Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg
Samstag18.01.
10:00 Uhr
Regionalgruppe Amberg

Das Reichsparteitagsgelände im Krieg - Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit

Fahrt zur Sonderausstellung in das Dokumentationszentrum in Nürnberg
Leitung: Dieter Dörner
Treffpunkt: Amberg, Bahnhof (Vorhalle), Kaiser-Ludwig-Ring 7, 9 Uhr

Die Ausstellung geht der Geschichte des Reichsparteitagsgeländes im Zweiten Weltkrieg nach. Die Umnutzung des Areals als Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager zwischen 1939 und 1945 ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Noch im Herbst 1939 wichen die Zeltstädte zur Unterbringung der Parteitagsteilnehmer zahllosen Holzbaracken, Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen. Es entwickelte sich ein umfangreicher Lagerkomplex, in den bis zur Befreiung im April 1945 tausende Zivilisten und Kriegsgefangene aus West-, Süd- und Osteuropa verbracht wurden. Die meisten wurden zum "Arbeitseinsatz" in der Landwirtschaft und der Industrie herangezogen – viele unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mehrere tausend Kriegsgefangene und zur Zwangsarbeit Verschleppte starben in Nürnberg.

Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegsgefangenenlager je zur Hälfte das Valka-Lager zur Unterbringung von Displaced Persons und ein Flüchtlingslager. Heute befindet sich auf dem Areal die Trabantenstadt Langwasser.

Nach der Besichtigung der Sonderausstellung ist ein Besuch der Dauerausstellung (Eintritt 6 Euro; zur gemeinsamen Rückfahrt Treffpunkt 16:30 Uhr im Kassenbereich) oder ein Besuch der Altstadt (Straßenbahn auf eigene Kosten) möglich.