia gemein
Dienstag07.05.
20:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

„Von Hus zu Charles!“ – Was die Oberpfalz, Böhmen und der Hochadel gemeinsam haben

Hans-Peter Klinger
KEB-Bildungszentrum Amberg, Dreifaltigkeitsstraße 3

Wussten Sie schon, dass ein bemerkenswerter Teil der Vorfahren des europäischen Hochadels ohne unmittelbare Vorfahren aus unserer Region nicht geboren worden wäre? Vielleicht haben Sie auch bereits gehört, dass Martin Luther davon sprach, dass „wir alle Hussiten“ wären, obwohl doch der Drachenstich und andere historische Spiele das Gegenteil vermuten lassen würden? Wie das nun zusammenpasst und welche Rolle Amberg und Sulzbach-Rosenberg dabei spielen, hören Sie auf einer interessanten und bebilderten Zeitreise mit einigen Überraschungen in unseren gemeinsamen europäischen Kulturraum.

 

Mitveranstalter: KEB Anmeldung bis 26. April 2024 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de
Der Prager Fenstersturz Quelle: Wikipedia gemein
Donnerstag27.06.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Gewölk und waiche Luft – die Wetteraufzeichnungen d. Ensdorfer Paters Judas T. Sinner OSB

Dr. Marianne Rolshoven
Barocksaal der Provinzialbibliothek Amberg, Malteserplatz

Die drei in der Provinzialbibliothek Amberg aufbewahrten Sammelbände von Kalendern Ensdorfer Provenienz der Jahre 1740 bis 1800 enthalten zunächst Bemerkungen zum Zeitgeschehen, dann ab 1753 fast tägliche Wetteraufzeichnungen. Diese wurden in einer im Hinblick auf das Wettergeschehen sehr differenzierten Sprache in der Form eines persönlichen Diariums ohne Blick auf zeitgenössische Leser oder die Nachwelt abgefasst. Die Beschreibungen liefern Einsicht in die Wetter- und Witterungsabläufe, künden von guten und schlechten, ja katastrophalen Jahren, und vermitteln eine Ahnung von der mentalen Bewältigung dieser Geschehnisse. Über die lokalen und regionalen Befunde hinaus stellen die vorliegenden Aufzeichnungen einen weiteren Stein im Mosaik der Witterungs- und Klimageschichte der Oberpfalz bereit.

Die Aufzeichnungen illustrieren darüber hinaus einen Zweig der methodischen Bifurkation, die sich ab den fünfziger Jahren des 18. Jahrhunderts in der Geschichte der Meteorologie abzeichnet: P. Judas Thaddäus Sinner OSB arbeitet evidenzbasiert, Messen und Zählen spielen in seiner Sicht des Wetter- und Witterungsgeschehens keine Rolle. Anders sein berühmter Mitbruder P. Anselm Desing OSB, der bereits Mitte der vierziger Jahre meteorologische Messinstrumente nach Ensdorf gebracht hatte und in dessen moderner Auffassung Meteorologie mit physikalisch-mathematischen Methoden betrieben werden muss.

Veranstaltung der Provinzialbibliothek Amberg mit KEB und HV
Exemplarische Seite des Straubinger Kalenders von 1759 mit Wetteraufzeichnungen des Ensdorfer Mönchs Quelle: Provinzialbibliothek Amberg
Dienstag02.07.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Lebensbeschreibung des Straßenwärters Johann Gammerl

Johannes Ehbauer
KEB-Bildungszentrum Amberg, Dreifaltigkeitsstraße 3

Vor 150 Jahren arm am Rande der Gesellschaft in der Oberpfalz geboren, hat sich Johann Gammerl durch Geschick und Fleiß vom „Steine klopfen", zum Hirten, Tagelöhner und schließlich zum Straßenarbeiter empor gearbeitet. Güterzertrümmerung, ärmlichste Verhältnisse, viele Kinder und Kindersterblichkeit, wenig zu essen, Krankheit, Auswanderung, Schicksalsschläge am laufenden Band, Tod, Schikanen begleiteten ihn sein Leben lang. Die Trauer der Mütter und das harte Leben der Frauen reißen nicht ab. Hinzu kam die Herzlosigkeit im Umgang miteinander und die harte Behandlung der Kinder. Bewundernswert ist, mit welch stoischer Gelassenheit Gammerl die Tiefschläge des Lebens getragen hat und trotzdem den Glauben an Gott nicht verloren hat. Eine autobiografische Erzählung durch Gammerls Urenkel Johann Ehbauer.

 

Gemeinschaftsveranstaltung mit KEB Amberg Anmeldung bitte bis 22. Juni 2024 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de
Der Kammerwagen anl. der Hochzeit von Gammerls Tochter Maria Quelle:
Sonntag29.09.
16:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Der Judenfriedhof in Sulzbach(-Rosenberg)

Dieter Dörner
Treffpunkt Su-Ro, Parkplatz Sportpark (Schießstätte)

Nach Sulzbürg ist der Sulzbacher Judenfriedhof der älteste in Altbayern. 1667 fand auf dem Orte ewiger Ruhe die erste, 1936 die letzte Beerdigung statt. Was unterscheidet einen jüdischen von einem christlichen Friedhof? Wie lässt sich die Entwicklung vom orthodoxen zum liberalen Judentum an den Grabsteinen ablesen? Was bedeuten die Symbole auf den Grabsteinen? Fragen, auf die Sie eine Antwort finden.

Gemeinschaftsveranstaltung mit KEB Amberg Bitte festes Schuhwerk – Herren mit Kopfdeckung. Anmeldung bitte bis 20. September 2024 unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de
Der Judenfriedhof in Sulzbach(-Rosenberg) Foto: Dieter Dörner