Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Amberg

Dienstag24.09.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"s' Bockerl" - Die Eisenbahn von Amberg nach Schnaittenbach

Vortrag von Klaus Tschierschke
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Nachdem die Lokalbahnen von Amberg nach Lauterhofen und nach Schmidmühlen bereits sowohl in Vorträgen als auch in Eisengau-Sonderbänden behandelt wurden, erscheint nun ein Sonderband über die Lokalbahn von Amberg nach Schnaittenbach. Der Autor stellt in einem Lichtbildervortrag das Ge-schehen von der Planung, über Alternativrouten, den Bau und die Nutzung bis heute vor.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Der Bahnhof Schnaittenbach 1904, davor ein Personenzug mit der bayerischen Lok D XI, dem Stations-Personal und der Bahnbetriebsleitung (Quelle: Privatarchiv Klaus Tschierske)
Sonntag13.10.
09:15 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg

Führung durch die Dauerausstellung und die Landesausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren"
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7

Im Haus der Bayerischen Geschichte erhalten Sie eine 90-minütige Führung durch die Dauerausstel-lung und die Landesausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren". Anschließend besteht ausreichend Möglichkeit beide umfangreichen Ausstellungen selbst zu erkunden. Während Ihres Besuches können Sie das Museum jederzeit verlassen und erneut besuchen.

Teilnehmergebühr: 26 Euro (beinhaltet Bahnfahrt, Museumseintritt und -führung durch beide Ausstellungen). Rückfahrt 17:32 Uhr ab Regensburg, Ankunft Amberg 18:20 Uhr. Anmeldung bis 4. Oktober bei der VHS der Stadt Amberg (Tel. 09621/10-1238).
Logo der Landesausstellung 2019 (Quelle: Haus der Bayerischen Geschichte)
Freitag18.10.
14:30 Uhr
Hauptverein Regensburg

Pfarrprädikaturen in der Oberpfalz

Wissenschaftliches Symposion anlässlich des Jubiläums "650 Jahre Pfarrprädikatur Amberg"
Vorträge von Dr. Bernhard Lübbers, Dr. Susanne Wanninger, Prof. Dr. Franz Fuchs, Dr. Werner Schrüfer, Dr. Markus Lommer, Dr. Thomas Vogl
Ort: Amberg, Kongregationssaal (ehem. Aula des Jesuitenklosters), Malteserplatz 4

Mit der Stiftung des Amberger Bürgers und Münzmeisters Friedrich Alhart am Johannestag 1369, eine Prädikatur in der Pfarrei Amberg zu errichten, wird nach heutigem Sprachgebrauch die Oberpfalz zum Ursprungsland einer Bewegung, die für das kirchliche Leben über Jahrhunderte äußerst bedeutsam sein sollte. Da zu den Hauptmitteln der Seelsorge seit jeher die Predigt gehört, werden die Institution „Pfarrpredigt“ und die „Pfarrprediger“ zu d e n Aushängeschildern einer spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Gesellschaft, die zutiefst christlich geprägt war.

Das Symposium wird einen grundlegenden Einblick, aber auch konkrete Einsichten in die sehr vielfältige Welt des Predigtwesens, wie es sich in den Städten und Pfarreien ausgebildet hatte und praktiziert wurde, bieten. Neben diesen geschichtlichen Erläuterungen kommen auch gegenwärtige Erfahrungen mit der Predigt zu Wort. Ergänzend dazu werden bibliophile Schätze der Oberpfälzer Predigtliteratur in einer kleinen Ausstellung gezeigt.

In Zusammenarbeit mit dem Verein für Regensburger Bistumsgeschichte e.V., dem Staatsarchiv Amberg, dem Stadtarchiv Amberg und der Provinzialbibliothek Amberg
Blick auf die Kanzel in der Stadtpfarrkirche St. Georg in Amberg (Foto: Kath. Pfarramt St. Georg)
Mittwoch13.11.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

"Zu Dritt": Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum

Lesung mit dem Autor Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing
Ort: Amberg, "Alte Kaserne", Dekan-Hirtreiter-Str. 5

Karl Barth gehörte zu den großen historischen und theologischen Persönlichkeiten des 20. Jh.s. Er gilt als der Kopf der »Bekennenden Kirche« im Kampf gegen Hitler und die »Deutschen Christen« und ist gewissermaßen der evangelische »Kirchenvater des 20. Jahrhunderts«.

