Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Regionalgruppe Schwandorf

Dienstag 03.11.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Ausgrabung am Gräberfeld Schirndorf

Vortrag von Franz Hübl, Kallmünz
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Das Gräberfeld zwischen Fischbach und Schirndorf - das größte hallstattzeitliche Gräberfeld in Süddeutschland - wurde vor etwas mehr als 65 Jahren entdeckt. Einige Funde davon befinden sich im Volkskundemuseum Burglengenfeld. Sie erfahren von der Entdeckung, Lage und Größe des Gräberfeldes, der Hallstattzeit und vieles über das Gräberfeld und die reichhaltige Grabkeramik.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Volkskundemuseum und der vhs Schwandorf Land.
Die Grabung im Jahre 1964 (Repro: Informationstafel OVKM)
Sonntag 31.01.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Paul Zeidler (1548 - 1627)

Vortrag von Alfred Wolfsteiner, Schwarzhofen
Ort: Schwarzhofen, Rathaus, Marktplatz 5, Sitzungssaal

Vor genau 400 Jahren starb der Humanist Paul Zeidler, gebürtiger Schwarzhofener, in Neunburg vorm Wald. Bedeutsam für die Oberpfalz wurde sein Werk "Insignia urbium et vicorum Superioris Palatinatus", gedruckt in Regensburg 1585. Es vereint die Wappenbilder der oberpfälzischen Orte mit Zeidlers Erläuterungen zu Wappen und Ort.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land.
Ausschnitt aus dem Werk "Insignia urbium et vicorum Superioris Palatinatus" (Repro: BSB München)
Dienstag 02.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Die Oberpfalz als Notstandsgebiet im Fokus von Politik, Verwaltung und Wissenschaft (1919–1939)

Vortrag von Dr. Patrick Reitinger, Leipzig
Ort: Burglengenfeld, Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3

Die Rolle der Oberpfalz im Notstandsdiskurs wurde in der Forschung bisher nur nachrangig untersucht. Dabei versuchten zeitgenössische Akteure aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft seit den 1920er Jahren, die Oberpfalz mit einer eigenen regionalen Identität im Kampf um die Aufmerksamkeit für vermeintlich strukturschwache Regionen zu positionieren. Im Vortrag wird gezeigt, wie die Entwicklungen in der Region in die größeren politischen Zusammenhänge des Weimarer Krisendiskurses und der spezifischen nationalsozialistischen Notstandsrhetorik eingeordnet werden können und welche Elemente in der Oberpfälzer Landschaft noch heute an diese Zeit erinnern.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt für Mitglieder des Historischen Vereins frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der vhs Schwandorf Land.
Burglengenfeld, 1938 (Foto: Hans Fehn/Freilichtmuseum Finsterau)
Mittwoch 14.04.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Online: Georg Greflinger (um 1620 - 1677) und der Dreißigjährige Krieg

PD Dr. Viktoria Gutsche, Wuppertal
Online

Für die Menschen des 17. Jahrhunderts bedeutete der Dreißigjährige Krieg einen Einschnitt, der alles in Frage stellte. Zwischen 1618 und 1648 verwüstete er weite Teile Mitteleuropas und erschütterte die religiöse wie politische Ordnung des Alten Reiches in ihren Grundfesten. Inmitten dieser Katastrophe wuchs eine Generation heran, der der Krieg als Dauerzustand vertraut war. 

Zu ihr gehörte Georg Greflinger, der um 1620 in Neunburg vorm Wald geboren wurde und, durch die Kriegswirren früh entwurzelt, ein unstetes Wanderleben führte, ehe er schließlich in Hamburg sesshaft wurde. Unter seinem Dichternamen „Celadon von der Donau“ legte er 1657 das Epos „Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg“ vor, die erste poetische Darstellung des gesamten Krieges aus der Feder eines Zeitgenossen. 

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verbund der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf.
Titelkupfer (Detail) - Bayerische Staatsbibliothek München (Signatur: Res/P.o.germ. 519 l)