Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg
Mittwoch14.04.
20:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Termin verschoben! - Ratten, Gräber und Ikonen

Zur ersten Welle der Justinianischen Pest
Vortrag von Tobias Esch M.A., Kelten-Römer-Museum Manching
Ort: Kelheim, Archäologisches Museum, Lederergasse 11

In der Regierungszeit des spätantiken Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren wie Prokop oder Johannes von Ephesos ein fast schon apokalyptisches Bild zeichnen. Ihnen zufolge wirkte die sogenannte Justinianische Pest pandemisch, forderte zahllose Todesopfer und befiel Menschen jeglicher Konstitution und ungeachtet ihres Alters, Wohnsitzes und Standes. Sogar Justinian erkrankte so schwer, dass Gerüchte über seinen Tod die Runde machten.
Doch viele Fragen sind in diesem Zusammenhang nicht eindeutig geklärt. Handelte es sich bei der Seuche wirklich um die Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahlen zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um?
Der Leiter des  Kelten- Römer-Museum Manching Tobias Esch gibt in seinem Vortrag einen spannenden Überblick zur ersten Welle der Justinianischen Pest in den Jahren 541 bis 543 n. Chr. und richtet den Fokus dabei vorrangig auf den östlichen Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch ausgewählte Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse zur Seuche lieferten.

Anmeldung unter Tel. 09441/10409 oder 09441/10492 erforderlich.

Eintritt: 4 Euro; für HV-Mitglieder kostenfrei. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum der Stadt Kelheim