Weniger bekannt ist: 35 Jahre lebte er mit seiner Mitarbeiterin und Geliebten Charlotte von Kirschbaum und seiner Ehefrau unter einem Dach. Der Roman "Zu Dritt" von Klaas Huizing konzentriert sich vor dem Hintergrund der großen Dramen des 20. Jh.s auf das private Drama. Das Dreiecksverhältnis von Karl Barth hält, obwohl sowohl Karl als auch Nelly wiederholt über eine Scheidung nachdenken, 35 Jahre. Lollo von Kirschbaum zieht mit den Barths von Münster nach Bonn und nach Barths Versetzung in den Ruhestand durch die nationalsozialistische Verwaltung nach Basel um. Den Einfluss, den Charlotte von Kirschbaum auf die Entwicklung der Theologie Karl Barths hatte, wird man nicht unterschätzen dürfen.

Teilnehmergebühr: 10 Euro, für Mitglieder des HV (und des EBW) 8 Euro. Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Evangelisches Bildungswerk Oberpfalz e.V.
Karl Barth (Foto: EBW)
Samstag07.12.
14:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Die Glaskathedrale - Walter Gropius - Philip Rosenthal

Leitung: Dieter Dörner
Ort: Amberg, Kristall-Glasfabrik Amberg (ehem. Rosenthal), Rosenthalstraße 12

Die "Moderne" unter Walter Gropius begann mit dem Fagus-Werk in Alfeld an der Leine, heute UNESCO-Welterbe, und endete mit seinem letzten Werk, der Glaskathedrale in Amberg. Die Multi-Media-Führung gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken von Walter Gropius, seines engsten Mitarbeiters und Planers der Glaskathedrale Alexander Cvijanovic, des Auftraggebers Philipp Rosent-hals, des Bauhauses und natürlich in die Entstehung der Glaskathedrale. Wir werfen einen Blick in diese, jedoch nicht in die Produktionsanlagen.

Teilnehmergebühr: 7 Euro. Nach 14:30 Uhr kein Einlass. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt, d. h. Anmeldung bis 30. November unter geschichtsnetzwerk.oberpfalz@gmx.de erforderlich. Ohne Anmeldung kein Einlass! Keine Gruppenmeldungen!
Die Glaskathedrale (Quelle: Stadtmuseum Amberg)
Samstag18.01.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Reichsparteitagsgelände im Krieg - Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit

Fahrt zur Sonderausstellung in das Dokumentationszentrum in Nürnberg
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7, 9 Uhr

Die Ausstellung geht der Geschichte des Reichsparteitagsgeländes im Zweiten Weltkrieg nach. Die Umnutzung des Areals als Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager zwischen 1939 und 1945 ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Noch im Herbst 1939 wichen die Zeltstädte zur Unterbringung der Parteitagsteilnehmer zahllosen Holzbaracken, Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen. Es entwickelte sich ein umfangreicher Lagerkomplex, in den bis zur Befreiung im April 1945 tausende Zivilisten und Kriegsgefangene aus West-, Süd- und Osteuropa verbracht wurden. Die meisten wurden zum "Arbeitseinsatz" in der Landwirtschaft und der Industrie herangezogen – viele unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mehrere tausend Kriegsgefangene und zur Zwangsarbeit Verschleppte starben in Nürnberg.

Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegsgefangenenlager je zur Hälfte das Valka-Lager zur Unterbringung von Displaced Persons und ein Flüchtlingslager. Heute befindet sich auf dem Areal die Trabantenstadt Langwasser.

Nach der Besichtigung der Sonderausstellung ist ein Besuch der Dauerausstellung (Eintritt 6 Euro; zur gemeinsamen Rückfahrt Treffpunkt 16:30 Uhr im Kassenbereich) oder ein Besuch der Altstadt (Straßenbahn auf eigene Kosten) möglich.
Kriegsgefangenen-, Valka-, Flüchtlingslager (Quelle: Doku-Zentrum)
Dienstag04.02.
19:30 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Grenzgeschichte(n) Bayern – Böhmen: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Vortrag von Reinhold Balk
Ort: Amberg, KEB-Bildungswerk, Dreifaltigkeitsstr. 3

Vor 30 Jahren durchschnitten die Außenminister Genscher und Dienstbier symbolisch den "Eisernen Vorhang" bei Waidhaus. Damit setzte vor unserer Haustüre die gesamte Umwälzung der politischen Landschaft in Europa ein, die zwei Nachbarschaften innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten vom Kal-ten Krieg zur Europäischen Union und zur Reisefreiheit im Schengen-Raum führte. Der Referent, der die Geschehnisse als BGS-Beamter hautnah miterlebt hat, gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die sehr effektiven Grenzbefestigungen zwischen Bayern und der CSSR, dessen Wirkungsweise und die Entwicklungen an der Grenze nach deren Öffnung.

Mitveranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach e.V.
Grenzzaun an der CSSR-Grenze (Foto: Reinhold Balk)